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    Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Zwei Reichenhaller Afghanen sind aus Kabul zurück - Für die Familie reicht die Zeit nicht
    Wieder in Sicherheit, aber in großer Sorge um ihre Verwandten sind zwei Afghanen, die seit mehreren Jahren in Bad Reichenhall leben.

    Der junge Mann und seine Tante, Mutter von fünf kleinen Kindern, waren Ende Juli in die alte Heimat geflogen. Sie wollten ihre Familie noch einmal sehen, ehe die Taliban die Macht übernehmen. Doch das geschah schneller als gedacht. Die beiden saßen tagelang in Kabul fest und versuchten zunächst vergeblich, zum Flughafen zu gelangen. Am Dienstagabend sind sie wieder im Berchtesgadener Land angekommen. Ein dritter Reichenhaller Afghane hofft dagegen noch immer, einen der letzten Evakuierungsflüge zu erreichen.

    Die Zeit läuft dem jungen Mann davon. ...
    Der Rest verbirgt sich hinter einer Bezahlschranke:
    https://www.pnp.de/lokales/berchtesg...t-4083909.html

    Nächster Fall:


    KSK-Helden retten Münchner Familie aus Taliban-Hölle








    Schwer bewaffnete Taliban-Terroristen. Schüsse, Tote und Verletzte. Menschenmassen, die verzweifelt zum Flughafen von Kabul drängen. Und mittendrin: eine verängstigte Familie aus München!



    Nach einer Woche des Bangens und Hoffens wurden die Abiturientin Samira* (19), ihr 12-jähriger Bruder und ihre Mutter aus der Taliban-Hölle befreit – in einer spektakulären Operation durch deutsche Spezialkräfte!



    BILD erfuhr aus Sicherheitskreisen: Die Elite-Krieger des Kommandos Spezialkräfte (KSK) verließen in der Nacht zum Sonntag das Gelände des Flughafens von Kabul. Der Deckname der Geheim-Operation: „Blue Light“ – „Blaues Licht“. Zu Fuß arbeiteten sie sich vor. Nach rund einer Stunde dann die erlösende Kontaktaufnahme mit Samira und ihrer Familie. Sicher konnten die Bundeswehr-Soldaten die Münchner anschließend zum Flughafen bringen.


    Hintergrund: Samira hatte in diesem Sommer ihr Abitur in München abgelegt, wollte nun ein letztes Mal vor dem Taliban-Vormarsch die Großmutter in der afghanischen Hauptstadt besuchen. Dort wurden sie, ihr ebenfalls in München geborener kleiner Bruder und die Mutter dann vom Fall Kabuls überrascht.


    In den vergangenen Tagen hatte die Familie mehrfach versucht, sich selbst zum Flughafen Kabul durchzuschlagen. Ohne Erfolg. Taliban hatten die Familie gestoppt!


    In einem Interview berichtete Samira: „Drei der Männer haben in die Luft gefeuert, als Warnung. Nur ein oder zwei Schüsse. Einer der Taliban kam dann auf uns zu, mit dem Gewehr in der Hand. Er hat mit der Waffe herumgefuchtelt und uns auf Paschtu angewiesen umzudrehen. Sonst würde er schießen. Als wir uns schon umgedreht hatten, haben die Taliban erneut so richtig angefangen, in die Luft zu schießen. Die Leute sind in Panik verfallen, es war schrecklich. Mir kommen die Tränen, wenn ich davon erzähle. Es ist das Schlimmste, was mir je passiert ist.“


    Nun die erlösende Rettung!



    Am Sonntag wurde die Familie durch die Luftwaffe ins sichere Taschkent (Usbekistan) ausgeflogen.
    Am Montagmorgen hatten Unbekannte das Feuer auf afghanische Sicherheitskräfte am Flughafen Kabul eröffnet. Die Bundeswehr und US-Truppen erwidern das Feuer. Ein Afghane wurde getötet, drei weitere verletzt.
    * Alle Namen aus Sicherheitsgründen verändert

    https://www.bild.de/politik/ausland/...=1629712489605

    Nächster Fall:

    Diesmal mit deutschen Pass und die Mutter mit deutscher Aufenthaltsgenehmigung, über Asyl nach Deutschland gekommen und auf Heimaturlaub in Afghanistan:

    Deutsche Familie knapp gerettet


    Die Bundesregierung habe bei der Evakuierung einer deutsch-afghanischen Familie Zeit verschenkt und sie damit gefährdet, so der Vorwurf der Grünen-Politikerin Schäfer gegenüber Report Mainz und dem "Spiegel".

