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  1. #51
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    „Es kann doch nicht sein, dass es in einem so reichen Land wie Deutschland nicht genügend Bautrockner für die Menschen im Ahrtal, keine Nägel, keine Werkzeuge gibt. Meiner Schätzung nach fehlen mindestens 10 000 Bautrockner, um die Häuser noch bis zum Frost einigermaßen schützen zu können. Es droht, dass auch die leicht beschädigten Gebäude unbewohnbar werden!
    Gewollt, geplant?

    „Sie besuchte bis zur Flut die Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Heute muss sie bis nach Mayen fahren: Statt zwölf Kilometer nun 40 Kilometer pro Strecke.” Einen Schulbus stellt die Behörde nicht. „Das bedeutet pro Strecke bis zu zwei Stunden Fahrt mit dem ÖPNV
    So behandelt man Dreck, keine Schüler.

    Rosa Chtioui.. hat bisher schon 25 Tonnen Hilfsgüter (u. a. Schulranzen, Rollatoren) organisiert und ein Versorgungszelt mit Lebensmitteln und Kleidung in Altenburg aufgebaut. Was die Helferin wütend macht: „Wir werden überall von den Verantwortlichen ausgebremst, auch vom DRK. Ich sollte sogar Platzverbot erteilt bekommen, weil ich bis spätnachts Spenden entladen hatte.“
    So behandelt man Dreck, keine Menschen.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #52
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Nachdem sich die Politiker quer durch alle Parteien als unfähige Deppen erwiesen haben, sollte man meinen, dass sie demütig ihr Haupt senken würden. Leute von Anstand und Moral würden das zumindest tun. Aber nicht unsere Politbande. Sie schämen sich nicht auch jetzt noch ihrer Selbstbeweihräucherung zu frönen.....


    „Das System des Bevölkerungsschutzes ... hat sich grundsätzlich als trag- und leistungsfähig erwiesen“

    Es ist die erste große Flutbilanz der Regierung – und offenbar sind Bund und Länder trotz Versagen und katastrophaler Pannen mit ihrer Arbeit sehr zufrieden!

    Vor allem ein Satz in dem 20-seitigen Papier (liegt BILD vor) von Innen- und Finanzministerium macht sprachlos.

    Auf Seite 10 heißt es: „Das System des Bevölkerungsschutzes mit der klaren kommunalen Verantwortung und der aufwachsenden Unterstützung durch Landkreise, Länder und den Bund hat sich in dieser lang.anhaltenden Hochwasserlage grundsätzlich als trag- und leistungsfähig erwiesen, wird aber gleichwohl im Rahmen eines Evaluierungsprozesses betrachtet werden.“
    Trag- und leistungsfähig – wie bitte?
    Die Bilanz zur Jahrhundert-Flut liest sich teils wie der blanke Horror:

    ► 183 Tote!

    ► Gesamt-Schaden von mehr als 30 Milliarden Euro! Davon entfallen 14 Milliarden Euro auf Privathaushalte.

    ► Allein in Rheinland-Pfalz sind 65 000 Personen von der Flut betroffen.

    ► Im Kreis Ahrweiler sind von 75 Brücken 62 beschädigt oder komplett zerstört!

    Völlig unverständlich ist auch, dass die meisten Hilfskräfte (Bundeswehr, Bundespolizei etc.) schon wieder abgezogen sind. Lediglich knapp 1000 THW-Kräfte sind laut Bilanz noch im Einsatz.
    Dabei klagen die Flutopfer u. a. über nächtliche Plünderungen. Und Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) hatte bei ihrem letzten Besuch im Flutgebiet Anfang September versprochen: „Wir werden Sie nicht vergessen.“

    Entsprechend empört sind Politiker über den selbstzufriedenen Tonfall der Bilanz. CSU-Innenexperte Michael Kuffer (49) zu BILD: „Die Familien von 183 Todesopfern und 800 Verletzten müssen das als puren Hohn empfinden!“

