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    Linke lügen sich die Welt zurecht

    Die urbanen Legenden sind absurde Geschichten, die sich wie ein Lauffeuer verbreiten und bei naiven Menschen auf fruchtbarem Boden fallen. Wer kennt das Krokodil in der New Yorker Kanalisation nicht? Weitere dieser Geschichten findet man hier Urbane Legenden: 10 Mythen und warum wir diesen glauben (karrierebibel.de)


    Täglich kommen neue Urbane Legenden hinzu, es sind oft sehr beschränkte Geschichten, die sich noch beschränktere Mitbürger ausdenken.....



    Unerhörtes aus dem Paulanergarten


    Dick aufgetragene, angeblich selbst erlebte Ereignisse, die einfach zu abenteuerlich sind, um wahr zu sein, machen in sozialen Medien die Runde. Ein Streifzug durch den linken Paulanergarten.
    Mit Twitter ist es wie in den anderen (a)sozialen Medien und im real life auch: Man findet jede Menge kluge Gedanken, witzige Formulierungen, Anregendes und Interessantes, aber auch Schrott ohne Ende, Unappetitliches, Peinliches, Absurdes und geradezu Justiziables. Das hängt natürlich nicht unwesentlich davon ab, wem der Twitter-User folgt, was ihm also „in seine Timeline gespült“ wird. Die Spaltung der Gesellschaft, die in den vergangenen Jahren von höchster Stelle forciert und auf die Spitze getrieben wurde, offenbart sich natürlich auch in der Welt des Kurznachrichtendienstes, wo so mancher die erstaunliche Fähigkeit unter Beweis stellt, richtig viel Mist in nur 280 Zeichen oder weniger zu packen.
    Ein Phänomen der Social Media sind die „Geschichten aus dem Paulanergarten“, so genannt in Anlehnung an eine Reihe von Werbespots einer Münchner Brauerei, welche stets in einem Biergarten spielten, in dem die Gäste allerlei skurriles Zeug zum Besten gaben. Unter einer Geschichte aus dem Paulanergarten versteht man also eine – zum Beispiel bei Twitter gepostete – angeblich selbst erlebte, aber vollkommen unglaubwürdige, ja erfundene Alltagsgeschichte, mit der sich der Urheber irgendwie interessant zu machen oder seine politische Haltung zu unterstreichen versucht.
    Der Gerechtigkeit halber muss man sagen, dass solche Geschichten sowohl bei „Linkstwitter“ als auch bei „Rechtstwitter“ erzählt werden, wobei nach meiner Wahrnehmung, die mich selten trügt, die weit überwiegende Zahl der Fälle auf das Konto besonders „woker“, also politisch korrekter Zeitgenossen geht, die zeigen wollen, dass sie auf der „richtigen Seite“ stehen, also schlimme Dinge benennen und bekämpfen, wie Rassismus, Sexismus, Rechtsextremismus oder die Weigerung, sich einen experimentellen Impfstoff injizieren zu lassen.
    Achtjährige mit non-binärem Stofftier