    Eine dramatische Sprachnachricht vergangenen Mittwoch hat Jamila Schäfer alarmiert. Der Hilferuf einer 19-jährigen deutschen Staatsbürgerin aus Kabul lässt sie nicht mehr zur Ruhe kommen. Die Politikerin ist Mitglied im Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen und Bundestagskandidatin. Über einen Messenger-Dienst erhält sie die Sprachaufnahme, in der hinter der verzweifelten Stimme einer jungen Frau auch Schüsse zu hören sind: "Wir sind gerade hier vor dem Nordgate. Sie lassen keinen durch. Die Amerikaner sagen uns, dass nur Amerikaner heute durchgelassen werden. Kannst Du bitte nachfragen und nachschauen, warum wir nicht durchgelassen werden und nachfragen, warum das so ist?"

    Die 19-jährige Deutsche, ihr Bruder und ihre Mutter leben eigentlich in München und sind auf Verwandtenbesuch in Afghanistan. Beide Kinder besitzen den deutschen Pass. Die Mutter hat eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung. Die drei setzen große Hoffnung in die Politikerin und ihre Beziehungen ins Auswärtige Amt. Der Kontakt kam über einen gemeinsamen Bekannten zustande. Aus Sicherheitsgründen nennen wir keine Namen und zeigen keine Bilder der betroffenen Familie.

    Familie vor 19 Jahren vor den Taliban geflüchtet

    Das Evakuierungsdrama der Familie begann am 13. August, zwei Tage vor der Machtübernahme durch die Taliban. Die Tochter kontaktiert einen Vertreter des Auswärtigen Amtes und bittet um die Evakuierung ihrer Familie. Das Telefongespräch protokolliert sie in einer E-Mail und weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass ihre Familie vor mehr als 19 Jahren vor der Verfolgung durch die Taliban geflüchtet sei. Dieses Schreiben liegt Report Mainz und dem "Spiegel" vor. Darin heißt es:

    Am Telefon sagte ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes, dass nur mein minderjähriger Bruder und ich, nicht unsere Mutter ausgeflogen werden können. Unsere Mutter müsse in Kabul bleiben, weil sie keine deutsche Staatsangehörigkeit besitze. Das können wir nicht akzeptieren. Unsere Mutter lebt seit 20 Jahren mit uns in Deutschland. Sie hat einen Aufenthaltstitel. Mein Bruder und ich wollen unsere Mutter nicht zurücklassen. Wir bitten Sie, uns hier dringend herauszubringen.

    Seit der Kontakt zwischen der 19-Jährigen und Jamila Schäfer besteht, habe die Politikerin täglich mehrfach beim Auswärtigen Amt angerufen und zahlreiche E-Mails geschrieben, erzählt sie im Interview mit Report Mainz: "Ich konnte am Ende auch erreichen, dass alle drei auf der Evakuierungsliste stehen. Das heißt, dass auch die Mutter mit evakuiert werden kann." Das bringe der Familie jedoch gerade überhaupt nichts, weil sie überhaupt keine Möglichkeit habe, sicher zum Flughafen und vor allem zum Flugzeug zu gelangen. "Und das einfach, weil so viel Zeit im Vorfeld verschenkt worden ist." Eindeutig habe die Bundesregierung die Familie gefährdet und viel Zeit bei der Evakuierung verschenkt.

