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    Hitler ein Linker?

    Diese Frage lässt sich einfach und klar mit einem Ja beantworten, auch wenn es die Linken in Abrede stellen wollen. .......


    War Hitler ein Linker? Stellen Sie die Frage nur, wenn Sie nicht an Ihrem Job hängen

    Kaum etwas lässt Linke so verlässlich aus dem Häuschen geraten wie die Behauptung, Adolf Hitler sei ein Linker gewesen. Dumm nur, dass er als einer der Begründer des deutschen Sozialstaats gelten darf.
    Wie viel Sozialismus steckte im Nationalsozialismus? Keine ungefährliche Frage.
    Die österreichische Journalistin Anna Dobler hat kürzlich ihren Job verloren, weil sie darauf bestand, dass die Nazis durch und durch Sozialisten gewesen seien.
    Sie hat das schnell wieder gelöscht, aber es half nichts mehr. Ihre Position als stellvertretende Chefredakteurin bei der Onlinezeitung „Exxpress.at“ war sie trotzdem los. Das sei Geschichtsrevisionismus, hieß es, eine unerträgliche Verharmlosung des Nationalsozialismus.

    Nun gut, durch und durch ist zugegebenermaßen eine sehr absolute Formulierung. Aber auch in der abgeschwächten Form wollte man ihr die Behauptung nicht durchgehen lassen. Das eine habe mit dem anderen nichts, aber rein gar nichts zu tun, befanden alle, die erleichtert die Kündigung kommentierten.
    Das Ende des Dritten Reichs liegt 77 Jahre zurück, doch das Thema ist immer noch gut, einen Empörungssturm auszulösen. Da sich diese Kolumne der Bildung und Aufklärung verpflichtet fühlt, wollen wir ausnahmsweise einen Abstecher ins historische Fach unternehmen.
    Man kann beim Rückgriff auf die Nazizeit nicht vorsichtig genug sein

    War Hitler ein Linker? Einer der Ersten, die diese Frage stellten, war der Hitler-Biograf Joachim C. Fest. Sein Befund, dass Hitler nicht die Betriebe, aber dafür die Menschen sozialisiert habe, stieß sofort auf heftige Gegenwehr: Ein konservativer Journalist von der „FAZ“, was will man da erwarten? Außerdem, war Fest nicht derjenige, der Albert Speer auf den Leim gegangen ist?
    Dummerweise finden sich reihenweise Zitate führender Nationalsozialisten, angefangen mit Joseph Goebbels, in denen diese beteuern, im Herzen immer Linke gewesen zu sein. Auch der Name der Bewegung selbst verweist ja auf eine peinliche Verwandtschaft mit der anderen Großideologie des 20. Jahrhunderts.
    Es ist keine einfache Aufgabe, im Wort Nationalsozialismus das Wort Sozialismus unsichtbar zu machen, um es als Begriff zu retten. Das ist so, als würde man aus dem Wort Volksgenosse das Wort Genosse herauslösen wollen, um es weiter benutzen zu können. Sorry, blöder Vergleich. Wie auch immer: Dass dies den Linken gelungen ist, ist einer ihrer größten Erfolge.

    Man kann beim Rückgriff auf die Nazizeit nicht vorsichtig genug sein. „Reichsparteitag“ wie in „Das war mir ein innerer Reichsparteitag“ führt sofort ins Aus. Auch „Volk“ oder „Volksgemeinschaft“ sind als Begriffe mehr oder weniger durch.
    Selbst von dem allzu bedenkenlosen Gebrauch des Wortes „Autobahn“ ist abzuraten. Unvergessen, wie Johannes B. Kerner, der große Antifaschist des Zweiten Deutschen Fernsehens, die als BDM-Ehrenscharführerin unter Verdacht geratene ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman anherrschte: „Autobahn geht gar nicht“, und sie dann umgehend des Studios verwies.
    Als aufrechter Antifaschist müsste man den Mietendeckel eigentlich boykottieren

