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    Scholzland. Eine Philippika

    Scholzland. Eine Philippika

    Thilo Schneider

    Ich wuchs in einem funktionierenden, recht normalen Land auf. Jetzt lebe ich in einem verrückten, obwohl ich gar nicht ausgewandert bin.



    Heute Morgen bin ich aufgewacht und habe mit Erschrecken festgestellt, dass ich Ausländer bin. Ich komme aus einem friedfertigen Land mit fleißigen Bürgern, das eines der reichsten Länder der Welt war. Seine Bewohner waren gut ausgebildet, legten Wert auf Ordnung und Sauberkeit und Sicherheit. Die Jugend war, wie schon immer, schlecht und tanzte am Karfreitag. Das Land war ökonomisch hocheffizient, stellte Waren und Produkte her, die weltweit gefragt waren und hatte eine hervorragende Infrastruktur.


    Sicher, manchmal ging es in diesem Land auch pedantisch und etwas bürokratisch zu, aber im Großen und Ganzen genossen seine Bürger Wohlstand und freuten sich tatsächlich ihres Lebens. Die Regierung dieses Landes steckte großzügige Leitplanken ab, innerhalb derer sich Industrie und Bürgertum frei bewegen konnten, und sah ansonsten zu, dass das Land nicht in irgendwelche Kriege verwickelt werde und Probleme mit großzügigen Summen aus den Scheckheften des Staates gelöst wurden. Nicht immer schön, nicht immer fair, aber seine Politiker nahmen ihren Eid, „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“ wirklich ernst. Scherte einer aus dem Kreis der regierenden Politiker aus (und wurde bei krummen Geschäften erwischt), dann wurde er meist – nicht immer – geräuschlos entfernt oder trat von sich aus zurück. Oder wurde zurückgetreten. Einfach eine Sache auch des Anstands.


    Dieses Land gibt es nicht mehr. An seine Stelle ist Scholzland getreten. Scholzland ist ein Land von Irren, Wahnsinnigen, Schurken, Skrupellosen, Räubern, Erpressern und Banditen. Das Land, aus dem ich komme, war liberal. Zu liberal. Wir haben zugelassen, dass Ideologen mit der Forderung durchkamen, die schrägen Meinungen von Irren und Verrückten nicht nur milde lächelnd zur Kenntnis zu nehmen, sondern sie „respektvoll“ und „wertschätzend“ als „wichtig“ zu akzeptieren. Die Konsequenz daraus ist, dass in Scholzland die wirklich wichtigen und drängenden Probleme der Bevölkerung gar nicht mehr angegangen werden, sondern unqualifizierte Narren an den Schalthebeln des Kraftwerks Deutschland sitzen, die munter und wild auf allen Knöpfen herumdrücken, einfach, um zu sehen, wann die Lichter ausgehen. Und natürlich, um für ihr Narrentum fürstlich bezahlt zu werden.
    Die Basis ist die Grundlage der Plattform des Fundaments

    In Scholzland kommen die Tränen und die Clowns gleichzeitig. In Scholzland geht es, dass Schul- und Studienabbrecher, die im Leben noch keinen Schlag in der freien Wirtschaft getan haben, in verantwortungsvollen Positionen sitzen. In Scholzland geht es, dass eine Plagiatorin mit Fremdsprachenkenntnissen einer 12-Jährigen und bestenfalls rudimentärem Wissen über die Materie das höchste diplomatische Amt bekleidet. Scholzland macht es möglich, dass eine überkandidelte und politisch nur mäßig erfolgreiche Tri-Tra-Trullala erst abgesägt wird und dann wieder an höchster Stelle als Leiterin einer Bundesbehörde aufploppt. In Scholzland kann ein hysterischer Zwerg über das gesundheitliche Wohl und Wehe von 80 Millionen Menschen entscheiden – und darüber, ob die Familie am Wochenende zusammen eine Pizza essen darf. Und dafür wird er von allen kleinen Scholzen auch noch gefeiert wie ein Gott.


