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    AW: "Covidioten" haben recht, Regierung bloßgestellt

    Corona-Aufarbeitung
    -Das Lügengebäude bröckelt
    Eine Aufarbeitung der Corona-Zeit wird hierzulande nicht ernsthaft betrieben. In den USA und Großbritannien hingegen finden Untersuchungsausschüsse heraus, dass vieles, was die Labortheorie, Gain-of-function-Forschung oder Interessenkonflikte betrifft, eben doch keine Verschwörungstheorie war.
    Die Corona-Zeit – so scheint es – liegt weit hinter uns, und viele neue Krisen sind in den Fokus der alltäglichen Berichterstattung gerückt. Viele Menschen möchten schon gar nicht mehr auf dieses Thema angesprochen werden, andere wiederum werden jeden Tag an die Corona-Pandemie erinnert, weil sie beispielsweise nächste Verwandte oder Bekannte durch die Pandemie verloren haben oder selbst anhaltende gesundheitliche Schäden oder nachhaltige wirtschaftliche Beeinträchtigungen erleiden müssen.

    Aus wissenschaftlichen, medizinischen und ethischen Gründen ist eine Aufarbeitung der Corona-Pandemiezeit unerlässlich, nicht zuletzt, um aus den Fehlern der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Dies gilt gleichermaßen für eine kritische Überprüfung der getroffenen politischen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung. Warum man sich damit gerade in Deutschland so schwer tut, ist ein interessantes Phänomen – vielleicht auch ein problematisches, denn viele Menschen erwarten eine wahrheitsgemäße und ergebnisoffene Aufarbeitung der Corona-Zeit in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat.

    Hilfreich in diesem Zusammenhang ist ein Blick über die Landesgrenzen hinaus, denn diese unverzichtbare politische Aufarbeitung ist gerade in den vergangenen Wochen und Monaten in zahlreichen Staaten, darunter USA und Großbritannien, in erheblichem Maße vorangeschritten. Dabei offenbart sich immer deutlicher ein enger Zusammenhang zwischen dem Ursprung der Corona-Pandemie im Herbst 2019 und den politisch getroffenen Maßnahmen ab dem März 2020.
    Ein erstes wichtiges Ereignis, welches in diesem Zusammenhang zu erwähnen wäre, ist die Anhörung von Peter Daszak vor einem Ausschuss des US-Kongresses zu Beginn dieses Monats. Peter Daszak, Präsident der amerikanischen „EcoHealth Alliance“ (EHA), war Initiator einer extrem einflussreichen Publikation in der berühmten Medizinfachzeitschrift The Lancet vom 19. Februar 2020, in der 27 Virologen, darunter auch Peter Daszak selbst sowie Christian Drosten von der Berliner Charité, öffentlichkeitswirksam erklärten: „Die rasche, offene und transparente Weitergabe von Daten über diesen Ausbruch wird nun durch Gerüchte und Fehlinformationen über die Herkunft des Virus gefährdet. Wir stehen zusammen, um Verschwörungstheorien, die besagen, dass Covid-19 keinen natürlichen Ursprung hat, entschieden zu verurteilen.“

    Die riskanten Experimente zur künstlichen Veränderung von Coronaviren in Wuhan wurden nicht überwacht
    Dass die behauptete „rasche, offene und transparente Weitergabe von Daten über diesen Ausbruch“ seitens der chinesischen Regierung nicht stattgefunden hat, ist bereits hinreichend thematisiert worden. Es ist mittlerweile auch akzeptiert, dass die Annahme eines nicht-natürlichen Ursprungs des Sars-CoV-2 Erregers, welcher die Covid-19 Erkrankung auslöst, keine Verschwörungstheorie darstellt – im Gegensatz zur Berichterstattung der meisten Medien in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021. Warum aber wurden diese Behauptungen im Februar 2020 in einer der renommiertesten Fachzeitschriften der Medizin nicht nur einem Fachpublikum, sondern über die Bewerbung in zahlreichen Medien einer breiten Öffentlichkeit transportiert?