    Das ist die Bilanz der Flutopfer
    Katharina (37, Büroangestellte) und Thomas Dederich (39) aus Walporzheim: „Die Alarmierung am 14. Juli hat absolut nicht funktioniert. Dieses Versagen war das schlimmste. 90 Prozent der Hilfe kam dann von Freiwilligen. Es gibt hier Menschen, die zu Hause nicht essen oder duschen können. Es ist immer noch eine Katastrophe und wir finden, so sollte man das auch behandeln.“
    Reinhold Balter (63), Fernfahrer aus Altenburg: „Das macht mich sauer! Man hätte uns vorher warnen können. Von Müsch bis nach Altenburg brauchte das Wasser vier Stunden. Die Menschen hier hätten nicht ertrinken müssen. Wären sie nur 100 Meter den Berg hoch.gegangen, dann wären sie außer Gefahr gewesen. Ohne private Helfer würden wir jetzt noch im Mist hängen. Wir wären verloren!“
    Udo Rössel (61, Produktentwickler in der Lebensmittelindustrie) aus Kreuzberg: „Aus meiner Sicht ist nichts geplant worden, um mit einer Katastrophe angemessen umzugehen. Ich glaube, wir waren bei den Politikern überhaupt nicht auf dem Schirm. Die Verantwortlichen beim THW hätten sich mal einen persönlichen Eindruck machen sollen – vielleicht hätte dann manches besser funktioniert.“

    https://www.bild.de/politik/inland/p...1076.bild.html
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  3. #53
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Die Polit-Bande in Deutschland offenbart immer mehr ihre Unfähigkeit. So auch im Ahrtal, wo es immer noch nicht besser aussieht.....

    DREI MONATE NACH DER KATASTROPHE IST IMMER NOCH NICHTS PASSIERT
    Die Flut-Versagerin
    +++ Die Menschen im Ahrtal erheben schwere Vorwürfe gegen die Politik +++ Immer noch kein Strom, keine Heizung +++ Kein Notfall-Plan für den Winter +++ Behörden-Wahnsinn bei Anträgen +++


    Es waren Bilder der Hoffnung: Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (60, SPD) besuchte am 18. Juli den von der Jahrhundertflut völlig zerstörten Ort Schuld. An ihrer Seite: Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU).

    Dreyer versprach einen „Kraftakt auf lange, lange Zeit“. Und etwas später sagte die SPD-Politikerin den Betroffenen: „Wir stehen als Land an Ihrer Seite und unterstützen als rheinland-pfälzische Familie gemeinsam.“
    Die Versprechen waren nichts als leere Worte! Denn in den von der Flut zerstörten Gebieten fehlt es noch an so gut wie allem!

    ► Von den von Bund und Land bereitgestellten 800 Millionen Euro „Soforthilfen“ wurde bisher gerade mal rund 10 Prozent bewilligt.

    ► Tausende Haushalte können ihre Wohnungen und Häuser immer noch nicht beheizen. Wie viele es genau sind? Das kann Dreyers Regierung nicht mal beziffern.
    ► Es fehlen hunderte Beamte, die z.B. Anträge bearbeiten, für unbürokratische Hilfe sorgen. Auf BILD-Anfrage bestätigte Dreyers Innenministerium, es gebe in den Flutgebieten „einen zusätzlichen Personalbedarf in den Kommunalverwaltungen im niedrigen dreistelligen Bereich“. Die Landesregierung stehe deshalb „mit dem Bund in Kontakt, der personelle Unterstützung durch Bundesbedienstete angeboten hat“.

    ► Anders als NRW hat Dreyer nicht mal einen Flut-Beauftragten benannt, der die Hilfen landesweit zügig koordinieren kann.

    ► Besonders brisant: Es gibt auch bisher keinen Plan, wie die Betroffenen durch den Winter kommen sollen!

    Auch die Eltern im Flutgebiet sind in Sorge um den sicheren Schulweg der Kinder. An vielen Stellen sind die kommunalen Straßenbeleuchtungen noch nicht repariert. Den Schülern bleibt keine andere Wahl als unbeleuchtete Schlammwege zum Schulhaus.

