Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano in Panama!
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  1. #1
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    Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    1. Thema: Ersparnisse

    These 1:

    Das Geld soll immer im Umlauf sein. Das heisst, die Menschen sollen kein Geld horten (sparen), damit es immer Konsum gibt.

    Es gibt Bestrebungen, dass den Leuten nur gerade das nötigste zum Lebensunterhalt bleiben soll, so dass sie kein Geld sparen können (working poor). Dafür haben sie staatliche Sozialversicherungen.

    These 2:

    Ersparnisse sind erforderlich, weil es vielleicht einmal magerere Zeiten gibt und man dann froh ist, auf diese Ersparnisse zurückgreifen zu können. Wie gesichert ist der Sozialstaat? Wie gross seine Rücklagen?

    These 3:

    Ersparnisse sind ansich gut, weil sie nicht für den Konsum für Verbrauchsgut verwendet werden, sondern für (grössere) Investitionen. Investitionen dienen nicht zum Erhalt (wie Verbrauchsgut), sondern haben den Zweck der Verbesserung. Durch die Verbesserung kann z.B. das Verbrauchsgut verringert werden, ohne Leistungen einbüssen zu müssen, was bei gleichem Einkommen mehr Gewinn abwirft, der wiederum für neue Investitionen gespart werden kann.

    These 4:

    Ersparnisse sind gut, weil man sich damit Träume erfüllen kann. Oder dass Geld für ein Hobby übrig bleibt. Für Urlaub.
    Geändert von abandländer (30.03.2021 um 13:28 Uhr)
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  2. #2
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    Angesichts der Niedrigzinsen - aber auch aufgrund von geringen Einkommen - sparen die Leute hierzulande kaum noch etwas. Die legendäre Sparwut der Deutschen ist nur noch eine Erinnerung an ferne Zeiten. Die Regierung sieht es mit Wohlwollen, hatte bereits vor 15 Jahren an Plänen gearbeitet, die Inflation anzuheizen um den Konsum zu steigern. Wer allerdings keine Rücklagen hat und in Krisenzeiten auf den Staat angewiesen ist, merkt sehr schnell, dass er verloren hat. 3 Monate Mietrückstand rechtfertigen die Kündigung durch den Vermieter. Energieversorger haben kein offenes Ohr für persönliche Schicksale.
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  3. #3
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    2. Thema: Steuern

    Steuern werden für verschiedene Dinge gebraucht. Steuern werden auch verwendet, um Dinge zu steuern - z.B. künstlich zu verteuern, um die Nachfrage zu senken, oder Einnahmen zu generieren, wobei im "Liberalen Rechtsstaat" nicht doppelt versteuert werden darf und die Einnahme nicht für völlig andere Zwecke verwendet werden sollten. Z.B. Alkoholsteuer sollte themenbezogen eingesetzt werden, das kann auch der Gesundheitsbereich sein. Oder Treibstoffsteuern in die Verkehrsinfrastruktur und nicht für die Rente oder NGOs.

    Stark vereinfacht erzählt, weil sonst alles viel zu kompliziert wäre:

    Historisch betrachtet war die Steuer eine Art Schutzgeld. Die Bauern gaben Teile ihrer Ernte an den König/Kaiser - ob in Naturalien oder in Form von Geld, das beim Verkauf auf dem Markt eingenommen wurde -, der wiederum unterhielt eine Armee, welche die Bauern vor Plünderern und Banditen schützte. Es war eine Art Versicherung gegen Plünderer (die lieber von anderen nehmen, als selbst zu produzieren). Die Bauern hatten natürlich ein Interesse daran, dass sie Teile ihrer Ernte und ihr Vieh behalten konnten, ihre Häuser nicht niedergebrannt, ihre Frauen und Töchter nicht entführt und ihre Söhne nicht getötet werden.

    Der Köig und seine Armee hatten ein Interesse daran, dass die Bauern möglichst viel produzieren, da sie einen Teil davon als Steuern erhielten und der König auch möglichst viel einnehmen wollte, um seine Streitmacht zu vergrössern. Zum einen, um die eigenen Ländereien mit einer überlegenen Armee gegen Konkurrenten verteidigen zu können, zum Anderen, um noch mehr Land zu erobern, auf dem mehr Bauern lebten, die noch mehr produzierten, was eine noch grössere Armee und noch mehr Macht bedeutete.

