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    Der High-Tech-Wasserwerfer hat sogar eine Getränkekühlbox an Bord


    November 2020: Wasserwerfereinsatz der Berliner Polizei gegen die Demonstranten, die gegen die Änderung des Infektionsschutzgesetzes demonstrieren


    WaWe 10.000 : Der High-Tech-Wasserwerfer hat sogar eine Getränkekühlbox an Bord

    Zum ersten Mal seit 17 Jahren hat Berlins Polizei wieder einen Wasserwerfer eingesetzt. Das Gerät hat mehr als eine Million Euro gekostet und kann eine Menge.









    Erstmals seit Langem kommen bei der Berliner Polizei wieder Wasserwerfer zu Einsatz.



    Berlin365 Festnahmen, 257 Strafverfahren und Tausende Demonstranten, die ziemlich nass wurden: Das ist die Bilanz der Demonstration vom Mittwoch in Berlin. Politiker der SPD und der Grünen, aber auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) lobten das konsequente Vorgehen der Berliner Polizei. Diese hatte erstmals nach 17 Jahren wieder Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt.



    Zuletzt hatte die Polizei am 1. Mai 2003 in Kreuzberg mit Wasser auf linksautonome Demonstranten gespritzt. Seitdem standen die Wasserwerfer ungenutzt in der Garage. Die aktuellen Modelle kommen von einem österreichischen Hersteller, der eine europaweite Ausschreibung gewann. Der Bund schaffte ab 2012 etwa 80 dieser Geräte für die Länderpolizeien und die Bundespolizeien an. Die Innenministerkonferenz hatte zuvor beschlossen, bis zum Jahr 2019 die teilweise mehr als 30 Jahre alten Wasserwerfer auszutauschen.












    Corona-DemoPolizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, darunter auch Kinder






    Der Stückpreis für die High-Tech-Nassmacher liegt bei mehr als einer Million Euro. Der WaWe 10.000, so die Typbezeichnung, ist mit modernster Technik ausgestattet. Mit den Strahldüsen können die Polizisten sogenannte Wasserwände setzen, hinter denen zu Fuß vorrückende Beamte trocken bleiben. Sie können auch „Wasserglocken“ versprühen oder feinen Wassernebel, die den Aufenthalt in der Umgebung unangenehm machen. Das war auch am Mittwoch die Absicht der Polizei. Die Wasserwerfer seien nur zum Beregnen eingesetzt worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Der direkte Strahl habe nicht eingesetzt werden können, weil sich in der Menge auch Kinder befanden.



    Der WaWe 10.000 kam bislang nur in anderen Städten zum Einsatz.
    Der Tank des WaWe 10.000 fasst 10.000 Liter Wasser. Er ist beheizbar, damit er im Winter nicht einfriert. Dem Wasser kann Tränengas beigemischt werden. Auf dem Dach der Aluminiumkarosse sind vorne zwei Wasserkanonen, eine weitere ist im Heck. Bis zu 1200 Liter werden pro Minute durch jedes der vorderen Rohre gepumpt. Am Heck sind es 900 Liter. Die vorderen Wasserkanonen können bis zu 65 Meter weit spritzen, die hintere schafft etwa 50 Meter.


    Fünf Mann Besatzung haben im Cockpit Platz, von wo aus sie die Wasserdüsen mit Joysticks bedienen. Drei Außenkameras liefern Bilder für die Monitore, die auch aufgezeichnet werden können.







    InfektionsschutzgesetzCorona-Demo in Berlin: Draußen Wasserwerfer, drinnen Protest der AfD






    Die Form des fast zehn Meter langen und 3,60 Meter hohen Wasserwerfers ist kantig, alle Flächen sind schräg. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Brandsatz auf dem Fahrzeug liegen bleibt. Sollte es dennoch Feuer geben, kann die Besatzung eine Löschanlage betätigen. Bei Tests auf dem Polizeigelände an der Kruppstraße in Moabit legten Polizisten Feuer unter dem Fahrzeug, um zu schauen, wie die Löschanlage funktioniert. Die Flammen erloschen. Die Scheiben des Cockpits sind aus Polycarbonat-Glas, das die Beamten vor Geschossen und Steinen schützt. Innen sorgt eine Klimaanlage für angenehme Temperaturen – und ein Kühlfach für kalte Getränke.


