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Ferkel-Netzwerke: Vergewaltigungen im Internet
Schwere Vergewaltigung, versuchter Mord
Elf Jahre Haft für frauenverachtende Taten
Das Landgericht München hat einen Mann verurteilt, der Teil eines verbrecherischen Telegram-Netzwerks war. Es gibt Parallelen zum Fall Pelicot.
Seine Taten habe der Angeklagte als egoistisch, ungehobelt und gefährlich beschrieben, sagt Richter Markus Koppenleitner, aber das sei noch verharmlosend. „Wir würden sie eher als hochkriminell, hochprofessionell, menschen- und frauenverachtend betrachten.“ Er spricht von „monströsen“ Taten, um die es in dem Prozess vor dem Münchner Landgericht geht.
Der Saal ist voll, als nach siebzehn Verhandlungstagen das Urteil gegen Zhongyi J. fällt: Elf Jahre und drei Monate Haft, weil er seine Nachbarin, mit der er ein sexuelles Verhältnis hatte, monatelang immer wieder betäubt und dann vergewaltigt hat. Eine anschließende Sicherheitsverwahrung behält sich das Gericht vor. Dem 28-jährigen Studenten aus China muss seine Strafe erst übersetzt werden. Regungslos hört er dem Dolmetscher zu, der neben ihm auf der Anklagebank sitzt.
Zhongyi J. hat seine Taten im Laufe des Prozesses gestanden – wohl auch deshalb, weil die Beweislast erdrückend war. Er war Teil einer Telegram-Gruppe, in der sich acht Männer – überwiegend Chinesen, die in Deutschland leben – darüber austauschten, wie sie Frauen betäuben und vergewaltigen können.
Sie gaben sich Tipps, welche Medikamente man wie dosiert und verabreicht. Sie teilten Fotos und Videos ihrer Taten im Chat und feierten sich gegenseitig dafür. In der Gruppe kommunizierten die Männer mit einer Art Geheimsprache. Frauen waren für sie „Autos“, sich selbst nannten sie „Autofahrer“. Die Medikamente bezeichneten sie als „Öl“ oder „Sprit“. Wenn die Frauen betäubt vor ihnen lagen, nannten sie sie „tote Schweine“.
Die Chatgruppe war Ende 2024 aufgeflogen, nachdem ihr Administrator Dapeng Z. in Frankfurt am Main verhaftet wurde. Vier Mitgliedern der Chatgruppe wurde in den vergangenen Monaten vor deutschen Gerichten der Prozess gemacht. Richter Koppenleitner macht gleich zu Beginn der Urteilsverkündung deutlich, dass es sich bei dieser Chatgruppe nicht um einen Einzelfall handelt.
Parallelen zum Fall Pelicot
Der Fall erinnere stark an den Prozess der Französin Gisèle Pelicot, die von ihrem Ex-Mann über Jahre betäubt und anderen Männern zur Vergewaltigung angeboten wurde. „Aber das ist kein französisches und kein chinesisches Phänomen, sondern auch in Deutschland und weltweit verbreitet“, sagt Richter Koppenleitner. Auf dem Handy von Zhongyi J. hätten sie Chatgruppen mit Tausenden von Männern gefunden, die sich darüber austauschen, wie man Frauen am besten betäubt. Die Franzosen hätten schon einen Begriff dafür: chemische Unterwerfung.
Für die Kammer sei es alles andere als ein leichter Prozess gewesen. „Wir betreten hier rechtliches Neuland“, sagt der Richter. Deshalb hätten sie so lange verhandelt, sich die Tatvideos immer wieder angeguckt. Es gebe weder eine Einschätzung vom Bundesgerichtshof, noch habe ein Schwurgericht einen solchen Fall je entscheiden müssen. Auch von bisherigen Prozessen zu K.-o.-Tropfen habe sich dieser Fall durch die vielen Beweisvideos unterschieden, erklärt der Richter. Ohne Beweismittel ist die Verurteilung dieser Taten oft unmöglich, auch weil sich die Opfer an nichts erinnern.