    Da die Macht zentral lag und das Königreich immer grösser wurde, mussten Verbindungen geschaffen werden. Die Reiche breiteten sich entlang von Gewässern aus. Später wurden Strassen gebaut, über die in entlegenere Regionen vorgestossen werden konnte. Wasser und Landstrassen mussten kontrolliert werden, was auch dem Handel zu Gute kam - den es ebenfalls vor Plünderungen zu schützen galt. Produkte aus entfernten Regionen waren nun regelmässig verfügbar. Felle, die im Norden relativ günstig waren, wurden im Süden hoch gehandelt. Neben dem ursprünglichen Zweck der Strassen, nämlich, dass Armeen und Tross relativ schnell zur Verteidigung des Reiches an die Aussengrenzen verlegt werden konnten, wurden sie auch als Handelswege genutzt.

    Um es nicht noch weiter in die Länge zu ziehen: Der Staat hat das Monopol. Die Steuern dienen im Wesetnlichen zur Finanzierung der staatlichen Sicherheit (= Sicherheit der Bürger) und zum Ausbau, sowie Instandhaltung der Infrastruktur.

    Mit der Zeit kam auch noch die Soziale Sicherheit, bzw. der Sozialstaat hinzu. Eine staatliche Versicherung, in die jeder Erwerbstätige und Arbeitgeber verpflichtet ist, einzuzahlen. Wer zur Einzahlung verpflichtet ist, der hat im Gegenzug im Bedarfsfall auch das Recht auf Leistung. Nun gibt es aber ein Problem. Das Recht auf staatliche Leistung wird auch Personen gewährt, die niemals die Pflicht hatten, einzuzahlen. Natürlich geht die Rechnung dann nicht auf.

    Der Staat hat das Monopol Steuern zu erheben und diese nahezu beliebig zu bestimmen. Wer sich dem nicht beugt, der wird bestraft.

    Gäbe es innerhalb eines Staates einen harten Steuerwettbewerb - in föderalen Systemen gibt es zwar einen 'sanften' Wettbewerb, dann gibt es aber i.d.R. noch eine monopolistische Bundessteuer -, müsste für maximale Akzeptanz, die Last tendenziell verringert und die Leistung tendenziell erhöht werden (positive Auslese).

    Die westlichen Staaten tendieren zur Zeit zu einem immer weiter aufgeblähten Staatsapparat, der möglichst viele Kompetenzen von den Bürgern (der Mehrheit) weg hin zu einer allwissenden Minderheit von Technokraten transferieren möchte - der alles regelt, von der Wiege bis zur Bahre - dann noch weiter hin zu einem Zentralstaat und im (Idealfall) in eine unipolaren Welt, in der eine quasi allmächtige und allwissende Minderheit uneingeschränkte Macht geniesst. Die Umsetzung und Aufrechterhaltung dieses Superstaates kostet viel Geld, dazu braucht es viel Steuermittel und neue Steuern. Der "Great Reset" fantasiert davon, dass alle Menschen (ausser der herrschenden Minderheit) besitzlos sein sollen - alles gehört "dem Staat" oder gewissen Konzernen, die Monopole und Kartelle aufrecht erhalten und de facto mit dem Superstaat verschmolzen sind. Die Menschen nutzen alles "On Demand", Abweichlern werden Leistungen verweigert, Systemtreuen und Unterstützern werden zusätzliche Leistungen gegönnt.

    Das Gegenmodell hierzu ist die Liberale Demokratie, die wir bis dato erleben durften. Wobei der Föderalismus und das Subsidiaritätsprinzip (das auch flexibel auf lokale Besonderheiten reagieren kann), sowohl Wettbewerb, Innovationskraft (positive Auslese) wie auch Freiheiten noch weiter fördern und Machtkonzentrationen begrenzen.

    In der Phase des Umbaus der westlichen "Demokratischen Rechtsstaaten" zum - vielleicht kann man es wirklich als eine Art Stamocap beichnen? - werden Steuermittel für die Finanzierung von bestimmten NGOs eingesetzt, was ebenfalls eine Zweckentfremdung darstellt. Aufgaben, die der Staat nicht erledigen kann, weil noch Restbestände des Rechtsstaates bestehen, werden an NGOs ausgelagert, die beinahe wie Geheimdienste operieren, um bestimmte Tatsachen zu vollenden. Ohne demokratische Legitimation, aber mit Steuergeldern. Während Strassen vernachlässigt werden, Schulgebäude verfallen ...
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  4. #4
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    3. Thema: Inflation

    Vom Mechanismus her, schrumpft bei einer Inflation das Vermögen der Sparer in entsprechender Währung, wobei aber auch fixe Schulden in entsprechender Währung schrumpfen.

