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    Einbussen und Verschlechterungen für die Bürger

    Immer wieder wurden den Bürgern Verbesserungen versprochen, doch in Wahrheit wird ihnen seit Jahrzehnten immer tiefer ins Portemonnaie gegriffen. Vieles ist aus dem Gedächtnis gerückt, aber da wären

    Das Weihnachtsgeld
    vormals steuerfrei - inzwischen steuerpflichtig

    Als 13. Monatsgehalt, ein volles, das jeder kleine Betrieb an seine Mitarbeiter auszahlte, seit Gründung der Bundesrepublik immer steuerfrei. Von diesem Geld wurden Anschaffungen und Urlaube bestritten. Doch dann kam Kohl und mit ihm wurde die Besteuerung des Weihnachtsgeldes beschlossen, stufenweise. Mit der Folge, dass inzwischen nicht mehr alle Betriebe Weihnachtsgeld zahlen oder nicht in voller Höhe, weil dem Arbeitnehmer ja wenig bleibt, denn mit der Besteuerung geht das Weihnachtsgeld auch bei Kleinverdienern in die Progression.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Einbussen und Verschlechterungen für die Bürger

    In lockerer Folge nun zur Steuerklasse 2 (II), der Steuerklasse für Alleinerziehende, deren finanzielles Schicksal in den letzten Jahren von der SPD ausgiebig bejammert wurde. Allerdings geht die finanzielle Verschlechterung für alleinerziehende Mütter und Väter direkt auf die SPD zurück. Sie ist damit für deren Schicksal, das sie so bejammert, verantwortlich:

    Die Voraussetzungen für den Erhalt der Steuerklasse 2 haben sich im Jahre 2004 geändert, sie sind strenger geworden.
    In der Vergangenheit gab es für Alleinerziehende einen Haushaltsfreibetrag in Höhe von zuletzt 2.340 Euro. Dieser wurde in der Steuerklasse 2 gewährt. Voraussetzung war ein im Haushalt gemeldetes Kind. Mit dem 31.3.2004 endete diese Regelung, sie wurde verschärft und der Haushaltsfreibetrag durch einen fast um die Hälfte verminderten Entlastungsbetrag in Höhe von 1.308 Euro ersetzt. Seitdem können lange nicht mehr so viele Alleinerziehende die Steuerklasse 2 in Anspruch nehmen.
    Wichtig ist, dass Sie mit Ihren Kindern allein in der Wohnung oder in dem Haus gemeldet sein müssen und keine Lebenspartnerschaft führen dürfen. In diesem Falle müssten Sie in die Steuerklasse 1 wechseln.
    https://www.helpster.de/steuerklasse...duerfen_109065

    Ursprünglich wollte die SPD bis 2005 den Entlastungsfreibetrag auf Null absenken. Das führte zu folgender Anekdote. Die Schwester des verantwortlichen Bundeskanzlers Schröder (SPD) klagte:

    Diese Aktion passt nicht ins Bild einer familienfreundlichen rot-grünen Regierung. Pünktlich zum Wahlkampfbeginn klagen heute Alleinerziehende vor dem Bundesverfassungsgericht dagegen, dass sie seit Jahresbeginn mehr Steuern zahlen müssen. Peinlich ist die Klage auch für Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) - eine der Klägerinnen ist seine Halbschwester Ilse Brücke.
    Bis 2005 wird die rot-grüne Koalition den Haushaltsfreibetrag für Alleinerziehende auf null abschmelzen und damit auch die Steuerklasse 2 streichen. „Die Alleinerziehenden werden dann besteuert wie Singles“, kritisiert Peggy Liebisch, Geschäftsführerin des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter.
    Einelternfamilien mit einem moderaten Bruttojahreseinkommen von 23.000 Euro müssen schon in diesem Jahr 168 Euro mehr an Steuern zahlen. Der Einnahmeausfall steigt dann bis auf rund 850 Euro pro Jahr. Bis Jahresbeginn konnten Alleinerziehende noch einen Haushaltsfreibetrag von 5.616 Mark pro Jahr geltend machen.
    (Kleiner Schreibfehler der taz, statt Mark waren Euro gemeint)

    Die Erhöhung der Steuerlast gerade für ihre Gruppe sei ein Verstoß gegen das Prinzip der „Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit“, erklärt Anwalt Frank Wieland. Er fordert die Wiedereinführung des Haushaltsfreibetrags zusätzlich zur Kindergelderhöhung.
    https://taz.de/!1124937/
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  3. #3
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    AW: Einbussen und Verschlechterungen für die Bürger

    Ehegattensplitting soll ja auch abgeschafft werden wie ich in einem Welt online Artikel gelesen habe...

  4. #4
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    AW: Einbussen und Verschlechterungen für die Bürger

    Zitat Zitat von Turmfalke Beitrag anzeigen

    Das Weihnachtsgeld
    vormals steuerfrei - inzwischen steuerpflichtig

    Als 13. Monatsgehalt, ein volles, das jeder kleine Betrieb an seine Mitarbeiter auszahlte, seit Gründung der Bundesrepublik immer steuerfrei. ....


    Im öffentlichen Dienst mag dies so gewesen sein. Allerdings auch erst seit den 60er Jahren. In der freien Wirtschaft wurde nie pauschal, sondern von jeweiligen Tarifverträgen abhängig bezahlt. In meiner Branche galt 57% des Durchschnitts der ersten 10 Monate des Jahres. Steuerfrei war das Weihnachtsgeld bis Mitte der 70er Jahre. Dann - wer auch sonst - änderte das die SPD geführte Regierung unter Schmidt.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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