Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano in Panama!
Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Registriert seit
    25.04.2011
    Beitrge
    26.944


    Did you find this post helpful? Yes | No

    Scholz zu Steuersenkungen: Vllig aus der Zeit gefallen

    Scholz im Wortlaut:

    "Aber das ist auch wahr. Um das alles mglich zu machen, werden wir am Ende des nchsten Jahres 400 Milliarden Euro neue Schulden gemacht haben. 400 Milliarden fr den Bundeshaushalt, das ist sehr, sehr viel Geld. Wir mssen uns davor nicht frchten, denn wir haben das ja schon mal geschafft nach der letzten Krise. 10 Jahre hat es gedauert, bis wir rausgewachsen sind. Und deswegen werden es wieder etwa 10 Jahre sein, dass wir rauswachsen.
    Aber eine Gewiheit, eine Gewiheit gibt es auch: Wer jetzt wie die CDU/CSU und auch die FDP in dieser Lage vorschlgt, dass Leute wie ich oder Leute, die noch mehr verdienen als ein Bundesminister jetzt mal dringend eine Steuersenkung brauchen, dass das 30 Milliarden Euro im Jahr kosten darf, der kann nicht rechnen, der versteht nichts von Finanzen, aber der handelt auch unsolidarisch und das ist vllig aus der Zeit gefallen."

    Hier zu hren:



    Nicht aus der Zeit gefallen ist fr Scholz aber der Griff in den Geldbeutel der kleinen Leute, die, wenn sie Kinder haben, umso fester und hrter ausfllt:

    Eklatante Steuererhhungen schon fr Geringverdiener, im Modell 1 ohne Kinder:

    Um welche Summen es bei der aktuell diskutierten Einschrnkung des Ehegattensplittings geht, hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) errechnet. Bei kinderlosen Paaren muss ein Partner, der auf ein Bruttoeinkommen von 30.000 Euro im Jahr kommt, nach dem neuen Modell 361 Euro mehr Steuern zahlen, bei 60.000 Euro wren es 815 Euro. Wer Kinder hat, wird nach IW-Berechnungen etwas strker belastet.

    Mit Kindern wird die Steuerbelastung sogar hher:


    Bei 30.000 Euro sind es 390 Euro, bei 60.000 Euro liegt die zustzliche Steuerbelastung bei 1215 Euro. „Bereits in der bedeutsamen Einkommensgruppe ab 20.000 Euro je Erwachsenem“ seien die Auswirkungen mit etwa 200 Euro im Jahr bei verheirateten Paaren mit Kindern bereits sprbar, heit es in der Studie. Die Maximalbelastung liege bei kinderlosen Paaren bei 1250 Euro, bei Ehepaaren mit Kindern bei 1800 Euro.

    Und hier noch einmal nach Tabelle:



    Sieht also so aus:

    Bei einem Bruttoeinkommen unter 20.000 Euro - also eindeutig Geringverdiener:

    Mehrbelastung:

    10.001-20.000 Euro brutto kinderlos: 32,-- Euro mit Kindern: 48,-- Euro
    20.001-30.000 Euro brutto kinderlos: 167,-- Euro mit Kindern: 198,-- Euro
    30.001-40.000 Euro brutto kinderlos: 361,-- Euro mit Kindern: 390,-- Euro
    40.001-50.000 Euro brutto kinderlos: 459,-- Euro mit Kindern: 612,-- Euro
    50.001-60.000 Euro brutto kinderlos: 721,-- Euro mit Kindern: 1.002,-- Euro
    60.001-70.000 Euro brutto kinderlos: 815,-- Euro mit Kindern: 1.215,-- Euro
    70.001-80.000 Euro brutto kinderlos: 695,-- Euro mit Kindern: 1.274,-- Euro
    80.001-100.000 Euro brutto kinderlos: 743,-- Euro mit Kindern: 1.315,-- Euro

    bei mehr als 100.000 Euro: kinderlos: 1.245,-- Euro, mit Kindern 1.796,-- Euro.

    Eigentlich htte man das Splitting ja komplett abgeschafft, wenn da nicht die bereits geschlossenen Ehen wren, die in diesem Fall die Parteien nicht whlen wrden und zudem vor das Verfassungsgericht zgen. Also mchte man bereits bestehende Ehen von der Reform ausnehmen.
    Den neuen Ehen kann man aus Grnden der Verfassungsmigkeit das Splitting auch nicht ersatzlos streichen, denn


    In der Diskussion ist keine Komplettabschaffung des Ehegattensplittings. Dies wre schon verfassungsrechtlich problematisch. Schlielich sind Ehepartner einander zum Unterhalt verpflichtet. Zumindest ein Teil des Einkommens des einen Ehepartners muss deshalb innerhalb der Gtergemeinschaft Ehe wie Einkommen des anderen behandelt werden.

