-
29.09.2025, 08:39 #21
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Nein, pleite ist die Lufthansa noch nicht aber 8000 Stellen sollen abgebaut werden......
Der Lufthansa-Konzern will bis zum Jahr 2030 in der Verwaltung 4.000 Stellen einsparen.
Die Prozesse sollen digitalisiert, automatisiert und gebündelt werden, teilt das Unternehmen zum Kapitalmarkttag in München mit. Es konkretisierte damit unbestätigte Berichte aus der Vorwoche.
Zudem werden die mittelfristigen Finanzziele hochgesetzt. Europas größtes Luftverkehrsunternehmen mit zuletzt rund 103.000 Beschäftigten will künftig einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 8 bis 10 Prozent des Umsatzes erreichen. Bislang galt die Zielmarke von 8 Prozent
Für das laufende Jahr hat sich das Management optimistisch gezeigt. Der operative Gewinn vor Sonderposten (bereinigtes Ebit) soll den Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro wie geplant deutlich übertreffen.
Zentrale Steuerung
Für lukrativere Geschäfte sollen die verschiedenen Fluggesellschaften des Konzerns enger zusammengefasst und zentral gesteuert werden. Neben der kriselnden Kernmarke Lufthansa betreibt das Unternehmen die Airlines Swiss, Austrian, Brussels Airlines und ist Minderheiteneigner der italienischen Ita. Die Direktfluggesellschaft Eurowings werde ebenso gestärkt wie die Logistik und das Wartungsgeschäft, das sich im Wachstumsfeld Verteidigung etablieren soll.
Ziel aller Maßnahmen sei es, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und nachhaltig attraktive Renditen für die Aktionäre zu erzielen. Die Aktionäre könnten weiterhin mit einer Dividende in Höhe von 20 bis 40 Prozent des Konzerngewinns rechnen.
Kommt der nächste Piloten-Streik?
Zunächst muss sich das Management aber auch noch mit einem drohenden Streik der Piloten beschäftigen. An diesem Dienstag (30.9.) endet die Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Sie hat ihre Mitglieder bei der Lufthansa Kerngesellschaft und der Frachttochter Lufthansa Cargo aufgerufen, über einen Arbeitskampf zu entscheiden. Streitpunkt sind die Betriebsrenten. Lufthansa hatte die Forderungen als unbezahlbar abgelehnt.
https://www.nius.de/nachrichten/news...5-9934f5bf9120Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
02.10.2025, 08:20 #22
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Für die insolvente Matratzen Direct AG wurde kein Investor gefunden. Die bittere Folge: Alle 97 Filialen in Deutschland müssen schließen. 300 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.
Gehofft wurde bis zum Schluss: Bereits am 31. März 2025 wurde beim Amtsgericht Köln die Insolvenz in Eigenregie beantragt. Seitdem wurde der Geschäftsbetrieb fortgeführt, um eine Sanierungslösung zu finden. Die Rechtsanwaltskanzlei Lambrecht (Düsseldorf) stand bei der Insolvenzverwaltung zur Seite........ https://www.bild.de/news/inland/matr...1f1ea56f358e70Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
22.10.2025, 08:25 #23
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Bremen – Große Sorge bei den Mitarbeitern eines norddeutschen Container-Riesen. Die Bedingungen in der Branche haben sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Trotz mehrfacher Restrukturierungsmaßnahmen konnte das Unternehmen mit drei Standorten nicht stabilisiert werden.
Jetzt musste die Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG (DCP) Insolvenz anmelden. Die Gesellschafter BLG Logistics und die Dettmer Group bestätigten den Schritt in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Demnach seien „anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten und eine fehlende Fortführungsprognose“ der Grund für diesen drastischen Schritt.
Als Teil der Dettmer Group, die 1947 in Bremen gegründet wurde, ist das traditionelle Familienunternehmen auf das Verstauen und Packen von Containern spezialisiert und wichtig für die deutsche Hafenwirtschaft. Dettmer Container Packing bereitet Waren für den Transport vor und übernimmt auch Reparaturen von Containern. Neben Bremen gibt es Standorte an den Häfen von Hamburg und Duisburg.
