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    Zusatzbeitrge steigen - Krankenkassen drfen nicht mehr informieren - Beitragserhhung wird nicht mitgeteilt

    Hier ist das neueste Schurkenstckchen des Herrn Lauterbach. Meint er, wenn er die Informationspflicht der Krankenkassen verbietet bzw. "aussetzt", wird es besser? Kann er den Brger dann besser hinter das Licht fhren? Die Arbeitnehmer merken schon nicht, wenn ihnen weniger Netto bleibt?
    Oder was noch wichtiger ist, ihnen fehlt die Informationsgrundlage, eine Sonderkndigung vorzunehmen, denn sie werden ja nicht ber die Grundlage einer Sonderkndigung in Kenntnis gesetzt und schwupps - ist die Frist weg, vorbei, gegessen!

    So einer ist fehl am Platz!

    Zusatzbeitrge steigen Krankenkasse:
    Beitragserhhung wird nicht mitgeteilt


    24.10.2022

    Der Zusatzbeitrag fr die Krankenversicherung steigt, was die Sache fr alle gesetzlich Versicherten deutlich teurer macht. Doch Versicherte sollen nicht mehr persnlich ber die Beitragserhhung ihrer Kasse informiert werden. Das fhrt zu Intransparenz.

    Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird zum 1. Januar 2023 um 0,3 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent steigen. Das hat der Bundestag vergangene Woche im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes beschlossen. Zudem wird die Beitragsbemessungsgrenze auf 59.850 Euro angehoben. Somit kommen auf gesetzlich versicherte Arbeitnehmer Zusatzkosten von bis zu 233 Euro jhrlich zu.


    Und bisher unbeachtet: Gesetzlich Versicherte sollen anders als bisher nicht mehr per Brief persnlich ber die Beitragserhhung ihrer Krankenkasse informiert werden. Konkret wird die Pflicht der Krankenkassen zur Versendung eines gesonderten Informationsschreibens bei einer Beitragserhhung bis zum 30. Juni 2023 ausgesetzt, wie das Vergleichsportal Check24 berichtet.


    "Das ist ein schwerer Eingriff in die bisher geltenden Wettbewerbsgrundstze der Krankenkassen und kann bei Versicherten zu einem Vertrauensverlust fhren", sagt Dr. Daniel Gssow, Managing Director Gesetzliche Krankenkassen bei Check24. Denn so entfllt eine wichtige Informationsquelle fr Versicherte. Sie werden nun im Januar 2023 trotz einer Beitragserhhung keine persnliche und schriftliche Information ihrer Kasse erhalten. "In dem Moment, in dem die Beitrge ein Rekordniveau erreichen, fehlt die wichtigste Mglichkeit fr gesetzlich Versicherte, sich transparent ber ihren kassenindividuellen Zusatzbeitrag informieren zu lassen", so Gssow.

    Wechselmglichkeiten erkennen und wahrnehmen

    Das bisher verpflichtende Informationsschreiben an die Versicherten enthielt nicht nur Informationen ber die Beitragsanpassungen der jeweiligen Krankenkasse, sondern stellte auch den durchschnittlichen Zusatzbeitrag eindeutig heraus. Damit sollte sichergestellt werden, dass Versicherte Wechselmglichkeiten erkennen und wahrnehmen. Diese Transparenz fllt weg. Zustzlich ist zu befrchten, dass durch die Aufhebung der gesonderten Informationspflicht die finanziellen Belastungen fr die Versicherten sogar noch steigen werden. Das Vorhaben setzt einen Anreiz fr alle gesetzlichen Krankenkassen, den Beitragssatz unmittelbar auf das maximal mgliche Ma anzuheben, da Kunden nicht individuell ber die Anpassung informiert werden mssen.


    Der Beitrag setzt sich aus dem fr alle Kassen gleichen allgemeinen Satz von derzeit 14,6 Prozent und dem individuell zu bestimmenden Zusatzbeitrag zusammen. Sowohl der allgemeine Beitragssatz als auch der Zusatzbeitrag werden zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und -gebern beziehungsweise von Rentnern und der Rentenversicherung getragen. Aktuell betrgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 1,3 Prozent. Doch die Kassen knnen auch darber oder darunter liegen, denn jede entscheidet individuell ber die Beitragshhe. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz wird als Rechengre vom Bundesgesundheitsministerium per Verordnung festgelegt.

    Sonderkndigungsrecht bei Beitragserhhung

    Grundstzlich gilt, dass alle Kassen frei whlbar sind. Und zwar auch dann, wenn der Versicherte bereits lter oder gerade in Behandlung ist. Vorausgesetzt, die Kasse ist im Bundesland des Versicherten auch verfgbar. Gleichzeitig wurde der Wechsel der Krankenkasse bereits ab 2021 deutlich vereinfacht: Theoretisch knnen Versicherte seitdem, hnlich wie bei der Kfz-Versicherung, jedes Jahr zu einer gnstigeren Krankenkasse wechseln. Wer zum Beispiel zu Ende Januar kndigt, ist am 1. April in einer neuen Kasse.