    Wie die Mitglieder des Ausschusses des US-Kongresses in der Anhörung von Peter Daszak festhielten, hatte Daszak erhebliche Interessenkonflikte, da er über viele Jahre hinweg hoch risikoreiche Gain-of-function-Forschung mit Coronaviren, bei denen diese infektiöser und leichter für den Menschen übertragbar gemacht werden, gemeinsam mit Wissenschaftlern des Wuhan-Instituts für Virologie durchführte, also genau in derjenigen Stadt in China, in der die Corona-Pandemie ausgebrochen ist. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass Peter Daszak gemeinsam mit Wissenschaftlern des Wuhan-Instituts für Virologie kurz vor Ausbruch der Pandemie einen Forschungsantrag konzipierte, in dem detailliert die künstliche Synthese eines neuen sars-artigen Coronavirustyps vorgeschlagen wurde, dessen Eigenschaften in frappierender Weise mit dem wenig später auftretenden Sars-CoV-2 Virus übereinstimmen.

    In einer Vorversion dieses Forschungsantrags mit dem Kurztitel „DEFUSE“ kommentierte Peter Daszak darüber hinaus, dass man im Falle einer Bewilligung die Forschungsarbeiten nicht in einem amerikanischen Biolabor der Sicherheitsstufe BSL-3, sondern unter weniger restriktiven Sicherheitsbedingungen von BSL-2-Laboren in Wuhan durchführen wolle. Der ursprünglich bei der amerikanischen Forschungsförderorganisation DARPA eingereichte Antrag wurde zwar nicht bewilligt, jedoch erhielt Peter Daszak unmittelbar nach dieser Ablehnung neue Forschungsgelder von einer Unterabteilung der amerikanischen National Institutes of Health (NIH) unter Leitung von Anthony Fauci, um seine Gain-of-function-Forschung gemeinsam mit Wuhan weiter betreiben zu können.



    AUTORENINFO

    Roland Wiesendanger ist Physik-Professor an der Universität Hamburg sowie Ehrendoktor der Technischen Universität Posen. Er ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Wissenschaftsakademien, darunter auch der beiden nationalen Akademien „Leopoldina“ und „acatech“. Er ist ferner Fellow mehrerer internationaler Wissenschaftsorganisationen und ist durch über 600 wissenschaftliche Publikationen sowie über 600 wissenschaftliche Vorträge in verschiedenen Wissenschaftsbereichen weltweit bekannt und vernetzt.

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    Die Corona-Zeit – so scheint es – liegt weit hinter uns, und viele neue Krisen sind in den Fokus der alltäglichen Berichterstattung gerückt. Viele Menschen möchten schon gar nicht mehr auf dieses Thema angesprochen werden, andere wiederum werden jeden Tag an die Corona-Pandemie erinnert, weil sie beispielsweise nächste Verwandte oder Bekannte durch die Pandemie verloren haben oder selbst anhaltende gesundheitliche Schäden oder nachhaltige wirtschaftliche Beeinträchtigungen erleiden müssen.

    Aus wissenschaftlichen, medizinischen und ethischen Gründen ist eine Aufarbeitung der Corona-Pandemiezeit unerlässlich, nicht zuletzt, um aus den Fehlern der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Dies gilt gleichermaßen für eine kritische Überprüfung der getroffenen politischen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung. Warum man sich damit gerade in Deutschland so schwer tut, ist ein interessantes Phänomen – vielleicht auch ein problematisches, denn viele Menschen erwarten eine wahrheitsgemäße und ergebnisoffene Aufarbeitung der Corona-Zeit in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat.

    Hilfreich in diesem Zusammenhang ist ein Blick über die Landesgrenzen hinaus, denn diese unverzichtbare politische Aufarbeitung ist gerade in den vergangenen Wochen und Monaten in zahlreichen Staaten, darunter USA und Großbritannien, in erheblichem Maße vorangeschritten. Dabei offenbart sich immer deutlicher ein enger Zusammenhang zwischen dem Ursprung der Corona-Pandemie im Herbst 2019 und den politisch getroffenen Maßnahmen ab dem März 2020.

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    Die riskanten Experimente zur künstlichen Veränderung von Coronaviren in Wuhan wurden nicht überwacht
    Dass die behauptete „rasche, offene und transparente Weitergabe von Daten über diesen Ausbruch“ seitens der chinesischen Regierung nicht stattgefunden hat, ist bereits hinreichend thematisiert worden. Es ist mittlerweile auch akzeptiert, dass die Annahme eines nicht-natürlichen Ursprungs des Sars-CoV-2 Erregers, welcher die Covid-19 Erkrankung auslöst, keine Verschwörungstheorie darstellt – im Gegensatz zur Berichterstattung der meisten Medien in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021. Warum aber wurden diese Behauptungen im Februar 2020 in einer der renommiertesten Fachzeitschriften der Medizin nicht nur einem Fachpublikum, sondern über die Bewerbung in zahlreichen Medien einer breiten Öffentlichkeit transportiert?