    Scholzland macht es möglich, dass eine ewige Studentin, die immer wieder mit lustigen „Stößken-und-Prösterchen“-Bildchen aus den angenehmen Etablissements von Scholzland auffällt, sich um höchste Parteiämter bewirbt. Dies übrigens gemeinsam mit und gegen andere Zivilversager, die ihre rohe Sprache aus dem Wohnghetto gleich mit herüberbringen. Sie tauchen weder als Direktkandidat noch auf irgendeiner Wahlliste auf und werden trotzdem Minister. Scholzland kann das! In Scholzland darf eine wie Kai aus der Kiste aufgetauchte Person sogar über die Polizei bestimmen und harmlose Bürger und Phantome jagen lassen. Scholzland gibt auch einer linken Omi den sensiblen Posten einer Verteidigungsministerin, den sie mit ebenso wenig Fachkenntnis wie in ihren bisherigen Positionen bestreiten darf.


    Der Beste von Scholzland aber ist der Oberscholz. In verschiedene Skandale verwickelt, die alle irgendwie mit viel Geld – vielmehr der Vernichtung des Geldes – zu tun haben, ist es dem Oberscholz gelungen, Oberscholz zu werden, weil seine Mitbewerber um den Posten des Oberscholz so viel Dummfug und Unsinn veranstaltet haben, dass der Oberscholz sich einfach nur zurücklehnen und die Hände vor dem Bauch verschränken musste. Was er bis heute auch noch tut. Er sagt nicht viel, der Oberscholz, und wenn er etwas sagt, dann sind das auch nur Sprechblasen aus dem Wortbaukasten. Wir brauchen innovative Zukunftsvisionen, weil die Basis das Fundament des Bodens ist. Danke, bitte, gern geschehen.

    Sie tanzen im Narrenkostürm auf den Ruinen



    Gelungen ist dies den Scholzen in Scholzland mit einer willfährigen Presse, die zwar gerne Millionenspenden annimmt, aber trotzdem „unabhängig“ zu berichten behauptet, einem öffentlichen Rundfunk, der vom Wohl und Wehe der Scholzen abhängt, Sportlern, denen Regenbogen- und Herrenbinden wichtiger als sportlicher Erfolg sind und einer Justiz, die gerne mal alle beiden Augen zudrückt, wenn sie dafür eine warme Mittagsmahlzeit bekommt, was sie übrigens mit allen kleinen Wählerscholzen gemeinsam hat, die sich für eine Bratwurst oder einen Bordellbesuch eine Spritze geben lassen.


    In Scholzland geht es lustig drunter und drüber und drauf, und wenn ich nicht die Hälfte meines Einkommens wegen und für all den Un- und Schwachsinn der ganzen großen und kleinen Dorfscholzes abdrücken müsste, dann könnte ich mich einfach zufrieden zurücklehnen, mir mein gesalzenes Popcorn und die Cola-Light holen und den Scholzes bei ihren Hampeleien zusehen. Ich musste mein Deutschland verlassen, obwohl ich dies gar nicht wollte. Angenehmerweise aber musste ich dazu wenigstens nicht die Koffer packen – Scholzland kam zu mir. Obwohl ich mir immer Mühe gab, Scholzland zu verhindern. Problematisch allerdings, wenn auf der einen Seite nur Kasper mit unterschiedlich farbigen Hütchen und auf der anderen Seite Kasper mit Stahlhelmen stehen.


    Ich hätte gerne mein gutes altes Land zurück, in dem man leichter auf einen Weihnachtsmarkt als über die Grenze kam. Und wo es auf dem Weihnachtsmarkt auch ungefährlicher war. Weil die Menschen Anstand und echten Respekt voreinander hatten. Aber ich glaube, dieses Land ist vernichtet. Für immer. Übriggeblieben sind nur bürgerliche Ruinen, auf denen die von mir finanzierten, ungeliebten und ungewählten Scholzen lustig in ihren bunten Narrenkostümen tanzen.

    https://www.achgut.com/artikel/schol...ine_philippika
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Scholzland. Eine Philippika