    Also trickst man hier mit Grundfreibetrgen, die man zuknftig nach Belieben ndern und abschmelzen kann und die sich steuerrechtlich sowieso auf Hhe der Bedarfsstze der Sozialhilfe beziehungsweise ja schon darunter bewegen:


    Als Ausweg gilt die Idee eines sogenannten Realsplittings. Dabei werden die Ehepartner im Prinzip individuell besteuert, aber der Hauptverdiener kann steuerlich einen Betrag an den Partner bertragen – der ist allerdings anders als beim Ehegattensplitting gedeckelt. Dadurch nimmt der Splittingvorteil ab, je grer die Einkommensunterschiede innerhalb der Ehe sind.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus233938182/Rot-Rot-Gruen-will-das-Realsplitting-das-kann-Sie-bis-zu-1800-Euro-jaehrlich-kosten.html

    Damit wird natrlich mehr Geld in die Staatskassen gesplt, mindestens mal von den Menschen, die ihren Lebensunterhalt erarbeiten und auch die, die ihn mit Mindestlhnen und als Geringverdiener erarbeiten mssen. Das ist die Sozialpolitik der Linken, der SPD und der Grnen.

    Siehe diesen Thread:

    https://open-speech.com/threads/8219...17#post1845417
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
    Registriert seit
    12.03.2010
    Beitrge
    15.798
    Blog-Eintrge
    1


    1 out of 1 members found this post helpful. Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Scholz zu Steuersenkungen: Vllig aus der Zeit gefallen

    10 Jahre hat es gedauert, bis wir rausgewachsen sind. Und deswegen werden es wieder etwa 10 Jahre sein, dass wir rauswachsen.
    Ist das so?
    Hat es tatschlich einen ausgeglichenen Haushalt gegeben, der sich nicht aus den Renten- und Sozialkassen bedient hat?
    Einigkeit und Recht und Freiheit fr das deutsche Vaterland

  3. #3
    Registriert seit
    25.04.2011
    Beitrge
    26.944


    2 out of 2 members found this post helpful. Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Scholz zu Steuersenkungen: Vllig aus der Zeit gefallen

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    Ist das so?
    Hat es tatschlich einen ausgeglichenen Haushalt gegeben, der sich nicht aus den Renten- und Sozialkassen bedient hat?
    Die Frage, aus was wir herausgewachsen sind. Die Steuer- und Abgabenlast wurde immer hher, manchmal auch nur mit dem Trick, die Steuertabellen nicht an die Geldentwertung und Lohnentwicklung anzupassen, weswegen bereits Kleinverdiener in die Progression geraten, dazu wurden etliche neue Abgaben erfunden.

    In diesen 10 Jahren bekamen die Straen Schlaglcher und viele Brcken mussten ganz oder fr den Schwerlastverkehr wegen Einsturzgefahr geschlossen werden, die Schwimmbder schlossen, die Schultoiletten verkamen, die Lernmittelfreiheit wurde geschleift, die Infrastruktur in den Schulen wurde vernachlssigt, Schienen wurden stillgelegt, Zge verkamen, Bahnsteige verrotteten, Renten und Lhne fielen, die Innenstdte verkamen, viele Geschfte mussten schlieen, weil die Menschen kein Geld mehr hatten, um in ihnen einzukaufen, Parks wurden nicht mehr gepflegt, Blumenbeete nicht mehr angelegt, Vergnstigungen (z.B. fr Rentner, Kinder, Behinderte, Famiien) wurden gestrichen, die Arbeitslosenhilfe eingestellt, die Sozialhilfe reformiert und gekrzt, Wohnungen aus staatlichem Bestand verkauft, nicht mehr neu gebaut, zumindest mal nicht fr die Brger, ............

    an der Stelle hre ich einmal auf, bevor ein riesiger Thread aus diesem einzigen Posting wird.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  4. #4
    Registriert seit
    13.07.2010
    Beitrge
    45.840


    1 out of 1 members found this post helpful. Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Scholz zu Steuersenkungen: Vllig aus der Zeit gefallen

    "Aus den Schulden wachsen" ist eine dieser neuen Theorien, dass eine massive Staatsverschuldung gar kein Problem darstellt. Die 400 Milliarden von denen Scholz spricht, werden erst der Anfang von einer immensen Schuldenspirale sein. Scholz tut so, als wrden nur Besserverdienende von Steuererhhungen betroffen sein. Fakt ist, dass genau dieser Personenkreis viel von der Steuer absetzen kann und sich einen Groteil dieser Steuern wieder zurckholt. Bezahlen wird die Zeche wie blich der Normalbrger.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  5. #5
    Registriert seit
    03.07.2012
    Beitrge
    9.790


    1 out of 1 members found this post helpful. Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Scholz zu Steuersenkungen: Vllig aus der Zeit gefallen

    Herr Scholz, wussten Sie schon? Anfang des 20 Jahrhunderts konnte sich die kaiserliche Familie ohne Leibwache unter die Brger mischen und niemand(!) krmmte ihnen ein Haar! Knnen Sie das auch?

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gste: 1)

hnliche Themen

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.05.2010, 21:41
  2. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.05.2010, 17:30
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.05.2010, 15:30
  4. Berlin: Keine Steuersenkungen auf absehbare Zeit - Saarlndischer Rundfunk
    Von OS-Sprnase im Forum Parteien - Wahlen - Regierung
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.05.2010, 14:40
  5. Wahlen: Schwarz-Gelb abgewhlt - NRW-Koalition vllig offen - ZEIT ONLINE
    Von OS-Sprnase im Forum Parteien - Wahlen - Regierung
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.05.2010, 03:01

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhnge hochladen: Nein
  • Beitrge bearbeiten: Nein
  •