    Als Protagonisten der mutmaßlichen Alltagserlebnisse, die so garantiert nicht stattgefunden haben können, werden nicht selten Kinder, auch Kleinkinder aufgeboten, die erstaunlich altklug auftreten, bereits eine fundierte, pointiert formulierte und selbstredend über jeden Zweifel erhabene Meinung haben und damit die Schurken dieser Welt (alte weiße Männer, Nazis, Machos, Regierungskritiker) kompromittieren. Ersatzweise eine alte Dame, die einen solchen Schurken coram publico in den Senkel stellt und dafür lautstarken Applaus einheimst. Schauplatz ist häufig ein Bus oder ein Supermarkt, um diese Öffentlichkeit herzustellen. Der Erzähler – meist eine Erzählerin – kommentiert die Geschichte dann selbst gern mit den Worten „Gänsehaut“ bzw. „Bin so stolz“ und garniert das Ganze mit einem roten Herzchen oder einem Emoji mit Träne im linken Auge.
    Aber genug der einleitenden Worte, hören wir doch ein paar dieser Geschichten im Original (des unverfälschten Genusses wegen unredigiert). Um die Verfasser wenigstens an dieser Stelle vor sich selbst zu schützen, verzichten wir darauf, ihre Namen oder Twitter-Pseudonyme zu nennen. Eben gestern stolperte ich über folgenden Tweet, der offenbar die Haltung der einen Problempony tragenden Urheberin (Eigenbeschreibung: „liebt Haie, Kaffee und Horror, lebt mit bipolarer Störung“) zur Vielfalt der Geschlechteridentitäten unterstreichen soll:
    Kind (8) suchte vorhin einen Namen fürs Stofftier. „Mama, liest du mir aus dem Internet die Vornamen vor, die für alle Geschlechter sind? Das Stofftier soll weder männlich noch weiblich sein. Das ist mir zum lieb haben nämlich egal.“ Na dann: Willkommen im Kinderzimmer Jamie Joy.
    Oder besser: Willkommen im Paulanergarten, Jamie Joy! Wie glaubwürdig ein des Lesens auch im Alter von acht Jahren noch unkundigen, seine Toleranz gegenüber anderen Geschlechtern von A wie Androgynen bis Z wie Zwittern bekundenden Kindes sein mag, bleibt den Lesern überlassen. Für mich ist das ein Kandidat für den Friedhof der non-binären Kuscheltiere. Aber immerhin 570 Personen allerlei Geschlechts klickten dafür ein Herzchen an.
    Ein Grundschüler outet sich

    Bleiben wir noch kurz bei der Generation der Jüngsten. Eine junge Frau gibt alles, um schon den Kleinsten, die sich vermeintlich nur für Süßigkeiten, die Sendung mit der Maus und Spielkonsolen interessieren, ein zeitgemäßes Bewusstsein für die Missstände dieser Welt zu vermitteln:
    Ich komme von einer Grundschule und bin am heulen. Die Kinder fragen zu Rassismus. Warum Frauen weniger verdienen. Klimawandel + Tierschutz. Eine hat sich nach der Stunde geoutet weil ich so coole Antworten zu Sexualität gegeben habe. Für diese jungen Menschen mache ich das alles
    Wie rührend, dass bereits 6–10-Jährige sich um genau die Probleme sorgen, die Linken und Grünen jede Nacht den Schlaf rauben: Rassismus, Gender-Pay-Gap und Klimawandel. Gut, den Tierschutz kaufe ich ihr noch ab. Aber bitte, bei aller Liebe: Ohne jetzt die Frage aufzuwerfen, ob sich Grundschüler schon mit Sexualität beschäftigen sollten – dass sich ein Kind dieses Alters „outet“, also seine sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität offenbart, weil die Frau da vorne das alles so toll erklärt hat, das ist schon mehr als fragwürdig, ist einfach over the top. Das „bin am heulen“ unterstreicht übrigens die Emotion, die bei den Paulanergartengeschichten immer dazugehört, so wie auch der Hinweis auf das eigene Engagement („Für diese jungen Menschen mache ich das alles“), dem unsere Bewunderung gelten soll.
    Kommen wir zum Thema Rassismus, das allen woken Aktivisten am Herzen liegt, ja, auf das sie geradezu fixiert sind. Selbst völlig harmlose Fragen nach der Herkunft werden von ihnen als „Alltagsrassismus“ angeprangert, wie auch ein Lob für gute Sprachkenntnisse. Seit Black Lives Matter in aller Munde ist, wurden die Geschichten, die dieses ungeheuerliche Übel Rassismus ausgerechnet in der westlichen Welt – insbesondere in der gern von afrikanischen und mittelöstlichen Migranten angesteuerten bunten Republik Deutschland – illustrieren sollten, immer phantastischer.
    Vorhin im Bus: Ein ziemlicher Hüne von Mann,schimpft grausig auf Touristen ein,die gerade ausstiegen.Eine kleine,zierliche,fein aussehende Omi dreht sich zu dem Mann.„Haltest jetzt mal deine Klappe,Mensch ist Mensch du Nazi!" aber halt im Wiener Dialekt. GROßARTIG!
    Der Bus, die Oma, der Nazi: Dieser Tweet enthält alle Ingredienzien, die einer Linkstwitter-Paulanergeschichte erst die richtige Würze verleihen. Ebenso den Respekt, der der couragierten alten Dame zu zollen ist, dazu ein wenig Lokalkolorit („Wiener Dialekt“), um mit diesem Detail zu suggerieren, man sei hautnah dabeigewesen. Relotiunesk!
    Nix Nobelpreis – Baumwollplantage!