    Wie die Mitglieder des Ausschusses des US-Kongresses in der Anhörung von Peter Daszak festhielten, hatte Daszak erhebliche Interessenkonflikte, da er über viele Jahre hinweg hoch risikoreiche Gain-of-function-Forschung mit Coronaviren, bei denen diese infektiöser und leichter für den Menschen übertragbar gemacht werden, gemeinsam mit Wissenschaftlern des Wuhan-Instituts für Virologie durchführte, also genau in derjenigen Stadt in China, in der die Corona-Pandemie ausgebrochen ist. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass Peter Daszak gemeinsam mit Wissenschaftlern des Wuhan-Instituts für Virologie kurz vor Ausbruch der Pandemie einen Forschungsantrag konzipierte, in dem detailliert die künstliche Synthese eines neuen sars-artigen Coronavirustyps vorgeschlagen wurde, dessen Eigenschaften in frappierender Weise mit dem wenig später auftretenden Sars-CoV-2 Virus übereinstimmen.

    In einer Vorversion dieses Forschungsantrags mit dem Kurztitel „DEFUSE“ kommentierte Peter Daszak darüber hinaus, dass man im Falle einer Bewilligung die Forschungsarbeiten nicht in einem amerikanischen Biolabor der Sicherheitsstufe BSL-3, sondern unter weniger restriktiven Sicherheitsbedingungen von BSL-2-Laboren in Wuhan durchführen wolle. Der ursprünglich bei der amerikanischen Forschungsförderorganisation DARPA eingereichte Antrag wurde zwar nicht bewilligt, jedoch erhielt Peter Daszak unmittelbar nach dieser Ablehnung neue Forschungsgelder von einer Unterabteilung der amerikanischen National Institutes of Health (NIH) unter Leitung von Anthony Fauci, um seine Gain-of-function-Forschung gemeinsam mit Wuhan weiter betreiben zu können.

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    Die Mitglieder des Ausschusses des US-Kongresses hielten fest, dass Peter Daszak seine offensichtlichen Interessenkonflikte bei der Veröffentlichung des Lancet-Artikels im Februar 2020 nicht offenlegte, dass Daszak die riskanten Experimente zur künstlichen Veränderung von Coronaviren in Wuhan nicht überwachte, obwohl amerikanische Steuergelder an das Wuhan-Institut für Virologie flossen, dass Daszak ferner keine Laborbücher von seinen Wissenschaftskollegen in Wuhan einforderte (auch nicht in seiner Funktion als Mitglied der WHO/China-Kommission zur Untersuchung des Pandemieursprungs zu Beginn des Jahres 2021) und dass er seinen Forschungsbericht für das kritische Jahr des Pandemieausbruchs erst mit zweijähriger Verspätung eingereicht hatte.

    Basierend auf diesen Verfehlungen wurde die Förderung von Peter Daszak und seiner Organisation mit US-Steuergeldern nun suspendiert. In der Begründung der zuständigen US-Behörde heißt es: „Die im Protokoll enthaltenen Informationen stellen einen ausreichenden Beweis dafür dar, dass die Suspendierung und der vorgeschlagene Ausschluss der EHA aus einem so schwerwiegenden oder zwingenden Grund erforderlich sind. … EHA darf keine Geschäfte mit der US-Bundesregierung als Agent oder Vertreter anderer Auftragnehmer oder als Agent oder Vertreter anderer Teilnehmer an Bundeshilfsprogrammen tätigen.“