    Der CDU-Bundesvorstand und Fraktionschef in Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf (54), ist schockiert: „Die Landesregierung hat in den Stunden der Not nicht ihr Bestes gegeben und das, obwohl die Verantwortung für den Bevölkerungsschutz per Gesetz beim Land liegt. Dieses politische Versagen von Malu Dreyer und ihren Ministern hat bis heute fatale Folgen für die Menschen in Not.“ Mit den sinkenden Temperaturen drohe tausenden Haushalten, Baustellen und Helfern an der Ahr der Kälte-Schock.

    Baldauf: „Die Landesregierung muss unverzüglich alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Häuser im Flutgebiet warm zu bekommen.“

    https://www.bild.de/politik/inland/p...3654.bild.html


    ........was ist nur aus diesem Land geworden? Helfer werden als Nazis bezeichnet und am helfen gehindert, nur weil in den linken Hirnen Nachbarschaftshilfe nicht vorkommt. Weil diese Linken ihren Egoismus zum Maßstab erhoben haben. Und was passiert, wenn der Normalbürger nicht helfen darf? Nichts! Die staatlichen Einrichtungen sind nur mit sich selbst beschäftigt. Unfähigkeit an allen Stellen. Wenn die Quote und nicht die Qualifikation Kriterien für Ämterbesetzungen sind, dann muss man sich nicht wundern. Malu Dreyer? Toll! Eine Frau, behindert und stramm links, nehmen wir.
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  4. #54
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Die Polit-Bande in Deutschland offenbart immer mehr ihre Unfähigkeit. So auch im Ahrtal, wo es immer noch nicht besser aussieht.....
    Afghanen gehen eben vor!
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  5. #55
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Die Polit-Bande in Deutschland offenbart immer mehr ihre Unfähigkeit. So auch im Ahrtal, wo es immer noch nicht besser aussieht.....





    ........was ist nur aus diesem Land geworden? Helfer werden als Nazis bezeichnet und am helfen gehindert, nur weil in den linken Hirnen Nachbarschaftshilfe nicht vorkommt. Weil diese Linken ihren Egoismus zum Maßstab erhoben haben. Und was passiert, wenn der Normalbürger nicht helfen darf? Nichts! Die staatlichen Einrichtungen sind nur mit sich selbst beschäftigt. Unfähigkeit an allen Stellen. Wenn die Quote und nicht die Qualifikation Kriterien für Ämterbesetzungen sind, dann muss man sich nicht wundern. Malu Dreyer? Toll! Eine Frau, behindert und stramm links, nehmen wir.
    Und warum steht Frau Malu Dreyer weniger in der Kritik, obwohl sie hier noch mehr verbockt bzw. unterlassen hat als Laschet in seinem Bundesland? Weil Malu Dreyer eine SPD-Genossin ist. Da schaut die Presse nicht so genau hin.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  6. #56
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Wie in diesem Thread berichtet, kamen nach der Flut die Plünderer. Die meisten von ihnen sind Migranten. Nun wurde einer von ihnen verurteilt.....


    Marokkanischer Flutplünderer zu Haftstrafe verurteilt

    Das Amtsgericht Euskirchen hat einen Marokkaner zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er nach der Flutkatastrophe Geschäfte geplündert hatte. Der Nordafrikaner muß für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis, berichtete RTL News.

    Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der mehrfach Vorbestrafte im Juli in mehreren Läden in der von der Flut verwüsteten Euskirchener Innenstadt auf Diebestour gegangen war. Der 37jährige versuchte demnach mit einer Axt bewaffnet, Türen einzuschlagen und Tresore zu öffnen. Laut WDR faßten Bereitschaftspolizisten den Mann auf frischer Tat.

    Großteil der mutmaßlichen Flutplünderer sind Ausländer
    „Staatsanwaltschaft als auch Gericht stuften die Taten als sehr verwerflich ein“, betonte der Vize-Direktor des Amtsgerichts Euskirchen, Tobias Gülich, gegenüber dem Express. Unter anderem wegen Betrugs stand der Marokkaner, der zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft wohnte, zur Tatzeit unter Bewährung.