Zhongyi J. aber bewahrte die Videos seiner Taten in einer Schublade mit Narkosemitteln und Geräten wie einem Mundspreizer auf, „wie Trophäen“, sagt Richter Koppenleitner. Anhand dieser Videos und den Chatnachrichten konnten die Ermittler genau nachvollziehen, wie Zhongyi J. seine Taten plante, welche Medikamente er bestellte, wie er sie verabreichte und vor allem auch, wie tief die Frau betäubt war.
Im Münchner Prozess ging es seit Anfang Februar um die Frage, wie gefährdet das Leben von Zhongyi J.s Nachbarin durch die Narkosemittel war. Sie erfuhr erst durch die Ermittlungen, was er ihr angetan hatte. Wegen der Betäubung lautete die Anklage auf versuchten Mord in sieben Fällen.
Denn Zhongyi J. griff zu Narkosemitteln, die normalerweise im OP-Saal eingesetzt werden – unter Beobachtung eines Anästhesisten, wo der Patient angeschlossen ist an Geräte, die Blutdruck, Sauerstoff, Herzfrequenz messen. Zhongyi J. aber betäubte seine Nachbarin damit in seiner Studentenwohnung, ließ sie manchmal sogar bewusstlos allein. Die Medikamente überdosierte er teilweise, wie ein Anästhesist im Prozess feststellte.
Sechs Fälle verurteilt das Gericht als besonders schwere Vergewaltigung, zweimal wird Zhongyi J. wegen versuchten Mordes verurteilt. Die Videos belegen in diesen beiden Fällen, dass Zhongyi J. seine betäubte Nachbarin über zweieinhalb und dreieinhalb Stunden missbraucht hat. In den Aufzeichnungen höre man wie sie stark nach Luft ringen. Ihre Zunge sei nach hinten gerutscht und versperre die Luftzufuhr. Aber statt aufzuhören, machte Zhongyi J. weiter. „Es war in allen Fällen großes Glück, dass die Geschädigte nicht gestorben ist“, sagt der Richter.
Vergleichsweise mildes Urteil
Trotzdem fällt die Strafe in München vergleichsweise niedrig aus. Dapeng Z. hatte in Frankfurt am Main 14 Jahre Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung bekommen. Die Staatsanwaltschaft in München hatte lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung für Zhongyi J. gefordert. Auch Richter Koppenleitner sagt: „11 Jahre und 3 Monate Gesamtfreiheitsstrafe sind niedrig.“ Er begründet die Entscheidung der Kammer aber damit, dass Zhongyi J. noch jung sei, er sei nicht vorbestraft, habe ein teilweises Geständnis abgelegt und eine Entschädigung von 20.000 Euro an seine Nachbarin gezahlt.
Über eine anschließende Sicherheitsverwahrung soll nach der Haft entschieden werden. Diese besondere Art des Freiheitsentzugs kann verhängt werden, wenn der Täter nach seiner Haft immer noch eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Formell seien alle Anforderungen an eine Sicherheitsverwahrung erfüllt, sagt Richter Koppenleitner zum Schluss des Urteils. Es errege Zhongyi J., betäubte Frauen zu vergewaltigen. Er habe sogar Videos gesammelt, in denen Frauen erstickt werden würden. Aber der Angeklagte sei jung, es bestehe die Möglichkeit, seine sexuelle Störung in einer Therapie zu behandeln.
https://taz.de/Schwere-Vergewaltigun...Mord/!6170926/
Das ist kein Einzelfall. In einem anderen wurde eine Ehefrau alle zwei Wochen über 15 Jahre von ihrem Ehemann unter Narkose vergewaltigt und die Filme wurden ins Netz gestellt. Es handelt sich um ein Netzwerk mit mehreren tausend Usern und über 4 Millionen Klicks. Reporter recherchierten und meldeten ihr Ergebnis an die Hamburger Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre lang untätig blieb und die Mails einfach verschwinden ließ.
