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    Windräder machen dem Rotmilan zu schaffen

    Windräder machen dem Rotmilan zu schaffen

    Klarer Zusammenhang zwischen Windraddichte und Milan-Entwicklung

    Je mehr Windräder, desto schlechter die Bestandsentwicklung des Rotmilans. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von 285 Regionen mit Milanvorkommen durch den Dachverband Deutscher Avifaunisten. Die Windindustrie hatte zuletzt immer wieder behauptet, die Windräder hätten keine negativen Auswirkungen.

    14. Oktober 2019 - In Landkreisen mit einer hohen Dichte an Windrädern gehen die Rotmilanbestände zurück, während sie in Landkreisen ohne Windräder zunehmen. Das zeigt eine detaillierte Analyse der jüngsten Bestandsentwicklung des Rotmilans, die der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) als Koordinator der offiziellen bundesweiten Vogelbestandserfassungen jetzt im Fachmagazin „Der Falke“ vorgestellt hat.

    Der Zusammenhang ist hochsignifikant und zeigt, dass der notwendige weitere Ausbau der Windenergie in Deutschland nicht durch eine von der Windindustrie geforderte und derzeit sogar vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagene Aufweichung des Artenschutzrechts erreicht werden darf.

    Ab 0,15 Windrädern pro Quadratkilometer werden die Rotmilane weniger

    In der Studie vergleichen die Autoren die mit gleicher Methode erfolgten bundesweiten Erfassungen des Rotmilan-Brutbestands der Zeiträume 2005 bis 2009 und 2010 bis 2014. Für jeden der 285 Landkreise im Verbreitungsgebiet der Art wurde die ermittelte Bestandveränderung mit der Anzahl von Windenergieanlagen pro Quadratkilometer Fläche korreliert. Eindeutiges Ergebnis: Je mehr Windräder, desto schlechter die Bestandsentwicklung. In Landkreisen ohne Windräder nahm der Bestand zu, bei etwa 0,1 Windrädern pro Quadratkilometer waren die Bestände stabil, bei über 0,15 Anlagen auf gleicher Fläche war der Bestandstrend negativ.

    Insgesamt führt dies zu einem bundesweit betrachtet stabilen Rotmilan-Bestand, was die Windindustrie bereits im August zu einer Jubelmeldung über die angeblich konfliktfreie Koexistenz von Windenergieanlagen und dem aufgrund seines gegabelten Schwanzes auch als „Gabelweihe“ bekannten Greifvogel veranlasste.

    Stärkste Rückgänge in Sachsen-Anhalt, Ost-Westfalen und Mittelhessen

    Dieser Fehlinterpretation hatte der NABU in einer Stellungnahme bereits deutlich widersprochen, und dabei darauf hingewiesen, dass die Rotmilanbestände insbesondere im Nordosten Deutschlands, wo sehr viele Windräder stehen, deutlich abnehmen, während sie im windradarmen Südwesten des Landes zunehmen. Die Studie des DDA bestätigt diesen Effekt und kann ihn sogar Landkreis für Landkreis nachweisen. Die größten Abnahmen gab es demnach in Sachsen-Anhalt, Ost-Westfalen und Mittelhessen, jeweils dort, wo sich auch Windenergieanlagen konzentrieren.

    Die Studie zeigt, dass der Konflikt zwischen dem Schutz windenergiesensibler Arten und dem Ausbau der Windenergie nicht nur in der Theorie und in Projektionen für die Zukunft existiert, sondern sich bereits heute in Bestandsrückgängen manifestiert.
    ...

    https://www.nabu.de/news/2019/10/27093.html

    Aber da wäre ja auch noch der Deutschlandfunk:

    Greifvogel Rotmilan
    Artenschutz als vorgeschobenes Argument gegen Windräder?


    Greifvogel versus Windrad: Vor allem der Rotmilan gilt als bedroht, weil er häufig mit Windrädern kollidiert. Das wissen auch Windkraftgegner, die den Vogelschutz instrumentalisieren. Dabei gibt es längst Möglichkeiten, Windkraft und Artenschutz zusammenzudenken.