Auch Tochterfirma in Schieflage
Die hundertprozentige Tochter PCB Packing Betriebsgesellschaft führt ebenfalls Pack- und Logistikaufgaben durch. Auch für sie sieht es derzeit düster aus. Hier werde der Insolvenzantrag noch geprüft, sei aber „aufgrund der engen Verknüpfung beider Gesellschaften“ sehr wahrscheinlich. Beide Unternehmen arbeiten zusammen, um Container für See- und Landtransporte bereitzustellen.
Die DCP beschäftigt 148 Mitarbeiter, die PCB Packing 91. Zusammen stünden in den drei Häfen 239 Jobs auf der Kippe!
https://www.bild.de/news/inland/cont...2d7167e63bbbc5Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
19.11.2025, 08:35 #24
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Wieder trifft es die deutsche Industrie mitten ins Herz!
Der britische Wellpappenriese DS Smith plant massive Einschnitte in Deutschland.
500 Mitarbeiter sollen bis Ende 2026 ihre Jobs verlieren, teilt das Unternehmen mit. Gleich fünf Produktionsstandorte stehen vor dem kompletten Aus – betroffen sind ein klassisches Kartonwerk, ein Werk für Display- und Offsetdruck sowie drei Bogenwerke. Seit der Übernahme durch den US-Konzern International Paper im Januar 2025 ist DS Smith Teil des Weltmarktführers.
Welche Werke betroffen sind
Die Schließungswelle soll Paderborn und Hövelhof (Nordrhein-Westfalen), Mannheim und Endingen am Kaiserstuhl (Baden-Württemberg) sowie Donauwörth (Bayern) treffen. In Hamburg ist eine Teilschließung des Displaywerks vorgesehen.
So reagieren die Mitarbeiter
Noch läuft der Konsultationsprozess mit den Arbeitnehmervertretern. „Der Vorschlag unterliegt also noch der Konsultation und es wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen“, erklärte eine Sprecherin von DS Smith aus London gegenüber BILD.
Trotzdem herrscht bei den Beschäftigten große Angst. Martin Zoidl, Betriebsratsvorsitzender am Werk Hövelhof, sagte dem WDR: „Wir sind natürlich sehr betroffen. Damit haben wir so nicht gerechnet, weil unser Standort ja auch noch schwarze Zahlen schreibt. Die Mitarbeiter sind erst einmal fertig gewesen.“
Das sagt das Unternehmen
Der US-Mutterkonzern will mit den Schließungen „die Effizienz steigern und auf die sich wandelnden Bedürfnisse seiner Kunden unter schwierigen Marktbedingungen reagieren“. Zudem solle das Unternehmen „optimal auf Wachstum“ ausgerichtet werden, so Reinier Schlatmann, Manager bei DS Smith für Central EMEA Packaging, zu BILD.
Laut DS Smith seien die Abbau-Vorschläge das Ergebnis einer strategischen Überprüfung des mitteleuropäischen Geschäfts.
Und natürlich geht es bei den Kündigungen auch ums Geld. Der Manager zu BILD: „Ein Vorschlag dieser Art ist natürlich ein schwieriger Prozess. Aber wir glauben, dass wir Mehrwert für unsere Kunden und unsere Aktionäre schaffen und sicherstellen können, dass unsere internen Prozesse auch in Zukunft so effizient wie möglich sind.“
https://www.bild.de/news/inland/welt...4fccdab1b69423Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
20.11.2025, 12:05 #25
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Keine Firma muss heute noch in Deutschland produzieren. Der frühere Standortvorteil war eine extrem hohe Produktivität bei hohem Qualitätsstandart, durch die die hohen Lohnkosten ausgeglichen werden konnten. Mit der Generation Z und Migranten, die eine andere Vorstellung von Leistung haben, hat sich diese hohe Produktivität verwässert und den Standortvorteil ins Negative verkehrt. Dazu kommen die absurden politischen Vorgaben, die die Firmen in die Knie zwingen. Was also liegt da näher als einfach abzuwandern und die Produktionen in die angrenzenden Staaten zu verlagern? Was vor 30 Jahren im großen Stil begann, als selbst der Mittelstand in China produzierte, setzt sich nun bei den großen Playern fort.....
