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    AW: Aktion "alles dichtmachen" wird zum Desaster

    „TATORT“-REGISSEUR ERKLÄRT VIDEO-AKTION
    „Wir haben in ein Wespennest gestochen“
    Er ist mitverantwortlich für eine Kunst-Aktion, die polarisierte: 53 Schauspieler knöpften sich mit ironischen Videos die Corona-Politik vor.

    Regisseur Dietrich Brüggemann (45, „Tatort“) bekam Zuspruch, aber auch eisigen Gegenwind, selbst aus dem Kollegenkreis.

    Wie hat er die Debatte um #allesdichtmachen erlebt? Brüggemann am Montag bei BILD Live: „Wir haben in ein Wespennest gestochen. Man musste mit heftigen Reaktionen rechnen. Dass sie so heftig würden, damit haben wir alle nicht gerechnet. Sonst hätten wir intern auch besser überlegt, wie wir damit umgehen können.“
    Die Vorwürfe, Corona zu verharmlosen oder Opfer zu verhöhnen, weist der Filmemacher von sich. Brüggemann: „Wir beziehen uns auf die Kommunikation der Bundesregierung. Wir beziehen uns auf Spots, wo uns etwas Unzumutbares wie der Lockdown, der für viele Leute eine extreme Belastung darstellt, als etwas Gutes verkauft wird.“
    Brüggemann weiter: „Wenn die Regierung ehrlich wäre, würde sie uns reinen Wein einschenken. Dann käme da eine Blut-, Schweiß- und Tränen-Rede. Dann würde die Kanzlerin sagen: ,Leute, es ist schlimm. Wir muten euch etwas Unzumutbares zu, denn wir haben auf der anderen Seite nicht die Macht, das Corona-Virus zu stoppen. Selbst mit diesem Lockdown.“

    Die Tatsache, dass einige Mitstreiter Videos zurückgezogen haben, erklärt sich mit Brüggemann mit „massiven Attacken“.
    „Wenn einem vorgeworfen wird, man sei zynisch und menschenverachtend, würde rechte Narrative bedienen. Das hat eine unglaubliche Wirkung auf Menschen. Und dieser Shitstorm ist sehr gezielt. Das ist ein symbolischer Lynchmord. Das sind lauter Vernichtungsattacken. Das ist der soziale Tod, mit dem man bedroht wird.“

    Es sei menschlich, dann zu sagen: Das war ein Riesen-Fehler. „Aber das heißt dann noch nicht, dass es auch ein Fehler war. Denn auch dann lohnt es sich, auf den eigentlichen Inhalt der Kampagne zu schauen.“


    Brüggemann betont, er sei zugleich mit Dankes-Mails überschüttet worden. „Es sind Tausende. Von ganz normalen Leuten. Und ich lasse mir nicht erzählen, das sind alles Querdenker oder Nazis.“
    Wie geht es weiter?


    Brüggemann deutet eine Fortsetzung der Aktion an: „Es kann Videos von weiteren Schauspielern geben, die sich solidarisieren. Es kann Videos von Ärzten geben. Und was wir erreichen wollten, ist, dass wir offen reden können.“

    Brüggemann: „Ich muss mich für diese Aktion nicht entschuldigen. Denn sie kritisiert die Kommunikation der Regierung. Es sind 900 000 Menschen im letzten Jahr gestorben. Millionen konnten keinen Abschied von Angehörigen nehmen.“

    „Schreckliche“ Spots wie „Wir bleiben zu Hause“ hätten dies verharmlost.

    https://www.bild.de/politik/inland/p...5672.bild.html
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #12
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    AW: Aktion "alles dichtmachen" wird zum Desaster

    Die Geister, die ich rief: Linke Systemkünstler jammern über „Friendly Fire“ der eigenen Kollegen