    Nach der Flutkatastrophe, bei der im Sommer in Deutschland insgesamt 184 Menschen starben, war es wiederholt zu Plünderungen gekommen. Dabei machten Ausländer den Großteil der Verdächtigen aus. Von 145 mutmaßlichen Plünderern, die allein in Nordrhein-Westfalen ermittelt wurden, hatten 118 keine deutsche Staatsangehörigkeit, wie eine Anfrage der dortigen AfD-Fraktion ergab. Den Großteil darunter stellten rumänische Staatsbürger.

    https://jungefreiheit.de/politik/deu...lutpluenderer/
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  7. #57
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der mehrfach Vorbestrafte
    Die Frage ist, warum der mehrfach vorbestrafte Marokkaner immer noch in Deutschland ist und nicht ausgewiesen wurde. Marokko ist immerhin ein Land, in dem viele Deutsche Urlaub machen und dem der deutsche Staat eine Supermoschee mit Solardach spendierte .... und natürlich manches mehr.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  8. #58
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Ermittlungen zur FlutkatastropheBrisante Aktenvermerke: Warnte Ahrtal-Landrat nur seine Nachbarn vor tödlichen Fluten?

    Die Flutkatastrophe konnte nicht verhindert werden - die Bevölkerung hätte jedoch gewarnt werden können. Dies ist nicht ausreichend passiert. Eine essenzielle Rolle spielt hier der Landrat. Ermittlungen belasten ihn stark, wie FOCUS Online im zweiten Teil seiner Serie zu den Erkenntnissen der Flut-Ermittler aufzeigt.

    Als der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Kruse mit Beamten des Landeskriminalamts (LKA) am Morgen des 6. August in der Kreisverwaltung Ahrweiler erschien, um den CDU-Landrat Jürgen Pföhler persönlich zu sprechen, erhielt er zunächst eine Abfuhr. Der Landrat sei verhindert, hieß es. Man möge doch für einen späteren Zeitpunkt einen Termin vereinbaren. Erst als die Strafverfolger im Vorzimmer auf die Dringlichkeit der Angelegenheit pochten, wurde Pföhler informiert.

    Umgehend empfing der Landrat laut einem Vermerk die Besucher. Drei Wochen nach der Flutkatastrophe an der Ahr mit ihren 134 Toten und 766 Verletzten präsentierte der Leitende Oberstaatsanwalt dem Landrat den Durchsuchungsbeschluss und erklärte ihm seine Rechte als Beschuldigter. Pföhler und sein Krisenstabsleiter wurden der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung durch Unterlassen beschuldigt. Der Anfangsverdacht steht im Raum, dass die Bevölkerung trotz erkennbarer Hinweise zu spät vor der tödlichen Flutwelle gewarnt wurde.
    Der zuständige Landrat Pföhler ließ sich in jener Flutnacht des 14. Juli nicht bei der Technischen Einsatzleitung (TEL) im Keller der Kreisverwaltung Ahrweiler blicken. Laut den Ermittlungen endete sein Besuch um 19.30 Uhr. Während der Krisenstab die Hilfsmaßnahmen koordinierte, so gut, es ging, hielt sich Pföhler weitgehend raus, war abgetaucht, ließ sich nur telefonisch unterrichten. Ein Umstand, der nach FOCUS-Online-Informationen manche Mitarbeiter der TEL bis heute verwundert. Zumal in anderen Krisenregionen die Landratskollegen die Einsatzleitung übernommen hatten. Auch stellte sich heraus, dass der Krisenstab laut Einsatztagebuch bereits um 22.04 Uhr die höchste Warnstufe 5 ausgerufen hatte, und nicht wie durch eine Pressemitteilung kolportiert eine Stunde später. Allerdings wurde die Bevölkerung auf Grund fehlender Informationsflüsse nicht rechtzeitig gewarnt.
    Ahrtal: Landrat gab Einsatzleitung an Kreisfeuerwehrinspekteur ab
    Die Hintergründe für das miserable Krisenmanagement wollten die Ermittler an jenem Augusttag im Büro des Landrats beleuchten. Dabei erlebten sie Überraschendes. Als die Durchsuchungsbeamten um das Diensthandy Jürgen Pföhlers baten, um die Kommunikation aus der Katastrophennacht nachzuvollziehen, musste der CDU-Politiker zunächst passen. Er habe es zwei Tage vor der Durchsuchung verloren, so seine Aussage. Erst zwei Stunden später übergab er das Smartphone, das er just in seinem Wagen gefunden hatte, wie aus einem Ermittlungsvermerk hervorgeht.

