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    Karl Lauterbachs Vergangenheit - Wer ist Karl Lauterbach?

    Karl Lauterbach: Der Privatisierer

    Nach Jens Spahn sehnt sich die Bevölkerung nach einem kompetenten Gesundheitsminister – und so war die Ernennung Karl Lauterbachs von lautem Jubel begleitet. Den aktuellen Pflegenotstand in den Krankenhäusern hat Lauterbach allerdings maßgeblich mitverantwortet.


    Karl Wilhelm Lauterbach – seit Corona ist er ständiger Gast bei Anne Will, Lanz und Co. und nun also Bundesgesundheitsminister. Früher wurde der Mann mit der Fliege oft belächelt, inzwischen hat er sie abgelegt. Lauterbach hat sich zweifellos zurecht einen Ruf als gefragter Experte in Sachen Pandemiebekämpfung erarbeitet. Die Öffentlichkeit dankte ihm seinen Einsatz und forderte ihn als Nachfolger von Jens Spahn.



    Doch die Jubelstürme über seine Ernennung sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Lauterbachs langer Weg in den Ministersessel über zahlreiche Skandale führte, die ein manchmal bedenkliches Politikverständnis offenbarten.


    Der Lipobay-Skandal

    Die politische Karriere des Karl Lauterbach begann in dem von ihm gegründeten Institut für Gesundheitsökonomie, laut Spiegel ein »kleines Institut über einem Supermarkt an einer Durchgangsstraße«. Von hier aus sicherte er sich Kontakte zur Politik, vor allem zur SPD. Denn ursprünglich war der aus der Nähe von Aachen stammende Lauterbach Mitglied der CDU.



    Ende der 1990er Jahre war Lauterbach für den Pharmariesen Bayer tätig. Der Harvard-Absolvent verantwortete dort eine Studie zum Blutfettsenker Lipobay. Nach nahezu 100 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Medikament musste Bayer das Produkt wieder vom Markt nehmen.

    Als Lauterbach in seinen Jahren im Sachverständigenrat des Gesundheitsministeriums 2001 erneut mit der Causa Lipobay beschäftigt war, bemängelte er die unzulängliche Zusammenarbeit zwischen den weltweiten Zulassungsbehörden und fehlende Langzeitstudien. Der Bayer-Konzern, so Lauterbach, hätte Informationen über bereits erkannte Probleme mit dem Medikament auch an die deutsche Zulassungsbehörde weitergeben müssen. Zur Wahrheit gehört jedoch auch: »Die frühen Hinweise darauf, dass Lipobay möglicherweise gefährlich war, nahm Lauterbach damals ebenso wenig wahr, wie es seine Auftraggeber taten«, schrieb der Spiegel 2004.


    Das Ausbluten der Pflege

    Um steigende Krankenhauskosten zu drosseln, argumentierten Gesundheitspolitiker bereits früh in der Geschichte der Bundesrepublik für einen Abbau von Krankenhausbetten. Allein zwischen 1990 und 1998 sind etwa 100.000 der ursprünglich rund 680.000 Betten gestrichen worden. Ab 1993 wurde für einen kleinen Teil der Krankenhausbehandlungen ein sogenanntes Fallpauschalensystem eingeführt. Statt die tatsächlichen Kosten einer Behandlung zu decken, die stark von der Verweildauer der Kranken in den Hospitälern abhingen, wurden nun Festbeträge an die Krankenhäuser gezahlt. Dies sollte die Kliniken dazu veranlassen, Patientinnen und Patienten möglichst kurz zu behandeln, um Kosten einzusparen.



    Karl Lauterbach machte sich bereits seit dem Jahr 2000 für die generelle Einführung des Fallpauschalensystems stark. Mithilfe von Diagnosegruppen (Diagnose Related Groups), bekannt als DRG-System, sollten künftig sämtliche Behandlungen zum Festpreis vergütet werden. Die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) versprach sich davon nicht nur eine Senkung der Kosten, sondern auch »mehr Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern«. Lauterbach war in dieser Zeit einer ihrer engsten Berater, was den Spiegel dazu veranlasste, Lauterbach als den »Einflüsterer« Ulla Schmidts zu bezeichnen.