    Die berühmte dritte Generation, die statistisch gesehen sehr oft das zerstört, was die beiden vorhergehenden Generationen aufgebaut haben. Die dritte Generation hat keinen Bezug zu dem, was sie zerstört. Sie hat nichts von dem erarbeitet, nichts von dem geschaffen, was sie verachtet. Es war ja immer da, sie weiß nicht wie es ist arm zu sein. Auf Kosten anderer zu leben, ist ihnen eigen und sie haben damit absolut keine Probleme. Dieses Land lebt schon lange von der Substanz, verschuldet sich immer stärker. Noch funktionieren die meisten Parameter, die alles am laufen halten. Aber es wird das letzte Jahrzehnt sein, dann bricht alles in sich zusammen. Dann wird sich zeigen, dass diese destruktive dritte Generation unfähig ist, etwas aufzubauen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Scholzland. Eine Philippika

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Die berühmte dritte Generation, die statistisch gesehen sehr oft das zerstört, was die beiden vorhergehenden Generationen aufgebaut haben. Die dritte Generation hat keinen Bezug zu dem, was sie zerstört. Sie hat nichts von dem erarbeitet, nichts von dem geschaffen, was sie verachtet. Es war ja immer da, sie weiß nicht wie es ist arm zu sein. Auf Kosten anderer zu leben, ist ihnen eigen und sie haben damit absolut keine Probleme. Dieses Land lebt schon lange von der Substanz, verschuldet sich immer stärker. Noch funktionieren die meisten Parameter, die alles am laufen halten. Aber es wird das letzte Jahrzehnt sein, dann bricht alles in sich zusammen. Dann wird sich zeigen, dass diese destruktive dritte Generation unfähig ist, etwas aufzubauen.
    Das, was du meinst, schwimmt oben auf der Sosse und bleibt auch oben, selbst wenn sich die anderen dieser Generation demnächst den Gürtel enger schnallen müssen. Es ist nicht nur ein Generationenproblem, sondern das Problem, dass man Unfähige und Skrupellose zu groß werden ließ.

    Aber nun die nächste Glosse:

    Lachen oder Weinen – die Ampel als emotionale Herausforderung

    Es sind schwere Zeiten für Spötter, wenn die Realität zum schwer überbietbaren Irrsinn wird. Insofern fordern wir eine Schwerarbeiterzulage für Regierungskritiker.

    Als Spötter ist man auf Übertreibung angewiesen. Aber was tun, wenn die höchsten Gipfel des Unsinns von ernst daherkommenden Politikern in scheinbarem Vollbesitz ihrer Kräfte erklommen werden? Wenn Gaga zur Norm wird? Wenn die Abendnachrichten reichen, um die tägliche Dosis Humor abzukriegen?

    Natürlich ist Annalena Baerbock kaum überbietbar. Angesichts der sich zuspitzenden militärischen Konfliktlage in der Ukraine erklärt sie uns, dass „der härteste Knüppel nicht immer das intelligenteste Schwert“ sei.

    Was könnte sie meinen? Logisch hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Es ist so sinnfrei wie etwa: „Das schnellste Auto ist nicht das klügste Fahrrad.“ Oder der „rundeste Reifen ist nicht der schlaueste Stein“. Was bedeutet das, wenn das die Außenministerin einer immer noch angesehenen Mittelmacht sagt? Man sieht die Analytiker im Kreml rätseln. Was meint sie mit Knüppel? Wen mit Schwert? Und wer gewinnt? Vielleicht ist es ja klug, mögliche Gegner in Verwirrung zu setzen. Aber Baerbocks schönstes Kleid ist eben nicht das klügste Gehirn. Oder spricht das klügste Gehirn manchmal die dümmsten Wörter?

    Schlichter ist da die neue Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Sie ist klar zu verstehen. Verwirrung à la Baerbock ist ihre Sache nicht. Der schlichteste Kopf zeigt manchmal eben die ausgeprägteste Pizza. Die Ukraine fleht geradezu um Waffen. Nun, Deutschland lässt keine Waffen über seinen Himmel transportieren; die Transportflieger mit Panzerabwehrgerät aus Großbritannien fliegen nördlich an Deutschland vorbei, was Zeit und Geld kostet.

    Aber wir lassen die Ukrainer nicht allein: Wir liefern 5000 Helme für die ukrainischen Soldaten. Die brauchen zwar 100.000 und vor allem: auch Gerät zum Schießen. Aber 5000 Köpfe, die sich mit deutschen Helmen bewehrt den angreifenden Russen entgegenstellen wie die weißesten Champignons, wenn der härteste Champignonmäher kommt: Wir lassen uns nicht lumpen. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine. Denn die Welt ist die herrlichste Pizza und nicht die verlegte Spielanleitung.