    Einige meinen, es gäbe z.Z. keine Inflation, weil die Milch und das Brot immer noch so wenig/viel kosten, wie bis anhin. Dabei fluten die Zentralbanken den Markt mit Geldmengen (Schulden, da noch keine Wertschöpfung dahinter steht). Aber diese Geld wird eben nicht an diejenigen verteilt (z.B. mittels flächendeckender Lohnerhöhung), die ganz unten in der "Nahrunskette" sitzen und damit dann auf Grosseinkauf gehen, z.B. Milch und Brot in Mengen kaufen, so dass sich deren Preise erhöhen.

    Das Geld geht an Banken und an Konzerne, die z.B. ihre Aktien zurückkaufen. Es gibt einen "Börsenboom". Der Anlagefonds meiner Bank wurde letzten September im Idealfall mit einem Jahresertrag von +6.1% - bei einem Risiko von -14.8% prognostiziert. Jetzt steht er bei +18.5%. Was kann das anderes sein, als Inflation?

    Die Aktien aller robusten Firmen, der Wert von Kryptowährung (>Ethereum<), sowie die Rohstoffpreise gehen rauf. Kaffee, Holz, Kupfer, Palladium, Rhodium - beliebiger Rohstoff (natürlich spielt die Suez-Havarie auch eine bestimmte Rolle, aber keine langfristige) - was Auswirkungen auf die Pruduktpreise haben wird, was dann Letztendlich beim "Endverbraucher", der ganz unten in der "Nahrungskette" sitzt, ankommen wird. Sein Lohn wird erst erhöht, wenn die Milch und das Brot schon mehr kosten und die Firmen (die sie verkaufen) schon mehr Einnahmen "generiert" haben.

    Man munkelt, dass Gold und Silber "künstlich" tief gehalten werden, während alles andere (Aktien, Rohstoffe) steigt, da sie als Indikator für Inflation gelten, so wie der Ölpreis der Indikator für die Lage der Realwirtschaft ist.

    Indexfonds ETF
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  5. #5
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    Inflation ist von Banken und Regierungen gewollt. 2% gilt als "gesund". Trotz einer gefühlten Inflation von 5-6% machen uns die entsprechenden Stellen vor, wir lägen bei 1%.

    Wir haben einen Thread zum Thema. Siehe hier https://open-speech.com/threads/808280-Inflation
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  6. #6
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    4. Thema: Alternative Währungen

    Friedrich A. von Hayeks Theorie der Entnationalisierung des Geldes

    Hayeks Werk muss vor dem Hintergrund Jahrzehnte langer weltweiter Inflationserfahrung gesehen werden. Es erscheint zu einer Zeit, als die Weltwirtschaft um die Überwindung einer Kombination aus hoher Inflation und wachsender Arbeitslosigkeit kämpfte. Der gleichzeitige Zusammenbruch des starren wechselkurspolitischen Regimes von Bretton Woods und der Ölpreisschock des Jahres 1973 hatten gravierende wirschaftliche Folgen, die das allgemeine Vertrauen in staaliche Stellen und wirtschaftspolitische Entscheidungsträger erschütterte. Aus den schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit erklärt sich auch sein Plan, "den Ursprung und die Wurzel allen monetären Übeld - das Regierungsmonopol bei Emissionen und Kontrolle des Geldes" zu beseitigen. Allerdings behielten in seinem Voschlag auch staaltliche Notenbanken ihre Emissionsfunktion, jedoch nicht mehr in einer Vorrangstellung durch gesetzliche Annahmepflichten, sondern in einer gleichgestellten Wettbewerbssituation mit nichtstaatlichen Geldanbietern. Damit unterscheidet sich der Plan von den sogenannten free banking-Systems, in denen nur private Emissionsbanken auftreten (historischers Beispiel: Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts in Britannien).