    Für die Einen ist Windkraft die Lösung für unsere Energiewende und für nachhaltigen Naturschutz. Für andere ist Windkraft ein Problem für den Artenschutz, weil Vögel getötet werden. Und dann gibt es diejenigen, die Windkraft per se ablehnen und den Artenschutz vorschieben.

    „Es gibt inzwischen auch erste Untersuchungen und Berichte, dass das Thema Artenschutz gerne genutzt wird, um Windparks zu verhindern.“ Das sagt Kathrin Ammermann vom Bundesamt für Naturschutz, Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien.


    Rotmilan als Windkraftopfer – wegen seiner Art zu jagen



    Dabei komme immer wieder der Rotmilan ins Spiel, um den es, wie manche behaupten, schlecht stehe. Eine wirklich systematische Erfassung der getöteten Vögel insgesamt gibt es nicht. Anhaltspunkte liefern aber die Zahlen der Vogelwarte Brandenburg. Seit 2002 werden dort Windkraftopfer gesammelt und gezählt. Unter den Opfern: besonders viele Rotmilane.


    „Da gibt’s eine beachtliche Liste von Arten, beim Rotmilan sind es 500 aktuell.“
    Dass es besonders den Rotmilan trifft, das hängt mit seiner Lebensweise zusammen.


    „Durch sein Jagdverhalten, indem er nämlich nach unten schaut beim Jagen, ist er besonders oft davon betroffen, dass er mit Windkraftanlagen kollidiert, weil er sie gar nicht sieht.“


    Das erklärt aber nur teilweise, dass der Rotmilan in beinahe jeder Debatte um Windkraft auftaucht, sagt der Ornithologe Lars Lachmann vom Naturschutzbund Deutschland. Der Rotmilan sei auch deshalb so besonders, weil er fast nur in Deutschland vorkomme.


    „Über die Hälfte der Weltpopulation lebt in Deutschland, das heißt, wenn der Vogel in Deutschland aussterben würde, würde es schlecht um diese Art stehen. Das heißt, wir haben eine ganz große Verantwortung für den Rotmilan.“


    Diese Verantwortung schlägt sich im Bundesnaturschutzgesetz nieder, genauer, im Tötungsverbot.
    „Das absichtliche Töten von Vogelarten, von streng geschützten Vogelarten ist verboten und da zählt der Rotmilan zu.“


    Wenn Windkraftgegnern die Argumente ausgehen, verweisen sie auf den Rotmilan



    Das Bundesnaturschutzgesetz, dass vor allem die Tiere schützen soll, schützt auf diese Weise mittlerweile aber auch Partikularinteressen von Bürgerbewegungen, die gegen Windparks mobil machen.


    „Deswegen ist der Rotmilan auch für solche Leute interessant, die Windräder verhindern wollen, denen der Rotmilan eigentlich egal ist, die aber wissen, dass wenn sie sonst mit ihren Argumenten ans Ende geraten sind, dann immer noch ein Artenschutzargument zur Hand haben, wenn sie in dem Gebiet, in dem der Windpark geplant ist, noch einen Rotmilan finden.“


    Das Dilemma: Der Ausbau der Windkraft schadet Vögeln und Fledermäusen kurzfristig. Wenn wir aber mittel- und langfristig keine Lösung für den Klimawandel finden, sagt Kathrin Ammermann, dann schadet das Vögeln, Fledermäusen und dem Rotmilan im Speziellen insgesamt. Momentan nutzen Kläger eine rechtliche Grauzone. Die Frage, ob das Tötungsrisiko einer Windkraftanlage signifikant erhöht ist, ist schwer zu beantworten. Um die Energiewende aber zu schaffen, bräuchte es kreative Lösungen um bedrohte Arten zu schützen. Zum Beispiel immer dann, wenn in der Nähe von Windkraftanlagen Äcker umgebrochen werden. Kathrin Ammermann:

    „So eine Vermeidungsmaßnahme ist zum Beispiel, dass man während der Zeit, wo gepflügt wird, die Windkraftanlage eben abstellt, dass die Rotmilane nicht durch das Pflügen angezogen werden und sich dadurch das Risiko für den Rotmilan deutlich erhöht.“


    Kameras könnten helfen, den Rotmilan zu erkennen und Windräder abzuschalten



    In der Erprobung sind derzeit auch Kamerasysteme, die Rotmilane im Anflug erkennen und Anlagen frühzeitig abschalten.