    Anthony Fauci war stets ein einflussreicher Befürworter der Gain-of-function-Forschung
    Welche Rolle spielte nun die von Antony Fauci geleitete Unterabteilung der NIH bei der Förderung der hoch risikoreichen Gain-of-function-Forschung in Wuhan? Zunächst muss man wissen, dass Anthony Fauci stets ein starker und einflussreicher Befürworter der Gain-of-function-Forschung war. Vor über zehn Jahren äußerte er sich bereits dahingehend, dass der Erkenntnisgewinn dieser Art von Forschung das Risiko einer damit möglicherweise ausgelösten Pandemie rechtfertigen würde. Er war es auch, der die Auslagerung dieser hoch risikoreichen Forschung von den USA nach China betrieb und öffentlich rechtfertigte. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er nach Ausbruch der Pandemie jegliche Verbindung zwischen einem möglichen Laborursprung des Sars-CoV-2 Virus und seiner Förderung hoch risikoreicher Gain-of-function-Experimente in Wuhan vehement bestritt. So sagte er bereits vor einiger Zeit vor einem Ausschuss unter Eid aus, dass das NIH und seine Unterabteilung zu keinem Zeitpunkt Gain-of-function-Forschung gefördert hätten. Diese Aussage wurde nun Mitte Mai von einem hohen Vertreter der NIH korrigiert. Tatsächlich beinhalteten einige wissenschaftliche Publikationen zur Gain-of-function-Forschung in Wuhan Danksagungen gegenüber dem NIH für die finanzielle Förderung.
    In diesem Zusammenhang ist auch die kürzlich erfolgte Anhörung von David Morens, eines leitenden Beraters von Anthony Fauci, vor dem Covid-Untersuchungsausschuss des US-Kongresses interessant. Es wurde festgestellt, dass er unrechtmäßig offizielle Behörden-E-Mails gelöscht hatte, um mögliche Anfragen auf Herausgabe nach dem Informationsfreiheitsgesetz zu umgehen, ferner behördliche Nachrichten über seinen privaten Gmail-Account laufen ließ sowie in vielfältiger Weise dienstliche und ethische Anforderungen an einen hochrangigen NIH-Mitarbeiter nicht erfüllt hat. Als Erklärung für seine Verfehlungen im Zusammenhang mit seiner dienstlichen Kommunikation mit Peter Daszak führte er aus, dass er bereits seit über 20 Jahren eng mit ihm befreundet sei. Es steht daher zumindest der Verdacht von Korruption im Raum.

    Trotz des Versuchs von David Morens, unter Mithilfe einer Mitarbeiterin der NIH Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz zu umgehen, ist dennoch eine Vielzahl seiner E-Mails mittlerweile an die Öffentlichkeit gelangt. Besonders aufschlussreich ist seine Mail an Peter Daszak vom 25. Oktober 2021: „Peter, nach Tonys [gemeint ist Anthony Fauci] zahlreichen jüngsten Kommentaren an mich und nach dem, worüber Francis [gemeint ist Francis Collins, damaliger Leiter der NIH] in den letzten fünf Tagen lautstark gesprochen hat, versuchen sie, dich zu schützen, was auch ihren eigenen Ruf schützt.“

    Es benötigt nicht viel Kombinationsvermögen, um zu schließen, dass mit dem „Schutz“ die Negierung der Möglichkeit eines Laborunfalls in Wuhan auf Grund der von Peter Daszak durchgeführten und von Anthony Fauci und Francis Collins mitfinanzierten Gain-of-function-Forschung gemeint ist. Dazu muss man wissen, dass Anthony Fauci und Francis Collins auch in die Entstehungsgeschichte eines Artikels in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine, erschienen am 17. März 2020, involviert waren, der damals den Mainstream-Medien und den sogenannten „Faktencheckern“ als Grundlage diente, die durchaus plausible Labortheorie von Anfang an zu verwerfen und als „Fehlinformation“ oder „Desinformation“ zu brandmarken. Man darf gespannt sein, was die nächste Anhörung von Anthony Fauci vor dem US-Kongressausschuss am 3. Juni an neuen Erkenntnissen bringen wird.

    Christian Drosten hatte engen Kontakt mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Wuhan
    Es gab jedoch nicht nur Verfehlungen von amerikanischen Wissenschaftlern und Behördenmitarbeitern, die nun durch die Mitglieder des US-Kongressausschusses öffentlich thematisiert und bestätigt wurden. Die Mehrzahl der 27 Virologen, welche Koautoren der eingangs erwähnten einflussreichen Publikation in der berühmten Medizinfachzeitschrift The Lancet vom 19. Februar 2020 waren, hatten engste Kontakte mit Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Einrichtungen in Wuhan. Gleichwohl haben sie diesen Interessenkonflikt nicht offengelegt. Dies gilt auch für Christian Drosten, was in mehreren Artikeln der jüngsten Zeit bereits thematisiert wurde.