    In dem von Hayek vorgeschlagenen Regime können also sogenannte Emissionsbanken ihre eigenen Banknoten mit markenrechtlich geschützter Bezeichnung herausgeben und Konten einrichten, die auf ihre private Währung lauten. Die Umlaufmittel verschiedener Emittenten sollten mit variablen Wechselkursen untereinander austauschbar sein. Ausser einer Einlösepflicht in die staatlich emittierte Wöhrung, die jedoch nur als Untergrenze gedacht ist, sollen die Banken keinerlei staatlichen Regulierungen unterworfen werden. Wettbewerb und Gewinnmaximierung würden zu einem Gleichgewicht führen, in dem nur Umlaufsmittel mit einem stabilen Einlösewert (gemessen an Realwerten) auf dauer existieren. Die Existenz von Trittbrettfahrern, die erfolgreiche Währungen trotz Schutz der Markennamen als sogenanntes "Schmarotzergeld" herausgeben, schliesst Hayek dabei nicht aus. Die Primäremittenten sollen ihr durch Weigerung einer Einlösezusage zu einem festen Kurs begegnen. Überwacht werden die Emissionsbanken im Modell durch die Presse und insbesondere über die Tauschmittelbörse, in der die Währungen zueinander und zu bestimmten Realgütern in Relation gesetzt werden. Emittenten, denen es auf diesem frei zugänglichen Markt nicht gelingt, Vertrauen in die Stabilität der eigenen Währung zu vermitteln, werden aus dem Markt gedrängt, so dass am Ende des Anpassungsprozesses nur wertstabile Währungen übrig bleiben.




    Bewertung: Von Hayeks Konzept im Zusammenhang mit E-Geld und mit dem Internet

    Mit der Diskussion um elektronisches Geld, wie es zuvor zur Untersuchung geldpolitischer Aspekte definiert wurde, hat die Debatte über eine Entnationalisierung der Währung nur am Rande zu tun: Die bei E-Geld so wichtige Beziehung zwischen Herausgeber, Nutzer und Akzeptant steht bei Fragen der Währungsordnung nicht im Vordergrund - vorausbezahlt oder mit Zahlungsaufschub versehen spielt also keine entscheidende Rolle. Eine ernst zu nehmende Währungskonkurrenz könnte den Zentralbanken nur an allen Fronten gleichzeitig erwachsen, müsste also in möglichst vielen Formen (Bar-, Buchgeld, E-Geld), Zahlungsprozess (Instrumentenwahl) und Betragshöhen mit dem nationalen Geld konkurrieren können.

    Die bei E-Geld weitgehend übliche Konzentration auf kleine Transaktionsbeiträge und niedrige Guthabensummen alleine stellt keine echte Konkurrenz für die staatlich emittierten Währungen dar.

    https://publikationen.bibliothek.kit...000001059/1005



    Zusammengefasst sind alternative Währungen nichts weiter als Wertpapiere, deren Wert sich in erster Linie über das Prinzip von Angebot und Nachfrage definiert. Sie werden mit "normalem" Geld gekauft und sind auf eine bestimmte Zahl begrenzt (Bitcoin z.B. auf 21 Milionen Coins). Der Kurs steigt, so lange mehr "normales Geld" in Bitcoins getauscht wird. Er kann aber noch schneller wieder fallen, wenn sich der Trend umkehrt.

    Viele sehen alternative Währungen als Alternative zu Gold, das im Unterschied aber tatsächlich einen "Realen Wert" darstellt.
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  7. #7
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    Solche Theoretiker haben schon viel Elend über die Welt gebracht......

    ...Aus den schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit erklärt sich auch sein Plan, "den Ursprung und die Wurzel allen monetären Übeld - das Regierungsmonopol bei Emissionen und Kontrolle des Geldes" zu beseitigen.

    Die Bundesbank war politisch unabhängig und vom Grundgesetz her verpflichtet gegen die Inflation zu arbeiten. Das hat die Mark stark gemacht. In anderen Ländern war das anders und mittlerweile ist die für den Euro zuständige EZB vom "deutschen Modell" abgewichen und betreibt eine desaströse Geldpolitik

    In dem von Hayek vorgeschlagenen Regime können also sogenannte Emissionsbanken ihre eigenen Banknoten mit markenrechtlich geschützter Bezeichnung herausgeben und Konten einrichten, die auf ihre private Währung lauten.
    ...ähnliches gab es doch schon und hat die Währungskrise von 2008 ausgelöst. US-Banken gaben eigene Wertpapiere aus, die sich am Ende als wertlose Papiere herausstellten.
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  8. #8
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    5. Thema: Das Experiment mit alternativen Währungen

    Es ist eigentlich nicht meine Art zu "spekulieren", aber da das für dieses Experiment Risiko relativ gering ist, mache ich eine Ausnahme.