    Unser Mitleid hält sich doch sehr in Grenzen: Ausgerechnet die so „haltungsstarken“ Vertreter der Spalterfront, die bei Kritikern der Flüchtlingspolitik bis hin zu Querdenkern und Grundrechtsdemonstranten in der Pandemie immer flink mit ihren Pauschaletikettierungen Andersdenkender waren, werden nun von den Geistern bedrängt, die sie selbst über Jahre riefen: Weil sie sich ein einziges Mal trauten, den Mund aufzumachen und Kritik an einer ruinösen Lockdown-Politik zu üben, fallen sie prompt in die selbstgegrabene Grube des „rechtspopulistischen“ Sündenpfuhls. Jetzt erfüllt ihr Geheule die Social-Media-Kanäle.
    Nein, ernstnehmen kann man etwa das erschrockene Gejammer etwa von Monitor-Frontmann und Antifa-Fanboy Georg Restle weiß Gott nicht: der hatte sich nach seinem Kommentar zu „allesdichtmachen“ in den Tagesthemen, in dem er die Kampagne teilweise in Schutz genommen hatte, einem linken Shitstorm ausgesetzt gesehen – und durfte so einmal höchstpersönlich die Früchte der von ihm seit jeher selbst propagierten Spaltkultur kosten. Verdattert und verstört schrieb Restle auf Twitter:

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    Tja, Restle, so ist das mit dem Lagerdenken: Es fällt erst auf, wenn man das eigene Lager verlässt. Deshalb entweder Husch zurück ins Körbchen, den Canossagang antreten und drei Monate in Sack und Asche gehen – spätestens nach der nächsten Monitor-Eloge auf „#aufstehen“ oder „#wirsindmehr“-Demos hat der Linksmob den Fehltritt vielleicht verziehen. Oder der WDR-Anchorman bleibt sich treu, reflektiert vielleicht einmal die bitteren kulturbolschewistische Realitäten in diesem Land und entdeckt so etwas wie Rückgrat; dann ist er an dem Punkt angelangt, den viele Corona-Maßnahmenkritiker, Lockdownskeptiker vor etwa einem Jahr (bzw. überzeugte Liberalkonservative in diesem Staat schon viel länger) erreicht haben: Sie haben sich damit abgefunden, dass der Preis einer eigenen, unerschrocken vertretenen Überzeugung zwingend das Stigma des „Neurechten“ ist.
    Zu denen, die da lieber zwischen allen Stühlen sitzen und nun winselnd bei den Moralwächtern der unfehlbaren Gesinnung angekrochen kommen, um ihre Vergebung zu erbitten, und sich als Opfer eines fundamentalen Missverständnisses zu inszenieren, gehört leider etwa auch Schauspielerin Meret Becker, die zuvor sogar Morddrohungen aus den eigenen Reihen erhielt. Ihr half nicht einmal, zu den ersten gehört zu haben, die sich von „allesdichtmachen“ wieder distanziert hatten, kurz nachdem die Aktion viral gegangen war.
    Petition für Berufsverbote der „allesdichtmachen“-Teilnehmer
    Inzwischen hat der linke Furor sogar zu einer eigenen Petition auf chance.org geführt, in der die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aufgefordert werden, alle an der Satire-Aktion beteiligten Künstler mit konsequenten Berufsverboten zu belegen. Das Juste Milieu der Kulturschaffenden und ihre linken Wadenbeißer in den Sozialen Medien kennt kein Pardon. Den ersten um Ablass Bettelnden wird es bald dämmern: Die, die sich jetzt bis zum Anschlag in den Enddarm der Regierung kriechen und durch gefällige Empörung ihre Loyalität bekunden, in der Hoffnung, für ihre wohlfeile Distanzeritis einen faulen Lohn einzustreichen und vom Staat, der ihre Branche vernichtet, schon nicht im Stich gelassen zu werden, werden sich umsehen, denn all ihre Ergebenheitsadressen werden sie nicht retten. Sie sterben in der Pandemie dann eben als zweites oder drittes.
    Besser stehen da die Mitläufer und linientreuen Prominenten da, die von vornherein den Pfad der Gerechten erst gar nicht verlassen haben. So wie zum Beispiel Ex-Meteorologenlegende Jörg Kachelmann, der aktuell dabei ist, die letzten Reste von Sympathie aus den Reihen unabhängig-kritischer Bürgerrechtler und freien Medien zu verspielen, die ihm während seiner aufschlussreichen und schockierenden Erfahrungen mit der deutsche Justiz stets den Rücken gestärkt haben: Schlimmer noch als die meisten gebührenfinanzierten Meinungsmacher biedert sich Kachelmann seit Monaten beim Mainstream an, drischt undifferenziert auf Corona-Kritiker ein und stellt sie mit Rechtsradikalen auf eine Stufe, wobei er vor allem wieder mal sein persönliches Mütchen mit „Bild“ kühlt:

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    Kolumnist Wolfgang Ackner (u.a. „Achse des Guten„) schrieb hierzu bissig: „Kachelmann hat offensichtlich verdrängt, dass er während seiner Auseinandersetzung mit Alice Schwarzer und seiner Twitter-Gefechte mit grünen ‚Klimarettern‘ selber ein ’neues Idol der Claqueure des rechtsextremen Schwurbeltums‘ war. Oder er will seinen alten Job bei der ARD zurück.“ Letzteres scheint wohl die wahrscheinlichste Erklärung zu sein. Der Lohn des kulturrevolutionären Eifers lässt womöglich nicht lange auf sich warten; wenn die von ARD-Rundfunkräten verlangten Säuberungen Wirkung zeigen, sind bestimmt jede Menge neue Posten zu besetzen.
    Eine besondere „Praline“ politischer Schützenhilfe für das corona-loyale Mainstream-Künstlerkollektiv gab es am Samstag übrigens auch wieder einmal von Deutschlands peinlichstem Außenminister aller Zeiten, Heiko Maas, der bekanntlich immer dann schweigt, wenn er den Mund aufmachen müsste (etwa gegen iranische Mullahs, Erdogan-Angriffskriege oder palästinensischen Terror), und sich stattdessen zuverlässig stets dann zu Wort meldet, wenn er besser schweigen sollte. So wie jetzt etwa, als er in einem geschmacklosen Tweet die statistische Propagandazahl der 80.000 Corona-Toten in Bezug zu den Opfern des syrischen Bürgerkriegs stellte, um damit die „allesdichtmachen“-Teilnehmer zu diskreditieren:

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    „Hier twittert der Außenminister einer Bundesregierung, die Assads und Putins Morden in Syrien jahrelang tatenlos zuschaute. Jetzt nutzt er die Kriegstoten für eine billige Pointe gegen kritische Schauspieler„, kommentierte „Bild“-Kolumnist Filipp Piatov dieses erneute Beispiel für die gänzlich diplomatiefreie und polarisierende Hetze eines Außenministers, der permanent aus der Rolle fällt.

    https://www.journalistenwatch.com/20...geister-linke/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #13
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    AW: Aktion "alles dichtmachen" wird zum Desaster

    Wo es etwas zu hetzen gibt, ist Restle stets nicht weit.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  4. #14
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    AW: Aktion "alles dichtmachen" wird zum Desaster

    Das Lager der „Ausgestossenen“ wird immer grösser, weil der Meinungskorridor immer enger wird. Am Ende haben nur noch wenig Platz. Vielleicht sollte man den Spiess umdrehen. Soll man die „links liegen lassen“ und einfach weiter machen, wie man es selbst für richtig hält. Die Welt gehört nicht (nur) den Intoleranten. Sollen die sich ärgern - sie ärgern sich nur, weil sie nicht ernst genommen werden und man ihnen die Allwissenheit abspricht. Wenn „man“ sich rechtfertigen muss, dann höchstens vor Gott - jenem mit den 10 Geboten. Nicht den irdischen mit ihren 100 000 Verboten.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  5. #15
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    AW: Aktion "alles dichtmachen" wird zum Desaster

    MEDIEN, MEINUNGSFREIHEIT
    „danke-#allesdichtmachen“: Jetzt ziehen Ärzte nach und solidarisieren sich
    Videos zur Unterstützung der Schauspieler
    Nach den massiven Attacken auf die Schauspieler, die nach der Aktion #allesdichtmachen sogar Morddrohungen und Bedrohungen ihrer Kinder ausgesetzt waren, weil sie die Corona-Politik kritisierten, ziehen jetzt 15 Ärzte nach. Mit Videoclips unter dem Motto #danke-allesdichtmachen erklären sie sich mit den Schauspielern solidarisch und danken diesen. Der Berliner Notarzt und Publizist Paul Brandenburg etwa führt in seinem Streifen aus: „Die Filme von #allesdichtmachen sind eine geniale Kritik des Versagens unserer Regierung. Dieses Versagen hat ohne jede Not vieltausendfaches Leid verursacht und unsere Gesellschaft schwer beschädigt. Hinter den Filmen kann ich keine andere Motivation erkennen als Mitgefühl und Menschlichkeit.“ Damit verwahrt sich der Mediziner gegen die Stimmen, die den Schauspielern Zynismus und eine Verhöhnung von Corona-Opfern vorwerfen. Weiter führt der Notarzt aus: „Außerdem sind die Filme verdammt lustig. Und wenn ich eines zwischen all der Krankheit und all dem Sterben gelernt habe, das mich immer umgeben hat, dann, dass man dem Horror immer ins Gesicht lachen muss. Ich weiß, dass ich für viele Patienten, Ärzte und Wissenschaftler spreche, wenn ich den Künstlern sage: Danke für Euren Mut!“