    „Es gibt inzwischen einige Versuchsstandorte, wo auch die Kameras trainiert werden. Die werden sozusagen mit künstlicher Intelligenz drauf geeicht, den Rotmilan zu erkennen. Aber es gibt noch keine, die in dem Genehmigungsverfahren zugelassen worden wäre, weil man noch nicht weiß, kann die Kamera ausreichend entfernt den Rotmilan als solchen schon erkennen und ist dann auch die Reaktion an der Anlage ausreichend sicher. Also, wird wirklich abgeschaltet.“


    Lars Lachmann würde sich wünschen, dass im Artenschutz weniger auf Einzel-Individuen geschaut wird, sondern mehr auf die Gesamtpopulation.


    „Unser Ansatz ist es, dass man auf regionaler Ebene, wo eben auch die Verteilung der neuen Windparks geplant wird, für die betroffenen Vogel- und Fledermausarten, insbesondere für den Rotmilan, Artenschutzprogramme aufsetzt, da kann man an allen Schrauben drehen, um sicherzustellen, dass es dem Rotmilan besser geht und dann ist es auch rechtlich möglich, Windpark-Genehmigungen zu erleichtern, indem man ihnen eine Ausnahme vom Tötungsverbot zugesteht, das geht allerdings nur solange, wie sichergestellt ist, dass es der Rotmilanpopulation insgesamt nicht schlechter geht.“


    Lars Lachmann und Kathrin Ammermann treten aktiv für solche Maßnahmen ein, weil sie andernfalls befürchten, dass der Artenschutz ein Imageproblem bekommen könnte, wenn er nämlich großflächig dazu instrumentalisiert wird, den Umbau hin zu erneuerbaren Energien zu verhindern.

    https://www.deutschlandfunk.de/greif...ument-100.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Windräder machen dem Rotmilan zu schaffen

    Der Rotmilan wird auch Gabel- oder Königsweihe genannt, ein sehr hübscher Vogel. Er hat noch einen nahen Verwandten, den Schwarzmilan. Beide Arten ernähren sich von Kleinsäugern und leisten wertvolle Beiträge zur Schädlingsbekämpfung. Auch Aas wird nicht verschmäht und damit Reinigungsdienste gemacht. Ich habe mal einen Artikel gelesen, in dem ein Erfinder eine Windkraftanlage entwickelt hat, die NICHT tödlich für Vögel, Insekten und Fledermäuse ist. Weiß jemand, was daraus geworden ist?

  3. #3
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    AW: Windräder machen dem Rotmilan zu schaffen

    Merken die beim Deutschlandfunk eigentlich, wie dämlich sie sind?......


    Vor allem der Rotmilan gilt als bedroht, weil er häufig mit Windrädern kollidiert. Das wissen auch Windkraftgegner, die den Vogelschutz instrumentalisieren.

    .....was bitte sehr machen diese ganzen selbsternannten Umweltschützer seit Jahrzehnten? Sie verhindern wichtige Bauprojekte wegen vermeintlich bedrohter Tiere. Mal ist er der Feldhamster, mal Kröten oder Juchtenkäfer. Stets haben die Grünen die angeblich bedrohten Tiere für eigene Zwecke instrumentalisiert. Und nun kollidieren die Interessen der Grünen mit denen der Tierschützer. Anders als Kröten, und Käfer leben fast sämtliche Rotmilane der Welt in Deutschland. Es ist bemerkenswert, wie Grüne gegen die eigenen Überzeugungen arbeiten.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: Windräder machen dem Rotmilan zu schaffen

    Es ist bemerkenswert, wie Grüne gegen die eigenen Überzeugungen arbeiten.
    Haben Grüne denn Überzeugungen?
    Um zu einer Überzeugung zu kommen, ist Nachdenken erforderlich. Doch damit tun sich Grüne augenscheinlich schwer.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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