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    Vorbildcharakter: Dieses Hotel wird zur besonderen Flüchtlingsunterkunft

    Da Flüchtlinge auch als Obdachlose zählen, kann man natürlich auch so daklarieren, was sehr gerne gemacht wird.
    Damit sich die Leute nicht zu sehr aufregen.

    "Ehemalig" ist natürlich jede Immobilie, auch wenn es sich um ein Behindertenheim, ein Altenheim, ein Krankenhaus oder auch mal ein Mietshaus handelt, da jede Immobilie ja vorher leergezogen wird.


    Gelebte Integration
    Vorbildcharakter: Dieses Hotel wird zur besonderen Gemeinschaftsunterkunft

    Im früheren Hotel zur Riss sollen Geflüchtete und Obdachlose untergebracht werden. Und es ist noch mehr geplant.

    Im November hat die Stadt Biberach das ehemalige Hotel zur Riss in der Uferstraße erworben. Es soll zu einer Unterkunft für Obdachlose und Geflüchtete umgebaut werden. Entsprechende Pläne hat er Gemeinderat einstimmig befürwortet. Das Projekt soll nach dem Willen der Stadtverwaltung eine Vorbild für Integration werden.


    Die Stadt hat das 1962 erbaute und 2012 sanierte Hotelgebäude vorigen Herbst gekauft. Grund dafür ist der hohe Druck, den die Stadtverwaltung in der Anschlussunterbringung von Geflüchteten und der Unterbringung von Obdachlosen hat. „Die Fallzahlen steigen, außerdem fallen andere Unterkünfte weg“, sagt Ordnungsamtsleiterin Anna Kleine-Beek. „Deshalb war es für uns eine gute Lösung, das frühere Hotel zu erwerben. Wir müssen da baulich wenig verändern, so dass eine schnelle Inbetriebnahme möglich ist.“ Ziel sei aber, dass die Menschen dort nicht dauerhaft untergebracht werden, sondern nur so lange, bis sie auf dem privaten Wohnungsmarkt etwas Passendes finden.

    211 Menschen in Unterkünften

    197 Menschen wurden 2023 in der Stadt in eine Anschlussunterbringung gebracht, 2024 waren es bislang 25. „Die Lage ist da sehr dynamisch“, so Kleine Beek. Derzeit befinden sich insgesamt 211 Menschen in den zehn Unterkünften der Stadt (130 Männer, 81 Frauen). 65 davon sind Einzelpersonen, 146 leben in Familien, 77 sind minderjährig. Bei den Nationalitäten machen ukrainische Staatsbürger (45) den größten Anteil aus, es folgen Deutsche (40), Rumänen (38) und Syrer (25). Insgesamt sind es rund 20 verschiedene Nationen, aus denen die Bewohner kommen.


    Für das ehemalige Hotel zur Riss verfolgt die Stadt ein besonderes Konzept. So sollen die zum Teil voll ausgestatteten und mit eigenen Sanitäreinrichtungen versehenen Hotelzimmer im zweiten bis fünften Stock als Wohneinheiten für Einzelpersonen oder Paare genutzt werden. Im ersten Obergeschoss, in der sich eine Wohnung befindet, sollen möglichst viele Zimmer für eine flexible Nutzung entstehen.


    Büros und Schulungsräume

    Im Erdgeschoss, das bislang Hotellobby, Empfang, Küche und Frühstücksraum beherbergte, soll eine „Quartierslösung“ entstehen, die ihr Vorbild laut Stadtverwaltung in Schweden hat. So soll es dort Büros der Stadtverwaltung geben, auch der städtische Integrationsbeauftragte Daniel Poßeckert soll künftig regelmäßig vor Ort sein. In den Büroräumen soll es auch tägliche Beratung und Betreuung geben, zum Beispiel durch Integrationsmanager des Landratsamts, die Initiative „1:1 - Mensch zu Mensch“, Anerkennungsberater von INVIA, die Agentur für Arbeit, IHK und Handwerkskammer geben. „Durch die Anwesenheit der städtischen Mitarbeiter erhoffen wir uns schnellere Schritte in Richtung Integration und ein gewisses Maß an Sozialkontrolle“, sagt Kleine-Beek.

    Bei den Anwohnern im Umfeld des Hotels ist das Projekt nicht unumstritten. Ende April fand dazu eine Informationsveranstaltung statt, an der laut Ordnungsamtsleiterin rund 80 Anwohnerinnen und Anwohner teilgenommen hätten. „Es gab eine große Bandbreite an Rückmeldungen - von Ablehnung bis Offenheit“, so Kleine-Beek.