    Und sage keiner, es ginge nur um die Menschen in der Ukraine! Immerhin haben wir einen Gesundheitsminister, der ganz offenkundig mittlerweile die Unwahrheit gesagt hat. Keine Ahnung habe er gehabt vom Vorhaben des ihm unterstellten Robert-Koch-Instituts, das die Johnson-Impfungen für ungültig erklärt und die Freistellungsfrist bei Gesundeten einfach verkürzt hat. Keine Ahnung! Die Behörde ist ihm direkt unterstellt.

    Nehmen wir mal an, Lauterbach wurde wirklich hinters Licht geführt: Dann muss er den Amtschef des RKI sofort feuern. Aber das kann er nicht, weil zumindest seine Staatssekretärin genau dieses Vorhaben im Bundestag einen Tag früher angekündigt hat. Hat er davon keine Ahnung? So oder so: Lauterbach kann kaum Minister bleiben. Entweder hat er gelogen oder sein Amt nicht im Griff. Vermutlich beides. Für einen, der das wohl derzeit wichtigste Ministerium führt: unmöglich. Aber der wichtigste Minister ist nicht das schärfste Schwert. Oder bringen wir was durcheinander?




    Aus Spott wird bitterer Ernst. Nancy Faeser ist die neue Innenministerin; ihr untersteht das Bundesamt für Verfassungsschutz. Eigentlich müsste sie in dessen Keller weggesperrt werden, wenn es einen solchen hätte. So etwa würde Faeser twittern, wenn sie diesen Text schreiben würde. Das Demonstrationsverbot so einzuschränken, dass nur jeder Einzelne alleine zu Hause vor dem Kühlschrank ein Schild hochhält – auf diese Idee kommt man nie.

    Die Ankündigung, schnell mal die Polizei vorbei zu schicken und hart durchzugreifen, weil man angeblich Hass und Hetze verbreitet, was im Zweifelsfall das neue „ich bin anderer Meinung, Sire“ ist – schlicht die Vermengung von Exekutive und Judikative –, und im Übrigen ist der Innenminister vieles, aber nicht Polizeichef. Die absolute Gewalt, den Zugriff der Polizei auf Kritiker per Anweisung – das ist finsterste Diktatur. Das kann man wollen – aber es ist klar verfassungsfeindlich.

    Peinlich ist aber nicht nur Faeser, sondern auch Bundestag und Medien. Haben Sie einen Aufschrei gehört? Eine Sondersitzung des Bundestages auf Antrag der Opposition erlebt? Ich nicht.

    Lachen erschöpft. Man reibt sich die Augen. Der Klimaminister, der alles für die Rettung des globalen Wärmegrads verspricht, kürzt fit und flott als erstes die Subventionierung von energiesparenden Häusern, obwohl diese Art von Wohnen angeblich die größte Schwachstelle im Kampf um die größte planetarische Krise ist. Man wundert sich. Tiefergreifende Analysen sind nicht immer die große Kartoffel. Neue Bundesregierungen sind nicht immer das hellste Licht. Aber muss es gleich so finster werden?

    https://www.tichyseinblick.de/feuill...rausforderung/

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    Staatsinfarkt

    Alexander Freitag

    Zwischenzeitlich vergeht kein Tag mehr ohne Realsatire in diesem grotesk und subaltern gewordenen Land, dessen Mehrheitsgesellschaft sich indessen unverdrossen einbildet, weltweit anerkannt, einflussreich und hochgeschätzt zu sein. Die Beispiele nur aus dieser Woche, die gerade erst zur Hälfte vorbei ist: Die Ukraine, erstes Beispiel, bittet die Deutschen um militärische Unterstützung – und erhält 5000 Helme (!). Sicher legt Karl Lauterbach noch 5000 Masken dazu. Oder 5000 Impfdosen: Boostern im winterlich-kalten Schützengraben hält gesund! Und wo wir schon beim bizarren Gesundheitsminister sind: In einer Nacht- und Nebelaktion wird, zweites Beispiel, der immunologisch deutlich höherwertigere Genesenenstatus von sechs auf drei Monate verkürzt. Erklärung dazu? Keine. Noch besser: Das Virus scheint selektiv zu sein, denn Abgeordnete des Bundestages behalten weiterhin ihren sechsmonatigen Genesenenstatus. Erklärung dazu? Keine. Kann man so etwas überhaupt noch glossieren? Nein. Kann man nicht. Weil es eine, vornehmlich westdeutsche, Mehrheitsgesellschaft gibt, die sich solchen (und anderen) hanebüchenen Stuss einfach so gefallen lässt.