"Sie machen einfach weiter":
https://www.ardmediathek.de/video/pa...W56ZVNlbmR1bmc
Hier potenziert sich der Fall PericotEs ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister
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15.04.2026, 08:33 #2
AW: Ferkel-Netzwerke: Vergewaltigungen im Internet
Das wäre ein Fall, wo all die Neubauers und Fernandes´ auf die Straße gehen könnten.
Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
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AW: Ferkel-Netzwerke: Vergewaltigungen im Internet
Es wäre schön, wenn dies nur ein Fall wäre. Es sind unzählige Fälle, es handelt sich um gut organisierte Netzwerke mit tausenden Nutzern (und Mitmachern) und Millionen Interessenten.
Aus dieser Reportage, die zeigt, dass die Netzwerke weiter funktionieren und pro Gruppe tausende Mitglieder haben und Millionen Aufrufe generieren:
https://www.ardmediathek.de/video/pa...W56ZVNlbmR1bmc
in Stichworten:
"über 15 Jahre von ihrem Mann betäubt und vergewaltigt"- "Videos hat er davon im Internet mit anderen geteilt" -"ihr Mann war Teil eines internationalen Vergewaltiger-Netzwerks" -
// Auszüge aus den Chats dieses Netzwerks: "Ich würde gerne meine Tochter betäuben und f..cken" "Dm me for Rape Group" "Meine betäubte Frau"//
Netzwerk: "Es geht um das heimliche Betäuben und Vergewaltigen von Frauen, meist aus dem nächsten Umfeld"
"Mitglieder dieses Netzwerks sind international organisiert" - "Auf frei zugänglichen Internetseiten teilen die Nutzer Videos und Fotos mutmaßlicher Vergewaltigungen wie hier auf Motherless.com, wo jeder Inhalte hochladen kann, abgebildet sind hier teils schwerste Sexualstraftaten" - "auch Chatgruppen auf dem Messenger-Dienst telegram, die Nutzer tauschen sich hier detailliert über mutmaßliche Taten aus, geben Anleitungen, manche Nutzer gehen scheinbar in Echtzeit auf Anleitungen anderer ein. Dieser teilt ein Video einer schlafenden oder bewußtlosen Frau , ein anderer kommentiert: "Benutze ihre Hand". Er macht es und schickt ein Video.
7390 neue Nachrichten, 73.000 Mitglieder.
In dem Vergewaltiger-Netzwerk sind wir auch auf diesen Mann gestoßen...Er hat über 15 Jahre lang Vergewaltigungsaufnahmen seiner Frau ins Netz gestellt. Auf diesem Foto ist zu sehen, wie sie bewußtlos vergewaltigt wird....hat im Internet offen mit seinen Taten geprahlt, auf Fragen anderer geantwortet. "Schläft sie natürlich oder wurde sie betäubt?" "Glaubst du wirklich, dass sie so tief schläft?"... N. Videos hatten auf dieser Seite über 14 Millionen Aufrufe. Alleine dieses Video hier wurde über 4 Millionen mal geklickt.
2023 fragte das Rechercheteam beim Bundeskriminalamt dazu an, denn es beobachtet dort mutmaßliche Vergewaltigungen unter offenbar lebensgefährlicher Betäubung. Es weist auch auf N. hin. Das BKA antwortet, dass sie die Information an die Polizei Hamburg weiterleiten würde (da sich die Redaktion in Hamburg befindet). Doch 1 Jahr später im Herbst 2024 sieht das Rechercheteam, dass N. ein weiteres Video hochgeladen hat. Und er antwortet dem Undercoverprofil des Rechercheteams. "Ich bin gerade dabei, meiner Stute was unter zu mischen. Mal schauen, was noch so geht heute Abend!" Das BKA wurde vor über einem Jahr informiert. Also schreibt das Rechercheteam dem BKA noch einmal. Wieder heißt es, die Anfrage werde an die Polizei Hamburg weitergeleitet. Das Rechercheteam fragt schließlich im Oktober 2024 direkt in Hamburg nach. Erst jetzt beginnt die Polizei Hamburg an, zu ermitteln und übergibt den Fall später an die zuständige Polizei in Niedersachsen, weil N. dort lebt. Die Polizisten durchsuchen sein Haus und da erfährt auch N. Frau Marlene von allem.