    Verkompliziert wird die Sache, weil wir an anderer Stelle wiederum sehr selektiv verfahren, was wir an nationalsozialistischen Neuerungen als anstößig empfinden und was nicht. Der 1. Mai zum Beispiel wird bis weit in linke Kreise hinein in Ehren gehalten, dabei geht seine Einrichtung als Nationalfeiertag auf die Nazis zurück.
    Auch der Muttertag wird unverdrossen gefeiert. Meine Mutter hat dies als stolze Sozialdemokratin immer abgelehnt. Muttertag war bei uns tabu, was mir die Mühe ersparte, mir Gedanken über ein passendes Geschenk zu machen. Aber mit der Muttertagsverweigerung stand meine Mutter eindeutig in der Minderheit.
    Überhaupt sind wir bei der Übernahme sozialer Errungenschaften 1945 relativ großzügig verfahren, wie man bei Götz Aly in seinem Standardwerk „Hitlers Volksstaat“ nachlesen kann. Als aufrechter Antifaschist müsste man den Mietendeckel eigentlich ebenso boykottieren wie eine Reichensteuer, aber diese Auffassung konnte sich nie wirklich durchsetzen.
    Die Nazis haben nicht nur die Grundzüge des Rentensystems gelegt, das dann nach dem Krieg zügig ausgebaut wurde. Auch die Ausweitung von Arbeitnehmerrechten, der Mieterschutz und die Familienförderung lagen ihnen am Herzen.
    Wer weiß heute noch, dass eines der ersten NS-Gesetze die Zugriffsmöglichkeit von Gläubigern gegen Schuldner beschränkte? Mietsteigerungen waren ab sofort komplett verboten. Und als die Nazis mit Beginn des Krieges einen Kriegszuschlag auf alle Einkommen verfügten, waren die Freibeträge mit Rücksicht auf die Normalverdiener so gestaltet, dass die Erhöhung auf eine Reichensteuer hinauslief, die nur die obersten vier Prozent der Einkommensteuerpflichtigen betraf.

    Hitler als „der größte Sozialist aller Zeiten“?

    Die Linke hat nach dem Krieg große Anstrengungen unternommen, Hitler als Büttel des Großkapitals darzustellen. Bis in die siebziger Jahre erfreute sich ein Bild von John Heartfield großer Beliebtheit, in dem man unter der Überschrift „Der Sinn des Hitlergrusses“ sah, wie dem Agitator Geldscheine in die nach hinten ausgestreckte Hand gestopft wurden.
    Ein Argument lautet: Ja, es habe zwar bei den Nazis einen linken Flügel gegeben, aber der sei mit der Ermordung von Gregor Strasser im Röhm-Putsch 1934 doch erledigt worden. Auch das hält einer näheren Überprüfung nicht stand.
    Als ich mich für „Unter Linken“ zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigte, stieß ich auf das 1938 im Nibelungen-Verlag erschienene Propagandawerk „Der verratene Sozialismus“ aus der Feder des ehemaligen Kommunisten Karl Löw. Der Autor grenzt darin den Nationalsozialismus als „Sozialismus der Tat“ vom Bolschewismus ab und feiert Hitler als „den größten Sozialisten aller Zeiten“. Der Nibelungen-Verlag, in dem so eine Huldigung erschien, unterstand direkt dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Das Buch erlebte mehrere Auflagen und war mit über zwei Millionen verkauften Exemplaren einer der großen Bestseller seiner Zeit.

    Man sieht, je genauer man sich mit dem braunen Erbe beschäftigt, umso schillernder wird es. Bis heute werden gewaltige Anstrengungen unternommen, um jede Verwandtschaft zwischen rechtem und linkem Kollektivgeist in Abrede zu stellen. Da nützt es auch nichts, dass es die inzwischen zur Spätheiligen verklärte Hannah Arendt war, auf die die Erkenntnis zurückgeht, dass alle totalitären Regime mehr miteinander zu tun haben, als den jeweiligen Adepten lieb sein kann. Diesen Teil ihres philosophischen Erbes lässt man gerne unter den Tisch fallen.
    „Im Hintergrund all der idyllisch-egalitären Kulissen stets das nackte Grauen“

    Was lehrt uns das Ganze? Dass Vorsicht angebracht ist, wenn an so schwammige Begriffe wie gesellschaftlicher Zusammenhalt oder soziale Gleichheit appelliert wird. Manchmal ist es durchaus nützlich, sich daran zu erinnern, dass Deutschlands Unglück nicht der übertriebene Freiheitswille seiner Bürger und ein Übermaß an Individualismus und Eigensinn war. Wenn zu viele Leute plötzlich hurra schreien, sollte man skeptisch werden, und nicht umgekehrt, wenn die Hurrarufe zu schütter ausfallen, wie einem immer wieder nahegelegt wird.
    Wie schrieb Joachim C. Fest in seinem Aufsatz über Hitler als Linker: „Der auffallendste Unterschied bleibt, dass der Nationalsozialismus sich schon im Programm unmenschlich ausnahm, während der Sozialismus in verschiedenen humanitären Maskeraden auftrat. Zu lernen ist aus dieser Erfahrung, dass alle Ideologien, was immer sie den Menschen weismachen, nie halten, was sie versprechen. Auf dem Papier wirken sie stellenweise verführerisch. Aber wer genauer hinsieht, entdeckt im Hintergrund all der idyllisch-egalitären Kulissen stets das nackte Grauen.“

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    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #2
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    AW: Hitler ein Linker?

