Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano in Panama!
Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. #1
    Registriert seit
    25.04.2011
    Beitrge
    26.931


    Did you find this post helpful? Yes | No

    Groalarm ausgelst Feuerwehr lscht Brand an Schleidener Flchtlingsunterkunft

    Ein Artikel voller Auslassungen, mit einseitiger Berichterstattung, mit eindeutiger Gewichtung, voller Framing:

    Groalarm ausgelst
    Feuerwehr lscht Brand an Schleidener Flchtlingsunterkunft

    Das Titelbild des Feuers ist beeindruckend. Dieses Bild bitte ich allerdings dem Artikel selbst zu entnehmen. Link wie immer am Ende.

    Schleiden -
    Meterhoch schlugen die Flammen in den Himmel, als gegen 5 Uhr am Freitagmorgen die ersten Einsatzkrfte der Schleidener Feuerwehr an der Flchtlingsunterkunft Schelde auf dem Vogelsang-Gelnde eintrafen. Das Haus Nummer 21 der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) brannte lichterloh. Nach Angaben der Polizei und der Bezirksregierung Kln ist die Brandursache zwar noch unklar. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es jedoch nicht.
    Es scheint - man lese auch den Artikel weiter, denn die Ungereimtheiten kommen noch - dass man nicht so ganz genau mgliche Ursachen herausstellen will, deshalb erst einmal die Beruhigungspille, dass ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht erkennbar sei. Normalerweise heit es bei dieser Art von Brand, dass Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann - nur: Das Wort Brandstiftung wollte (ohne fremdenfeindlichen Hintergrund) die Zeitung so gar nicht in den Mund nehmen.

    182 Menschen sind aktuell nach Angaben der Bezirksregierung in der Einrichtung untergebracht, zwlf in dem vom Feuer betroffenen Gebude. Durch die Brandmeldeanlage waren die Bewohner aus dem Schlaf gerissen worden zum dritten Mal in dieser Nacht (siehe Ermittlungen).
    Und jetzt wird es spannend, denn alleine aufgrund der Schilderung dieser Nacht htte der Satz, dass Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann, dringend in den Artikel gehrt.

    Eine Bitte noch an die Leser: Man merke sich fr den weiteren Verlauf die Zahl von 182 Flchtlingen, die in der Unterkunft untergebracht sind.

    Die Bewohner, auch die der angrenzenden Huser, konnten sich in Sicherheit bringen. Wie Feuerwehr-Einsatzleiter Wolfgang Fuchs berichtete, erlitten sechs Menschen leichtere Verletzungen, eine Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
    So, nun erst einmal zu den 182 Personen, die dort untergebracht sind, wo bis 2005 800 belgische Soldaten dauerhaft untergebracht waren, brigens, ohne dass es brannte.

    Nun also wurde das Gebude 2017 umgebaut und fr Flchtlinge hergerichtet und wenig spter brennt es lichterloh.

    Und zwar so lichterloh, dass es zu einem Vollalarm kam:

    Die Rettungsleitstelle des Kreises lste Vollalarm fr die Feuerwehr der Stadt Schleiden aus, die mit 70 Krften vor Ort war. Dazu wurden weitere 30 Krfte im Rahmen der berrtlichen Hilfe nach Vogelsang beordert. Aus Bleibuir, Hergarten und Simmerath-Eicherscheid wurden vor allem die Lschfahrzeuge mit groen Wassertanks bentigt, um im Pendelverkehr von Morsbach aus die Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicherzustellen. Die Hellenthaler Feuerwehr stand bereit, um im Fall eines weiteren Einsatz im Stadtgebiet Schleiden diesen zu bernehmen.
    Der Artikel schildert zwar den Einsatz minutis. Die minutise Schilderung der Feuerwehraktion soll von den Hintergrnden und genaueren Schilderungen um den Brand ablenken.

    Zudem rckten die Besatzung des Atemschutz-Containers aus dem Brandschutzzentrum Schleiden, die IuK-Einheit (Information und Kommunikation) des Kreises aus Euskirchen und Kall sowie der Verpflegungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes aus Kall aus. Auch der Rettungsdienst des Kreises Euskirchen und aus der Stdteregion Aachen war mit zahlreichen Krften vor Ort. Aufgrund des besonderen Einsatzobjektes und des hohen Koordinierungsbedarfs kam auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Johannes Gebertz zur Untersttzung der Einsatzleitung nach Vogelsang. Vor Ort machten sich Schleidens Brgermeister Ingo Pfennings und Landrat Markus Ramers ein Bild von der Lage. Beide dankten im Anschluss den Einsatzkrften, durch deren professionellen Einsatz Schlimmeres habe verhindert werden knnen.
    Angrenzende Gebude geschtzt