    Prominentester Teilnehmer der Aktion ist der Epidemiologe Friedrich Pürner. Er wurde als Amtsarzt des bayerischen Landkreises Aichach-Friedberg strafversetzt, weil er die Corona-Politik von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisierte. In seinem Video sagt Pürner: „Ich bin Arzt, und Ärzte dürfen niemals schweigen. Die Aktion fand ich hervorragend. Die Künstler zeigten uns auf ihre ganz spezielle Art und Weise die negativen Seiten der Corona-Maßnahmen, humorvoll, wie ich finde. Als Arzt kann ich das nur unterstützen. Denn wir Ärzte haben alle Menschen im Blick.“

    Der Psychiater Matthias Gubitz verweist darauf, dass im Strategiepapier des Innenministeriums von einer „gewünschten Schockwirkung“ die Rede sei: „Mit anderen Worten: Es soll Angst gemacht werden…50 Kulturschaffende, die ihr Brot im wesentlichen Teil im Bereich der Medien verdienen, die sich nach Kräften an der Umsetzung der erwähnten Strategie der Angst beteiligen, haben sich aktuell dieser Angst gestellt, ja sie haben die Angst selber gestellt, indem sie diese mit den Mitteln ihrer Kunst lächerlich gemacht haben. Um die Angst zu dekonstruieren und die Angstmacher in ihrer Destruktivität zu demaskieren, setzen sie ihre Existenz aufs Spiel. Dafür gebührt ihnen höchste Anerkennung und Dank.“

    Der Münchner Kinder- und Jugendarzt Steffen Rabe berichtet in seinem Video, in seiner Praxis erlebe er jeden Tag, welche Nebenwirkungen und Schäden die Maßnamen gerade bei Kindern hervorrufen: „Kinder, die Bauchschmerzen und Kopfschmerzen haben, Kinder, die Angst vor ihren Mitmenschen haben, die an der Maske leiden oder daran verzweifeln, dass sie seit Monaten ihre Freundinnen und Freunde nicht mehr treffen können. Ich bin den Schauspielerinnen und Schauspielern der Aktion #allesdichtmachen dafür dankbar, dass sie hier auf ihre ganz eigene Art und Weise dafür sorgen, dass diese Nebenwirkungen, diese Schäden, die die Maßnahmen auslösen, nicht in Vergessenheit geraten. Ich erkläre mich als Arzt ausdrücklich solidarisch mit dieser Aktion.“

    https://reitschuster.de/post/danke-a...risieren-sich/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  6. #16
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    AW: Aktion "alles dichtmachen" wird zum Desaster

    #allesdichtmachen: Ärzte danken Schauspielern

    Mehrere Ärzte haben eine Video-Serie gestartet, in der sie den Schauspielern von #allesdichtmachen ihre Unterstützung ausdrücken.
    Berlin - Die Diskussionen um die Aktion #allesdichtmachen mit Jan Josef Liefers und weiteren Schauspielern geht weiter. Jetzt haben sich Ärzte aus ganz Deutschland für die Protestaktion gegen die Corona-Gesellschaft bedankt. Dafür haben die Mediziner einen eigenen Youtube-Kanal mit dem Namen „danke-allesdichtmachen“ veröffentlicht. Unter den Ärzten sind unter anderem Kinder- und Jugendärztinnen und Allgemeinmedizinerinnen...... https://www.berliner-zeitung.de/news...deos-li.156218

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    Nach einer Woche ist die Empörung über die Schauspieleraktion #allesdichtmachen verebbt, die öffentliche Debatte verändert sich. Ein Medienkommentar

    Die neuesten Reaktionen auf die Schauspieleraktion #allesdichtmachen zeigen: Schneller Empörung folgen Verständnis und wachsende Zustimmung. Gerade immer mehr Filmschaffende solidarisieren sich mit den in sozialen Netzwerken oft überaus grob angegriffenen Schauspielern und verteidigen wenn nicht die Aktion selbst, so doch die Meinungsfreiheit und Integrität der Beteiligten, darunter Jan Josef Liefers, Meret Becker, Wotan Wilke Möhring, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Ulrike Folkerts und Hanns Zischler.