    Noch dicker trägt allerdings folgende Begebenheit auf, die im Jahr des heiligen George Floyd die Runde machte:
    Ich unterrichte eine 10. Klasse der Hauptschule. Jamal (16, PoC) hat einen Schnitt von 1,0. Bei der Berufsberatung sagt man ihm, er könne nicht Arzt werden und ein Heilmittel gegen Krebs entwickeln, er solle auf die Baumwollplantage
    Rassismus 2020.
    Warum der hochbegabte Jamal die Hauptschule besucht statt des Gymnasiums bzw. warum er nicht auf ein solches wechselt, irritiert ja schon ein wenig. Aber wahrscheinlich haben andere schlimme Rassisten seine Eltern dazu überredet, den schlauen Jungen auf die Hauptschule zu schicken. Dem Berufsberater aber, der Jamals Traum vom Krebsheilmittelerfinder brutal zerstört und ihm stattdessen bescheidet, auf einer der zahlreichen Baumwollplantagen zwischen Flensburg und Passau tätig zu werden, werden wir im wahren Leben wohl eher nicht begegnen.
    Bleibt noch der Oberaufreger, der die Rassismus-Hysterie des Jahres 2020 abgelöst hat: die Pandemie! Hier geht es ans Eingemachte, an die großen Themen Verrat, Schuld, Leid und Tod. Das Böse ist hier klar definiert, in Gestalt der Kritiker der „Maßnahmen“, der Zweifler, ob denn Covid tatsächlich die neue Pest sei, der Skeptiker, die sich fragen, ob man sich gegen eine Atemwegserkrankung mit einer IFR von 0,15% unbedingt einen neuartigen Impfstoff verpassen lassen soll, der in Rekordzeit entwickelt, getestet und nur bedingt zugelassen wurde, außerdem offenbar nicht selten schwere Nebenwirkungen bis hin zum letalen Ausgang zeitigt und von dem sich mangels Langzeitstudien auch nicht sagen lässt, was er auf Dauer im menschlichen Körper anrichten könnte, noch dazu seine Wirksamkeit nach wenigen Monaten einbüßt.
    Und jetzt die dramatische Geschichte, eine meiner Favoriten, fasten your seatbelt:
    Entfernte Verwandte(Impfgegnerin) mit starken Beschwerden (Covid) ins KH ,lehnt Behandlung ab,geht am nächsten Tag auf eine Hochzeit, wo sie die Hälfte der Leute ansteckt, verstirbt am nächsten Tag zu Hause. 3 Hochzeitsgäste, darunter der Bräutigam,beatmet auf der intensiv.WARUM?
    Die Impfgegnerin, die Hochzeitsgesellschaft und der Tod