Deutschland hat Osteuropa jahrelang als Standort zweiter Klasse behandelt – als Raum für billige Arbeitskräfte und einfache Montage. Diese Annahme war bequem, doch sie ist spätestens seit diesem Jahr endgültig falsch. Polen, Ungarn und Rumänien ziehen inzwischen deutsche Investitionen an, während die Groko 2.0 unter Friedrich Merz (CDU) wie die späten Merkel-Regierungen reagiert: Probleme werden erkannt, Lösungen aber vertagt – trotz klarer Warnsignale.
Jetzt folgt das nächste Warnsignal: MAN verlagert Teile seiner Lkw-Produktion von München nach Krakau. Laut der österreichischen Zeitung Kurier betrifft das den gesamten Karosseriebau und weitere zentrale Fertigungsschritte. Der erwartete Effizienzgewinn liegt bei 935 Millionen Euro bis 2028. MAN verweist auf hohe Energiekosten, strenge CO₂-Vorgaben, Konkurrenz aus China und die deutlich bessere Profitabilität des Konzernbruders Scania. Kein vollständiger Abzug, aber ein Wendepunkt: Deutschland ist für MAN nicht mehr der naheliegende Standort für große Fertigungsschritte.Auch andere Unternehmen treffen ähnliche Entscheidungen. Bosch will nach eigenen Angaben die Lkw-Sparte von Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg bis 2028 nach Maklár in Ungarn verlagern – und dabei rund 1300 Arbeitsplätze abbauen. Hier geht es nicht um Randfertigung, sondern um zentrale Komponenten der Sparte.Selbst der Osten Deutschlands, der lange als die günstigere Alternative zum Westen galt, verliert inzwischen im Kostenvergleich gegenüber Osteuropa. Mercedes-Benz lässt die Sprinter-Produktion in Ludwigsfelde bis 2030 auslaufen und verlagert sie nach Polen; die Brandenburger Landesregierung hat das im September offiziell bestätigt.Natürlich verdienen Beschäftigte in Polen, Ungarn und Rumänien im Schnitt deutlich weniger als in Deutschland. Doch die Unternehmen, die heute verlagern, tun das nicht mehr primär wegen der Löhne – diese Unterschiede bestehen seit Jahrzehnten. Ausschlaggebend sind inzwischen Energiepreise, Genehmigungsdauer, steuerliche Rahmenbedingungen und politische Verlässlichkeit. Genau in diesen Punkten haben osteuropäische Standorte Deutschland abgehängt. In einer aktuellen Analyse betont das polnische Wirtschaftsportal WBJ, Polen erreiche Wachstumsraten, „von denen Deutschland nur träumen kann“.Das Statistische Bundesamt bestätigt diese Entwicklung in einer neuen Auswertung vom Mittwoch: Zwischen 2021 und 2023 verlagerten rund 1300 Unternehmen Teile ihrer Unternehmensfunktionen ins Ausland – ein Abbau von 71.100 Jobs, netto etwa 50.800 Stellen. Entscheidend ist die Richtung: Der Großteil dieser Verlagerungen ging nicht nach Fernost, sondern in EU-Staaten – dorthin, wo Kosten und Entscheidungsrahmen verlässlicher sind. Während die Merz-Regierung notwendige Reformen weiter vertagt, setzen Unternehmen längst andere Prioritäten.Besonders deutlich wird der Wandel in der Entwicklung. In Cluj-Napoca in Rumänien – einer Stadt, die sich in den vergangenen Jahren zum „Osteuropäischen Stuttgart“ entwickelt hat – entsteht laut Branchenberichten ein Automotive- und Software-Cluster, das früher selbstverständlich in München, Stuttgart oder Wolfsburg aufgebaut worden wäre. Dort arbeiten Ingenieurteams an Batterie-Management, Leistungselektronik und Software für E-Antriebe – genau jenen Bereichen, in denen deutsche Hersteller ihren technologischen Vorsprung über Jahrzehnte verschlafen haben.Der Wettbewerb um deutsche Industrie beschränkt sich dabei längst nicht mehr auf Osteuropa. Auch außerhalb Europas entstehen Standorte, die mit aggressiver Industriepolitik um deutsches Know-how