    Antirealistischer Schutzwall – das Heile-Welt-Theater der Bullerbü-Deutschen

    Die weltfremden Eliten der westdeutsch dominierten BRD-Gesellschaft (Sie ahnen schon: Das beste und schönste Deutschland ever, ever, ever!) haben zwar weder eine Postleitzahl noch eine postalische Adresse, dafür aber ein kolossal hoch gebautes Wolkenkuckucksheim, das auf den schönen Namen Bullerbü hört. Bullerbü-Deutsche erkennen Sie schon rhetorisch: Praktisch all ihr sprachlicher Ausdruck beginnt überdurchschnittlich häufig mit den Sätzen „Ich bin gut informiert!“ und „Das ist Wissenschaft!“. Was danach folgt, ist eine in endloser Schleife laufende Schallplatte mit Sprung, auf der die sozial erwünschten Phrasen gedroschen werden, als ob es kein Morgen gäbe. Wahlweise mit ideologischer Inbrunst oder, deutlich häufiger, mit smartem Opportunismus. Die mehrheitlich saturierten Deutschen haben sich als Merkel’sche Postwachstums- und Postwohlstandsgesellschaft hinter einem ‚Antirealistischen Schutzwall‘ selbst eingemauert – und fühlen sich da auch außerordentlich wohl: Bitte nicht mit Realwirklichkeit stören!

    In diesem absonderlichen Heile-Welt-Theater sind Realfakten und Realzahlen selbstverständlich ein erheblicher Störfaktor. Folglich müssen sie, immer unter dem affektiv daher geplapperten Narrativ „Folge der Wissenschaft!“, wahlweise passiv ignoriert oder aktiv verächtlich gemacht werden. So ist das Leben hinter dem ‚Antirealistischen Schutzwall‘ eine unendliche Abfolge von zirkulärer Kommunikation in selbstreferenziellen Milieus und Blasen: In Bullerbü ist das Virus lebensgefährlich, Lockdowns schützen die Wirtschaft, das beständige Abschalten von Grundlast-Energie überhaupt kein Problem und Blackouts schicke Events für die Generation Woke, in die man ganz entspannt und gechillt gehen kann. Bullerbü ist eine absurde Gegenwelt. Eine kollektive Fluchtwelt einer Gesellschaft, die mehrheitlich nicht nur den Bezug zur Realität verloren, sondern auch gar kein Interesse mehr hat, daran etwas zu ändern.

    Palliativrepublik Deutschland – ein Land hat demographischen Krebs

    Dabei müsste viel geändert werden. Sehr viel. Allen voran die Mutter aller Probleme dieses Landes: Sein demographischer Zustand. Der ist, wie es bei Medizinern heißt, infaust. Es ist aussichtslos, mindestens jedoch ungünstig. Und das ist seit 30 Jahren bekannt. Praktisch alle Einladungen zu entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen hat das Land großzügig unterlassen: Keine Pensionsfonds, keine Umstellung des Sozialversicherungs- und Steuersystems als notwendige Vorsorgemaßnahmen – nichts. Die 16 Jahre Merkel waren das buchstäblich letzte Zeitfenster, um dem drohenden Tumorwuchs beizukommen. Aber schon da wäre man ohne unangenehmen operativen Eingriff nicht mehr ausgekommen. Und so zog man es vor, auch diese letzte Möglichkeit zu verpassen. Ab kommendem Jahr, also 2023, hilft dann nur noch der palliative Ansatz: Die Baby-Boomer gehen kollektiv in Rente und Pension. Und in Kombination mit einem zwischenzeitlich zweiten demographischen Tumor, namentlich dem der unkontrollierten Einwanderung aus aller Welt, hilft dann nur noch Morphin, Alkohol oder, mit freundlichen Grüßen der Grünen, Cannabis.

