Wer ein Elektroauto kauft oder least, bekommt künftig je nach persönlichen Umständen und Fahrzeugart zwischen 1.500 und 6.000 Euro vom Staat. Wer weniger verdient oder Kinder hat, bekommt mehr innerhalb dieser Spanne. Was man jetzt wissen muss zum neuen Förderprogramm.
Für welche Fahrzeuge gilt sie?

Für neu zugelassene E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride.

Wer kann die Förderung beantragen?

Die Prämie richtet sich an Privatleute, die einen Neuwagen entweder kaufen oder leasen. Es gibt allerdings eine Deckelung beim Einkommen: Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen sollen vorrangig berücksichtigt werden.

Nur leisten sich Geringverdiener oder Familien mit geringem Einkommen meist keine teuren Neuwagen.

Die Fördergrenze liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro. Das entspreche ungefähr einem monatlichen Nettoeinkommen von 4.800 Euro bei Ledigen und 5.400 Euro bei Paaren, so das Bundesumweltministerium. Die maximale Fördergrenze liegt bei 90.000 Euro Haushaltseinkommen, falls zwei Kinder vorhanden sind, durch die sich die Grenze um jeweils 5.000 Euro nach oben verschiebt.
Also profitieren diejenigen, die ein Bruttoeinkommen von bis zu 90.000 Euro im Jahr erzielen, das sich noch einmal um 5.000 Euro pro Kind erhöht.

Gilt die Förderung auch für Gebrauchtwagen?

Nein

Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.
Dafür sind seltsamerweise mal wieder Milliarden Euro übrig.

Insgesamt drei Milliarden Euro sind für die Kaufprämie vorgesehen, was laut Ministerium für etwa 800.000 geförderte Fahrzeuge bis 2029 ausreichen soll.
https://www.t-online.de/mobilitaet/a...vom-staat.html

Da sich eben nicht so viele Normalverdiener und Geringverdiener einen teuren E-Neuwagen leisten können, geht die Förderung im Moment ins Leere.

Autohändler sehen durch die neue E-Auto-Prämie bislang keine Belebung der Nachfrage. Stattdessen wachsen die Unsicherheit bei Kunden und der wirtschaftliche Druck.
Oder doch nicht?

Mehr als 80 Prozent der befragten Händler berichten demnach, dass sie derzeit keine oder nur eine sehr geringe Belebung der Nachfrage nach Elektroautos feststellen.

Das steht allerdings im Widerspruch zu Meldungen, dass Onlineplattformen wie meinauto.de und Carwow deutlich steigende Anfragen zu Elektroautos melden. Auch der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn, spricht von einem hohen Kundeninteresse.

Als besonders problematisch nennen Händler die unklare Ausgestaltung der Fördervoraussetzungen – etwa bei der Berechnung des Haushaltseinkommens – sowie fehlende Planungssicherheit bei Einführung und Auszahlung der Prämie. In der Praxis sei häufig nicht verlässlich zu klären, ob ein Anspruch bestehe.
Nach Einschätzung der Händler reicht die Förderung zudem nicht aus, um die Einstiegshürden spürbar zu senken. Viele Elektro-Neuwagen – auch aus deutscher Produktion – blieben selbst mit staatlicher Unterstützung für Privatkunden schwer erschwinglich. Hinzu komme eine für Verbraucher schwer kalkulierbare Kostenstruktur beim Ladestrom.
Der Verband spricht sich deshalb ausdrücklich für die Einbeziehung junger gebrauchter Elektrofahrzeuge in die Förderung aus. Der überwiegende Teil der Privatkunden entscheide sich erfahrungsgemäß für Gebrauchtwagen.
"Nur wenn auch junge Gebrauchte gefördert werden, kann Elektromobilität schnell für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich werden", so Weller. Ohne diesen Schritt werde ein großer Teil der potenziellen Käufer den Umstieg nicht vollziehen.
Und das ist die Realität:

44 Prozent der Befragten äußerten die Sorge, sich das Auto künftig womöglich nicht mehr leisten zu können. Mobilität wird für viele zunehmend zur Kostenfrage.
https://www.t-online.de/mobilitaet/a...estaltung.html