    "Wir Nationalsozialisten sind Sozialisten! Unser Ziel: Den rechten Bürgerblock zerschlagen." (Himmler) Aber nicht mal DAS kriegen die Schlafschafe auf die Reihe und blöken brav mit, was vorgegeben wird.

  3. #3
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    AW: Hitler ein Linker?

    Der übermächtige Staat, das Kollektiv, dessen Wohl sich der Einzelne unterordnen muss und in der Masse (untergeht) seine Grösse hat. Wo Staat und „Bevölkerung“ zu einem einheitlichen Organismus verschmelzen. Selbständiges Denken und Handeln abgewöhnt wird. Die unkritische Übernahme der „Wahrheiten“ staatlicher Autoritäten und die gnadenlose Verfolgung der „Feinde“ dieser „vollkommenen Einheitlichkeit“.

    Das waren die Nationalsozialisten damals. Das sind die Linken heute. Sie sind Sozialisten und herrschen aber „nur“ innerhalb des Hoheitsgebietes (national). Gnadenlos und gegen alle Widerstände. Mit eigenem fahnentragendem Schlägertrupp.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil. Im Zweifel ... für die Freiheit.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  4. #4
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    AW: Hitler ein Linker?

    Spätere Generationen werden vielleicht fragen: „Wieso haben sie damals nichts dagegen unternommen?"

    Wenn sie jetzt gelebt hätten, wüßten sie es.

    In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es ähnlich.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  5. #5
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    AW: Hitler ein Linker?

    Es gibt zahlreiche, erschreckende Parallelen. Die Linke ist genauso antisemitisch wie die Nazis. Die Linken lieben den Islam, so wie die Nazis und sie wollen den neuen Menschen schaffen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  6. #6
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    AW: Hitler ein Linker?

    Spätere Generationen werden vielleicht fragen: „Wieso haben sie damals nichts dagegen unternommen?"
    "Weil sie damals so waren, wie ihr heute seid!" Diese Antwort wird sich so schnell nicht ändern.

  7. #7
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    AW: Hitler ein Linker?

    Auch das ist nun offiziell:

    Des Irrsinns neue Blüte: Freiheit ist eine Idee weißer Suprematisten

    Und jetzt der Hammer:

    "Ich bin ein America-First-Konservativer", sagt er von sich selbst. Dass er sich zum sogenannten Libertarismus bekennt, einer Bewegung, die die persönliche Freiheit über staatlichen Einfluss stellt, zeigt, wie weit rechtsaußen er in diesem politischen Spektrum zu verorten ist.

    https://amp.n-tv.de/wirtschaft/US-Mi...e23116635.html
    Libertäre sind also ganz rechts aussen. Und Freiheit ist also eine Kultur des „Weissseins“.

    Freiheit und Freiheit vor staatlichem Einfluss (Freiheit vor Totalitarismus) sind also Rechts. (Im Umkehrschluss ist alles andere Links). Hitler war definitiv ein Linker und das Gegenteil von Libertär.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil. Im Zweifel ... für die Freiheit.

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  8. #8
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    AW: Hitler ein Linker?

    Logik ist nun einmal nicht jedermanns Sache.
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  9. #9
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    AW: Hitler ein Linker?

    Ich finde es faszinierend, wie Etikettierungen höher bewertet werden, als Inhalte. Es gibt zu viele unkritische Idioten. Die Medien stellen hanebüchene Behauptungen in den Raum, die keiner näheren Analyse stand halten, und es wird widerspruchslos hingenommen?

    Ausgerechnet die „Linken“ sind die Autoritätshörigsten von allen. Die MSM haben es geschrieben, also stimmt es. Die als „links“ etikettierte Regierung hat es gesagt, also stimmt es.

    Solchen Idioten gönne ich auch keine anderen Medien und Regierungen. Das Problem ist nur der Kollektivismus, der von den MSM, den Regierungen und ihren nützlichen Idioten in der Bevölkerung ausgeht.

    Kollektivismus erfordert Autorität. Und immer geht es um den Kampf „Unser Kampf“ (?) gegen „Rechts“ oder die Opposition, die Querdenker, die Ausscherer, die Individualisten, die Freigeister und die Freiheit. Für die Eine Welt, wo sich alle immer einig sind. Das Ende der kulturellen und politischen Evolution. Gleich wie früher, nur diesmal wirklich international (was die UdSSR nicht schaffte).

    Man möchte also die ganze Welt unter einen Hut bringen, obwohl es im vergleichbar kleinen Deutschland scheitert? Und obwohl es in der EU scheitert? Und obwohl es im UN-Sicherheitsrat scheitert? Das geht nur mittels „absoluter Dominanz“. Im kleinen wie im Grossen.

    Schöne. Neue. Welt.
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