    Frischzellen sind nicht zu erwarten. Die Nachwuchsgeneration ist in ihrer Zahl zu klein und obendrein infolge der selbst herbeigeführten Bildungskatastrophe weder mental noch intellektuell in der Lage, die in den kommenden Jahren abrupt und mannigfach entstehenden Lücken in der Gesamtheit des Arbeitsmarktes auch nur annähernd zu füllen. Die bezopften Linus-Maltes werden, zusammen mit den körnerkauenden Wiebkes ausgenommen wie die Weihnachtsgänse. Es ist, um das in aller Deutlichkeit zu sagen, eine bemitleidenswerte Generation, für deren 63 Geschlechter, Doppelpunktsprech und Bachelor-of-Singen- oder Master-of-Klatschen-Abschlüsse in Pseudowissenschaften sich niemand interessieren wird. Weder Karl-Heinz. Noch Abdul.

    Kaskadenartige Schadenentwicklung – ein Tsunami hat immer viele Wellen

    Die Entwicklung wird kaskadenartig sein, denn die systemischen Fehler der Deutschen in den letzten 30, vor allem aber in den letzten 16 Jahren, sind irreversibel. Die kommenden zwei, drei Dekaden werden einen beispiellosen, aber folgerichtigen Absturz in breite Armut und großflächige Instabilität zeitigen. Dieses Land hat sich gleich zwei seiner AGBs entledigt, ohne dafür neue zu definieren: Die ‚Allgemeinen Geschäftsbedingungen‘, die durch die irrwitzige Deindustrialisierung sowie die noch irrwitzigere Energierestriktion gegenstandslos geworden sind, und die ‚Allgemeinen Gesellschaftsbedingungen‘, die durch autochthone Sterberate sowie Geburtenrate der Einwanderungsgesellschaft ungesteuert und chaotisch auf den Kopf gestellt werden.

    Staatsinfarkt – erst kommt das Kammerflimmern, dann die Asystolie

    Die zwischenzeitlich täglich fühlbarer werdende Dysfunktionalität des Staates, jenes Staates, der in der Welt einmal wie kein anderer Staat für Stabilität und Funktionalität stand, kommt einem Infarktgeschehen gleich: Ein katastrophaler Verschluss der Fließ- und Funktionsfähigkeit, der auf alle Ebenen übergreift. Wenn weder ein taugliches, Prosperität und Stabilität produzierendes Geschäftsmodell noch ein friedliches, Gemeinsinn stiftendes Gesellschaftsmodell vorhanden ist, gehen vorhandene Strukturen einfach unter. Um im medizinischen Bild zu bleiben: Was wir derzeit erleben ist das chaotisch anmutende Kammerflimmern, dem der Stillstand, die Asystolie, unweigerlich folgt. Staatsinfarkt.

    Infarktprävention geht nur individuell

    Signifikante Änderungen, auch nur ein Wille dazu, sind weit und breit nicht in Sicht. Wer von dem drohenden Staatsinfarkt nicht mit in die Tiefe gerissen werden will, muss –infolge fehlender öffentlich-gesellschaftlicher Prävention– selbst vorbeugen. Vom Auswandern bis hin zum Finden einer sicheren Nische für sich und die Seinen im palliativen Resterampendeutschland ist alles denkbar. Falls Sie in zehn Jahren zu jenen gehören, die in noch sozio-ökonomisch gleichen oder nur mäßig reduzierten Verhältnissen leben, sich zumindest tagsüber sicher auf der Straße bewegen können, dann gehören Sie zu den Gewinnern. Alle, denen es nicht so gehen wird, sind im Staatsinfarkt auf der Strecke geblieben. Man wird sie in den langen Schlangen der Suppenküchen finden. Vor Sozialämtern. Oder gleich auf dem Friedhof. Da, wo einst einmal Bullerbü stand.

    Mit einer gewissen Ironie ließe sich also sagen: Bleiben Sie gesund!

    https://vera-lengsfeld.de/2022/01/29...rkt/#more-6367
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: Scholzland. Eine Philippika

    Es ist nicht nur ein Generationenproblem, sondern das Problem, dass man Unfähige und Skrupellose zu groß werden ließ.
    Aus einer Demokratie ist eine Kakistokratie geworden.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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