werben. Im Handelsblatt sagte der saudische Industrieminister Bandar Al Khorayef vor kurzem offen, man sehe „Chancen darin, deutsches Know-how und Fachkräfte ins Königreich zu holen“.Das Land plant 36.000 neue Fabriken, bietet Steuererleichterungen von bis zu 90 Prozent und begleitet Investoren zentral – ein Modell, das den Standort Deutschland in Tempo und Konsequenz überholt. Zwar bleibt Saudi-Arabien politisch ein schwieriges Land. Dass inzwischen selbst die Vereinigten Arabischen Emirate, vor allem Dubai und Abu Dhabi, für viele deutsche Unternehmer attraktiver wirken, hat nichts mit Bewunderung für Autokratien zu tun, sondern mit schlicht pragmatischen Faktoren: weniger Bürokratie, weniger Wartezeit, weniger Ungewissheit als in Deutschland.Am Ende zeigt sich ein einfaches Muster: Deutschland hat sich auf seiner industriellen Stellung ausgeruht, während andere Länder gezielt investiert haben. Heute ziehen Unternehmen dorthin, wo Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und Kosten stimmen – und das ist immer seltener Deutschland. Die Merz-Regierung muss sich jetzt daran messen lassen, ob sie die industriellen Voraussetzungen schafft, die andere Länder längst bieten: Tempo, Berechenbarkeit, Prioritäten.Es reicht nicht, „Herbste“ oder „Winter der Reformen“ auszurufen – die Maßnahmen müssen wirken, bevor weitere Wertschöpfung abfließt. Osteuropa und der Nahe Osten handeln, Deutschland diskutiert und häuft neue Schulden an, die nur noch die Haushaltslöcher stopfen, statt die Wirtschaft direkt zu stärken. Und wer Schulden auftürmt, statt Entscheidungen zu treffen, merkt am Ende – und immer zu spät –, dass er von anderen nicht mehr ernst genommen, sondern nur noch milde belächelt wird.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/t...fb1cf38&ei=123Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
21.11.2025, 09:24 #26
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Die tragende Säule unseres Landes ist der Mittelstand. Dort sind die meisten Arbeitskräfte beschäftigt. So müssten Meldungen wie die Folgenden eigentlich die Politiker aufschrecken. Aber die Lethargie ist inzwischen derart ausgeprägt, dass man das alles einfach so hinnimmt......
350 Arbeitnehmer betroffen: Porzellanhersteller schließt Traditionswerk nach 146 Jahren
Schönwald (Bayern) – Ein Stück Industriegeschichte im Fichtelgebirge endet: Der Traditionshersteller BHS tabletop schließt seine Porzellanproduktion in Schönwald – nach fast 150 Jahren!
Spätestens Ende 2027 will das aus dem bekannten Porzellanhersteller Hutschenreuther hervorgegangene Unternehmen seine Fertigung in Schönwald einstellen. Der Landrat des Kreises Wunsiedel, Peter Berek (CSU), ist fassungslos: „Nach all der Tradition und Bedeutung von Porzellan ist es kaum vorstellbar, dass ab 2028 kein Brennofen mehr beheizt wird.“
350 Beschäftigte bangen um ihre Zukunft
Laut BHS tabletop arbeiten derzeit rund 350 Menschen in Schönwald. Wie viele Jobs genau verloren gehen, ist noch offen. Das Unternehmen spricht von einer „verantwortungsvollen Anpassung der Belegschaft“.
Doch die Gewerkschaft IG BCE ist empört. Bezirks-Vize Iris Schopper: „Viele Menschen verlieren ihre berufliche Perspektive – trotz jahrzehntelanger Loyalität. Das ist ein harter Einschnitt für viele Familien.“
So begründet BHS tabletop das Aus
Die Geschäftsführung nennt als Gründe „massiv steigende Standortkosten, komplexe Prozesse und stagnierende Märkte“. Chef Gernot Mang erklärt, dass die Neuausrichtung zwar kurzfristig Einschnitte bringe, aber langfristig Stabilität und Wachstum in der Region schaffe.
