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    Täter-Opfer-Umkehr: Vater eines Getöteten wird von Polizei schikaniert

    Was ist das nur für ein Land? Ein Totschläger erhält eine Bewährungsstrafe und die Polizei macht den Vater des Opfers fertig......


    Polizei-Skandal: Syrer tötet 30-Jährigen - dann verfolgt Polizei Vater des Opfers

    2017 tötete ein junger Syrer den Sohn von Karsten Hempel (56) in Sachsen-Anhalt. Nach der Verurteilung des Täters auf Bewährung verfolgte die Polizei den Vater des Opfers – wegen angeblicher Rachepläne. Dabei wendeten die Ermittler nach FOCUS-Online-Recherchen illegale Methoden an. Hempel fordert Aufklärung.

    In Sachsen-Anhalt bahnt sich ein neuer Polizei-Skandal an. Nach Recherchen von FOCUS Online hat die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau versucht, einen verurteilten Gewaltverbrecher aus Syrien zu schützen und dabei rechtswidrige Maßnahmen gegen einen deutschen Familienvater ergriffen, dessen Sohn von dem Syrer getötet worden war.
    Polizei unterstellt Vater des Opfers Rachepläne gegen Syrer

    Konkret geht es um eine „Gefährderansprache“ gegenüber dem 56 Jahre alten Karsten Hempel aus Wittenberg. Das Mittel wird in der Regel bei Rechtsextremisten, Islamisten oder Hooligans eingesetzt, um sie frühzeitig von potenziellen Gewalttaten abzubringen. Im Fall von Hempel ging es um angebliche Rachepläne gegen den heute 21-jährigen Syrer Sabri H.
    Hintergrund: Am 29. September 2017 war der damals 17 Jahre alte Sabri H. mit Hempels Sohn Marcus in Streit geraten, direkt vor einem Einkaufszentrum in Wittenberg. Sabri H. schlug mit der Faust zu, das 30-jährige Opfer stürzte und erlag wenig später seinen Kopfverletzungen. Die Wunde am Unterkiefer rühre von einem Schlag, der „mit erheblicher Wucht ausgeführt“ wurde, vermerkten die Rechtsmediziner im Obduktionsbericht.

    Urteil gegen Sabri H.: zwei Jahre Haft auf Bewährung

    Für die brutale Tat wurde Sabri H. im März 2020 verurteilt. Nicht wegen Mordes, nicht wegen Totschlags, sondern wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“. Zwei Jahre Haft auf Bewährung, dazu 120 Arbeitsstunden – dieses Strafmaß hielt die Jugendstrafkammer am Landgericht Magdeburg für angemessen. Sabri H. blieb also auf freiem Fuß. Und ist es bis heute.
    Ende 2020 hatte die Polizei eigenen Angaben zufolge einen mündlichen Informanten-Hinweis erhalten, wonach Karsten Hempel sich für den Tod seines Sohnes rächen und Sabri H. Gewalt antun wollte. Bis heute bestreitet der Vater die angeblichen Pläne vehement.
    "Gefährderansprache": Polizisten kamen direkt ins Büro

    Dennoch suchten ihn zwei Kripobeamte im Dezember 2020 in seiner Arbeitsstelle auf und hielten eine „Gefährderansprache“. Hempel, der als Bauleiter arbeitet, sah sich dadurch in die Rolle eines Kriminellen gedrängt. Seine Kollegen wurden Zeugen der befremdlichen Situation, auch wenn das eigentliche Gespräch in einem separaten Raum stattfand.
    Ziel der Ansprache war es, „Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu verhindern“, erklärten die Polizisten. Hempel sollte es unterlassen, „Personen zu beauftragen oder anzustiften“, Sabri H. „an der Gesundheit zu schädigen oder ihn zu bedrohen“. Auch er selbst solle von Racheaktionen Abstand nehmen. Tue er das doch, drohten ihm „weitere sicherheitsbehördliche Maßnahmen“ bis hin zur Inhaftierung.
    Karsten Hempel: Erinnerungen an düstere DDR-Zeiten

    Hempel traute seinen Ohren nicht und fühlte sich an finsterste DDR-Zustände erinnert. „Ich dachte, die Zeit der Stasimethoden sei vor 30 Jahren abgelaufen“, sagte er den Beamten. Dass die Staatsmacht auf haltlose Denunziationen von Bürgern reagierte und damit unschuldige Menschen ins Unglück stürzte, war im Osten gang und gäbe. Aber in einem demokratischen Rechtsstaat? Auf die Frage, wer denn der Hinweisgeber gewesen sei, erhielt Hempel keine Antwort.
    Allerdings hegte der 56-Jährige einen Verdacht. Er ging davon aus, dass der „Tipp“ aus dem Umfeld des verurteilten Gewalttäters Sabri H. kam – oder sogar von dem Syrer selbst. Denn wahr ist, dass Vater Hempel im Nachgang zum Strafprozess Kontakt zu Sabri H. gesucht hatte, um ihn zivilrechtlich zu belangen – mit Erfolg.
    Zivilklage gegen Sabri H.: Mehr als 25.000 Euro für Vater