    Die Aufarbeitung der Corona-Zeit und der damit einhergehenden politischen Maßnahmen kommt in Deutschland nach wie vor nur sehr schleppend voran und basiert nicht auf der Arbeit von Untersuchungsausschüssen wie in zahlreichen anderen Ländern, sondern auf der lobenswerten Initiative von Einzelpersonen, wie etwa dem Journalisten Paul Schreyer oder dem Arzt Christian Haffner, welche auf der Basis des Informationsfreiheitsgesetzes die Protokolle des RKI bzw. des Corona-Expertenrats der Bundesregierung für die relevante Zeitspanne der Pandemie auf juristischem Wege – zumindest teilweise – freigeklagt haben.

    Trotz der umfangreichen Schwärzungen der bislang herausgegebenen Protokolle konnte man wesentliche Einblicke in die Entscheidungsmechanismen in Deutschland – insbesondere in der kritischen Anfangsphase der Pandemie – gewinnen. Besondere Aufmerksamkeit hat dabei eine Notiz in den RKI-Protokollen vom Montag, dem 16. März 2020 erlangt, in der es heißt: „Am Wochenende wurde eine neue Risikobewertung vorbereitet. Es soll diese Woche hochskaliert werden. Die Risikobewertung wird veröffentlicht, sobald [N.N., Name geschwärzt] ein Signal dafür gibt.“ Diese politisch motivierte Anweisung stand im Widerspruch zur Entwicklung des Infektionsgeschehens zum damaligen Zeitpunkt und entbehrte daher einer Grundlage auf Basis wissenschaftlicher Evidenz.
    Während sich zahlreiche Artikel und Stellungnahmen zum oben genannten Auszug aus dem RKI-Protokoll vom 16. März 2020 auf die Frage nach der Person, welche sich hinter dem geschwärzten Namen verbirgt, konzentriert haben, ist die viel relevantere Frage, welchen Anlass es für diese politisch motivierte Anordnung einer „Hochskalierung“ zum damaligen Zeitpunkt gab. Da es ähnliche Anordnungen von politischer Seite auch in vielen anderen Ländern zum gleichen Zeitpunkt gab, lohnt sich auch hier wieder der Blick über die Ländergrenzen hinweg.

    Basierte die Pandemiepolitik auf der Annahme eines menschengemachten Virus?
    Bereits im November vergangenen Jahres gab es einen britischen Untersuchungsausschuss mit zahlreichen Anhörungen. Besonders interessant waren die Ausführungen von Michael Gove, der zu Zeiten der Pandemie Kanzler des Herzogtums Lancaster war und sich im engen Austausch mit dem damaligen Premierminister Boris Johnson befand. Er führte Folgendes zur Erklärung der politischen Maßnahmen zu Beginn der Pandemie aus: „Wir waren nicht so gut vorbereitet, wie wir es idealerweise hätten sein sollen. Ich denke, das ist wahr. Auch hier liegt es in der Natur der Tatsache, dass das Virus neu war, und tatsächlich denke ich, dass dies wahrscheinlich über den Rahmen der Untersuchung hinausgeht, einer umfassenden Beurteilung, die davon ausgeht, dass das Virus selbst vom Menschen verursacht wurde, und das bringt auch gewisse Herausforderungen mit sich“, und fügte hinzu, dass es „ein erhebliches Maß an Einschätzungen gab, die darauf hindeuteten, dass das Virus selbst vom Menschen verursacht wurde“.

    Diese Einschätzung wird untermauert durch ein jüngstes Schreiben von Mitgliedern des Covid-Untersuchungsausschusses des US-Kongresses an den amtierenden US-Außenminister Antony Blinken vom 7. Mai mit Verweis auf neu vorliegende Dokumente. Darin heißt es:

    „Diese Dokumente enthalten äußerst relevante Informationen, die Folgendes glaubhaft machen:
    1) Covid-19 entstand durch einen Laborunfall in Wuhan, China;
    2) die KPCh verhinderte eine umfassende Untersuchung dieser Angelegenheiten und behinderte sie sogar; und
    3) eine nahtlose Beziehung zwischen dem WIV und der Chinesischen Volksbefreiungsarmee. [Dabei steht die Abkürzung WIV für das Wuhan Institut für Virologie.]“

