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    Brutale Szenen in der Hanauer Innenstadt - War ein Wildpinkler der Grund für den Gewaltexzess?

    Brutale Szenen in der Hanauer Innenstadt - War ein Wildpinkler der Grund für den Gewaltexzess?

    Hanau – Das brutale Geschehen hat für großes Aufsehen gesorgt und die Bürger der Innenstadt kurz in Angst und Schrecken versetzt: In der Nacht zum 29. April kommt es zu einem Gewaltexzess, an dem mindestens neun Männer im Alter von 17 und 29 Jahren beteiligt gewesen sein sollen.


    Polizei und Staatsanwaltschaft haben die möglichen Hintergründe und den Ablauf rekonstruiert. „Nach dem Abschluss der Ermittlungen haben wir gegen alle neun Anklage erhoben“, berichtet Staatsanwältin Lisa Pohlmann auf Anfrage.Drei Albaner sowie ein Syrer müssen sich wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags verantworten, die fünf weiteren Beteiligten, die aus Syrien sowie dem Irak stammen, wegen gefährlicher Körperverletzung.

    Hanau: Männer gehen mit Messern und Eisenstangen aufeinander los

    Der Kampf wurde mit Messern und Eisenstangen geführt. Der Grund ist auf den ersten Blick jedoch völlig nichtig. Es ist ein Wildpinkler gewesen. Oder gibt es noch einen Hintergrund? Vielleicht offene Rechnungen zwischen rivalisierenden Gruppen? „Das sind reine Spekulationen. Dazu haben wir keine eindeutigen Hinweise“, betont die Pressesprecherin der Anklagebehörde.


    Fest steht nach den Ermittlungen, dass einer der Männer am Freiheitsplatz gegen einen Baum uriniert hat. Einer der Albaner, der dort zusammen mit seiner Freundin unterwegs war, hat sich offenbar über das ungebührliche Verhalten echauffiert.

    Jagdszenen in der Innenstadt von Hanau

    Zwischen beiden Männern kommt es zu einer verbalen Auseinandersetzung. Dann werden auf beiden Seiten die Messer gezückt. Allerdings sind es am Anfang nur Drohungen. Die Situation beruhigt sich dann zunächst. Doch im Bereich der Rosenstraße flammt der Streit wieder auf, plötzlich sind insgesamt neun Männer darin verwickelt.



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    Spurensuche: Nach der brutalen Auseinandersetzung haben die Kriminaltechniker alle Hände voll zu tun.



    Dann werden Metallstangen und Messer eingesetzt. Die Auseinsandersetzung verlagert sich an die Langstraße. Schließlich kommt es zum Showdown an der Ecke Leimenstraße/Langstraße – direkt vor dem Klinikum. Dort gehen beide Gruppen mit äußerster Brutalität aufeinander los.


    Die Liste der Verletzungen ist lang: Stiche und Schnitte in Oberkörper und Gesicht. Vier der Verletzten schleppen sich schwer verletzt in die Notaufnahme, einige müssen mehrere Tage stationär behandelt werden.

    Ermittler nutzen Videoaufnahmen vom Freiheitsplatz in Hanau

    Nach Zeugenhinweisen nimmt die Polizei zunächst zwei Syrer fest. Beide werden jedoch umgehend aus dem Gewahrsam entlassen, weil es sich nicht um die Haupttäter handeln soll. Dann nutzen die Ermittler den „Videobeweis“ und analysieren die Bilder aus den Überwachungskameras auf dem Freiheitsplatz.


    Darauf werden ein Albaner und ein Syrer als mutmaßliche Haupttäter identifiziert. Deren Festnahme ist allerdings kurios. Die Kriminalbeamten müssen nicht lange suchen und nur ins Klinikum gehen. Dort werden zwei Haftbefehle an den Krankenbetten verkündet.
    Gewaltexzess in Hanau: Ein Täter ist minderjährig

    Inzwischen sitzen vier der neun Angeklagten in Untersuchungshaft. Da einer der mutmaßlichen Täter noch minderjährig ist, hat die zuständige 2. Jugendkammer am Landgericht das Verfahren eröffnet und bereits terminiert. Angesichts der Anzahl der Angeklagten sowie deren Strafverteidiger ist die räumliche Kapazität im Justizzentrum an der Nußallee selbst ohne die Auflagen durch die Corona-Pandemie kaum ausreichend. Daher hat die Kammer einen Umzug angeordnet.


    Wie schon in den beiden Mammutverfahren in den vergangenen Monaten wird der Congress Park zum Gerichtssaal umfunktioniert. Dort ist genügend Platz für eine öffentliche Hauptverhandlung – bei der auch die beiden „Lager“ räumlich getrennt werden könnten. Die Tat hatte bei zahlreichen Bürgern düstere Erinnerungen an den 19. Februar geweckt – den Abend, an dem Tobias R. zehn Menschen in Hanau ermordet hatte.



    Vor allem weil die Situation zwischen Freiheitsplatz und Klinikum zunächst unübersichtlich war und die Polizei noch in der Nacht nach „unbekannten Tätern“ fahndete, die „Passanten mit Messern und Metallstangen angegriffen und verletzt haben“. „Die Täter sollen fast alle Vollbärte tragen“, hieß es im ersten Fahndungsaufruf.

    Hanau: Messerattacke weckt Erinnerungen an Anschlag vom 19. Februar

    Zudem kreiste ein Polizeihubschrauber über der Innenstadt. Neben der Fahdnung hatten die Beamten in dieser Nacht auch alle Hände voll zu tun, denn die Telefone in den Einsatzzentralen standen nicht still. Besorgte Menschen erkundigen sich bei den Behörden. Doch dann kam die Entwarnung: Es hat keine wahllosen Angriffe gegeben.


    Selbst Oberbürgermeister Claus Kaminsky nahm den Vorfall zum Anlass, sich zu Wort zu melden. Er zeigte Verständnis dafür, dass sich die Bürger an die rassistischen Terrormorde vom 19. Februar erinnert fühlten, bedankte sich bei der Polizei für den umsichtigen Großeinsatz und hoffte auf „schnelle Klarheit in diesem Fall“.

    Prozess um Messerattacke in Hanau: 14 Verhandlungstage

    Mit der Anklage sind die Ermittlungsbehörden einen großen Schritt weitergekommen. Die Aufklärung des Geschehens liegt nun in den Händen der Richter, die den Prozessbeginn auf Donnerstag, 12. November, festgelegt haben. Ein schneller Prozess dürfte es nicht werden: Bis Anfang Februar sind 14 Verhandlungstage anberaumt.

    https://www.op-online.de/region/hana...-90078084.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Brutale Szenen in der Hanauer Innenstadt - War ein Wildpinkler der Grund für den Gewaltexzess?

    Einer der Albaner, der dort zusammen mit seiner Freundin unterwegs war, hat sich offenbar über das ungebührliche Verhalten echauffiert.
    Seit wann sind Albaner so feinfühlig?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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