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    Gambische Flüchtlinge, die nicht ausreisen und Entwicklungshilfe, die nichts bringt

    Ein weites Feld. Also wo fangen wir an? Vielleicht hier, damit, in Auszügen:

    Entwicklungshilfe in Gambia Hinwerfen oder weitermachen?

    Bewässerungsanlagen, Gemeindegärten - die Hilfsorganisation "Sabab Lou" will Dörfern in Gambia zu neuen Einkommensquellen verhelfen, vor allem den Frauen dort. Aber bringt die Unterstützung wirklich Fortschritte?

    Unsere Stiftung "Sabab Lou" arbeitet seit neun Jahren in Gambia, einem kleinen, nach langer Diktatur verarmten Land in Westafrika.
    Im November dieses Jahres wollten wir den Grundstein für eine solare Bewässerungsanlage im Ort Jumansar legen, doch am Vorabend wurden die Feierlichkeiten abgesagt. Denn wir hatten erfahren, dass zwei von 45 Jugendlichen aus dem Distrikt, in dem unsere Hilfsorganisation tätig ist, in Libyen erschossen worden waren.
    Libyen, das ist Schlepperroute, von daher gehörten auch sie zu denen, die die Entwicklungshilfegelder und -erträge gestohlen hatten:

    Damals erfuhren wir auch, dass einige Jugendliche das mühsam erwirtschaftete Geld aus dem Gemüsebau für die Bezahlung von Schleppern verwendet hatten. Waren wir also mitverantwortlich dafür, dass sie den "backway", den inoffiziellen Weg nach Europa, überhaupt antreten konnten?
    Es sollte noch schlimmer kommen. Die Rücklagen für den Betrieb der Anlagen - eine verpflichtende Maßnahme, die wir vor der Installation vereinbart hatten - wurden von den einheimischen Projektpartnern ausgesetzt. Sie hatten sich verschuldet.
    zwei Jahre später mussten wir ein Dorf von der Förderliste streichen. Der Pflanzgarten wurde mangels Arbeitskräften nicht mehr profitabel bewirtschaftet, sodass keine Rücklagen gebildet werden konnten.
    Eine Gruppe von Frauen aus dem Dorf Jumansar bat mich, ihren Männern mal eine Predigt zu halten, weil sie sich beharrlich weigern, den Zaun des Gartens zu reparieren.
    Ich griff ein und versuchte, die Männer von den wirtschaftlichen Nachteilen ihres Schlendrians zu überzeugen. Sie blieben bei ihrer Haltung, sich von Frauen nicht herumkommandieren zu lassen. Schließlich wurde ich laut und sagte: "Entweder ihr seid zu reich, zu dumm oder zu faul!" Ich war wütend über die ungerechte Verteilung der Arbeitslasten und die Weigerung der Männer, mit anzupacken.
    Weiter hier:

    https://www.spiegel.de/politik/ausla...a-1271777.html

    Entwicklungsgelder fließen zahlreich, sowohl von privaten Organisationen als von den Regierungen der Welt, von der EU und wenn aus der EU, überwiegend aus Deutschland und natürlich über das hinaus exklusiv aus Deutschland. Das ist ein Mehrfaches der hier angegebenen Summe, die alleine vom "Team Europa" zur Überwindung der Corona-Krise in Gambia ausgezahlt wurde:

    Heute hat die Europäische Union eine Budgethilfe in Höhe von 25 Mio. EUR für Gambias Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie ausgezahlt. Die Mittel werden im Rahmen des globalen Maßnahmenpakets „Team Europa“ zur Erholung von der Pandemie beitragen, den Übergang zur Demokratie unterstützen sowie bei mittelfristigen Entwicklungszielen helfen.
    https://ec.europa.eu/commission/pres.../de/ip_20_1937

    Nach der Liste der Nettoentwicklungshilfeempfänger bekam Gambia im Jahr 2019 (ohne zusätzliche Budgethilfen, Projektgelder und Hilfen von NGO´s oder regierungsnahen Organisationen und Stiftungen) eine Nettoentwicklungshilfe von 194 Millionen Dollar.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...wicklungshilfe

    Zusätzlich fließen Hilfen und Spendengelder von diesen Organisationen

    http://www.projectsingambia.org/vereine

    Und natürlich aus vielen kleinen Vereinen, von denen der folgende nur als Beispiel dient:

    https://gambiaverein.de/

    Und nun landen eben die, die mit Entwicklungshilfegeldern und Erträgen aus Entwicklungsprojekten (siehe der Bericht der Entwicklungshilfeorganisation zu Beginn) die Schleuser bezahlt und nicht in Libyen erschossen wurden, in Deutschland, vermutlich mit der gleichen Arbeitsmotivation, überwiegend allerdings ohne Asylgrund und werden daher ausreisepflichtig.