    Besonders zwei Reaktionen der letzten Tage fallen auf: Zum einen war das ein Kommentar des überaus einflussreichen deutschen Produzenten Nico Hofmann in der Bild-Zeitung: "Absolut indiskutabel", so Hofmann, seien "Rundfunkräte, die jetzt Berufsverbote fordern oder Morddrohungen (...) eine Hass-Orgie (...) Die finde ich völlig daneben und ich lehne das auch ab." Diskursteilnehmer in dieser Art und Weise anzugreifen, "geht gar nicht. Und schon gar nicht im demokratischen Verbundsystem".

    Die Künstler hätten auf den Notstand in ihrer Branche hinweisen wollen. "Das ist ein moralisch intakter Ansatz". Auch wenn Sprache, Form und Inhalt "in diesem Fall sehr ausnutzbar gewesen" seien, so Hofmann.

    "Skandalös, furchtbar, schrecklich"
    Noch bemerkenswerter ist der öffentliche Rückzieher von Ulrich Matthes, Schauspieler und Präsident der Deutschen Filmakademie. In dieser Funktion kann Matthers nie nur "als Privatperson" sprechen, vielmehr ist es seine Aufgabe, sowohl die Fans und Beteiligten von #allesdichtmachen als auch die vehementen Gegner dieser Aktion gleichermaßen zu repräsentieren. Vor allem aber den mit Abstand allergrößten Teil der Filmschaffenden, die irgendwo dazwischenstehen und vielleicht selbst mit sich um eine Position ringen.

    Zu Beginn der Debatte hatte Matthes noch auf 3sat-Kulturzeit "wütend, enttäuscht, konsterniert" reagiert, und die Aktion mehrfach "komplett zynisch" und "geradezu ballaballa" genannt.

    Vielleicht angeregt durch Kommentare wie den von Ulrike Folkerts – "man hätte uns auch in Schutz nehmen können, anstatt weiter drauf herumzuhacken" – ruderte Matthes ein paar Tage später zurück.

    Im Deutschlandfunk fand er die Videoaktion selbst zwar immer noch "misslungen", sagte aber nun deutlich, dass aber selbst die misslungenste Aktion einen Teil der jetzigen Reaktionen nicht rechtfertigen kann. Forderungen nach Berufsverboten oder gar Todesdrohungen seien "skandalös" und "furchtbar", so Matthes. "Ich finde es schrecklich, wie meine Kolleginnen und Kollegen jetzt bedroht werden", sagt er weiter: "Die Rufe nach irgendwelchen Berufsverboten sind grotesk."

    Man müsse zivilisiert miteinander reden, sich auch mal streiten, findet Matthes und plädiert dafür, aufeinander zuzugehen: "Ich kann wirklich nur geradezu flehentlich darum bitten, auf beiden Seiten abzurüsten, miteinander im Gespräch zu bleiben oder überhaupt wieder ins Gespräch zu kommen."

    Man könnte auch Kommentare von Journalisten nennen: Eine wichtige Stimme von ihnen ist die von Harald Martenstein im Tagesspiegel, Titel: "Wie Mäuler gestopft werden".

    Dass viele Künstler mit vielem nicht einverstanden sind, war lange Standard, weltweit. Wer heute den Mut hat, sich gegen die Regierung und gegen den mit ihr verbündeten Teil der öffentlichen Meinung zu stellen, erlebt seit Jahren das Gleiche, täglich grüßt das Murmeltier. Solche Leute werden diffamiert, ...in diesem Fall mit Worten wie 'Schreihälse', 'Unrat', 'eklig' oder 'nicht mehr dicht', alle aus Medienkommentaren, nicht aus der Dreckschleuder Twitter. 'Kritik' klingt anders. Muss ich erwähnen, woher man diese Tonlage kennt?

    Hier sollen Mäuler gestopft werden, es geht darum, einzuschüchtern. Eine Entscheidung, zu der es Alternativen gibt, wird als alternativlos dargestellt. Es wird so getan, als gehörten die Kritiker, die für viele sprechen, zu einer kleinen, radikalen Minderheit. Ihre Positionen werden, wenn überhaupt, nur verzerrt oder höhnisch dargestellt. ... Wo bin ich, welches Jahr, welches Land?

