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  1. #1
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    Bundesregierung: Verhaltensbezogene Daten können Wahlen ersetzen

    So äußert sich eine demokratische Regierung zur Demokratie, ganz offiziell.


    „Da wir genau wissen, was die Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen.“
    Das steht nicht in einem Querdenker-Pamphlet, sondern in einer Broschüre der Bundesregierung!
    Wozu wählen? Bundesregierung hält verhaltensbezogene Daten für Demokratieersatz

    Der Titel der Broschüre, auch als PDF herunterzuladen, klingt harmlos: „Smart City Charta – Digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig gestalten“ (Achgut.com wies schon im November 2020 hier darauf hin.) Nur ganz böswillige Querdenker erinnert dieses Neusprech an das „smart grid“, das die gewohnte Grundlast ersetzen und die Energieversorgung der Zukunft „spannend“ machen soll, was nur Verschwörungstheoretiker als „Stromzuteilung“ respektive Abschaltung ansehen.
    Die Federführung bei „Smart City“ hat das Umweltministerium, aber das Bundeskanzleramt, das Innenministerium, der DGB und alle möglichen anderen Organisationen, genannt Zivilgesellschaft, sind mit im Boot. Außerdem bezieht sich „Smart City“ auf ähnliche Papiere der EU und der UNO. Es handelt sich also nicht um die Fieberphantasie von ein paar Spinnern, sondern um das Vorhaben derer, die sich als die „Player“ auf Landes-, Europa- und globaler Ebene ansehen.
    Was ich jetzt referiere, kann man in diesem Papier unter der Überschrift „Smart City in the era of Internet of No Things“ (ab Seite 42) nachlesen. Darin beschreibt ein Vordenker der Bundesregierung, Roope Mokka, wie die digitalen Technologien in unser Umfeld integriert werden sollen. Die Fähigkeit von Geräten und Sensoren, die in der Lage sind, die benötigte Energie kostengünstig aus ihrer Umwelt zu generieren (nur den Bösen fällt jetzt „Matrix“ ein, wo Menschen den Geräten die notwendige Energie liefern), befähigt sie „Services und Dienstleistungen on demand“ bereitzustellen. Mit Energie-Harvesting wird man „nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Datengenerierung und -verarbeitung haben. Die sollen genutzt werden, um das physische Umfeld des Menschen, Straßen, Häuser, Türen, Verkehr usw. zu kontrollieren. „Wenn alle Autos von Uber und alle Häuser von AirBnB betrieben würden, wäre eine irrelevante Google-Suche überflüssig.“
    Das wären die Folgen: Häuser stünden nicht mehr leer, sondern würden immer zuverlässig belegt, Autos desgleichen. Das kann man noch harmlos oder sogar sinnvoll finden. Es soll aber auch keine Wahl mehr geben, denn die Künstliche Intelligenz entscheidet für uns, z.B. wie wir von A nach B kommen. Dank umfassender Informationen über alle Ressourcen „macht es weniger Sinn, etwas zu besitzen. Vielleicht wird Privateigentum in der Tat ein Luxus“. Daten könnten Geld ersetzen. Märkte seien als Informationssysteme zu einfach. Sie übermittelten nur, dass etwas gekauft wird, nicht warum. Diese Informationslücke würden Sensoren schließen.
    Die Offenbarung kommt auf Seite 43 unter der Überschrift „Post voting society“:
    „Da wir genau wissen, was die Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen.“
    Das steht nicht in einem Querdenker-Pamphlet, sondern in einer Broschüre der Bundesregierung! Wo bleibt der Verfassungsschutz?
    https://www.achgut.com/artikel/wozu_...mokratieersatz
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Bundesregierung: Verhaltensbezogene Daten können Wahlen ersetzen

    „Da wir genau wissen, was die Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen.“
    das muss man sich einfach einmal auf der Zunge zergehen lassen.

  3. #3
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    AW: Bundesregierung: Verhaltensbezogene Daten können Wahlen ersetzen

    Was für eine wunderbare Idee! Was gab es denn lästigeres als Wahlen? Die Teilnahme an Wahlen war ja immer freiwillig, aber dennoch - ernsthaft: für wen sind Wahlen ein Problem? Für wen ist Demokratie ein Problem? Wo soll obiger Vorschlag hinführen? In die ewige Regierung, die niemals abgewählt werden kann, weil sie allwissend ist?

    Ich würde den Gedanken weiter spinnen und sagen, dass Regierungen dadurch ganz überflüssig würden und es nur noch Verwaltungen braucht.

    Verhaltensbezogene Daten? Das erfordert die Überwachung sämtlicher Lebensbereiche.