    Das ist nun starker Tobak: Eine Frau mit schweren Covid-Symptomen, die eigentlich selbst schon beatmet werden müsste, liegt im Krankenhaus. Hat sie jemand dorthin gebracht? Ist sie von allein dort aufgeschlagen? Und warum verweigert sie dann die Behandlung? Weiter: Sie geht nach Hause und am nächsten Tag auf eine Hochzeit (!). So weit, so schlecht erfunden. Dort steckt sie, ihrer schweren Covid-Symptome zum Trotz offenbar herzlich willkommen, die halbe Hochzeitsgesellschaft an. (Einschub: In 20 Monaten „Pandemie“ sind von mehr als 83 Millionen Menschen in Deutschland etwa vier Millionen irgendwann mal positiv getestet worden, die allermeisten haben es kaum bis gar nicht bemerkt und das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 84 Jahren. Einschub Ende.). Eine Hochzeitsgesellschaft, von der man mit Fug annehmen darf, dass sie nicht nur aus Senioren bestand.
    Gleich drei erkranken richtig schwer (Beatmung nötig!), darunter der höchstwahrscheinlich sehr alte und multimorbide Bräutigam. Die Inkubationszeit ist ganz erstaunlich, zumal die „entfernte Verwandte“ der Geschichtenerzählerin gleich am nächsten Tag ihrem Schöpfer gegenübertritt. Ich leg‘ mich mal fest und sage: Wenn da auch nur ein Bruchteil stimmen sollte, fress‘ ich einen Besen oder massiere Claudia Roth den Rücken. Geradezu unglaublich, dass nirgendwo sonst von diesem ganz und gar bizarren Vorfall zu hören war, oder kann sich jemand vorstellen, dass sich eine Zeitung, ein TV- oder Radiosender so eine Geschichte entgehen lassen würde? Um es in den Worten der Twitter-Userin zu sagen: WARUM?
    Jetzt kommt die Pointe: Binnen kürzester Zeit finden sich mehr als 9.000 Coronoiker, die den Tweet „liken“ und in den „Drukos“, den Kommentaren unter dem Tweet, ihrem Entsetzen über dieses tragische Ereignis und ihrer Wut auf die unverantwortliche Impfgegnerin Luft machen. Und da wundern wir uns noch darüber, warum im Mittelalter Hexenanklagen und Brunnenvergiftergeschichten auf breite Akzeptanz stießen. Man muss nur ganz fest im Glauben sein!
    Ungeimpfte laufen Amok

    Einen hab‘ ich noch. Als Sündenböcke unserer Tage werden „Impfgegner“ und „Ungeimpfte“ nicht nur von Politik und Medien aufs Korn genommen, als „Todesengel“ (ÖVP-Politikerin Juliane Bogner-Strauß), die eine „Tyrannei“ (Frank Ulrich Montgomery) errichtet hätten und „uns alle gefährden“ (Frank-Walter Steinmeier, SPD) bzw. „die Mehrheit terrorisieren“ (Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP), ja „mit dem Leben der anderen spielen“ (Karl Lauterbach, SPD). Diese Sportpalast-Rhetorik fällt unvermeidlich bei so manch bravem Bürger auf fruchtbaren Boden. Zeit, auch dazu einen Tisch im Paulanergarten zu decken:
    Weil ich in den Medien nichts davon lese. #Ungeimpfte randalieren vor den Münchner impfzentren, dringen dort ein und greifen auch Mitarbeiterinnen an. Verbal bis zum Schubsen. Eine Mitarbeiterin, die neue Impfstoff holte, wurde geschlagen. Nicht mehr lustig. #COVID19
    Der bloße Unwille, sich mit einem Covid-Vakzin impfen zu lassen, reicht als Beweis für die Gefährlichkeit der unbotmäßigen Aussätzigen nicht aus, nun muss man ihnen auch noch eine Neigung zur Gewalt unterstellen, einen Hass auf Impfpersonal, von dem sie doch eigentlich nur in Ruhe gelassen werden wollen. Fehlt nur noch, dass die ungeimpften Täter die Impfzentrumsmitarbeiter tödlich anstecken. Egal, 5.689 „Gefällt mir“-Angaben kann die Verfasserin nach sechs Tagen verbuchen, ein schöner Erfolg! Das habe ich tatsächlich mit über 15.000 Followern und den witzigsten Tweets der Güteklasse A noch nicht geschafft. Vielleicht sollte ich mich auch mal in den Paulanergarten begeben. Obwohl: nee, mir wär’s zu peinlich.
    Die Polizei München konnte übrigens auf Anfrage die Akte des Vandalismus und der ungezügelten Gewalt in den „Münchner Impfzentren“, wie die Twitter-Userin sie schildert, nicht bestätigen.


    https://www.achgut.com/artikel/unerh...paulanergarten
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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    AW: Linke lügen sich die Welt zurecht

    Täglich kommen neue Urbane Legenden hinzu, es sind oft sehr beschränkte Geschichten, die sich noch beschränktere Mitbürger ausdenken...
    ... für allerdings noch weit Beschränktere, die dem Glauben schenken.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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