    Harald Martenstein

    "Wir säßen jetzt nicht hier"
    Ebenfalls relativ viel Zuspruch bekam Jan Josef Liefers als einer der Beteiligten Schauspieler in der Sendung "Maybrit Illner". Er säße jetzt nicht hier, wenn er freundlich kritisiert hätte, so Liefers. "Und bei relativ undifferenzierten Maßnahmen dann eine sehr differenzierte Politik zu fordern, das geht nicht zusammen. Es geht darum was unsere Kunstaktion anstößt."

    FDP-POlitiker Wolfgang Kubicki kommentierte das mit den Worten: "Nicht jeder, der Ausgangssperren kritisiert, ist ein Querdenker".

    Als der Hamburger OBberbürgermeister Peter Tschentscher dann argumentierte: "Was ist die Botschaft? Die Botschaft lässt die Pflegekräfte außer Acht" – da widersprach Liefers vehement:

    "Wenn man das schon so sieht, wie sie sagen: Wäre es nicht cool zu sagen, für die Zeit der Pandemie verdoppeln wir einfach das Gehalt der Pflegekräfte? Das wäre doch eine schöne Sache."

    Liefers machte eine gute Figur. Ruhig, zivilisiert im Ton, kompromisslos in der Sache betonte er: Was wäre denn die Alternative zu der Schauspieleraktion gewesen?

    Ein Gedankenexperiment: #alleskaltmachen
    Ein Gedankenexperiment: Wenn sich ein Haufen deutscher Schauspieler in den vergangenen Monaten öffentlich hingestellt und Kurzvideos zu einer Aktion namens #alleskaltmachen aufgenommen hätte, in denen eine Schauspielerin zum Beispiel unter Tränen schluchzt: "Ich habe Angst vor dem Klimawandel!"

    Und eine Zweite ohne eingestreute Ironiesignale verkündet: "Wir müssen per Gesetz jetzt sofort alle Veganer werden!". Und einen Dritten, in dem ein Kölner Tatort-Kommisssar mit entschlossenem Gesichtsausdruck eine angebissene Currywurst in die Biotonne wirft und sagt: "Ich möchte den Veggie-Day jeden Tag! Die Regierung muss alle Schnellrestaurants und alle Autos und alle Kohlekraftwerke sofort verbieten." Und ein Vierter mit süffisanter Geste sagt: "Ich finde es toll, dass es jetzt in Hamburg auch so warm ist wie auf Malle!" – was wäre dann passiert?

    Vermutlich hätte es breite öffentlich Zustimmung gegeben. Luisa Neubauer hätte die Videos geteilt und per Tweets unterstützt. Katrin Göring-Eckardt hätte sie geliked und hätte gesagt: "Es ist gut, dass sich Schauspieler in dieser wichtigen Frage engagieren."

    Filmorganisationen hätten den Hashtag #gleichausschalten ins Leben gerufen, in dem man öffentlich überlegt, wie Filmproduktion ohne Emissionen möglich ist – zum Beispiel wieder per Kamerahandkurbel wie in den Zwanzigerjahren und durch die Rückkehr zum Stummfilm, weil dadurch stromsparend aufs Ton-Department verzichtet werden kann. Und durch die Zentralisierung der gesamten deutschen Filmproduktion in Berlin, was natürlich lästige Reisekosten spart. Filmstudios in anderen Teilen der Republik könnten rückgebaut und in Ateliers für Start-ups umgewandelt werden, die sich mit nachhaltiger Klimaneutralität beschäftigt.

    Niemand hätte sich mit Kleinigkeiten aufgehalten, also der Frage, ob man statt von Klimawandel vielleicht nicht besser von "Erderwärmung" oder "Erderhitzung" sprechen sollte, denn ein Klimawandel war ja auch schon die Eiszeit. Und ob nicht politisch korrekterweise die Vokabel "menschengemacht" hinzugefügt werden müsste, um die Schuldfrage klarzustellen. Niemand hätte sich darüber aufgeregt, ob der Vergleich zwischen Hamburg und Mallorca vielleicht zynisch ist gegenüber den Menschen in der Sahelzone, für die Erderwärmung noch etwas anderes bedeutet als für deutsche Schauspieler.