    Das Verhalten lässt sich zudem beeinflussen. Z.B mit dem chinesischen Modell des Social-Credit-Systems (https://www.ionos.de/digitalguide/on...credit-system/)

    Vision: Regierungen werden überflüssig, die KI verwaltet voll automatisiert aufgrund „Verhaltensbezogener Daten“ - die natürlich durch Verfügbarkeit von Möglichkeiten bestimmt sind - wenn es nur noch Coca Cola zu trinken gibt, kaufen alle nur noch Coca Cola, das wäre dann die „Bestätigung“ dass alle nur noch Coca Cola wollen (?) wo es keine Wahlen mehr gibt gibt es keine Wahl mehr.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil. Im Zweifel ... für die Freiheit.

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  4. #4
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    AW: Bundesregierung: Verhaltensbezogene Daten können Wahlen ersetzen

    Schon vor 15 Jahren berichtete die Neue Zürcher, dass es in Deutschland keine richtige Demokratie mehr gäbe. Ich hielt das damals für übertrieben aber es stimmte schon damals. Wählen gehen zu können, hat mit Demokratie nichts zu tun. Iran lässt wählen, die DDR hatte ihre Wahlen. Und bei uns? Mit Ausnahme der AfD würden alle anderen Parteien miteinander koalieren. Es gibt kaum signifikante Unterschiede zwischen den Parteien. Etwas abseits stehen die Linken aber dort hatte man ja auch schon mal signalisiert, dass man "heilige" Positionen durchaus auch mal beiseite schieben kann. Und wenn ausgerechnet eine CDU-Kanzlerin einen abgewählten kommunistischen Ministerpräsidenten in Thüringen ins Amt zurückholt, ist das ein bezeichnender Beleg für die verlorengegangene Demokratie.
    Politiker haben zu allen Zeiten verächtlich auf das Volk herabgeschaut. Nero sprach vom Pöbel und 2000 Jahre später sprach der damalige SPD-Chef Gabriel vom Pack. Chinas System scheint es unseren Politikern mächtig angetan zu haben.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  5. #5
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    AW: Bundesregierung: Verhaltensbezogene Daten können Wahlen ersetzen

    Wenn man es genau nimmt, dann ist das Social-Credit-Systems im Westen bereits in Kraft. Nur nicht von der Regierung aus, so wie man es in China installieren möchte, sondern von den Medien und NGOs aus. Die verteilen "Social Credits", je nachdem wie sich Personen, Politiker und Unternehmen verhalten und setzen diese unter Druck - die Cancel Culture ist Teil davon.

    Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die BigTech-Bosse, wie z.B. Dorsey wirklich Trumps Account von Twitter löschen und Amazon wirklich Parler von seinen Servern aussperren wollte, oder ob es "social pressure" gab, von jenen Medien und NGOs, welche die veröffentlichte Meinung kontrollieren.

    Es ist das selbe mit dem Bekenntnis der Unternehmen zu Diversity und Ökologismus - alles nur aus PR-Gründen, weil sie die mediale Vernichtung fürchten und umgekehrt glauben, das sei was die Mehrheit verlange und eine gute Werbung.

    Und je mehr diesem Druck nachgeben, desto mächtiger werden jene, die das "sozial erwünschte" Verhalten bestimmen, kontrollieren und lenken.

    Das Problem ist, dass die Gegenseite zu anständig ist, immer zu anständig ist, harmoniebedürftig und sich immer fügt und mit (fast) allem abfindet.
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  6. #6
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    AW: Bundesregierung: Verhaltensbezogene Daten können Wahlen ersetzen

    Zitat Zitat von abandländer Beitrag anzeigen
    Wenn man es genau nimmt, dann ist das Social-Credit-Systems im Westen bereits in Kraft. Nur nicht von der Regierung aus, so wie man es in China installieren möchte, sondern von den Medien und NGOs aus.....

    Im Prinzip ist es wie im Dorf. Um nur nicht ins Gerede zu kommen, spielt man den braven Bürger. Die soziale Kontrolle hat alle im Griff.
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  7. #7
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    AW: Bundesregierung: Verhaltensbezogene Daten können Wahlen ersetzen

    Dieses Gerede spielt sich besonders auf Twitter und Facebook ab, auch mit Hilfe von Zensur, so dass bestimmte Meinungen unter gehen und andere dominieren. Deshalb sollte man diese unrepräsentativen und manipulativen Platformen (Deplatforming ist ja auch so ein Begriff, für die politische Säuberung unliebsamer Meinungen und damit Personen) meiden, so gut es geht. Die repräsentieren keine gute Kultur. Ein vermeitilich falsches Wort, das gegen bestimmte ungeschriebene Gesetze verstösst, und man wird zur "persona non grata" erklärt, obwohl gegen kein Gesetz verstossen wurde. Erst wird die "digitale Existenz" vernichtet, dann die "gesellschaftliche" und die "wirtschaftliche". Es ist die Zerstörung von Menschen, ohne die Anwendzung physischer Gewalt. Für letzteres gibt es noch die Antifa.
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