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    Wohnraummangel in Deutschland

    Über den Wohnraummangel wird selten in belastbaren Zahlen berichtet. Deswegen habe ich hier ein paar Bruchstücke zusammengetragen, die wenigstens ein paar offizielle, wenn vermutlich auch viel zu niedrige Zahlen zeigen. Die sogenannte "Dunkelziffer" käme noch einmal obendrauf und sie wird nicht niedrig sein, da in einigen Gegenden Deutschlands kein Wohnraum mehr zur Verfügung steht, egal zu welchem Preis. Die Regale sind sozusagen leer und eine freie Wohnung zu einem exorbitanten Mietpreis findet hunderte Interessenten, denn mehr als die eine handvoll Wohnungen gibt es in einer Großstadt nicht mehr zu vermieten.

    Aus dem Wirtschaftsteil des DGB
    Hans-Böckler-Stiftung

    So groß ist die Wohnungsnot in deutschen Städten wirklich

    Die Nachfrage ist groß, das Angebot klein: Wer in der Großstadt eine Wohnung sucht, hat schlechte Karten. Allein in Berlin fehlen 310.000 bezahlbare Wohnungen, bundesweit sind es fast zwei Millionen.
    https://www.dgb.de/themen/++co++1fe7...6-52540088cada

    Bei Focus bricht man den Bedarf auf Jahre herunter. Damit ergibt sich natürlich nicht der komplette Fehlbestand, denn wer kann schon von einem jährlichen Bedarf, wie auch immer er ermittelt wird, auf einen Gesamtbedarf schließen?

    Der Artikel möchte also schon mit der Überschrift die wirkliche Schieflage verschleiern. Die Aussage, es würde auf dem Land angeblich zu viel gebaut, läßt sich kaum nachprüfen. Hier zumindest auf dem Land wie auch im kompletten Süden wird nicht zuviel gebaut, so dass die Mietpreise hoch bleiben und Wohraum selten angeboten wird. Aber man weicht auf irgendwelche Randlagen in Sachsen-Anhalt z.B. aus. Angeblich gäbe es dort noch freie Wohnungen. Man müßte sich mal auf die Pirsch begeben, selbst wenn der Umstand freier Wohnungen in absoluten Randlagen am Mißstand nichts ändert.

    Wohnungsmangel in Deutschland
    Obwohl 342.000 Wohnungen pro Jahr fehlen: Auf dem Land wird zu viel gebaut

    https://www.focus.de/immobilien/bauen/wohnungsmangel-in-deutschland-342-000-wohnungen-fehlen-pro-jahr-und-auf-dem-land-wird-dennoch-zu-viel-gebaut_id_10946841.html




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    Artikel mit belastbaren Zahlen erscheinen selten in bekannten Medien, schon gar nicht, wenn sie Zusammenhänge abbilden wie dieser Artikel, erschienen wie dieser auf Edition F, einer wenig gelesenen (laut Eigenangabe) Plattform für Frauen (daher auch die Überschrift).
    In diesem Artikel fokussiert man sich neben den Auswirkungen für Frauen - die ich an dieser Stelle auslasse - vor allem auf den sozialen Wohnungsbau, selbst wenn heute auch Wohnungen im oberen Preissegment selten sind und im mittleren praktisch nicht mehr verfügbar.

    Wohnungsnot: Es fehlen fast 2 Millionen bezahlbare Wohnungen – Frauen betrifft das besonders



