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    Corona: Politiker immer gut frisiert

    Bilder sprechen eine eigene Sprache. Laschet, der auf Empfehlung Merkels neu gewählte Nachfolger AKKs (Annegret Kramp-Karrenbauer), lobte diese für ihre besondere Nähe zur Parteibasis.



    Diese drückte sich in frisch gefärbten und auf den Millimeter geschnittenen Haaren aus, genauso wie bei den anderen Herren und Damen Kollegen bis hin zu Karl Lauterbach und auch Frau Merkel und Herrn Spahn, die den Bürgern ab Mitte Dezember Friseurbesuche untersagten und die Friseure schließen ließen.

    So ist die Not im Volk nun groß, die Friseure vor der Pleite, die Bürger zunehmend unfrisiert und ungepflegt. Und so kommt es, dass der Verband der Friseure nun auf die Barrikaden geht:

    Verband klagt an :Fußballer, Politiker und TV-Stars: Warum dürfen die zum Friseur – und wir nicht?

    Seit dem 16. Dezember sind die Friseure in Deutschland wegen des Corona-Lockdowns geschlossen. Und den meisten von uns bleiben seither nur zwei Möglichkeiten: wachsen lassen oder selbst Hand anlegen. Doch sobald man den Fernseher anmacht, strahlen einem beinahe nur frisch frisierte Menschen entgegen – und zwar nicht nur in Aufzeichnungen. Bei den TV-Stars sitzt der Scheitel perfekt, bei Fußballstars wirkt der Nacken frisch ausrasiert und auch der Schopf der Kanzlerin sieht aus wie im Sommer – als wir alle noch besser aussahen. Doch wie ist das möglich?

    Frisch frisiert: Angela Merkel, Thomas Gottschalk, Palina Rojinski, Robert Andrich. Fotos: Markus Schreiber/AP/Pool/dpa, Pro7/Max Beutler (2), Mathias Renner/City-Press
    Das fragt sich nun auch ganz öffentlich der Zentralverbrand Friseurhandwerk (ZV), dem offenbar vor allem die zurechtgemachten Profifußballer ein Dorn im Auge sind. In einem offenen Brief an den DFB-Präsidenten Fritz Keller schreibt der Verband, dass man vor dem Hintergrund 80.000 geschlossener Salons in Deutschland mit „großer Verwunderung“ festgestellt habe, dass ein „Großteil der Fußballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte“ – und zwar mit Frisuren, die „nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können“.


    Und tatsächlich ist es auffällig, wie viele Bundesligaprofis diverser Klubs eben nicht plötzlich einfach ihre Haare wachsen lassen – sondern so gestriegelt aussehen wie vor dem Lockdown. Angesichts dieser Bilder berichten laut dem ZV viele Friseure, dass Kunden sie zu Schwarzarbeit und Regelverstößen überreden wollen. Man sage natürlich ab, heißt es aus dem Verband. Schließlich drohen hohe Strafen – und man wolle ein Vorbild sein. Das wünscht man sich angesichts der ernsten Pandemie-Situation auch von den Bundesligaprofis.
    Wirklich beweisen, dass die Profi ihre perfekten Frisuren auch wirklich vom Fachmann haben, kann man im Nachhinein nicht. Unions Mittelfeld-Antreiber Robert Andrich gab jüngst jedoch zu, im Frisuren-Bereich professionelle Hilfe in Anspruch genommen zu haben. „Meine Frau versucht manchmal, den Rasierer anzulegen, das klappt nicht so gut“, sagte er. Also hätten sie ein- oder zweimal Besuch von einem Profi bekommen.