    Interessant ist, dass am 13. März 2020 das amerikanische Gesundheitsministerium die Kontrolle über die Pandemiepolitik von den amerikanischen CDC (Centers for Disease Control and Prevention) auf den Nationalen Sicherheitsrat und schließlich auf das Heimatschutzministerium übertrug. In einem US-Kongress-Bericht vom Februar 2022 heißt es hierzu: „Am 13. März 2020 erklärte Präsident Donald J. Trump einen landesweiten Notfall gemäß dem Robert T. Stafford Disaster Relief and Emergency Assistance Act (Ord Act, P.L. 93-288 in der jeweils gültigen Fassung) und genehmigte die von der Federal Emergency Management Agency (FEMA) verwaltete Hilfe. Fünf Tage später teilte der Präsident dem damaligen FEMA-Administrator Peter Gaynor mit, dass die Agentur die Führung der bundesstaatlichen Pandemie-Reaktionsbemühungen übernehmen würde – der erste bekannte Fall, dass die FEMA eine solche Rolle bei einem Vorfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit übernahm.“

    Die Reaktion entsprach der auf eine militärische Bedrohung
    Konkret heißt dies, dass die Mitglieder der Task Force des Weißen Hauses, die Abteilungen von Gesundheitsbehörden leiteten, d.h. die Leiter der CDC (dem amerikanischen Pendant des deutschen RKI), der NIH u.a. keine Befugnis hatten, die Covid-Richtlinie zu bestimmen oder umzusetzen, sondern der Führung des Nationalen Sicherheitsrats zu folgen hatten.

    Die renommierte amerikanische Wissenschaftsjournalistin Debbie Lerman kommentierte dies bereits im November 2022 wie folgt:

    „Das bedeutet, dass unsere Reaktion auf die Covid-Pandemie von Gruppen und Agenturen geleitet wurde, deren Aufgabe es ist, auf Kriege und terroristische Bedrohungen zu reagieren, nicht auf Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit oder Krankheitsausbrüche. Ich glaube, dass die nationalen Sicherheitsbehörden nicht nur in den USA, sondern auch in vielen unserer verbündeten Länder (Großbritannien, Australien, Deutschland, Israel und andere) die Kontrolle über die Reaktion auf die Covid-Pandemie übernommen haben, weil sie wussten, dass Sars-CoV-2 ein manipuliertes Virus war, das aus einem Labor stammte, welches potenzielle Biowaffen erforscht. Unabhängig davon, ob es sich bei dem neuen Coronavirus tatsächlich um einen äußerst tödlichen Krankheitserreger handelte oder nicht, stellte es eine militärische Bedrohung dar, da es sich um eine potenzielle Biowaffe handelte und daher eine militärische Reaktion erforderlich war: strikte Lockdowns im Vorgriff auf die Entwicklung des Warp-Speed-Impfstoffs. Darüber hinaus wurden alle scheinbar unsinnigen und unwissenschaftlichen Richtlinien – darunter Maskenpflichten, Massentests und Quarantänen sowie die Verwendung von Fallzahlen zur Bestimmung des Schweregrads – im Dienste des einzigen Ziels verhängt, Angst zu schüren um die Zustimmung der Öffentlichkeit zu der Politik des Lockdowns bis zur Impfung herbeizuführen. Und sobald die nationalen Sicherheitsbehörden das Sagen hatten, übernahm der gesamte Bioverteidigungsindustriekomplex, bestehend aus nationalen Sicherheits- und Geheimdienstmitarbeitern, Propaganda-/Psy-Op-Abteilungen (psychologische Operationen), Pharmaunternehmen sowie angeschlossenen Regierungsbeamten und NGOs, Führungsrollen.“

    Die Aussage des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, wir würden uns „im Krieg mit einem Virus“ befinden, erscheint vor dem Hintergrund der Analyse von Debbie Lerman in einem neuen Licht.

    Informationen über den Ursprung von Covid-19 könnten die Beziehung zwischen Deutschland und China belasten
    Ebenso kann das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin zur Freiklagung der Protokolle des Corona-Expertenrats und Entschwärzung von Textpassagen auf Betreiben des Arztes Christian Haffner nun eingeordnet werden. Nicht entschwärzt werden müssen laut aktuellem Urteil Passagen, in denen es um China geht. Hier hatte das Bundeskanzleramt argumentiert, dass das Bekanntwerden der geheimgehaltenen Informationen – etwa zur „Wertung des chinesischen Handelns in der Pandemie“ und auch zur „Bewertung von Informationen aus dem chinesischen Bereich über den Ursprung von Covid-19“ – die Beziehung zwischen Deutschland und China belasten und zu außenpolitischen Verwerfungen führen könne.