    Lustigerweise kann man sie nicht abschieben, weil Gambia einen Präsidenten hat, der zwar Entwicklungshilfegelder bekommt, aber keinesfalls seine Landsleute zurücknimmt und dies dadurch regelt, in dem er den Flugzeugen einfach keine Landeerlaubnis erteilt.

    Obwohl 6000 der 15.000 Gambier, die sich derzeit in Deutschland aufhalten, aufgrund eines negativen Asylbescheids seit langem ausreisepflichtig sind, werden sie nicht abgeschoben. Der Grund: Die gambische Regierung unter Präsident Adama Barrow erteilt seit 2019 keine Landeerlaubnis für Abschiebeflüge aus Deutschland oder anderen EU-Staaten.
    Abgeschobene aus Europa seien „nicht integrierbar“; sie würden dem kleinen westafrikanischen Land nur Aufruhr und Unruhe bringen, behauptet die gambische Regierung unter Präsident Adama Barrow. Bei einer Rückkehr Tausender Bürger müsse man mit mit „sozialen Unruhen“ rechnen: „Wir versuchen den Frieden, Stabilität und Demokratie in unserem Land zu konsolidieren“, erklärte laut Welt ein Regierungssprecher.
    https://journalistenwatch.com/2021/0...eimat-gambier/

    Nun könnte man natürlich die Entwicklungshilfe aussetzen, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Das käme dann auch ziemlich schnell und die Flugzeuge könnten wieder landen. Nur tut man es eben nicht.

    Und weil alle Meldungen ja ein Gesicht brauchen, hier dieses von dem Präsidenten Ghanas:

    Barrow - gläubiger Muslim, Mann von zwei Frauen, Vater von fünf Kindern - begann seine politische Karriere als Spitzenkandidat eines breiten Oppositionsbündnisses.
    Vor seiner Kandidatur war der 51-jährige Barrow Immobilienmakler. 2006 hatte er sein eigenes Maklerbüro eröffnet. Damals war er gerade aus England zurückgekehrt. Dort hatte er einige Jahre lang studiert und dem Vernehmen nach nebenbei als Wachmann sein Geld verdient.
    https://www.dw.com/de/adama-barrow-v...ten/a-37213965

    Laut eigenen Angaben lebte Barrow im Alter von 23 Jahren in Deutschland. Nach Ablehnung seines Asylantrages wurde Barrow abgeschoben
    1988 wurde Barrow nach der Ablehnung seines Asylantrages aus Deutschland abgeschoben.[26]
    Barrows Vater ist Mandinka, seine Mutter ist Fulbe, er wuchs in einem Dorf der Fulbe auf.[27] Er spricht Fulfulde; seine Frauen sind ebenfalls Fulbe. Er ist ein praktizierender sunnitischer Muslim.[28]
    https://de.wikipedia.org/wiki/Adama_Barrow

    Und nun ein paar Bilder von dem Muslim High Scool Absolventen (laut DW und Wiki) und "Unternehmer" (Wiki):





    Mit seinen Ehefrauen, auf dem Foto noch nicht ganz so dick:

    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Gambische Flüchtlinge, die nicht ausreisen und Entwicklungshilfe, die nichts bringt

    Ich fürchte, dass es so laufen muss, wie ein Entwicklungshelfer meinte: "Zwecklos, Geld oder Sachen zu spenden. Baut eine Mauer drumrum, lasst niemanden rein oder raus und dann der Natur ihren Lauf."

  3. #3
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    AW: Gambische Flüchtlinge, die nicht ausreisen und Entwicklungshilfe, die nichts bringt

    Damals erfuhren wir auch, dass einige Jugendliche das mühsam erwirtschaftete Geld aus dem Gemüsebau für die Bezahlung von Schleppern verwendet hatten. Waren wir also mitverantwortlich dafür, dass sie den "backway", den inoffiziellen Weg nach Europa, überhaupt antreten konnten?

    Ein hinlänglich bekanntes Phänomen. Es gehen nicht die Ärmsten, sondern die die es sich leisten können. Eigentlich paradox, die besseren Lebensverhältnisse werden dazu genutzt auszuwandern.

    Es gibt schon lange die klare Erkenntnis, dass die seit 1960 bestehende Entwicklungshilfe in Afrika absolut nichts bringt und nur dazu dient, die Potentaten reich zu machen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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