    Die Aussicht auf mehr Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern dürfte in den 2000er Jahren, in denen der Neoliberalismus seinen Siegeszug antrat, gerade private Krankenhauskonzerne elektrisiert haben. Der Bettenabbau ging schließlich jahrelang mit der Reduzierung des Personals einher, dem größten Kostenfaktor im Gesundheitswesen.



    Das DRG- und Fallpauschalensystem führte etwa dazu, dass in zahlreichen Kliniken Verträge mit Chefärzten und Oberärztinnen geschlossen wurden, die eine Erhöhung der Zahl profitabler Operationen bei immer geringerer Verweildauer im Krankenhaus vorsahen. Das Ärzteblatt sprach in diesem Zusammenhang von »organisierter Körperverletzung im großen Stil«, zahlreiche Ärztinnen und Ärzte warnten vor »blutigen Entlassungen«.

    Der Handlungsdruck auf den Staat wurde offenbar so groß, dass der Gesetzgeber sich 2012 zur Beauftragung einer großen Studie veranlasst sah. Die Bilanz fiel eindeutig aus: »Krankenhäuser steigern vor allem die Anzahl jener Operationen, die sich finanziell lohnen«, hieß es darin.



    Die Probleme des Fallpauschalen-Systems waren Lauterbach bereits vor dessen Einführung bekannt. So schrieb er bereits im Jahr 2000:



    »Eine DRG-basierte Vergütung könnte einen Anreiz bedeuten, den Patienten mit möglichst geringem Aufwand zu behandeln und dann frühzeitig zu entlassen. [...] Die amerikanischen Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Anstieg der Mortalität nicht eingetreten ist. Die Verweildauer sank im Rahmen eines langfristigen Trends weiter ab, wobei Entlassungen mit instabilem Zustand des Patienten leicht zunahmen«.


    Lauterbach und die Armen

    Auch an der Einführung der Praxisgebühr war Karl Lauterbach beteiligt. Die Ärzteschaft warnte davor, dass insbesondere ärmere Menschen nun seltener zum Arzt gehen würden. Bei Lauterbach stießen diese Warnungen auf taube Ohren. Ein Gesundheitsrisiko konnte er nicht erkennen. Als er in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk gebeten wurde, zu dieser Position Stellung zu beziehen, entgegnete Lauterbach: »Hätten wir weniger Arztbesuche, könnte jeder einzelne Arztbesuch länger dauern und es zu besserer Qualität bringen. Somit, weniger Arztbesuche bedeutet nicht weniger Qualität.«



    Wer sich daran erinnert, dass Lauterbach die Agenda 2010 einst als linkes Projekt bezeichnete, dürfte von solchen Aussagen jedoch kaum überrascht sein. Der Niedriglohnsektor sei beabsichtigt gewesen – als Starthilfe, um »Arme in Brot zu bringen«. Zwar bezeichnete sich Lauterbach damals als SPD-Linken, mit seinen Auffassungen zu Hartz IV stand er jedoch in deutlichem Widerspruch zu anderen SPD-Linken wie Ottmar Schreiner.



    Noch während Lauterbach auf politischer Ebene den tiefen Einschnitt in das Finanzierungssystem der Krankenhäuser vorbereitete, übernahm er einen Sitz im Aufsichtsrat des privaten Krankenhauskonzerns Rhön Klinikum AG. Ebenfalls im Aufsichtsrat: die Milliardärin und Erbin des Bertelsmann-Konzerns Liz Mohn. Private Krankenhäuser profitierten lange von guten Kontakten in die Politik. Aufgrund der Finanzknappheit deutscher Kommunen wurden zahlreiche Krankenhäuser privatisiert. Die privaten Betreiber waren dankbar für jede Hilfe bei den oft schwierigen Verhandlungen mit den Kommunen, Gewerkschaften und Personalräten.