Der Standort Weiden (Bayern) soll künftig zu einem „Kompetenzzentrum für automatisierte Porzellanherstellung“ ausgebaut werden, die Logistik in Selb bleibe erhalten.
Porzellan hat hier Geschichte
Schönwald ist seit 1879 eng mit der Porzellanherstellung verbunden. Doch die Region hat schon mehrere Rückschläge erlebt. 2009 meldete Rosenthal Insolvenz an, vor wenigen Monaten gab es auch dort wieder Hiobsbotschaften: Das Werk in Speichersdorf (Landkreis Bayreuth) wird geschlossen.
Jetzt trifft es mit BHS tabletop den nächsten Traditionsbetrieb – und erneut viele Familien, die seit Generationen vom Porzellan leben. Landrat Berek spricht von einem „weiteren Tiefschlag für den Porzellanlandkreis Wunsiedel“. Es gingen Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und Wertschöpfung verloren – die Folgen seien „hochdramatisch“.
https://www.bild.de/regional/bayern/...0234221d23c6da
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
410 Angestellte bangen um Broterwerb: Großbäckerei muss Insolvenz anmelden
Waren (Mecklenburg-Vorpommern) – Eine große Bäckerei mit 410 Mitarbeitern und 57 Filialen kämpft ums Überleben!
Die Mecklenburger Backstuben GmbH hat wegen drohender Insolvenz ein Sanierungsverfahren angemeldet. Das Amtsgericht Neubrandenburg hat für die Firma die sogenannte vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Zuerst hatte der NDR berichtet.
Strauchelnde Bäckerei soll aus eigener Kraft gesunden
Mit dem Verfahren soll die große Bäckerei mit Sitz in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) aus eigener Kraft gesunden, die Geschäftsführung bleibt im Amt. Das Ziel: den Fortbestand sichern und Arbeitsplätze erhalten.
Die Firma stellt seit mehr als 40 Jahren frische Brötchen, Brote und süße Backwaren her. Sie beliefert auch Supermärkte, Cafés, Restaurants, Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser.
Filialen bleiben geöffnet
„Das Verfahren verschafft uns die Möglichkeit, auf die aktuell herausfordernde Situation am Markt angemessen zu reagieren“, so Geschäftsführer Günther Neumann in einer Pressemitteilung. Trotz des gerichtlichen Verfahrens ginge der Betrieb uneingeschränkt weiter: Alle 57 Filialen blieben geöffnet, die Öfen liefen, die Regale seien voll.
Wie viele Handwerksbäcker leidet auch das Familienunternehmen unter der Kostenexplosion – gleichzeitig kaufen viele Kunden mehr billiges Brot beim Discounter. „Vor allem Personal-, Energie- und Einkaufskosten sind teils in einem Ausmaß gestiegen, das sich nicht ohne Weiteres an die Kunden und Partner weitergeben lässt“, erklärt Rechtsanwalt Nils Krause in der Mitteilung.
Schon Anfang 2025 mussten 50 Mitarbeiter gehen
Der Rechtsanwalt von dem Beratungsunternehmen „Ecovis“ begleitet mit einem Partner und einem Team die Geschäftsführung in dem Sanierungsprozess im Rahmen der Eigenverwaltung. Bereits Anfang des Jahres hatte das Unternehmen erste Sparmaßnahmen gestartet – das Tiefkühlgeschäft eingestellt. 50 Mitarbeiter mussten entlassen werden, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet.
https://www.bild.de/regional/mecklen...1191620b15fe84Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
22.11.2025, 10:13 #27
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
900 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs: Deutschlands größte familiengeführte Parfümerie pleite
Schwarzer Freitag eine Woche vor dem Black Friday. Mehr als 90 Jahre lang wuchs Pieper zu der – nach eigenen Angaben – größten inhabergeführten Parfümerie-Kette Deutschlands (120 Filialen) heran. Jetzt bangen 900 Mitarbeiter um ihre Jobs. Die Traditionsfirma ist pleite.