    Den Ermittlern zufolge beteuerte der Chef des Landkreises Ahrweiler immer wieder, dass ihn gar keine Schuld treffe. Bereits drei Jahre zuvor hatte Pföhler seinem Brand- und Katastrophenschutzinspekteur die Einsatzleitung im Krisenfall übertragen. Seinerzeit wurde Michael Z. per Urkunde zum Kreisfeuerwehrinspekteur befördert. Folgte man dieser Argumentationskette, so müsste der mitbeschuldigte Krisenstabsleiter in der Flutnacht die alleinige Schuld für das Flutnachdesaster tragen. Pföhler wäre auf Grund dessen fein raus.

    Landrat weist Landesregierung Schuld zu
    Einmal in Fahrt erging sich der CDU-Landrat überdies in Schuldzuweisungen Richtung Mainz. Aus seiner Sicht lag eine mögliche Verantwortung für das desaströse Krisenmanagement bei der übergeordneten Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und dem Innenminister. Sein Anwalt Olaf Langhanki hat vor dem Hintergrund bereits früh die Staatsanwaltschaft aufgefordert, das Verfahren gegen seinen Mandanten einzustellen.

    Der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Kruse wies den Antrag ab: Zwar sei es rechtlich möglich, die Einsatzleitung abzugeben, so der Behördenleiter, allerdings gebe es Vorschriften, die eine solche Verfahrensweise beim Ausrufen der höchsten Alarmstufe unwirksam machten.
    So sieht der Paragraf 24 des rheinland-pfälzischen Landesgesetzes über den Brand- und Katastrophenschutz vor, dass die Landrätin oder der Landrat dann die Einsatzleitung zur Gefahrenabwehr übernehmen müssen, „wenn innerhalb eines Kreisgebiets mehrere Gemeinden betroffen sind.“ Dies scheint hier der Fall gewesen zu sein.

    Spätestens bei der höchsten Alarmstufe stellte sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft die Frage, ob der Landrat sich nicht vor Ort im Krisenstab ein Bild über die Situation hätte machen müssen? Kurzum: Hier ging es schlichtweg um die politische Verantwortung für das desaströse Katastrophenmanagement. Die Staatsanwaltschaft Koblenz bestätigte FOCUS Online, dass die Frage einer „wirksamen Delegierung der Krisenbekämpfung“ weiterhin geprüft werde. Nähere Angaben zum Ermittlungsstand machte der Behördensprecher nicht.

    Landrat hat sich im Vorfeld bewusst gegen besseren Katastrophenschutz ausgesprochen
    Immer noch halten sich die Strafverfolger in der Sache bedeckt. Intern aber sind die Nachforschungen so weit fortgeschritten, dass man auf ein weiteres mögliches Versäumnis gestoßen ist: So soll Landrat Pföhler im Vorfeld der Flutwelle Vorschläge zum besseren Katastrophenschutz in den Wind geschlagen haben. Bereits nach dem Hochwasser 2016 hatte der damalige Krisenstabschef ihn dazu aufgefordert, neben der technischen Einsatzleitung endlich einen Verwaltungsstab einzurichten. Dieses Gremium koordiniert etwa die Warnungen an die Anwohner. Daraus aber sei nichts geworden, gab der Zeuge zu Protokoll.

    Bis heute ist nicht klar, inwieweit der Landrat zumindest telefonisch in die Krisenbewältigung eingebunden war. Zeugenaussagen zufolge soll er sich kurz nach dem Ausrufen der Alarmstufe 5 mehr in seiner Nachbarschaft für den Katastrophenschutz engagiert haben als in der Einsatzzentrale. Gegen 22.15 Uhr soll Pföhler bei Nachbarn geklingelt und sie gedrängt haben, ihre Häuser zu verlassen. Zugleich kündigte der Christdemokrat spätere Evakuierungen 50 Meter links- und rechtsseits der Ahr an. Über die prekäre Lage informierte die Kreisverwaltung Ahrweiler die Bevölkerung offiziell allerdings erst durch einen Twitter-Post anderthalb Stunden später.