    Erst 2013 zog sich Lauterbach aus dem Gremium der Röhn Klinikum AG zurück, nachdem er in das Kompetenzteam des damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück berufen wurde. Im selben Jahr wurde bekannt, dass in den Kliniken des Konzerns jahrlang Reinigungskräfte »gemobbt und ausgebeutet« wurden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Lauterbach, der als Kontrolleur im Aufsichtsrat gut dazu verdiente, wollte sich nie zu seiner Rolle in diesem Skandal äußern. Die Höhe seiner eigenen Einkünfte in jener Zeit verschweigt er bis heute.


    Lauterbach und das kränkelnde Gesundheitssystem

    Während Lauterbach seit Beginn der Corona-Pandemie Dauergast in den Talkshows der Republik ist und dort auch stets vor drohenden Überlastungen des Gesundheitssystems, insbesondere in der Pflege, warnt, hat er seinen eigenen Anteil am Pflegenotstand in den Krankenhäusern allem Anschein nach nie reflektiert. Schlechte Arbeitsbedingungen, miese Bezahlung und eine extrem hohe Arbeitsdichte prägen den Alltag in der Pflege. All dies ist insbesondere auf die Einführung des DRG-Systems zurückzuführen, welche Lauterbach zuvörderst vorangetrieben hatte.



    Eine im Juli 2019 veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung bilanzierte, dass von den bisher 1.400 Krankenhäusern im Land künftig weniger als 600 gebraucht würden. Diese Schließungen seien notwendig, um die Versorgungsqualität der übrigen Kliniken zu erhöhen, hieß es dort. Als vonseiten der Krankenhäuser und des Gesundheitspersonals heftige Kritik laut wurde, schloss sich Karl Lauterbach der Argumentation der Studie an und bekräftigte sie. Die Anzahl der zu schließenden Häuser sei zugegebenermaßen überzogen, doch der »Grundtenor« der Studie sei korrekt. Es käme lediglich darauf an, die »richtigen« Häuser zu schließen, so Lauterbach.

    ...https://jacobin.de/artikel/karl-laut...chale-lipobay/

    Aus 2003:


    Die Unternehmensberatung Arthur Anderson erwartet bis 2015 einen bundesweiten Abbau der Krankenhausbetten um 35 Prozent. Der Kölner Gesundheitsökonom Karl Lauterbach plädiert auf der Grundlage eines internationalen Durchschnitts von vier Betten pro 1 000 Einwohner sogar dafür, die Zahl um mehr als 40 Prozent zu reduzieren.

    http://www.haeverlag.de/proto/archiv/n0703_01.php


    - - - Aktualisiert oder hinzugefügt- - - -

    Und offensichtlich geht es hier im gleichen Stil weiter:

    Es geht um Novavax, der Impfstoff, der jetzt zugelassen wird:

    " Der im Volksmund (zu Unrecht) auch „Totimpfstoff“ genannte"

    Wieso denn im Volksmund ? Unser Gesundheitsminister Propagiert dies, wie man auf Twitter ( https://twitter.com/karl_lauterbach/...36753240240130 ) Als Antwort auf den Tweet nachlesen kann:

    "Liebe Medien: Kann man bitte aufhören den Impfstoff von Novavax als Totimpfstoff zu bezeichnen? Es ist ein rekombinanter Proteinimpfstoff. Dafür wird das Spike Protein mithilfe von Baculoviren in Mottenzellen hergestellt und dann mit Matrix-M Adjuvant (ein Saponin) formuliert."

    Antwort des Gesundheitsministers:

    "Stimmt zwar. Aber weil so viele Ungeimpfte nur Totimpfstoff wollen, warum auch immer, wird bald erhältliches Novavax als solcher bezeichnet. Mir ein Rätsel, wo die Sicherheit eines 40k Erfahrung Impfstoff liegen soll, wenn mRNA sofort abgebaut wird und milliardenfach bewährt ist"

    Also öffentlich zugegeben, dass man ihn nun wissentlich als solchen bezeichnet obwohl er das nicht ist.
    Ist das nicht eine Lupenreine Täuschung von höchster Stelle ? Ich frage für einen Freund ...

    https://www.welt.de/politik/deutschl....html#Comments

    - - - Aktualisiert oder hinzugefügt- - - -

    Auch diese Aussage erscheint in einem ganz neuen Licht:

    ...offenbar hat Lauterbach auch eine erstaunliche Wahrnehmung der Realität – wie eine Aussage von ihm zeigt, die der Blogger „Argo Nerd“ aufgegriffen hat: „Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft. Selbst die Impfpflicht führt ja dazu, daß man sich zum Schluss freiwillig impfen lässt.“

    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Karl Lauterbachs Vergangenheit - Wer ist Karl Lauterbach?