    Hätte ebenso Bitcoin sein können, habe mich aber für Ethereum entschieden, weil da mit den "Smart Contracts" doch noch mehr Substanz dahinter steht und sich die Technologie entwickelt, anders als bei Bitcoin, wo es einfach so lange "minings" gibt, bis die 21 Mio. Coins "are mined / gemined sind". Und was danach ist, weiss noch niemand.

    Das Phänomen besteht ja darin, dass all die Alternativwährungen auch als Alternative Anlagen z.B. zu Gold gesehen werden und die Tendenz (aufgrund der begrenzten Ressource gegenüber hoher Nachfrage) ein steigender Kurs ist.

    Es ist quasi der Dotcom, bzw. Tesla-Effekt: eine "neue Technologie" und alle wollen einsteigen und dabei sein "weil das (angeblich) die Zukunft" ist.

    Der "psychologische" Effekt: Weil die Kurse dauernd zu steigen scheinen, steigt niemand aus und alle gehen rein, dadurch steigt eben der Kurs. Würde der Kurs plötzlich über einen längeren Zeitraum fallen, würden viele abspringen, was den Fall des Kurses noch verstärkt. Das wird irgendwas wohl eintreffen, weil "keine Substanz" dahinter steht, ausser eben dem Geld der "Investoren", die dieses eben auch schnell wieder rausziehen könn(t)en.

    Doch bis dahin dauert es noch eine Weile. Und weil die Tendenz noch auf steigend steht, bietet sich die Gelegenheit für das Experiment.
    Gekauft Anteil Ethereum ETF - nur Anteile, die 100% Ethereum entsprechen (Anteil 1:100), Briefwert 39.30 für limitiert 37.50 - vielleicht fällt der Kurs nicht auf 37.50, dann wäre das Experiment beendet - aber der Nettoinventarwert liegt lediglich bei 31.02, also liegt der Briefwert schon da 22% darüber.

    Ziel ist es, die Anteile nach 2 Wochen zu verkaufen - sofern nichts ungewöhnliches passiert - und die Differenz anzuschauen.
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  9. #9
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    AW: Verschiedene Ansichten zur Wirtschaft

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Solche Theoretiker haben schon viel Elend über die Welt gebracht......
    bei mir hatte das Studium seiner Werke damals den Eindruck hinterlassen, dass er bisweilen die Grenzen zum Anarchismus überschritt und damit für meinen Geschmack etwas zu extrem argumentierte, letzteres warf auch Ludwig von Mises einmal ein. Andererseits muß man berücksichtigen, dass sich die demokratischen Kräfte Österreichs damals in einer mörderischen Auseinandersetzung mit dem marxistischen Übel befanden, welches damals in Österreich tobte. Ohne die Attacken des Totalitarismus auf Freiheit und Demokratie, wäre das Werk von Hayeks ganz gewiss wesentlich moderater ausgefallen. Vielleicht hätten sie unter solchen Bedingungen auch mehr Zeit für rein empirische Studien gefunden, denn so funktioniert Wissenschaft wirklich und nicht, indem aus einigen psychologischen Annahmen ganze ökonomische Systeme deduziert werden. Diesen Leuten sei gesagt, dass Wissenschaft entweder rein dem naturwissenschaftlichen Modell folgt, oder nicht ist.

  10. #10
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    Zitat Zitat von abandländer Beitrag anzeigen
    5. Thema: Das Experiment mit alternativen Währungen

    Es ist eigentlich nicht meine Art zu "spekulieren", aber da das für dieses Experiment Risiko relativ gering ist, mache ich eine Ausnahme.

    Hätte ebenso Bitcoin sein können, habe mich aber für Ethereum entschieden....
    Es liegt wohl an meinem Alter, dass ich diesen ganzen Kryptowährungen nicht viel abgewinnen kann. Mir ist das schlicht zu suspekt. Ein großer Spekulant in diesem Bereich ist ja Tesla. Das so ein Investment riskant ist, zeigt die Türkei.......


    Ein möglicher Milliardenbetrug mit Kryptowährungen erschüttert seit Tagen die Türkei. Viele Anleger stehen vor dem finanziellen Ruin. Wie konnte es so weit kommen?..............

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft...erkei-101.html
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