Ein paar Monate nach der Hausdurchsuchung kann das Rechercheteam die Frau in einer Ferienwohnung treffen. "Ich wurde von meinem Mann in den letzten 15 Jahren betäubt, mißhandelt, geschlagen und vergewaltigt. Das alles hat er auch noch gefilmt und ins Internet gestellt und sich in verschiedenen Chatforen damit gebrüstet. ...mit der Dame von der Opferhilfe zur Polizei gegangen bin.... ich muss irgendetwas sehen, was lesen, dass er das wirklich war, weil ich das nicht geglaubt habe. Ich durfte auszugsweise Chats lesen, wo ich dann auch wirklich an der Art, wie er es geschrieben hat, verschiedene Sachen gesehen habe, dass er das war.... Er hat sich regelrecht feiern lassen, dass er mir Ohrfeigen gegeben hat, so sehr, dass ich den nächsten Tag über Kopfschmerzen geklagt hätte oder ein anderes Mal war die Zusammensetzung wohl nicht richtig, so dass ich den nächsten Tag sehr starken Durchfall hatte. Da macht man sich doch keine Gedanken darüber, ob man den Tag dann Durchfall hat oder Kopfschmerzen hat. Dann habe ich halt was Falsches gegessen. Oder er hat dann ein anderes Mal im Chat geschrieben, die Dosierung war wohl nicht so richtig, sie hat nach Luft geschnappt und schwer geatmet. Ich hab schon befürchtet ....
In Marlenes Fall wurde über 1 Jahr lang nicht ermittelt.
... es war nachgewiesen, dass sie seit August (2023) alle 14 Tage betäubt und mißbraucht und vergewaltigt wurde. Man hat bei ihnen zu Hause hunderte Tabletten gefunden, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen und "irgendwann hätte mein Mann mich getötet".
... es wird mittlerweile in mehreren Fällen ermittelt. Das Vergewaltiger-Netzwerk macht weiter. Es sah eine Weile so aus, als ob auf Motherless Dinge verschwinden, dass ein paar Videos runtergenommen wurden, einzelne Gruppen sind auch verschwunden, aber wenn man jetzt reinguckt, sieht eigentlich alles aus wie davor, bis auf die Suchfunktion, die hat sich verändert, aber ansonsten findet man riesige Mengen an mutmaßlichen Vergewaltigungsvideos, findet viele Gruppen, in denen es um das Thema geht, Hier schreibt einer in eine der Gruppen: "Möchte von privat Mittel kaufen. Schreibt mir. Bei Erfolg bin ich bereit, meine Frau zu teilen."
Das Rechercheteam sieht in der Gruppe, in der es um schlafende Frauen geht, 44.000 Uploads, 6.300 Mitglieder und 4,1 Millionen Besucher.
Hier hat noch jemand geschrieben: "Suche K.O.-Tropfen. Derjenige, der mir welche besorgen kann, bekommt exklusive Fotos und Videos von mir. Ich will meine Freundin betäuben und ...". Und weil das so klare Verabredungen sind, wird das Rechercheteam noch einmal auf die Polizei Hamburg (für das Rechercheteam zuständig) zugehen und die danach fragen, ob sie davon wissen, was sie da jetzt machen. Die schriftliche Antwort 12 Tage später: "Wie Sie wissen, ist das Phänomen nicht nur auf ein Bundesland oder lokal begrenztes, sondern ein nationales und internationales. Eine Auskunft darüber, ob ein bestimmter Nutzeraccount oder die dahinter stehenden Personen der Polizei Hamburg bekannt sind, wäre insofern auch gar nicht belastbar. Es ist möglich, dass andere Länderpolizeien oder Polizeibehörden im Ausland bereits Ermittlungen führen...."
Von Motherless bekommt das Team wieder keine Antwort auf die Anfrage zu den Aktivitäten auf ihrer Website. Auch auf telegram bilden sich immer wieder Gruppen.Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister
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