    Und niemand hätte über missverständliche Ironie philosophiert oder den Schauspielern vorgeworfen, dass sie Argumente für eine Öko-Diktatur zitieren, oder dass ihre Videos Bio-Terroristen ermutigen könnten.

    Die wöchentliche Maybrit-Illner-Sendung hätte die Aktion allerdings links liegengelassen und wichtigeres verhandelt: "Neue Mutti braucht das Land: Was bringt eine Kanzlerin Annalena Baerbock?!" Oder: "Vom Team Lockerung zum Team Dauerstreit: Spaltet Laschet die CDU?"

    Dummerweise haben sich die 52 deutschen Schauspieler in #allesdichtmachen aber zur Corona-Pandemie geäußert. In diesem Fall ist mal wieder alles ganz anders. Einmal mehr wird die Pandemie zum Lackmustest – diesmal für die Verfassung der deutschen Öffentlichkeit.

    Ohne Reflexion und Nachdenklichkeit: Grundsätzliche Mechanismen der neueren Öffentlichkeit
    Eine Diskussion für sich ist dabei die Frage, warum – in diesem Fall geschehen – alteingesessene Zeitungen und Radiosender, die den selbst gesetzten Anspruch haben, Qualitätsmedium zu sein, zunächst einmal nur aus Twitter-Tweets und Facebook-Postings zitieren und eine Debatte über die entsprechenden Schauspiel-Videos konstruiert haben, in der sie die Videos selber aber kaum – und wenn dann nur in Übernahme der Negativ-Wertungen ihre Kritiker – vorkommen lassen.

    Eine Ursache, aber kein zureichender Grund liegt sicher im Wunsch, schnellstmöglich zu reagieren. Auf der Strecke bleiben hier aber Reflexion und Nachdenklichkeit. Auf der Strecke bleiben auch eigene Standpunkte. De facto fungieren ausgerechnet die ihrer Natur nach langsameren Qualitätsmedien in diesem Fall nur als Echokammern der sozialen Netzwerke.

    Sie geben damit gerade ihr Alleinstellungsmerkmal auf. Alles das hat direkt mit #allesdichtmachen nichts zu tun; es geht hier um grundsätzliche Mechanismen (und Defekte?) der neueren Öffentlichkeit und um deren Wandel, der ohne Frage auch grundsätzlich und jenseits von der Pandemie-Berichterstattung zu analysieren ist.

    Vielleicht werden jedenfalls Heike Makatsch, Meret Becker und andere noch bereuen, dass sie sich bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung von #allesdichtmachen wieder vorschnell aus der Gruppe der Beteiligten zurückgezogen haben.

    In jedem Fall waren sie sehr schlecht beraten, das zu tun – auch wenn man gut verstehen kann, dass man den entsprechenden Shitstorm erst einmal aushalten muss, die moralische Verächtlichmachung in den sozialen Netzwerken und die Tatsache, dass man dort sehr leicht in die Nähe von Neonazis und Verschwörungstheoretikern gerückt wird, obwohl man in der eigenen Wahrnehmung bloß vom Recht zur eigenen Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hat, und wie die parlamentarische Opposition die Pandemie-Maßnahmen der Regierung kritisiert.

    https://www.heise.de/tp/features/Der...eitrag.beitrag
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  7. #17
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    AW: Aktion "alles dichtmachen" wird zum Desaster

    Am letzten Sonntag gab es den neuesten Tatort aus Münster. Einer der Hauptdarsteller ist Jan-Josef Liefers, also einer der prominentesten Akteure der Allesdichtmachen-Aktion. Die hysterisch agierenden Gegner dieser Aktion, die unter anderem den Mitwirkenden Todesdrohungen geschickt haben, wollten durch eine Boykottaktion die Leute davon abhalten den Tatort einzuschalten. Damit sollte ein "Zeichen" der Stärke gesetzt werden. Die Einschaltquoten haben aber gezeigt, dass wohl nur Linksradikale nicht eingeschaltet haben. Dieser Personenkreis dürfte aber ohnehin nicht zur Fangemeinde des Tatorts zählen. So erreichte dieser Tatort also extrem hohe Quoten, 14,5 Millionen Zuschauer schalteten ein. Das kann man durchaus als Sympathiebekundung für Liefers werten!
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