    Doch das ist eigentlich verboten, wie Rechtsanwältin Nicole Mutschke dem KURIER erklärte. Es sei egal, ob man im Friseursalon sei oder den Friseur zu sich nach Hause kommen lasse. „Die Dienstleistung an sich ist untersagt“, so die Juristin. Schließlich sei dabei „eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar“, und das sei laut Infektionsschutzverordnung verboten. Bei Union will man dem Thema nicht zu viel Raum geben. „Wir werden jetzt nicht anfangen, im Privatleben unseren Spielern hinterher zu laufen“, sagte Pressesprecher Christian Arbeit. „Der eine hat eine Friseuse zu Hause, die Spieler haben sich schon untereinander die Haare geschnitten.“

    Herthas Jhon Cordoba mit frisch rasierten Haaren. Gab es da professionelle Hilfe? Foto: Friso Gentsch/dpa
    Ähnlich klang es auch bei Robert Andrich, als der zurückruderte. Es sei ein Freund, der ihn frisiere. Doch auch diese Begründung sei eher dünnes Eis, schätzt Mutschke ein. Erst mal würde es wohl das Bußgeld geben, gegen das man dann vorgehen könne. Doch zu beweisen, ob nun der Freund ein Friseur – oder doch nur der Friseur plötzlich auch ein Freund ist, sei im Einzelfall schwierig, sagt die Juristin, die darauf hinweist, dass, sobald dafür bezahlt wird, von einer Dienstleistung auszugehen sei – und die sei verboten.
    Vieles sei aber noch im Unklaren, sagt die Juristin und weist darauf hin, dass andere Juristen durchaus zu anderen Einschätzungen kommen könnten. Man befinde sich in einer nie dagewesenen Situation und damit in „rechtlichem Neuland“. Wirklich unproblematisch wäre es wohl nur, wenn der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin zur Schere greift. Da in dieser Konstellation die Abstandsregeln ohnehin nicht greifen.


    Fest steht für Mutschke aus rechtlicher Seite vor allem eines: „Normierte Ausnahmen gibt es nicht.“ Es gebe keine Sonderfälle, die auch im Lockdown ein Anrecht auf frische Frisuren hätten. Das gelte für Fußballer genauso wie für Fernsehstars und Politiker.
    Dass letztere Gruppen dennoch oft frisch zurechtgemacht aussehen, könnte an einer möglichen Sonderstellung von TV-Studios liegen. Denn diese dürfen weiter betrieben werden. „Man könnte argumentieren, dass zum Auftritt im Fernsehen auch ein entsprechendes Auftreten gehört“, erklärt Mutschke. Da könne es vertretbar sein, die Protagonisten zu schminken und zu frisieren. Niedergeschrieben sei jedoch nichts dergleichen. Gleiches gelte übrigens für die Kanzlerin. Wenn sie eine Visagistin habe, die sie auch frisiert, „bewegt sich das aufgrund ihrer ständigen öffentlichen Auftritte in einer Grauzone“, so Mutschke.

    https://www.berliner-kurier.de/panor...hoen-li.132130

    Die Not ist sogar mittlerweile beim Volke so groß, dass es zu regelrechten Bestechungsversuchen kommt:



    Innung: Notlage wird ausgenutzt
    Friseure aus der Region Osnabrück erleben Bestechungsversuche im Corona-Lockdown


    Osnabrück. Mit den Haaren wächst die Verzweiflung: Hart ist der Lockdown nicht nur für die Friseure, die weiterhin geschlossen bleiben müssen, sondern auch für Kunden, die keine Termine wahrnehmen können. Das führt dazu, dass Friseure in Stadt und Landkreis Osnabrück im Lockdown unter Druck gesetzt werden.


    Nicht nur ein Besuch beim Friseur, auch die Hausbesuche von Friseuren sind zurzeit verboten. Denn da der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, dürfen sämtliche sogenannte „körpernaher Dienstleist...

    https://www.noz.de/lokales/osnabruec...orona-lockdown

    Den Fürsten und Königen das Ihre, dem Pöbel das Seine.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: Corona: Politiker immer gut frisiert

    Es gibt die Nomenklatura und die hat eigene Regeln. Sie leben in einer Blase, haben mit der Realität wenig zu tun. Während ich Rapunzel immer ähnlicher werde, hat mein glatzköpfiger Bruder andere Sorgen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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