Das 1931 in Bochum gegründete Unternehmen (Sitz: Herne) stellte bereits am Donnerstag beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf vorläufige Insolvenz, teilte Pieper am Freitagnachmittag mit. Dieses habe bereits ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet.
Heißt: Die mehr als 900 Mitarbeiter bekommen vorerst drei Monate lang weiter ihre Löhne bezahlt. Alle Filialen der Kette und der Online-Shop bleiben vorerst weiter geöffnet. Pieper hofft auf ein gutes Weihnachtsgeschäft, um „das Unternehmen nachhaltig zu sanieren und für die Zukunft neu aufzustellen.“
Als Sachwalterin wurde Rechtsanwältin Sarah Wolf von der Duisburger Kanzlei Anchor eingesetzt. Sie soll das Insolvenzverfahren beaufsichtigen. Außerdem begleiten ein Generalbevollmächtigter und ein Restrukturierer die Entscheidungen der Geschäftsführung um Oliver Pieper, den Enkel des Firmengründers. Ziel sei es unter anderem, die Arbeitsplätze zu erhalten.
Das ist die Parfümerie Pieper
Gerhard Pieper und seine Mutter Anna eröffneten 1931 in Bochum das erste Seifengeschäft Pieper. Bereits 1936 kamen weitere Filialen im Ruhrgebiet hinzu. Seit 2009 betreibt das Unternehmen einen Onlineshop. Durch Übernahmen und Expansionen betrieb Pieper vor zehn Jahren 140 Filialen in NRW, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Aktuell sind noch 120 Läden geöffnet, in denen mehr als 900 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Pieper verkauft neben Parfüm auch Pflegemittel, Make-up, Haarpflege, Naturkosmetik und Accessoires. Den Jahresumsatz gab das Unternehmen 2021 mit 113,7 Millionen Euro an.
https://www.bild.de/regional/nordrhe...51f02dbc997ce7Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
10.12.2025, 09:21 #28
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Heidenheim an der Brenz – Beim schwäbischen Maschinenbauer Voith könnte gut ein Zehntel der Mitarbeiter den Job verlieren. Die Rede ist von bis zu 2500 Stellen, die gestrichen werden sollen.
Wie der kriselnde Technologiekonzern mit Sitz in Heidenheim an der Brenz im Osten von Baden-Württemberg mitteilt, werden Anpassungen bei Organisationsstrukturen und Belegschaft im Rahmen einer strategischen Weiterentwicklung geprüft.
Hohe Energie- und Arbeitskosten als Grund genannt
„Im Rahmen der Anpassungen wird eine Reduzierung von bis zu 2500 Stellen erwartet“, hieß es am Dienstag weiter. Zwar verfüge der Standort Deutschland über technologische Kompetenz und Innovationskraft, gleichzeitig gebe es aber strukturelle Probleme.
Genannt wurden hohe Energie- und Arbeitskosten sowie ein hoher bürokratischer Aufwand. Konzernchef Dirk Hoke verwies zudem auf einen zunehmenden Wettbewerbsdruck. Um auch langfristig bestehen und wachsen zu können, müsse Voith über ausreichende Mittel für Investitionen verfügen und die Organisation so effizient wie möglich aufstellen. Prozesse sollen vereinfacht und Entscheidungswege verkürzt werden.
Einer der wichtigsten Industriezweige im Südwesten
Der exportorientierte Maschinen- und Anlagenbau ist einer der wichtigsten Industriezweige im Südwesten. Voith hat mehrere Standorte in Baden-Württemberg sowie unter anderem in Bayern, NRW, Niedersachsen und Sachsen. Wo die Jobs wegfallen, ist noch nicht klar. Rund 22.000 Menschen in mehr als 60 Ländern weltweit arbeiten für den Mittelständler.
In den kommenden Wochen prüfe man Optionen, die gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern diskutiert und bewertet werden sollen.