    Vorwürfe gegen Außenminister Maas

    Immer wieder versucht die Familie in diesen Tagen, auf den militärischen Teil des Flughafens zu kommen, um einen der Evakuierungsflüge zu erreichen. So sei es auch am vergangenen Dienstag, dem 17. August, gewesen: Wieder einmal habe die Familie keinen Zutritt zum Flughafengelände erhalten - entgegen den Aussagen von Außenministe Heiko Maas am selben Abend im ZDF-"heute journal". Dort sagte Maas: "Wir haben heute den Leuten, denen wir eine Information gegeben haben, Zutritt zum Flughafen verschafft. Es sind 180 Leute da, von denen haben wir in der zweiten Maschine eben 139 ausgeflogen."

    Noch am selben Abend twittert Jamila Schäfer, dass sie von der 19-jährigen Tochter gebeten worden sei, diesen Tweet an den Außenminister zu schicken: "Herr Maas, bitte hören Sie doch auf zu sagen, dass alle, die heute benachrichtigt wurden, auch evakuiert wurden. Denn ich bin es nicht".

    Deshalb kritisiert die Grünen-Politikerin Bundesaußenminister Maas im Interview mit Report Mainz massiv: Die Familie wurde informiert. Es wurde gesagt, sie sollen zum Gate kommen, mit den Pässen winken, und dann werden sie reingelassen. Die Familie hat viermal versucht, sich Zugang zum Flughafen zu verschaffen und ist immer in eine komplett unübersichtliche, sehr gefährliche Situation gekommen."

    Die Grünen-Politikerin erhebt schwere Vorwürfe gegen Maas: "Also entweder hat unser Außenminister keine Ahnung, was dort vor Ort in Kabul passiert und wusste es schlichtweg nicht. Oder er hat vorsätzlich die Unwahrheit gesagt. Und beides finde ich für einen deutschen Außenminister nicht akzeptabel."
    Auswärtiges Amt nimmt Stellung

    Mit den Vorwürfen konfrontiert antwortet das Auswärtige Amt auf die Anfrage von Report Mainz und dem "Spiegel":

    Uns ist bekannt, dass es Personen nicht oder nur nach wiederholten Anläufen gelingt, auf das Flughafengelände in Kabul zu gelangen. Unsere Möglichkeiten, den Zugang zum Flughafen zu gewährleisten, sind aufgrund der chaotischen Lage im Bereich des Gates derzeit begrenzt. US- und afghanische Kräfte versuchen, die Sicherheit im Flughafenvorfeld zu gewährleisten. (…) Im Rahmen der laufenden Evakuierungsbemühungen ist es das oberste Ziel, so vielen deutschen Staatsangehörigen wie möglich, Angehörigen der 'Kernfamilie' (hierzu gehören Ehepartner*innen und minderjährige, unverheiratete Kinder) deutscher Staatsangehöriger sowie anderen Schutzbedürftigen die Ausreise zu ermöglichen. Dies gilt trotz und gerade angesichts der äußerst angespannten Sicherheitslage vor Ort. Diejenigen deutschen Staatsangehörigen, die sich bei der Krisenvorsorgeliste der deutschen Botschaft registriert haben, werden über aktuellen Entwicklungen und die Sicherheitslage sowie Möglichkeiten der Evakuierung informiert.

    Der achte Versuch gelingt

    Am Wochenende dann endlich der Wendepunkt: Nach sieben gescheiterten Versuchen, ins Flughafengebäude zu kommen, konnte die Familie am Samstag endlich erfolgreich evakuiert werden - auch dank der Beteiligung des Kommando Spezialkräfte (KSK). Nach "Spiegel"-Informationen waren bei der Aktion, vom KSK intern mit dem Operationsnamen "Blue Light" benannt, neun KSK-Elitesoldaten beteiligt. Es war das erste Mal, dass die Kommandoeinheit auch außerhalb des Flughafens aktiv wurde.

    Die Rettungsaktion war seit dem frühen Samstagmorgen geplant worden. Da die Münchner Familie schon mehrmals versucht hatte, auf eigene Faust durch ein Gate in den Flughafen zu kommen, entschied sich das KSK zur Rettungsaktion. Per Telefon vereinbarte man, dass sich die Familie zwischen 21 und 23 Uhr dem sogenannten Abbey Gate nähern sollte, dort wollte sie das KSK dann im Schutz der Dunkelheit abholen.