    Gegen 6 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle, die Nachlscharbeiten zogen sich noch ber mehrere Stunden bis etwa 12 Uhr hin. Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr gelang es, die angrenzenden Gebude zu schtzen. Whrend das Haus Nummer 21 komplett niederbrannte, sind an den an drei Seiten angrenzenden Husern laut Fuchs nur Schden an Fassaden und Fenstern entstanden.
    Fr Rolf Klcker, Geschftsfhrer des Roten Kreuzes im Kreis, das die Einrichtung betreibt, stand im Vordergrund, dass bei solch einem Brand niemand ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Seine Gedanken sind bei den durch den Brand betroffenen Bewohnern: Das Bisschen, was sie nur hatten, haben sie durch den Brand verloren. In der Kleiderkammer konnten sich die Menschen, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, mit dem Ntigsten eindecken.
    Unter den Bewohnern muss der oder mssen die Brandstifter sein. Nachdem der Leser sich nmlich totgelesen hat, kommt die Information um die vorausgegangenen Ungereimtheiten beilufig in einem Kasten in Kleindruck links neben dem Artikel:

    1)
    Ermittlungen

    Mehrere Vorflle hat es in der Nacht zum Freitag in der Unterkunft gegeben. Um 2.25 Uhr schrillte die Brandmeldeanlage laut Bezirksregierungs-Sprecherin Vanessa Nolte zum ersten Mal: Ein Handdruckmelder im Gebude 21 war willkrlich und grundlos gedrckt worden.
    2) und 3)

    Im Haus 20 war es um 4.05 Uhr ein kokelnder Mlleimer, der vom Sicherheitsdienst gelscht wurde, bevor es gegen 5 Uhr zum Grobrand kam.
    4)

    Die Mordkommission der Bonner Polizei, in der auch die Brandermittler aktiv sind, hat die Ermittlungen bernommen.
    5)

    Wie Pressesprecher Robert Scholten sagte, seien mehrere Teams vor Ort. Aufgrund der hohen Gefahr in einer Einrichtung mit so vielen Bewohnern nutze man das groe Besteck. (rha)

    Das ist also das, was der Leser gar nicht groartig lesen soll und was auch nicht nher erlutert wird, weder, warum wegen Mordes ermittelt wird, noch wieso und was das "groe Besteck" ist. Fachterminologie hat keinen Laien zu interessieren.

    Aber nun wird gebarmt, was das Zeug hlt. Dass unter den Flchtlingen Brandstifter sein mssen, spielt offensichtlich keine Rolle. Es sind Opfer, die "ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben".
    Da passt es ganz gut, dass die Zeitung darauf verzichtet, zu schildern, welche Ethnien in der Flchtlingsunterkunft leben, wie die Altersstruktur ist, ob Familien dort leben. Einfach nichts.

    Whrend die Bewohner aus den insgesamt sechs whrend des Brandes evakuierten Gebuden zunchst in der Kantine betreut wurden, wurde spter eine Verlegung beschlossen, da einige Gebude derzeit nicht nutzbar sind unter anderem, weil laut Klcker der Strom teilweise abgestellt wurde.
    94 Bewohner wurden am frhen Freitagnachmittag mit zwei gecharterten Bussen in die ZUE nach Euskirchen gebracht nachdem sich sich zuvor nach Angaben von Rolf Klcker einem Corona-Schnelltest hatten unterziehen mssen. Ausreichend Platz steht dort zur Verfgung.
    Die Bewohner haben den Schrecken der Brandnacht laut Klcker auf den ersten Blick recht gut weggesteckt. Dennoch werden sie durch die DRK-Mitarbeiter auch in den kommenden Tagen intensiv betreut.
    https://www.ksta.de/region/euskirche...=1611993560593

    Durch die berlangen Schilderungen der Aktionen zur Lschung und Rettung, dem Verbringen in die Krankenhuser, der genauen Auflistung, wer wo wie vor Ort war und was zuknftig geplant ist bis hin zum Corona-Schnelltest, bestimmt ein Umstand, der die Leser nicht nher interessiert. Aber man kann die Leser auch totschreiben, damit sie wenig fragen. Genau das ist wohl gewollt.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
    Registriert seit
    13.07.2010
    Beitrge
    45.820


    1 out of 1 members found this post helpful. Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Groalarm ausgelst Feuerwehr lscht Brand an Schleidener Flchtlingsunterkunft

    Wie fast immer hat einer der "Flchtlinge" das Haus angezndet
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gste: 1)

hnliche Themen

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 03.08.2017, 14:24
  2. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 25.05.2017, 21:30
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 13.04.2017, 14:50
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 13.04.2017, 13:43
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.01.2017, 19:11

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhnge hochladen: Nein
  • Beitrge bearbeiten: Nein
  •