    Im Vergleich zum Vorjahr gab es Ende des Jahres 2018 42.000 Sozialwohnungen weniger in Deutschland. Wohnungsnot und Verdrängung gehören zu den wichtigsten Themen unserer Zeit.
    Sozialer Wohnungsbau in Deutschland ist zeitlich begrenzt organisiert. Das heißt, nach einem vereinbarten Zeitraum, meist 15 Jahre, müssen Sozialwohnungen nicht mehr als Sozialwohnungen vermietet werden. Das System ist deshalb vor allem für die Baufirmen von Vorteil und hat mit langfristiger sozialer Sicherung für Mieter*innen wenig zu tun. In vielen Haushalten übersteigt die tatsächliche Mietbelastung 30 Prozent des Einkommens. Die ärmsten 20 Prozent der deutschen Haushalte, heißt es in einer aktuellen Studie der Universität Bonn , geben mittlerweile 40 Prozent ihres Einkommens für ihre Miete aus. Im Bestand der 77 deutschen Großstädte fehlen, laut der Hans Böckler Stiftung, 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen. Allein in Berlin sind es 310.000 Wohnungen.
    20 Prozent der Arbeitnehmer*innen in Deutschland arbeiten in sogenannten atypischen Verhältnissen (Teilzeit, Leiharbeit oder befristete Jobs). Das betrifft vor allem Frauen in Westdeutschland, die oft in Teilzeit oder Minijobs arbeiten, jüngere Arbeitnehmer*innen, geringer Qualifizierte und Menschen ohne deutschen Pass. In Kombination mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen leben nicht wenige Menschen täglich mit der Angst, ihr Zuhause zu verlieren. Der Mangel an sozialem Wohnungsbau ist für sie existenzbedrohend.
    Wohnraumverdrängung bedeutet auch Beteiligungsverdrängung. Denn zuerst werden diejenigen Menschen verdrängt, deren Stimmen sowieso schon zu wenig Gehör finden, die keine Interessensvertretung haben und gleichzeitig die Gesellschaft tragen. Weil sie pflegen, betreuen oder putzen, aber viel zu wenig dafür verdienen. Wer an die Stadtränder (oder darüber hinaus) verdrängt wird, wer jeden Tag mehrere Stunden für den Arbeitsweg einplanen muss, und wer so viel arbeitet wie es irgendwie geht, um die Miete zu bezahlen, der kann sich nicht beteiligen. Und damit verliert die gesamte Gesellschaft.
    https://editionf.com/wohnungsnot-es-...das-besonders/

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    N-TV rechnete mithilfe der Gdw den Mangel an Wohnraum gleich einmal auf nur 1,1 Millionen Wohnungen herunter und bietet gleichzeitig auch noch die Lösung, so als ob der Wohnungsmangel und die Wohnungsnot nicht ein Supergau für eine Gesellschaft wären, sondern nur ein Zeitgeistproblem.

    1,1 Millionen Wohnungen fehlen GdW:
    Leben auf dem Land löst Wohnungsnot

    Der Nachfrage nach Wohnraum ist enorm, die Mieten explodieren. Der Branchenverband GdW fordert deshalb eine bessere Anbindung ländlicher Gebiete an größere Städte. Den Menschen vorzugaukeln, dass in Städten genügend Wohnraum geschaffen werde, sei utopisch....

    Gefragt sei eine Anbindung des Umlands größerer Städte, sagte Gedaschko....

    Die meisten Menschen würden außerdem sehr gerne auf dem Land leben, sagte Gedaschko ...
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/GdW-L...e20500486.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Wohnraummangel in Deutschland





    Hahaha- netter Joke: bei uns aufm Kuhkaff kosten 11m2 nur an Wo-Endheimfahrer ohne Haustiere und Nichtraucher: 350 E...

    Aufm Land sind seit 10 Jahren die Preise enorm gestiegen - der große Preisanstieg kam 2015/2016 und jetzt mit Corona kam nochmal ein Schub...

    Studien/Berufsanfänger können sich doch bei den Preisen keine eigene Wohnung aufm Land leisten...

    Geringverdiener, H4ler: hier aufm Land gibts keine subventionierten H4 Wohnungen die das Amt bezahlt.

    Ich sehs in der Arbeit - wenn neue Berufsanfänger anfangen dann können die nur weiterhin bei Mama oder in WG wohnen - denn eine eigene Bleibe ist schlichtweg nicht möglich.

    Grad KLEINE Wohnungen die H4 fähig sind, sind kaum vorhanden - vor allem nicht aufm Land.

  3. #3
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    AW: Wohnraummangel in Deutschland

    Was Berlin betrifft, ist die Situation politisch verschuldet/gewollt. In den Bezirken, wo Grüne oder Linke Baustadträte stellen, ist der Wohnungsbau fast völlig ausgebremst. Zudem haben Terrorattacken der linken "Aktivisten" Bauwillige zum Aufgeben gezwungen. Der tatsächlich stattfindende Wohnungsbau bewegt sich im Luxusbereich. Bezahlbare Wohnungen werden nicht gebaut. Die gleichen Deppen, die für die akute Wohnungsnot verantwortlich sind, behaupten "wir haben Platz".
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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