    Nach Angaben der 19-jährigen Abiturientin kam der Anruf des KSK, als die Familie bereits kurz vor einem der Tore des Flughafens stand. Allerdings sei nach ein paar Sekunden ihr Handy ausgegangen. "Deswegen haben wir uns vor dem Gate alleine durchgekämpft." Schließlich habe die Familie einen deutschen Soldaten gefunden, der ihre Pässe kontrollierte und sie in das Innere des Flughafens ließ. Am Sonntagabend ist die Familie wieder in Deutschland angekommen.

    Mit redaktioneller Mitarbeit von Annkathrin Weis. Die Stellungnahme des Auswärtigem Amts wurde ergänzt.

    https://www.tagesschau.de/investigat...stan-1041.html

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    Nächster Fall: Diesmal nach Afghanistan, um eine Braut zu suchen, der andere, um Urlaub zu machen:

    Aus Afghanistan gerettet "Glücklich und dankbar, dass wir da endlich raus sind"

    Weil die Behörden seine Verlobte nicht ausreisen lassen wollten, harrte auch Asib Malekzada aus Kassel in Afghanistan aus. Nun sind beide sicher in Frankfurt gelandet. Doch die Erlebnisse am Flughafen Kabul werden sie noch lange verfolgen.

    Das Ziel, das für Asib Malekzada vor zwei Tagen noch so fern schien, ist nun erreicht: Gemeinsam mit seiner Verlobten konnte er Afghanistan verlassen und landete am Donnerstagmorgen in einem von zwei Evakuierungsfliegern mit insgesamt rund 500 Geretteten sicher in Frankfurt.

    "Wir sind sehr froh und glücklich und dankbar, dass wir da endlich raus sind", beschreibt der 33-Jährige aus Kassel seine Erleichterung. Sehr müde und erschöpft seien sie beide, und mitgenommen von der Situation, die sie in den vergangenen Tagen erleben mussten.

    Seit Stunden im Transitbereich

    Doch zurück nach Kassel konnte das Paar nicht sofort: Seit mehr als zwölf Stunden harrten Malekzada und die anderen Geretteten am Donnerstagabend im Transitbereich des Frankfurter Flughafens aus.

    Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) habe es eine IT-Panne gegeben, die die Aufnahme und Registrierung der Geflüchteten verzögert habe, berichtet Malekzada. Das sei sehr kräftezehrend für die Geretteten. "Es sind viele kleine Kinder hier, die auch endlich mal ausschlafen wollen."

    "Die ehemaligen Ortskräfte werden als Flüchtlinge wahrscheinlich auf Erstaufnahmeeinrichtungen aufgeteilt". Malekzada unterstütze die Behörden in diesem Prozess mit Übersetzungen, erzählt er - alle seien sehr engagiert.

    Wie lange sich die Einreise am Flughafen noch hinzieht, konnte Malekzada am Donnerstagabend nicht einschätzen. "Wir wollen endlich nach Hause", sagt er. "Aber nach dem, was wir die letzten Tage durchgemacht haben, ist das ein Luxus dagegen. Wir sind sehr glücklich, hier in Deutschland zu sein."

    Schreckliche Bilder am Flughafen Kabul

    "Die Lage ist leider weiterhin mehr als katastrophal", berichtet Malekzada von seinen Erlebnissen in Afghanistan. Vor allem die Bilder, die sie am Tag zuvor am Flughafen in Kabul gesehen hätten, seien schrecklich gewesen: "Sie müssen sich vorstellen, vor dem Gate da stehen oder drängeln sich tausende und noch mehr Menschen und alle versuchen, durch das Tor zu kommen."

    Von toten Menschen und kollabierten Kindern erzählt er. "Wir mussten über diese toten Menschen laufen, um einfach unser eigenes Leben zu retten." Diese Bilder, fürchtet der 33-Jährige, würden ihn und seine Verlobte noch über Jahre verfolgen.
    Geretteter: Sicherheitskräfte haben geschossen

    Von chaotischen Verhältnissen am Flughafen in Kabul berichten auch andere Gerettete am Morgen. "Man muss beispielsweise auch durch eine Barriere der Taliban durchgehen", sagt Mahmud Sadjadi. Afghanische Sicherheitskräfte hätten geschossen. Er habe mitbekommen, wie Menschen gestorben seien. Ohne Pass sei kein Durchkommen zum Flughafen möglich gewesen. "Es ist schrecklich", fasst Sadjadi die Zustände in Kabul zusammen. "Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Nur Chaos."

