Medwedew verspottet Scholz
Kreml will Gas erst nach Ende der Sanktionen liefern

Durch Nord Stream 1 fließt kein Gas mehr. Dem Kreml zufolge wird sich daran nichts ändern. Es sei denn, der Westen beendet die Sanktionen.
Die Gaslieferungen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 werden nach Angaben des Kremls erst wieder aufgenommen, wenn "der kollektive Westen" gegen Russland verhängte Sanktionen aufhebt. Schuld an dem Lieferstopp seien die EU, Kanada und Großbritannien, sagte der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow und ergänzte: "Wir sehen endlose Versuche, die Verantwortung für das Geschehen irgendwie auf uns abzuwälzen, wir weisen diese Versuche kategorisch zurück". Das sei keine "haltlose" Behauptung.
Vergangene Woche wurden die Lieferungen für drei Tage wieder gestoppt. Auch diesmal hieß es von Gazprom, es handele sich um Wartungsarbeiten.Danach kündigte der staatlich kontrollierte Konzern zunächst an, wieder Gas durch Nord Stream 1 zu pumpen. Dann hieß es überraschend, der Gasdurchfluss durch Nord Stream 1 bleibe bis auf Weiteres gestoppt. Grund sei, das Öl aus der letzten noch funktionsfähigen Turbine austrete. Peskow sagte, er hoffe, diese Turbine ließe sich irgendwie reparieren.
"Wenn die Europäer eine absolut absurde Entscheidung treffen und sich weigern, Anlagen zu warten, die Gazprom gehören, dann ist das (…) die Schuld der Politiker, die Entscheidungen über Sanktionen getroffen haben", so Peskow. Politiker sorgten im Westen nun dafür, "dass ihre Bürger Schlaganfälle erleiden, wenn sie ihre Stromrechnungen sehen". Jetzt, wo es kälter werde, werde die Situation noch schlimmer.
Ex-Präsident Dmitri Medwedew wirft Deutschland derweil "hybride Kriegsführung" gegen Russland vor und begründete den Gas-Lieferstopp mit "unfreundlichem" Verhalten der Bundesregierung im Ukraine-Krieg. Deutschland verhalte sich wie ein Feind Russlands, weil es Sanktionen "gegen die gesamte russische Wirtschaft" verhängt habe und "tödliche Waffen" an die Ukraine liefere. Mit Blick auf Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb der stellvertretende Vorsitzende des russischen Nationalen Sicherheitsrats: "Und dieser alte Onkel wundert sich, dass die Deutschen auf kleine Probleme mit dem Gas stoßen."
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