    Bis heute wollte der inzwischen abgetretene Landrat den Ermittler nicht verraten, wo er sich nach dem frühabendlichen Besuch im Krisenstab aufgehalten hatte, wie aus Aktenvermerken hervorgeht. Fakt ist, dass auch sein Haus durch die Flutschäden schwer mitgenommen wurde.

    Landrat sieht keine Verfehlungen
    Durch FOCUS Online befragt zu all diesen Vorwürfen, erklärte sein Verteidiger Langhanki: „Bei einem Anfangsverdacht handelt es sich um die niedrigste Verdachtsstufe, die das deutsche Strafprozessrecht kennt. Ein Anfangsverdacht ist Grundlage dafür, dass überhaupt Ermittlungen durchgeführt werden können. Innerhalb des Ermittlungsverfahrens werden wir Tatsachen fundiert herausarbeiten, dass Herrn Dr. Pföhler keinerlei Verfehlungen zur Last gelegt werden können.“

    Kurz nach Bekanntwerden der Ermittlungen legte der promovierte Landrat sein Amt nieder. Offiziell bat er aus gesundheitlichen Gründen um seinen Abschied. Im Januar stehen Neuwahlen an. Neben dem Christdemokraten Horst Gies wird die Verbandsbürgermeisterin Cornelia Weigand aus Altenahr kandidieren. Die parteilose Politikerin war es gewesen die früh die Gefahr einer drohenden Flutwelle erkannt hatte. Bereits am Nachmittag des verhängnisvollen 14. Juli hatte sie Landrat Pföhler gedrängt, den Katastrophenalarm auszulösen – allerdings erfolglos.


    https://www.focus.de/politik/ermittl..._24499653.html
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  9. #59
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    AW: Hochwasser: Deutschland steht alleine da

    Ein Jahr ist inzwischen vergangen und getan hat sich kaum etwas. Der Staat reagiert unwillig. Während mal eben 52 Milliarden Euro an Frankreich, Spanien und Italien verschenkt werden, hat man für die eigene Bevölkerung nie Geld...........


    KEIN GELD, KEINE HOFFNUNG
    Wut-Flut-Demo am Landtag

    Mainz – Sie kamen in Bussen aus dem über 150 Kilometer entfernten Ahrtal angereist, trugen Ärger und Verzweiflung bis vor den rheinland-pfälzischen Landtag: die Betroffenen der schrecklichen Flutkatastrophe am 14. Juli letzten Jahres.

    Gemeinsam mit Fluthelfern und Unterstützern zogen sie vom Hauptbahnhof zum Regierungspalast, sangen, trillerten und hielten Plakate hoch. Darauf in großen Buchstaben: „Von der Politik im Stich gelassen“, „Warum werden die Helfer vertrieben?“, „Wir bangen um unsere Zukunft“ oder gar „Suizid ist ein Thema im Ahrtal“.
    Der Wiederaufbau läuft laut Betroffenen nur schleppend, allein der Antrag auf Hilfsgelder sei „kompliziert und bürokratisch“.

    Und oft reichen sie nicht, wie bei Heinz Georg Hoffmann (65). Der Rentner sitzt im Rollstuhl, in der Flutnacht stand ihm das Wasser wortwörtlich bis zum Hals, weil sein Treppenlift durch den Stromausfall nicht mehr funktionierte. Trotz Gehbehinderung muss er seit Monaten in einem Wohnmobil leben, das Helfer auf sein Grundstück in Bad Neuenahr gebracht haben. „Die Sanierung des Hauses wurde gestoppt, ich habe kein Geld mehr!“
    Trotzdem hat der Kreistag kürzlich den Rückbau von Helfer-Stützpunkt und Materialzelt in Grafschaft beschlossen. Koordinator „Kaiser“ (45): „Elektro, Zement, Holz, Gelder – im Moment fehlt fast alles, was man für den Wiederaufbau braucht.“..... https://www.bild.de/regional/frankfu...8236.bild.html

    ...und die gleichen Politiker scharren schon mit den Füßen um die Ukraine aufzubauen
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