    Am Flughafen in Frankfurt wird Sadjadi, ein Deutscher mit afghanischen Wurzeln, von seinen Kindern in Empfang genommen. Er und das junge Paar zählen zu den insgesamt 500 geretteten Menschen, die am Donnerstagmorgen in Frankfurt gelandet sind. Zunächst wurden sie von der Bundeswehr aus Kabul in die usbekische Hauptstadt Taschkent geflogen, anschließend ging es mit zwei gecharterten Fliegern der Lufthansa und von Uzbekistan Airways weiter nach Deutschland. Weitere Flüge sollten am Donnerstag noch folgen.
    Dank, aber auch Kritik an Organisation und Hürden

    Mahmud Sadjadi dankte der Bundesregierung für die Rettung, beklagte aber auch die mangelhafte Organisation. "Es gab keine Informationen, wo wir uns sammeln müssen, wann wir uns sammeln müssen." Man sei allein gelassen worden, auf seine Mails habe er keine Antwort bekommen. Andere Länder hätten ihre Leute mit Bussen eingesammelt und zum Flughafen gebracht.

    Über fehlende Unterstützung und bürokratische Hürden hatte auch Malekzada am Dienstag in der hessenschau berichtet. Seit 20 Jahren lebt er in Deutschland und wollte vor zwei Wochen eigentlichen nur seine Verlobte in Kabul abholen. Während er hätte ausreisen dürfen, verweigerten die Behörden seiner Verlobten diese Möglichkeit: Nur unmittelbare Familienangehörige dürften mit dem deutschen Evakuierungsflug ausreisen, so die Begründung.

    https://www.hessenschau.de/gesellsch...ttete-100.html

    - - - Aktualisiert oder hinzugefügt- - - -

    Nächster Fall:
    Der Artikel der WAZ beginnt mit einem Handyfoto der Asylbewerber auf Heimaturlaub:

    Familie aus Duisburg sendet verzweifelten Hilferuf aus Kabul:



    „Wir haben keine Chance“: Eine Duisburger Familie hofft in Afghanistan auf ihre Rettung. Die Mutter ist verletzt, ein Sohn sitzt im Rollstuhl.

    „Wir können nicht zum Flughafen Kabul. Wir haben keine Chance“, sagt Sahar Ahmadi*. Die 18-Jährige, ihre zwei Brüder (23 und 21 Jahre alt) und ihre Mutter leben eigentlich in Duisburg. Die Vier sind deutsche Staatsbürger, die Kinder in Duisburg geboren. Anfang der Sommerferien ist die Familie auf Verwandtenbesuch nach Kandahar in Afghanistan geflogen – und wurde vom Vormarsch der radikal-islamischen Taliban überrascht.

    „Ich habe die Sorge, dass wir keinen Ausweg finden“, sagt die junge Frau verzweifelt, die sich derzeit mit ihren Geschwistern und der Mutter bei Bekannten in der Nähe des Flughafens Kabul aufhält. Die große Schwierigkeit im gefährlichen Chaos vor den Eingängen des Flughafens: Ihr 23 Jahre alter Bruder ist schwerstbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen. „Er hat eine Muskelerkrankung“, schildert sie. Nach wenigen Schritten lassen die Kräfte nach.