    Während die neuen Wasserwerfer in anderen Städten wie etwa Stuttgart, Hamburg oder Frankfurt am Main eingesetzt wurden, übte sich die Hauptstadtpolizei seit 2003 in Deeskalationsstrategien – selbst, wenn linksautonome Demos in Chaos und Gewalt eskalierten, wie etwa am 9. Oktober in Mitte, als zahllose Schaufenster demoliert und 20 Autos angezündet wurden. Ihre Zurückhaltung begründete die Polizei stets aus einsatztaktischer Sicht, denn der Einsatz der Nassmacher wirke eskalierend.


    Dieses Mal, bei den Corona-Demonstranten, setzte die Polizeiführung andere Maßstäbe an. Sie drohte schon relativ früh mit dem Einsatz der Sprühgeräte. „Wir haben natürlich Versammlungen, bei denen Einzelne Flaschen werfen, und Einzelne, die Gewalttaten verüben. Aber dass sich Tausende nicht an Regeln halten, das ist diesmal die Besonderheit“, begründete Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik schon am Montag das geplante harte Vorgehen.


    Beifall bekam sie dafür unter anderem von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD): „Der Staat muss zeigen, wer in diesem Land das Gewaltmonopol hat. Es kann nicht sein, dass der Staat resigniert, wenn viele Demonstranten kommen, um bewusst die Regeln zu verletzen.“ Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte der „Passauer Neuen Presse“: Rund um den Reichstag seien wieder Rechtsradikale, Reichsbürger und Verschwörungstheoretiker ohne Maske und Abstand unterwegs gewesen und hätten den Bundestag stürmen wollen.




    https://www.berliner-zeitung.de/mens...bord-li.120049
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Der High-Tech-Wasserwerfer hat sogar eine Getränkekühlbox an Bord

    Nach DDR-Manier wurden die Maßnahmen verharmlost dargestellt. Von beregnen der Menge war die Rede, vom nassmachen. Betrachtet man sich die Bilder, kommt man auf andere Gedanken.........


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    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Der High-Tech-Wasserwerfer hat sogar eine Getränkekühlbox an Bord

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Nach DDR-Manier wurden die Maßnahmen verharmlost dargestellt. Von beregnen der Menge war die Rede, vom nassmachen. Betrachtet man sich die Bilder, kommt man auf andere Gedanken.........


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    Wir sollten froh sein, daß es sich noch nicht um Schnellfeuergewehre handelt.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  4. #4
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    AW: Der High-Tech-Wasserwerfer hat sogar eine Getränkekühlbox an Bord

    Wasserwerfer im Dienst der Gesundheit. Das will allen Ernstes der Berliner Senat behaupten............


    BERLIN
    Berliner Polizei: Wasserwerfer helfen gegen Corona-Infektionen......die Antworten auf Presseanfragen bringen zuweilen Erstaunliches zu Tage. So fragte ich die Behörde, deren oberster Dienstherr Innensenator Andreas Geisel (SPD) ist, ob sie sich vor dem Einsatz von Wasserwerfern gegen Demonstranten (im Amts- und ARD-Deutsch „Beregnung) in der zweiten Novemberhälfte fachmännischen Rat eingeholt hat hinsichtlich der Auswirkungen auf die Zielobjekte: „Haben Sie Mediziner konsultiert wegen gesundheitlicher Folgen, insbesondere im Hinblick auf Infektionsschutz (durchweichte Masken, Tröpfchen etc.) und Auswirkungen auf die Immunität? Was rieten Ihnen diese?“

    Würde ich sagen, dass mich die Antwort überrascht hat, würde ich massiv untertreiben. Die Polizei teilte mir Folgendes mit: “

    Nach Rücksprache mit den Arbeitsmedizinern, die im Vorfeld eines möglichen Wasserwerfer-Einsatzes im August 2020 erfolgte, teilen wir Ihnen Folgendes mit:

    Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, ob die Verwendung von Wasserwerfern zu einer erhöhten Ansteckungsgefahr führt. Gleiches gilt für eine Situation mit Starkregen, die hier zum Vergleich herangezogen werden kann. Es ist jedoch davon auszugehen, dass bei starkem Regen oder der Verwendung von Wasserwerfern die Aerosole eher nach unten gedrückt werden und somit die Übertragung durch Aerosole eher verringert wird.

