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    Türkischer Botschafter kritisiert unser Weihnachtsfest - oe24.at


  2. #2
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    AW: Türkischer Botschafter kritisiert unser Weihnachtsfest - oe24.at

    Für viele Muslime ist Weihnachten eine große Provokation. Deshalb sind Weihnachtsmärkte bevorzugte Orte für islamisch motivierte Terroranschläge. Das "Argument", dass es inzwischen in vielen islamischen Ländern auch Weihnachtsbäume gibt, zieht nicht, da das dortige "Weihnachtsfest" nichts mit unserem Weihnachten zu tun hat. In der Türkei ist das dort in Mode gekommene Weihnachten schlicht ein Neujahrsfest. Wie die Türken unser Weihnachten sehen, zeigt die dort sehr beliebte Karikatur……..

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    …..es liegt auf der Hand, dass der türkische Botschafter auf seine Äußerungen angesprochen, zurückrudert und behauptet falsch verstanden worden zu sein.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Türkischer Botschafter kritisiert unser Weihnachtsfest - oe24.at

    So etwas würde man in deutschen Medien nicht lesen, egal, was wer von offizieller türkischer Seite von sich gibt. So wurden auch die Reden und Anklagen Erdogans in seinen Massenveranstaltungen in deutschen Stadien (schon das haben viele Deutsche gar nicht mitbekommen, weil die Zeitungen über die Spektakel gar nicht berichteten) völlig ausgeblendet.

    Zum Artikel, auszugsweise:

    Wenig diplomatisch verhielt sich der türkische Botschafter bei einer Feier zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan in Wien: Ozan Ceyhun meinte, unser christliches Weihnachtsfest sei "egoistisch".
    "Die gehen in egoistischer Manier vor und ziehen sich in ihre eigenen vier Wände zurück, verteilen keine Geschenke, wie wir es machen", griff der türkische Botschafter in Wien, Ozan Ceyhun, jetzt das Gastgeberland an. Ort dieser Rede war ein "Institut" in Wien-Ottakring,
    Laut Zeugenaussagen hätte auch der türkische AKP-Abgeordnete Zafer Sirakya auf dieser Feier zum Ende des Fastenmonats Ramadan gesprochen. Er soll die Muslimbruderschaft gepriesen haben: "Die größte Munition, das Militärarsenal, sind die muslimischen Brüder, die in Brüderlichkeit verbunden sind."
    Wiens Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) hat bereits auf die Attacken reagiert: "Wer unser Weihnachtsfest beleidigt oder verunglimpft, ist in Österreich nicht willkommen." Außenminister Alexander Schallenberg soll den türkischen Botschafter ins Außenamt zitieren. Nepp: "Österreich ist ein christliches Land, keine Provinz des Osmanischen Reichs."
    In einer Stellunganhme äußert sich Botschafter Ozan Ceyhun zu seiner Rede: "Gleich am Anfang, um weitere Missverständnisse von vornherein auszuräumen, möchte ich mit aller Deutlichkeit klarstellen, dass ich während meines ganzen Redebeitrags nicht ein einziges Mal eine Aussage über Anhänger eines bestimmten Glaubens, seien es nun Christen oder Muslime, getroffen habe.
    Wenn ich in diesem Zusammenhang von Personen bzw. ihrem Verhalten zur Weihnachtszeit gesprochen habe, dann war damit die große Masse gemeint, die in der heutigen Konsumgesellschaft Weihnachten als eine rein weltliche Privatveranstaltung auffasst, um sich selbst zu beschenken. In diesem Kontext habe ich bewusst nicht das Wort „egoistisch“ (im Türkischen „egoist“) benutzt, sondern die „Ichbezogenheit“ (im Türkischen „bencil“) der Menschen hervorgehoben.
    Wenn ich also in meinem Redebeitrag etwas kritisiert habe, dann, dass wertvolle Traditionen in Vergessenheit geraten bzw. ihrer ursprünglichen Bedeutung entfremdet werden. Das sage nicht nur ich. Diese und ähnliche Sätze habe ich von vielen gläubigen Freunden (Christen wie auch Muslime) schon mal hören müssen.
    Sie kennen mich heute als türkischen Botschafter. Seit fast 40 Jahren habe ich in Europa, vorwiegend in Deutschland, in einem mehrheitlich christlich geprägten Umfeld gelebt. Als Europaabgeordneter habe ich zur Weihnachtszeit Stollen an Menschen verteilt, welche die Feiertage im Krankenhaus verbringen oder auf der Polizeistation Dienst schieben mussten.
    In Deutschland durfte er solche Reden schwingen. Sie wurden nie veröffentlicht, außer vielleicht in der Hürriyet, aber das stört ja keinen deutschen Journalisten. Und Deutsche lesen keine türkische Zeitung.

    Bemerkenswert ist, dass er sich erst feige herauswindet und nicht gemeint hat, was er gesagt hat, dann hervorhebt, was er und die Türken doch alles schon Positives gemacht hätten, sich anschließend empört und seiner Enttäuschung Ausdruck verleiht, dass er hinterhältig und hinterlistig falsch verstanden und dargestellt wurde. Im Kleinen kann man solches auch mit Türken in Deutschland erleben.

    Ich weiß, was Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Solidarität bedeuten. Genau dieses Gefühl des sozialen Miteinanders wollte ich jungen Schülern während meiner Rede bei der Wohltätigkeitsveranstaltung der Bildungseinrichtung Wonder, die während der Corona-Krise zahlreichen bedürftigen Menschen in Österreich mit Essenpaketen geholfen hat, vermitteln. Es ist wichtig, dass bestimmte soziale Werte als Stütze unserer Gesellschaft hochgehalten und bewahrt werden. Das sind wir nicht zuletzt unseren gläubigen Mitmenschen schuldig, sondern vor allem uns selbst.
    Umso größer ist meine Empörung und Enttäuschung darüber, dass unsere guten Absichten und Botschaften in der Öffentlichkeit falsch gedeutet und dargestellt werden.
    Und es schließt mit dem Wunsch, die Österreicher werden die Türken unterstützen, was sich nur im ersten Augenblick verbindlich anhört. Im zweiten Augenblick wird deutlich, das er und seine Türken sich über die Österreicher stellen, die die Rechtleiter in ihren Vorhaben (also die Türken) unterstützen sollen. Die Österreicher sind nach dieser Formulierung nicht auf gleicher Augenhöhe, sondern Untertanen. Sehr gekonnt und eigentlich unverschämt:

    Abschließend möchte ich betonen, dass unser Ziel das zwischenmenschliche Miteinander ist. Unser Weg ist immer der des Dialogs. Ich hoffe, dass unsere österreichischen Freunde das richtig verstehen und uns bei unserem Vorhaben mit Wort und Tat unterstützen."
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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