    Drei vergebliche Versuche, den Flughafen Kabul zu erreichen

    Schon drei Mal versuchte die Familie vergeblich, den militärischen Teil des Flughafens Kabul zu erreichen. Die Lage sei chaotisch. Tausende, erzählt sie, geben die Hoffnung auf einen Evakuierungsflug nicht auf. „Überall sind Menschen. Es gibt viele Staus. Es ist schwierig, durch das Gedränge zu kommen“, schildert die Duisburgerin am Telefon. Die Eindrücke der vergangenen Tage haben hörbar Spuren hinterlassen. „Es gibt keinen Tag ohne Schüsse.“

    Bei einem der erfolglosen Versuche, das rettende Nordgate am Flughafen zu erreichen, wurde ihre Mutter am Kopf verletzt. Sie sei von einem Splitter einer Tränengasgranate getroffen worden. Sie habe stark geblutet, ein Soldat habe daraufhin einen Verband gewickelt. „Wenn sie aufsteht, wird ihr schwindelig. Sie war auch bewusstlos“, berichtet die Tochter. Eine laut Einschätzung der Ärzte dringend notwendige stationäre Behandlung im Krankenhaus soll sie abgelehnt haben – denn sie wolle ihre drei Kinder in dieser erdrückenden Situation nicht zurücklassen.

    Familie aus Duisburg steht auf der Krisenvorsorgeliste

    Seit dem 16. August steht die Familie auf der Krisenvorsorgeliste (Elefand) des Auswärtigen Amtes und ist somit für eine Evakuierung gemeldet. Regelmäßig erhielten die Duisburger per E-Mail Informationen der Botschaft in Kabul, zuletzt am Dienstag. Die Behörden weisen darauf hin, dass die Lage am Flughafen Kabul weiterhin äußert unübersichtlich sei. „Es kommt noch immer sehr häufig zu gefährlichen Situationen und bewaffneten Auseinandersetzungen an den Gates“, teilt die Deutsche Botschaft Kabul mit.

    Aufgrund der Lage und in Sorge um die Sicherheit der deutschen Staatsbürger wird vonseiten der Botschaft „dringend von einer individuellen Fahrt zum Flughafen abgeraten“. Deutschland plane weiterhin Evakuierungsflüge mit der Bundeswehr und „zudem mit anderen befreundeten Staaten Flüge von Kabul ins Ausland“, so die Auskunft der Botschaft am Dienstag.

    Deutsche Botschaft Kabul: „Schritte müssen kurzfristig geplant und umgesetzt werden“

    Weitere konkrete Maßnahmen zur Ermöglichung der Ausreise würden fortwährend geprüft, heißt es in der Information an Betroffene. „Da die Lage in Kabul weiterhin sehr dynamisch ist, müssen diese Schritte sehr kurzfristig geplant und umgesetzt werden.“ Doch für die gehandicapte Duisburger Familie drängt die Zeit, weil alle ausländischen Truppen das Land bis kommenden Dienstag (31. August) eigentlich verlassen haben sollen.

    Die Bundesregierung plant ein Ende ihrer militärischen Rettungsflüge offenbar sogar noch vor dem Wochenende. Der letzte Flug der Luftbrücke für deutsche Staatsbürger und gefährdete Ortskräfte könnte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) demnach bereits am Freitag organisiert werden. Die Regierung reagiert damit auf das Festhalten der USA am Abzugsdatum 31. August.

    Bis auf die Warnhinweise des Auswärtigen Amtes per E-Mail fehle der Familie konkrete Hilfe. Sie wartet auf ein Zeichen, auf den ersehnten Anruf, doch das Telefon bleibt stumm. „Niemand hilft“, sagt die 18-Jährige. „Kann uns niemand abholen? Anders kommen wir nicht zum Flughafen.“

    * Sahar Ahmadi heißt eigentlich anders. Sicherheitsgründe veranlassen die Redaktion, ihren Namen und die Namen der Angehörigen nicht zu nennen.
    >> SOLDATEN HABEN FAMILIE AUS MÜNCHEN ZUM FLUGHAFEN KABUL ESKORTIERT