    Dies ist gleich in mehrfacher Hinsicht überraschend. Zum einen, weil damit klar wird, dass auch schon im August der Einsatz von Wasserwerfern erörtert wurde. Zum anderen, weil die Auswirkungen in dem Monat, in dem massive Hitze herrscht, offenbar mit denen im kalten November gleichgesetzt wurden. Dabei dürfte kaum jemand bestreiten, dass es da gewisse Unterschiede gibt. Bemerkenswert ist der Satz, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, ob die Wasserwerfer die Ansteckungsgefahr erhöhen. Wenn es diese nicht gibt, also keine Entwarnung, sollte man dann nicht „im Zweifel für die Gesundheit“ entscheiden und das Risiko nicht eingehen?......Über den Vergleich mit dem Starkregen mag man unterschiedlicher Meinung sein. Aber wer würde behaupten, dass eine völlige Durchnässung durch Starkregen Ende November der Gesundheit oder gar der Immunität zuträglich ist? Der letzte Satz ist so zu verstehen, dass nach Ansicht der Berliner Polizei die Wasserwerfer die Ansteckungsgefahr vermindern. Ich bin kein Mediziner und kann das nicht beurteilen. Aber Starkregen kommt ja eher von oben, während er im Falle der Demonstranten von der Seite kam, das Wasser also von einem zu nächsten weiterspritzte.

    Noch bemerkenswerter ist aber eine andere Aussage. Laut Polizei waren massive Verstöße gegen die Hygieneauflagen, also neben den Mindestabständen auch insbesondere der Maskenpflicht, der Grund für die Auflösung. Ich stellte dazu folgende beiden Fragen:

    1. Bei wie vielen Teilnehmern der Kundgebung am Brandenburger Tor wurde überprüft, ob sie ein medizinisches Attest für das Nicht-Tragen von Mund-und Nasenbedeckungen hatten?

    2. Wie viele Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden im Zusammenhang mit Punkt 1. eingeleitet?

    Die Antwort der Berliner Polizei:

    Zu den Fragen 1 und 2

    Die Polizei Berlin führt keine Statistik darüber, wie viele Personen den Einsatzkräften ein medizinisches Attest zur Befreiung der Mund-Nasen-Bedeckung vorgelegt haben. Im Rahmen des Einsatzgeschehens am 18. November 2020 wurden insgesamt 29 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Nichttragens einer Mund-Nasen-Bedeckung eingeleitet. Ferner wurden 82 Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Fälschung von Gesundheitszeugnissen eingeleitet.

    Das ist bemerkenswert. Wenn Verstöße gegen die Maskenpflicht einer der zwei wichtigsten Gründe für die Auflösung war, sollte man erwarten, dass diese auch faktisch noch eindeutiger zu belegen sind als durch den Augenschein. Dieser zeigte zwar in der Tat, dass die weit überwiegende Mehrzahl der Kundgebungsteilnehmer keine Masken trugen. Aber 28 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Nichttragens von Masken werfen die Frage auf, ob hier wirklich alle anderen polizeilichen Mittel ausgenutzt wurden, bevor man zum Eskalationsmittel der Wasserwerfer griff.

    Hier sei noch einmal an die „Black Live Matters“-Demonstration im Hochsommer auf dem Alexanderplatz erinnert. Dort wurden nicht nur die Hygieneregeln konsequent ignoriert, es wurde auch massive Gewalt gegen die Polizei ausgeübt. Es gab nicht einmal den Versuch einer Auflösung der Versammlung, vom Einsatz eines Wasserwerfers ganz zu schweigen. Obwohl dieser im Hochsommer in der Hitze wohl etwas weniger Einschüchterungspotenzial besessen hätte als in der zweiten Novemberhälfte.......https://www.reitschuster.de/post/ber...a-infektionen/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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