    Eine Zivilkammer des Landgerichts Dessau-Roßlau verurteilte Sabri H. im Juli 2020, Hempel sämtliche Schäden zu ersetzen, die ihm „aus der Tötung seines Sohnes“ entstanden seien. Konkret sprach ihm das Gericht 20.000 Euro Hinterbliebenengeld sowie 5300 Euro Anwaltskosten zu. Die in dem Versäumnisurteil festgelegten Summen sind laut Gericht „vollstreckbar“.
    Karsten Hempels Versuch, das ihm zustehende Geld pfänden zu lassen, scheiterte. Gegenüber einem Gerichtsvollzieher behauptete Sabri H. Anfang Dezember 2020, dass er weder über Ersparnisse noch Möbel noch sonstige Wertgegenstände verfüge.
    Außerdem gab er an, nicht unter seiner regulären Meldeanschrift zu wohnen, sondern bei der Familie einer Freundin. Diesen „Umzug“ hätte er dem Landgericht Magdeburg laut Bewährungsbeschluss freilich melden müssen, was er jedoch nicht getan hatte. Karsten Hempels Rechtsanwalt forderte die Staatsanwaltschaft daraufhin auf, einen möglichen Verstoß gegen die Bewährungsauflagen zu prüfen.
    Hempel stellte Strafanzeige wegen "falscher Verdächtigung"

    Es liegt auf der Hand, dass sich Sabri H. durch die legitimen Nachforschungen von Karsten Hempel gestört fühlte. Fakt ist: Irgendwann ging beim Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt der Hinweis ein, wonach Vater Hempel sich angeblich an dem Syrer gewaltsam rächen wolle. Unmittelbar danach kam es zur „Gefährderansprache“.
    Hempel wollte die haltlose und aus seiner Sicht illegale Polizeimaßnahme nicht hinnehmen. Er legte Widerspruch ein und stellte Strafanzeige gegen Unbekannt – wegen „falscher Verdächtigung, übler Nachrede und Vortäuschens einer Straftat“.
    Polizei gesteht Fehler ein: Maßnahme war "rechtswidrig"

    Nach Informationen von FOCUS Online hat sich der Kampf des Vaters gelohnt: Die Polizei musste den Fehler mittlerweile offiziell einräumen. Mit Bescheid vom 1. März 2021 teilte die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau Karsten Hempel mit, dass die polizeiliche Maßnahme gegen ihn „rechtswidrig war“ und deshalb „zurückgenommen wird“.
    Zur Begründung hieß es in dem Schreiben, eine „ausreichend konkretisierte Gefahrenlage war vorliegend nicht nachweisbar gegeben“. Somit lag „die Voraussetzung für den Erlass einer Verbotsverfügung (Gefährderansprache) nicht vor“.
    Interne Polizei-Mails: "Kuh vom Eis bekommen"

    Aus polizeiinternen E-Mails, die FOCUS Online vorliegen, geht hervor, dass den Verantwortlichen die rechtlichen Probleme schon früh bewusst waren. So vermerkte die Sachgebietsleiterin Recht/Personal bei der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau, man sollte in der Sache „ganz kleine Brötchen backen“ und möglichst schnell versuchen, „die Kuh vom Eis zu bekommen“. Ihrer Einschätzung nach ging die Gefährderansprache „weit über das in diesem Rahmen Zulässige hinaus“.
    In einem anderen Schreiben heißt es, zum Zeitpunkt der Gefährderansprache bestand „keine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür, dass in absehbarer Zeit ein Schaden für ... Herrn Sabri H. eintreten wird, der dem Widerspruchsführer (Hempel) zuzurechnen wäre.“
    "Ein Skandal": Vater fühlt sich behandelt wie Straftäter

    Auf Deutsch: Die Polizei in Sachsen-Anhalt hatte zu keiner Sekunde einen belastbaren Verdacht gegen Karsten Hempel. Allein aufgrund eines völlig substanzlosen „Informanten-Hinweises“ unterstellte man ihm Pläne für Selbstjustiz – und überzog ihn mit einer illegalen Maßnahme. „Ein Skandal“, findet Hempel. Obwohl er als Vater eines getöteten Kindes Opfer einer Gewaltstraftat wurde, habe man ihn „wie einen Täter behandelt“ – und den wahren Täter Sabri H. „als Opfer eingestuft“.
    Der 56-Jährige betont gegenüber FOCUS Online, ihm sei es immer um Recht und Gerechtigkeit gegangen, nicht um Rache. Deshalb gibt er sich auch nicht mit dem Rücknahmebescheid der Polizei zufrieden. Er will die komplette Ermittlungsakte zu seinem Fall einsehen, auch die bislang geschwärzten Stellen.
    Rechtsanwalt: Notfalls Klage auf ungeschwärzte Akten

    Dort, so vermutet Hempel, hat die Polizei den Namen des „Informanten“ notiert. Hempels Rechtsanwalt hat den Ermittlern bereits mitgeteilt, sein Mandant habe Anspruch darauf, „Ross und Reiter zu erfahren“. Notfalls werden man die vollständigen Akten „beim Verwaltungsgericht einklagen“.

    Polizei-Skandal: Syrer tötet 30-Jährigen - dann verfolgt Polizei Opfer-Familie - FOCUS Online

    ...es dürfte kein Zufall sein, dass so etwas in Sachsen-Anhalt passiert. Dort regiert der Kommunist Ramelow
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #2
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    AW: Täter-Opfer-Umkehr: Vater eines Getöteten wird von Polizei schikaniert

    Ein düsteres Land, in dem wir leben müssen!
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  3. #3
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    AW: Täter-Opfer-Umkehr: Vater eines Getöteten wird von Polizei schikaniert

    >Ein düsteres Land, in dem wir leben müssen!

    Frei nach dem bedauerlich erschossenen Politiker der meinte: Wems nicht paßt, der kann ja das Land verlassen.

    Noch darfst Du hier raus - wer weiß wie lang das nocht erlaubt ist...

    Mir paßt so vieles nimmer - ich nehme den guten Rat an... Kanns nicht erwarten daß endlich die Bodenprobe gemacht wird die der Käufer braucht bevor er Notartermin macht...

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