    Unterstützung erhält die Familie von einer Freundin aus Duisburg. „Sie haben das Gefühl, im Stich gelassen zu werden“, schildert die Freundin, die sich in ihrer Verzweiflung an die Redaktion und auch an die Stadt Duisburg gewandt hat.
    Eine Anfrage der Redaktion an das Auswärtige Amt, wie deutsche Staatsangehörige bis zum 31. August aus Afghanistan evakuiert werden sollen, die aufgrund physischer Einschränkungen nicht die Möglichkeit haben, zum Flughafen zu gelangen, blieb unbeantwortet.
    Aus dem Auswärtigen Amt war zu hören, dass die Bundesregierung das Ziel verfolge, bei der Evakuierung noch möglichst viele Personen aus Afghanistan herauszuholen. Im Fokus stehen dabei unter anderem deutsche Staatsangehörige. Der Fall der Duisburger Familie sei dem Ministerium bekannt. Derzeit werde von einer niedrigen dreistelligen Zahl von deutschen Staatsangehörigen ausgegangen, die sich noch in Afghanistan aufhalten.
    Laut dpa-Informationen von Mittwochmorgen hat die Bundeswehr insgesamt inzwischen auf gut 30 Flügen mehr als 4650 Bundesbürger, Afghanen und Bürger anderer Staaten aus Kabul evakuiert. Darunter seien Menschen aus mehr als 40 Ländern, teilte das Verteidigungsministerium mit.
    Vom Ministerium bestätigt sind auch Berichte, wonach Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) eine deutsche Familie aus Kabul zum Flughafen brachten. Eine 19-jährige Münchnerin, ihr kleiner Bruder und ihre Mutter hatten zuvor mehrfach versucht, selbst zum Flughafen zu gelangen, wurden aber von den Taliban gestoppt. Nach der Eskorte zum Flughafen sei die Familie am Wochenende ausgeflogen worden.

    https://www.waz.de/staedte/duisburg/...233140165.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Das müßte einen ja freuen.
    (Wenn da nur nicht der Konjunktiv wäre!)
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  3. #3
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    AW: Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Wer sich selbst in Gefahr bringt.....Mit ihrer Reise nach Afghanistan haben diese Leute bewiesen, dass ihr Asylbegehren auf Betrug basiert und sie nie dort verfolgt wurden. Möge Allah diese ganzen Lügner und Betrüger strafen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Nächster Fall:




    Der Lehramtsstudent Isa Ataie aus Essen ist mit seiner Familie zurück in Deutschland. Nach der Eroberung Afghanistans durch die Taliban versuchte er über eine Woche lang zum Kabuler Flughafen zu gelangen, um ausgeflogen zu werden. Wie die "WAZ" berichtet, sei die Familie am Mittwochmorgen in Frankfurt gelandet.

    Bereits am Dienstagmorgen postete der Essener CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer, dass es die Familie zum Flughafen Kabul geschafft habe. Auch eine weitere Essener Familie mit zwei Kleinkindern sei demnach gerettet worden. "Ich bin sehr froh, dass deren Rettung aus Afghanistan gelungen ist", so der Politiker.
    Mehrere Fahrten zum Flughafen scheiterten

    Der 25-jährige Student und deutsche Staatsangehörige Ataie meldete sich im Verlauf des Dienstags in seiner Instagram-Story mit einem Foto vom Flughafen Taschkent in Usbekistan. "Auch wenn wir heute Kabul verlassen haben, wird diese Stadt und dieses Land mich nie verlassen. Bitte betet für unser Land", schreibt er.

    Zuvor hielt sich Ataie mit seinen Eltern, zwei Schwestern und einem Schwager bei Verwandten in Kabul auf – eine schwierige Situation. Denn die Familie versuchte über den militärischen Teil des Kabuler Flughafens auszureisen. "Wir wurden stattdessen wieder beschossen und mit Tränengas angegriffen vom US-amerikanischen Militär", behauptete Ataie in der vergangenen Woche.

    Noch mehr als 200 Deutsche in Kabul

    Nun ist die Familie gerettet – zuvor scheiterte sie allerdings dabei, zu einem Treffpunkt zu gelangen. Das schreibt die "WAZ" unter Berufung auf Isa Ataies Schwester. Viele Teile der Stadt werden von den Taliban-Kämpfern kontrolliert.

    Wegen der Machtübernahme der radikal-islamistischen Taliban in Afghanistan versuchen immer noch viele Menschen, das Land zu verlassen. Besonders in der Hauptstadt Kabul herrschen chaotische Zustände rund um den Flughafen.