    Interessant ist, dass das Bundeskanzleramt offiziell sagt, dass die Bewertung von Informationen über den Ursprung von Covid-19 die Beziehung zwischen Deutschland und China belasten könne. Tatsache ist, dass im Falle eines natürlichen, zoonotischen Ursprungs von Covid-19 niemand einen Vorwurf gegenüber China erheben könnte, da es sich in diesem Fall um eine Naturkatastrophe handeln würde und nicht um menschliches Versagen oder gar Absicht. Im Umkehrschluss heißt dies, dass auch das Bundeskanzleramt von einem Laborursprung des Sars-CoV-2 Virus ausgeht und dies – wie im Falle anderer Länder – auch gleich zu Beginn der Pandemie als wahrscheinlichste Pandemieursache ansah.
    Festzuhalten bleibt, dass es nach den obigen Ausführungen wohl eine enge Beziehung zwischen dem angenommenen Pandemieursprung und den eingeleiteten politischen Maßnahmen im März 2020 gab. Was aber bedeutet dies alles für unsere Zukunft? Ist der Ursprung der Corona-Pandemie wirklich so bedeutsam – schließlich liegt die Pandemie ja nun hinter uns?

    Nächster Kandidat: Vogelgrippe?
    Tatsache ist, dass hoch risikoreiche Gain-of-function-Forschung mit pandemiefähigen Erregern nach wie vor in vielen Ländern der Welt betrieben und gefördert wird mit unabsehbaren Konsequenzen. Erst jüngst warnte der ehemalige Direktor der amerikanischen CDC, Robert Redfield, selbst ein promovierter Virologe, vor einer möglichen Vogelgrippe-Pandemie durch Gain-of-function-Forschung. Er forderte öffentlich – wie bereits die Autoren der Hamburger Erklärung 2022 – ein Moratorium für die Gain-of-function-Forschung mit pandemiefähigen Erregern. Die Warnungen Redfields sind vor dem Hintergrund des kürzlichen Nachweises von Vogelgrippeerregern (H5N1) in 42 Milchviehherden in neun amerikanischen Bundesstaaten von besonderer Bedeutung.

    Man mag sich die Frage stellen, warum Vogelgrippeerreger plötzlich für Milchviehherden oder für Menschen gefährlich werden können? Tatsächlich ist in einer Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Veröffentlichung in der berühmten Fachzeitschrift Science vom Juni 2012 zu lesen: „Das hochpathogene Vogelgrippevirus H5N1 kann beim Menschen zu Morbidität und Mortalität führen, hat jedoch bisher nicht die Fähigkeit erlangt, durch Aerosole oder Atemtröpfchen (,Luftübertragung') zwischen Menschen übertragen zu werden.“ Diese Fähigkeit wurde jedoch im Rahmen dieser hoch umstrittenen wissenschaftlichen Arbeit durch Gain-of-function-Experimente erstmals demonstriert. Die Autoren dieser Arbeit schlussfolgern, dass auf Basis ihrer Forschung „aviäre H5N1-Influenzaviren die Fähigkeit zur Übertragung über die Luft zwischen Säugetieren ohne Rekombination in einem Zwischenwirt erlangen und daher ein Risiko für eine pandemische Influenza beim Menschen darstellen“.

    Dies bedeutet, dass eine Pandemiegefahr durch Aerosolübertragung von Vogelgrippeerregern auf Säugetiere und auch auf Menschen erst durch Laborexperimente heraufbeschworen wurde. Es ist erwähnenswert, dass der verantwortliche Leiter dieser Forschungsarbeit gleichzeitig einer der vehementesten Gegner der Laborursprungshypothese im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie von Anfang an war.

    Vor diesem Hintergrund aktueller und zukünftiger Gefahren durch fortgesetzte Förderung einer unkontrollierten, hoch risikoreichen Forschung erscheint eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie gerade bezüglich der Frage des Ursprungs und damit einher gegangener politischer Maßnahmen unverzichtbar. In einem Land mit freier Presse, unabhängigen Wissenschaftlern und unabhängiger Justiz sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein. Oder ist es das nicht mehr?
    https://www.cicero.de/kultur/corona-...e-wiesendanger
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #472
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    AW: "Covidioten" haben recht, Regierung bloßgestellt

    Aus wissenschaftlichen, medizinischen und ethischen Gründen ist eine Aufarbeitung der Corona-Pandemiezeit unerlässlich
    Ganz im Gegensatz zu den Interessen der Pharma-Industrie.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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