    Irgendwann verschlägt's einem die Sprache, wenn es zum Thema „Lauterbach" kommt. Zu viel Irrsinn!
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  3. #3
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    AW: Karl Lauterbachs Vergangenheit - Wer ist Karl Lauterbach?

    "Stimmt zwar. Aber weil so viele Ungeimpfte nur Totimpfstoff wollen, warum auch immer, wird bald erhältliches Novavax als solcher bezeichnet. Mir ein Rätsel, wo die Sicherheit eines 40k Erfahrung Impfstoff liegen soll, wenn mRNA sofort abgebaut wird und milliardenfach bewährt ist"
    Ist es das? Tut es das? Was ist mit den Lipid Nanopartikeln, wann bauen sich die ab? Es ist so bewährt, dass man alle 3 Monate "nachimpfen" muss. So bewährt, dass wssenschaftliche Studien es für erwiesen erachten, dass Herzerkrankungen zu den Nebenwirkungen gehören und noch viele weitere Nebenwirkungen im Verdacht stehen.

    Er hat bestimmt Aktien bei BionTech und eben nicht bei NovaVax (oder hat diese "geshortet"). Bei BionTech sieht es z.Z. desolat aus. knapp -25% in den letzten 5 Tagen ... Das sagt mir: Die Impfpflich kommt vielleicht doch nicht. Aber darafu soll man sich nicht stützen. Kriminelle Beschlüsse müssen weiterhin vehement bekämpft und blockiert werden, wo immer es nur geht und es muss (weiterhin) und noch mehr dagegen protestiret werden.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil. Im Zweifel ... für die Freiheit.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  4. #4
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    AW: Karl Lauterbachs Vergangenheit - Wer ist Karl Lauterbach?

    Lauterbach ist kein Virologe, kein tatsächlicher Experte. Dass er den Status des Fachmanns bekommen hat, liegt an seiner Parteimitgliedschaft. Wäre er in der CDU oder gar AfD, hätte man ihn nie in Talkshows eingeladen. Die Öffentlich-Rechtlichen Sender werden von Linken dominiert, sind zu Propagandaabteilungen der SPD und Grünen geworden. Richtig Konstruktives hat Lauterbach nie beigetragen. Er betreibt miesen Alarmismus.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  5. #5
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    AW: Karl Lauterbachs Vergangenheit - Wer ist Karl Lauterbach?

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Lauterbach ist kein Virologe, kein tatsächlicher Experte. Dass er den Status des Fachmanns bekommen hat, liegt an seiner Parteimitgliedschaft. Wäre er in der CDU oder gar AfD, hätte man ihn nie in Talkshows eingeladen. Die Öffentlich-Rechtlichen Sender werden von Linken dominiert, sind zu Propagandaabteilungen der SPD und Grünen geworden. Richtig Konstruktives hat Lauterbach nie beigetragen. Er betreibt miesen Alarmismus.

    Er war ja sogar ursprünglich Mitglied der CDU (Zitat aus dem Artikel):

    Die politische Karriere des Karl Lauterbach begann in dem von ihm gegründeten Institut für Gesundheitsökonomie, laut Spiegel ein »kleines Institut über einem Supermarkt an einer Durchgangsstraße«. Von hier aus sicherte er sich Kontakte zur Politik, vor allem zur SPD. Denn ursprünglich war der aus der Nähe von Aachen stammende Lauterbach Mitglied der CDU.
    Die Kontakte in und über die SPD waren eben die besseren für ihn. Immerhin stellte die SPD ja die Landesregierung.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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