    Laut Auswärtigem Amt befinden sich derzeit noch mehr als 200 Deutsche in der afghanischen Hauptstadt. Insgesamt 540 deutsche Staatsangehörige seien bereits ausgeflogen worden. Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass sich in Kabul insgesamt noch eine "hohe vierstellige oder niedrige fünfstellige Zahl" schutzbedürftiger Menschen befindet, die grundsätzlich für eine Evakuierung infrage kämen.

    Zuvor hielt sich Ataie mit seinen Eltern, zwei Schwestern und einem Schwager bei Verwandten in Kabul auf – eine schwierige Situation. Denn die Familie versuchte über den militärischen Teil des Kabuler Flughafens auszureisen. "Wir wurden stattdessen wieder beschossen und mit Tränengas angegriffen vom US-amerikanischen Militär", behauptete Ataie in der vergangenen Woche.
    Noch mehr als 200 Deutsche in Kabul

    Nun ist die Familie gerettet – zuvor scheiterte sie allerdings dabei, zu einem Treffpunkt zu gelangen. Das schreibt die "WAZ" unter Berufung auf Isa Ataies Schwester. Viele Teile der Stadt werden von den Taliban-Kämpfern kontrolliert.

    Wegen der Machtübernahme der radikal-islamistischen Taliban in Afghanistan versuchen immer noch viele Menschen, das Land zu verlassen. Besonders in der Hauptstadt Kabul herrschen chaotische Zustände rund um den Flughafen.

    https://www.t-online.de/region/essen...-gerettet.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  5. #5
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    AW: Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Ich bin im Land wo ich herkomme so verfolgt, bedroht daß ich Asyl beantrage und bekomme.

    Dann werde ich dieses Land freiwillig doch nicht aufsuchen und dort URLAUB machen wo ich doch bei Einreise um mein Leben fürchten muß.

    Ich hätte diese neuen Deutschen nicht aus ihrem Urlaub "heimgeholt" - wer Urlaub machen kann wo sein Leben angeblich so bedroht wird, der kann auch dort bleiben.

    Bin ich in meinem Heimatland so bedroht daß ich Asyl bekomme, dann mach ich dort keinen Urlaub sondern halte mich davon fern - außer das mit dem bedroht war eine Lüge um Asyl abzugreifen - na klar, dann kann ich dort Urlaub machen.

    Ein Fehler m.E. von der Regierung die Leute ausreisen zu lassen in ihr Heimatland - Paßvermerk würde reichen daß die Leute dort gar nicht mehr ausreisen dürfen. Wenn sie dann nur ins Nachbarland kommen und dann im Paß Stempel haben daß sie in Afghanistan eingereist sind, würde ich sie nicht mehr ins Land lassen sondern umgehend zurückschicken.

    Wenn man wollen würde, könnte man sowas verhindern - aber offensichtlich ists ja nicht gewünscht...

  6. #6
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    AW: Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Die nächsten Kandidaten, sogar mit einem Video vom WDR, in dem die geretteten Afghanen sprechen:


    Familie Waziri kann aus Kabul entkommen

    Lokalzeit Münsterland. 24.08.2021. 02:36 Min.. Verfügbar bis 24.08.2022. WDR. Von Alina Freimann.

    Familie Waziri lebt seit 4 Jahren in Deutschland und war in Afghanistan, um die Familie zu besuchen. Nach bangen Tagen gelingt es Mutter, Tochter, Sohn und Schweigertochter, aus Kabul zu fliehen. Seit gestern Abend sind sie zurück.



    https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalz...ommen-100.html

    (Das Video ist dem Link zu entnehmen)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
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  7. #7
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    AW: Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Schweigertochter
    Eine afghanische Besonderheit? Weil die Mädchen den Mund zu halten haben?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  8. #8
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    AW: Afghanische Asylbewerber aus Heimaturlaub in Afghanistan gerettet

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Eine afghanische Besonderheit? Weil die Mädchen den Mund zu halten haben?
    Ach, da ist den Journalisten vom WDR nur ein kleiner Fehler unterlaufen...
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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