    Im Erdgeschoss soll es weiterhin noch Unterrichtsräume für Sprach- und Integrationskurse geben, erläuterte Vhs-Leiterin Effi Holland den Stadträten. Daneben sind Bewerbungstrainings sowie Freizeitangebote für Kinder und Erwachsene. „Die Angebote sind für alle Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtgebiet“, sagt Holland. Die Stadt komme damit dem gesamtgesellschaftlichen Auftrag zur Integration nach.

    Belegung im Dezember

    Für die Umnutzung des früheren Hotels sind noch einige Umbaumaßnahmen erforderlich, deren Gesamtkosten auf rund 365.400 Euro belaufen. Diese werden nun ausgeschrieben, wobei der Umbau selbst etwa zehn Wochen dauern wird. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass das Gebäude frühestens Mitte/Ende Dezember 2024 mit Bewohnern belegt werden kann.

    Bei den Fraktionen im Gemeinderat fanden die Pläne einmütige Zustimmung. Es sei zwar schade, dass es an dieser Stelle kein Hotel mehr gebe, so Waltraud Riek (SPD), aber die Entscheidung der Stadt, das Gebäude zu kaufen, sei gut gewesen. „Das Konzept ist gut und durchdacht.“ Sie bitte darum, die künftigen Bewohner in die Pflege von Haus und Umfeld einzubinden, „und darauf zu achten, dass aufgeräumt wird“.


    Die Stadt habe die Verpflichtung, diese Menschen unterzubringen. „Was wir beeinflussen können, ist die Art der Unterbringung“, sagte Oliver Lukner (FDP). Er begrüße das Konzept, das Langeweile bei den Bewohnern verhindere und den Menschen Aufgaben gebe. Er regte an, einen regelmäßigen Runden Tisch für die Anwohner einzuführen.
    Anwohner auf dem Laufenden halten

    Speziell die Nutzung des Erdgeschosses und die verschiedenen Angebote halte die CDU-Fraktion für sehr wichtig, sagte Paul Lahode. „Das ist eine wichtige Grundlage für Integration.“ Wichtig sei ein enger Dialog mit den Anwohnern, idealerweise mit einem festen Ansprechpartner seitens der Verwaltung.
    In der Informationsveranstaltung haben den Anwohnern einiges an Ängsten genommen werden können, „auch wegen des gut durchdachten Konzepts“, sagte Petra Jung (Grüne). Die Anwohner müssten auch künftig auf dem Laufenden gehalten werden, regte sie an.

    https://www.schwaebische.de/regional...rkunft-2605900

    Solche Artikel regen natürlich dazu an, einmal zu überlegen, wann das Framing der Presse und auch der Parteien beginnt. Framing bedeutet Manipulation. So hat mir der Satz "Bei den Anwohnern im Umfeld des Hotels ist das Projekt nicht unumstritten", den der Artikelschreiber und evtl. auch sein Chef zu verantworten hat und die Aussage sowie die in unmittelbarem Zusammenhang getroffene Äußerung „Es gab eine große Bandbreite an Rückmeldungen - von Ablehnung bis Offenheit“, so Kleine-Beek" über deren Namen ich im Bereich diverser Aktivitäten in diesem Zusammenhang schon mehrfach gestolpert bin, die die Presse bzw. der Artikelschreiber auch wörtlich übernimmt, besonders gefallen, denn der erste Satz ist eine Beschönigung, die nicht verrät, wieviel Ablehnung dieses Projekt bei den Anwohnern hervorgerufen hat, aber sehr wohl erahnen lässt, dass die Ablehnung wohl über alle Maßen geäußert wurde und die nachfolgende Äußerung der Kleine-Beek ganz eindeutig beschönigt, wieviel Ablehnung ihr entgegenschlug.

    Und ich frag mich natürlich, welche Pull-Effekte hier wieder hervorgerufen werden, was das Ganze kostet, welche Aufgabe der "Anerkennungsbeauftragte" hat und ob er bei der Erstellung eines geeigneten Lebenslauf behilflich ist, und inwieweit die Stadt bei der anschließenden Unterbringung bzw. Eingliederung in den normalen Mietwohnmarkt behilflich ist und als Konkurrent der Bürger, die dieses auch noch finanzieren, auftritt.

    Und vor meiner Tür wachsen die Schlaglöcher auf der Strasse.....
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Vorbildcharakter: Dieses Hotel wird zur besonderen Flüchtlingsunterkunft

    Es ist nicht herauszufinden wie viel die Stadt Biberach für das Hotel bezahlt hat. Zusätzlich wurden ja auch noch Umbaumaßnahmen durchgeführt.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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