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    Russland stoppt Teile der Gaslieferung

    Und was macht diese fähige Bundesregierung mit ihren klugen Köpfen Baerbock (Aussenministerin) und Scholz (Bundeskanzler)?

    Russland stoppt Teile der Gaslieferung

    Mitten in der kalten Jahreszeit steigen die Gaspreise für Europa auf neue Höchststände. In einer der Pipelines zwischen Russland und Deutschland wird Gas nun in die Gegenrichtung gepumpt - nach Polen.



    Gedrosselte Erdgas-Lieferungen aus Russland, zunehmend leere Speicher und immer weiter steigende Preise für Strom und Gas: Die Energiekrise in Europa spitzt sich zu. So kostete eine Megawattstunde Erdgas heute am Markt TTF in den Niederlanden zeitweise über 170 Euro und damit so viel wie noch nie. Allein seit Anfang Dezember hat der Großhandelspreis damit um fast 80 Prozent zugelegt. Ein Grund ist die knappe Versorgung Europas mit russischem Erdgas, das vom staatlichen Konzern Gazprom kommt.


    Mitten in der kalten Jahreszeit hat Russland jetzt seine Gaslieferungen nach Deutschland durch die Jamal-Europa-Pipeline gestoppt. Nachdem die Lieferung in den vergangenen Tagen stark abgenommen hatte und für kurze Zeit komplett stillstand, wurde das Gas heute nach Angaben des deutschen Netzbetreibers Gascade in die entgegengesetzte Richtung gepumpt: von Deutschland nach Polen.

    Laut Kreml keine politischen Gründe


    Für den Rest des Tages werde das Gas von der Verdichterstation Mallnow in Brandenburg nach Osten geleitet, erklärte Gascade. Bereits am Samstag war der Durchfluss am Messpunkt an der deutsch-polnischen Grenze auf ein stündliches Volumen von 1,2 Millionen Kilowattstunden und damit um rund 88 Prozent gegenüber dem Vortag gesunken. Auch in den vergangenen Monaten kam über die Pipeline weniger Gas als üblich. Anfang November hatte sie schon einmal für einige Zeit im umgekehrten Modus gearbeitet und Gas von Deutschland nach Polen transportiert. Die Richtung und Durchflussmenge der Leitung wird entsprechend den Kundenwünschen gesteuert.


    Einige westliche Politiker und Branchenexperten hatten Russland zuletzt vorgeworfen, Gaslieferungen nach Europa zurückzuhalten und auch die umstrittene neue Ostseepipeline Nord Stream 2 vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts als geopolitisches Machtinstrument einzusetzen. Gazprom und der Kreml haben das wiederholt dementiert.


    Russland erklärte nun, die Umkehrung der Gaslieferung sei eine rein kommerzielle Entscheidung und habe nichts mit Politik und den Streitigkeiten zu tun. Aus Polen hieß es, der russische Gaslieferant Gazprom erfülle seine vertraglichen Verpflichtungen. Die nach Osten gerichteten Lieferungen seien von Polen beauftragt worden. Gazprom gab zunächst keinen Kommentar ab. Als möglichen Hintergrund sehen Experten auch die niedrigen Temperaturen von minus 25 Grad in Westrussland und minus 50 Grad in Sibirien. Möglicherweise wolle Russland daher die eigenen Speicher möglichst stark gefüllt halten.


    Gaskrise verschärft sich

    Das weltweit größte Erdgasförderunternehmen Gazprom liefert Gas über mehrere Routen nach Europa. Die Jamal-Europa-Pipeline führt von der Jamal-Halbinsel in Sibirien durch Russland, Belarus und Polen nach Deutschland. Sie wurde 1999 fertiggestellt und wird seit Mitte der 2000er-Jahre betrieben. Mit einer Kapazität von 33 Milliarden Kubikmetern pro Jahr wird über die Jamal-Europa-Leitung durch Belarus und Polen allerdings nur ein geringer Teil des Gases aus Russland nach Europa transportiert. Die Hauptmengen fließen durch die Ukraine und durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1.


    Dennoch erhöht sich dadurch der Druck auf den ohnehin schon angespannten europäischen Gasmarkt, der auf die Nachfragespitze im Winter zusteuert. Die europäischen Gaspreise im Großhandel sind in diesem Jahr explosionsartig gestiegen, da der Bedarf nach der Pandemieerholung weltweit in die Höhe geschnellt ist. Die geopolitischen Spannungen verschärfen die seit Monaten vorherrschende Nervosität am Markt zusätzlich. Die russische Zeitung "Kommersant" verwies jüngst darauf, dass Europas Gasreserven diesen Winter nicht ausreichen könnten.


    Tatsächlich leeren sich die Gasspeicher zunehmend. Insgesamt waren die europäischen Speicher der im Branchenverband Gas Infrastructure Europe vertretenen Unternehmen am vergangenen Mittwoch zu gut 64 Prozent gefüllt - mit der für die Jahreszeit üblichen abnehmenden Tendenz. Der Füllstand am 8. Dezember des Vorjahres lag noch bei knapp 84 Prozent. Der aktuelle Speicherstand ist dem Verband zufolge der niedrigste seit mindestens 2011.


    RWE warnt vor Ausfällen

    In Deutschland befinden sich die Reserven der Gasspeicher derzeit nach Angaben der Initiative Energien Speichern (INES) mit rund 58 Prozent ebenfalls auf historisch niedrigem Niveau. "In den vergangenen fünf Jahren lag der Füllstand der deutschen Gasspeicher zu dieser Zeit im Schnitt bei rund 80 Prozent", sagte Geschäftsführer Sebastian Bleschke der "Welt". Bleibe es bei den aktuellen Entnahme-Raten aus den 46 deutschen Speichern, könne der Füllstand bis zum Februar auf nur noch 30 Prozent absacken. Wegen des Gasmangels warnte der Energieversorger RWE der "Welt am Sonntag" zufolge am Wochenende seine Handelspartner an der Strombörse EEX vor Kraftwerksausfällen. In der Zeit bis zum 1. April könne es bei mehreren Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen zu Betriebsunterbrechungen kommen.


    Das alles lastet auch auf den Verbrauchern. Nach Ansicht des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wird zwar jeder Gaskunde im Winter eine warme Wohnung haben. Doch es dürfte teuer werden. Denn auch die Gaspreise für Verbraucher haben laut Verivox einen Rekordwert erreicht. Demnach verteuerten sich die Kosten für Strom und fürs Heizen binnen eines Jahres um 35 Prozent. Ein Ende ist dabei vorerst nicht in Sicht: Nach Erhebungen des Vergleichsportals wollen Gasversorger, die drei Viertel der Haushalte beliefern, die Preise zum Jahreswechsel erhöhen.


    E.ON-Chef Leonhard Birnbaum hält weiter steigende Gas- und Strompreise in Deutschland ebenfalls für möglich. "Es wird wohl keine schnelle Entspannung geben, in drei Monaten wird nicht alles vorbei sein", sagte Birnbaum der "Süddeutschen Zeitung". Der Markt sei nervös, unter anderem, weil die Gasspeicher nicht voll genug seien. "Wenn sich die makropolitische Lage verschärft, zum Beispiel in der Ukraine, könnten die Preise weiter deutlich steigen", so Birnbaum. "Auch wenn der Winter wesentlich kälter wird als sonst, könnten die Preise noch einmal spürbar zulegen."...

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft...rauch-101.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Russland stoppt Teile der Gaslieferung

    Wir brauchen das russische Gas nicht. Warum kauft die Regierung nicht größere Mengen von Norwegen?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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