247 Millionen Euro Verlust
Das 1867 gegründete Unternehmen liefert unter anderem Maschinen, Anlagen und technische Systeme für mehrere Industriebranchen. Voith produziert etwa Turbinen, Generatoren und digitale Steuerungstechnik für Wasserkraftwerke. Außerdem ist der Konzern im Bereich der Antriebs- und Industrietechnik aktiv. Dazu gehören Getriebe und Kupplungen für Züge oder Schiffe.
Voith hatte zuletzt wegen der Konjunkturflaute rote Zahlen geschrieben: Im Geschäftsjahr 2023/24 sackte das Konzernergebnis auf minus 247 Millionen Euro ab. Der Umsatz fiel auf 5,23 Milliarden Euro.
Maschinenbau-Branche in der Krise
Und die Branche schrumpft 2025 nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) bereits das dritte Jahr in Folge. Es wird erneut mit einem Produktionsrückgang von fünf Prozent gerechnet.
Im Vergleich zum Vorjahr ist dem Verband zufolge die Beschäftigung um 2,4 Prozent auf gut eine Million Menschen zurückgegangen. In den Betrieben gebe es häufiger Kurzarbeit. Laut VDMA-Präsident Bertram Kawlath belasten auch die US-Strafzölle die Branche.
https://www.bild.de/news/zehntel-der...e8695eab442e62Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
-
10.12.2025, 18:32 #29
VIP
- Registriert seit
- 15.10.2013
- Beiträge
- 4.217
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Das alles ist erst der Anfang vom Ende !!! Die Produktionstiefe war immer ein grosser Pluspunkt von Deutschlands Wirtschaft. Dieser geht augenblicklich tagtäglich verloren und zwar unwiederbringlich !!!
Ich befürchte wir werden uns noch alle an diese heutigen Zeiten erinnern und die Politiker der letzten zwanzig Jahre verfluchen !!!Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen
-
13.12.2025, 11:58 #30
AW: Immer mehr Firmen gehen in die Pleite
Heute titelt die Bild....noch 10 Jahre Krise?.....ich fürchte, wir kommen aus den Krisen nicht mehr heraus. Nie wieder. Das Land steckt politisch gewollt bis zum Hals im Dreck. Die SPD regiert uns seit 1998 in Grund und Boden, von willfährigen Partnern wie Grünen und Union unterstützt. Destruktive Parteien, die weit von dem entfernt sind, wofür sie früher mal standen. Man hätte die Fehler von Scholz und Konsorten umgehend ausbügeln können. Der Strompreis ist politisch gewollt der höchste in der Welt, die Bürger - aber vor allem die Unternehmen - leiden massiv. Nur die Millionäre in der Politik können sie sich noch leisten. Von einem Tag auf den anderen hätte man die Stromkosten massiv senken können, ganz einfach. Aber da günstige Energie gegen die politische Ideologie der Altparteien steht, lässt man alles beim Alten und nimmt in Kauf, dass hunderttausende Arbeitsplätze flöten gehen. Man nimmt es hin, dass die Steuerzahler ihre Jobs verlieren und die steuerzahlenden Unternehmen aufgeben. Dieses Land wird von Idioten regiert und so kommt eine idiotische Politik zustande......
Warum die deutschen Chemieriesen viele Fabriken dichtmachen
Die Chemiebranche ist ein Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft, fast eine halbe Million Menschen arbeiten dort. Wenn Konzerne wie BASF, Wacker und Dow einen Mangel an Aufträgen beklagen, könnte das der Vorbote eines größeren Niedergangs sein......
https://www.spiegel.de/wirtschaft/ch...d773a7#ref=rssGeändert von Realist59 (18.12.2025 um 10:10 Uhr)
Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.
Aktive Benutzer
Aktive Benutzer
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
Ähnliche Themen
-
Merkel’sche Asylpolitik: Immer mehr deutsche Obdachlose, immer mehr Vergewaltigungen, immer mehr Angriffe gegen Bio-Deutsche
Von open-speech im Forum Migration und die Folgen der verfehlten PolitikAntworten: 1Letzter Beitrag: 23.05.2016, 10:04



Zitieren

Ganzer Artikel hier: ...
Senatorin macht auffällig viele Dienstreisen in ihre Heimat