    Erhht die Kasse den Zusatzbeitrag, besteht nach wie vor ein Sonderkndigungsrecht zum Ende des Monats, in dem erstmals der hhere Beitrag verlangt wird. Wird regulr gekndigt, ist diese zum Ablauf des bernchsten Monats wirksam. Seit Januar 2021 ist man auch in allen anderen Fllen nicht mehr wie bisher 18 Monate, sondern nur noch 12 Monate an seine Versicherung gebunden, kann also theoretisch jedes Jahr wechseln. Zudem ist der Wechsel deutlich vereinfacht worden: Man meldet sich einfach online bei der neuen Kasse an und gibt dem Arbeitgeber Bescheid, dass man die Kasse wechseln mchte. Den Vertrag bei der alten Krankenkasse muss man dafr grundstzlich nicht kndigen: Das bernimmt die neue Kasse im elektronischen Verfahren. Eine Versicherungslcke ist beim Wechsel ausgeschlossen.


    Gut zu wissen: Eine umfang.reiche medizi.nische Versorgung ist gesetzlich fest.gelegt und bei allen Krankenkassen gleich. Krankenkassen knnen aber in bestimmten Bereichen Zusatz.leistungen anbieten, die ber das gesetzlich vorgeschriebene Ma hinaus.gehen. Diese Extras knnen je nach Kasse unterschiedlich ausfallen.

    https://www.n-tv.de/ratgeber/Kranken...e23670582.html

    Erhht die Kasse den Zusatzbeitrag, besteht nach wie vor ein Sonderkndigungsrecht zum Ende des Monats, in dem erstmals der hhere Beitrag verlangt wird.
    Und nun denkt Herr Lauterbach, dass er mit diesen geschickten Trick die Leute um ihr Sonderkndigungsrecht bringt, in dem er die Informationsplicht des Vertragspartners, der eine vertragliche nderung ohne Zustimmung vornimmt, mal einfach aussetzt.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2


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    AW: Zusatzbeitrge steigen - Krankenkassen drfen nicht mehr informieren - Beitragserhhung wird nicht mitgeteilt

    Ab Januar gibt es Brgergeld, das wird sich fr viele rechnen.
    Jeder glaubt eine eigene Meinung zu haben, nur woher hat er vergessen.
    Medien sind das was man ber Religionen sagte, Opium frs Volk.


  3. #3
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    AW: Zusatzbeitrge steigen - Krankenkassen drfen nicht mehr informieren - Beitragserhhung wird nicht mitgeteilt

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Ab Januar gibt es Brgergeld, das wird sich fr viele rechnen.
    Wer Brgergeld bezieht, gehrt dann eben zu dem Personenkreis, der die Krankenkasse und die Zwangseinzahler/versicherungspflichtigen Angestellten weiter belastet, weil der Betrag, zu dem der Brgergeldempfnger in der Krankenkassse versichert ist, eben rd. 100,-- Euro im Monat betrgt, und damit nur einen Bruchteil der Kosten abgedeckt wird, die er kostet.

    Dem kann es auch egal sein, wenn Lauterbach die Informationspflicht aussetzt und so in das Vertragsrecht eingreift. (Erhhungen mssen mitgeteilt werden - auch bei Mietvertrgen z.B. wie berhaupt allen Vertrgen, damit der Vertragspartner sein Sonderkndigungsrecht wahrnehmen kann)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  4. #4


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    AW: Zusatzbeitrge steigen - Krankenkassen drfen nicht mehr informieren - Beitragserhhung wird nicht mitgeteilt

    Zitat Zitat von Turmfalke Beitrag anzeigen
    Wer Brgergeld bezieht, gehrt dann eben zu dem Personenkreis, der die Krankenkasse und die Zwangseinzahler/versicherungspflichtigen Angestellten weiter belastet....
    Und? Soll das jetzt zum Problem des Bckers, der jetzt mal nicht mehr backt, werden? Oder des Angestellten der dann statt 300,- fr ein Auto aus zu geben dann nur noch 30 Euro in eine PNV-Karte investiert? Die Argumentation mit Gemeinsinn ist in Deutschland schon lange nicht mehr en Vouge.
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  5. #5
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    AW: Zusatzbeitrge steigen - Krankenkassen drfen nicht mehr informieren - Beitragserhhung wird nicht mitgeteilt

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Und? Soll das jetzt zum Problem des Bckers, der jetzt mal nicht mehr backt, werden? Oder des Angestellten der dann statt 300,- fr ein Auto aus zu geben dann nur noch 30 Euro in eine PNV-Karte investiert? Die Argumentation mit Gemeinsinn ist in Deutschland schon lange nicht mehr en Vouge.
    Nein, der Bcker und die Angestellte haben eventuell das Problem, sich das Leben ohne Brgergeld nicht mehr leisten zu knnen, dank... (kann ich mich jetzt nicht mehr daran erinnern)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  6. #6
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    AW: Zusatzbeitrge steigen - Krankenkassen drfen nicht mehr informieren - Beitragserhhung wird nicht mitgeteilt

    Lauterbach will das Ganze still und leise an der Aufmerksamkeit der Brger vorbeiregeln. Die meisten gucken sich bei ihrer Abrechnung nur die Endsumme an. Dass sie hhere Kassenbeitrge zahlen, merken die Wenigsten.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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