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    Wie man 3 Millionen Analphabeten Deutschunterricht erteilt

    Stand 2018: Von offizieller Seite, also von Anke Grotlüschen, Professorin für lebenslanges Lernen an der Uni Hamburg, die das Bundesbildungsministerium berät, wiederum veröffentlicht vom regierungsnahen Deutschlandfunk, erfahren wir, dass es in Deutschland 7,5 Millionen Analphabeten gibt (alle Clans eingerechnet), von denen 3,5 Millionen Migranten sind (die noch als solche geführt werden).

    Deswegen gibt es jetzt das Projekt ABCami, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, an neuralgischen Orten wie beispielsweise Moscheen Deutsch in arabischer oder türkischer Sprache zu unterrichten, denn viele Migranten können mit den normalen Deutschkursen (und neuerdings natürlich auch Integrationskursen) für Migranten wenig anfangen.

    Vorgestellt wird ein Syrer, Papa von 3 Kindern, der vor zwei Jahren nach Deutschland kam, also Ende 2015 bis Anfang 2016, also mit der großen Flüchtlingswelle.

    Ganz am Ende führt uns der Artikel noch zu dem Umstand, dass es sich bei den Kulturen, aus denen Migranten stammen, um andere Lernkulturen handelt, in denen weder daheim alleine gelernt, noch das Unterrichtete wiederholt werden kann. Und dann vergißt man natürlich bis zur nächsten Unterrichtsstunde.
    (Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, dass Migranten nicht in der Lage sind, sich einen Sachverhalt selber zu erarbeiten, noch Vorlagen zu bearbeiten, Einstudiertes zu wiederholen und dass über allen Bemühungen bis zur nächsten Unterrichtseinheit immer wieder der Schatten des Vergessens thront, mit vielen Worten erklärt: Es war spät, man mußte essen, man hatte Besuch, man machte einen Ausflug, man hatte Kopfschmerzen, man hatte große Probleme, die Füße taten weh, man mußte mit dem Auto in die Werkstatt, man mußte sich bei der Bahn ein Ticket besorgen, man war so müde, etc. pp.)

    Sie können zuhause nicht alleine lernen und wiederholen

    Projekt ABCami
    Deutschunterricht auf Arabisch


    Viele Migranten können mit normalen Deutschkursen nichts anfangen, weil sie kaum etwas verstehen. Das Projekt ABCami bietet bilinguale Kurse an, die in Moscheen oder anderen vertrauten Orten stattfinden. Auch Analphabeten werden gefördert – sie sollen dadurch selbstständiger werden.


    „Ich bin Hashim Diab, ich komme aus Syrien, ich bin vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen.“


    Hashim Diab ist verheiratet, hat 3 Kinder und ist 46 Jahre alt. Er spricht Arabisch, aber wenig Deutsch. Der offizielle Sprachkurs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sei nichts für ihn, sagt er, denn diese Kurse finden ausschließlich auf Deutsch statt:


    „Ich bin alt, war seit 20 Jahren in keiner Schule mehr. Wenn der Kurs auf Deutsch stattfindet, verstehe ich nichts. Ich brauche Unterricht, der auch auf Arabisch stattfindet.“


    „Der Tisch – tawila auf Arabaisch. Ahh, verstehen“


    Bilingualer Deutsch-Unterricht für Analphabeten und Menschen, die kein Deutsch sprechen – das bieten die Sprachkurse des Projekts ABCami.


    „Dazu suchen wir verschiedene Orte auf, an denen die Menschen sowieso sind, vertrauensvolle Orte. Das können Moscheen sein, das können Migrantenorganisationen sein. Und der zweite besondere Ansatz ist der, dass wir die Muttersprache Türkisch und Arabisch mit einsetzen“, sagt Britta Marschke, die Leiterin des Projekts ABCami.

    Finanzierung durch Bundesbildungsministerium

    Dieses Alphabetisierungsprojekt für Einwanderer und Geflüchtete wird komplett vom Bundesbildungsministerium bezahlt, etwa eine Million Euro pro Jahr. In den letzten drei Jahren seien, so die Projektleiterin, in ganz Deutschland rund 1.200 Menschen geschult worden, die wenig oder kein Deutsch sprechen oder schreiben – vor allem Frauen, vor allem Ältere, vor allem in Moscheen.


    „Wir haben eigentlich überhaupt keine Ablehnung, weil wir auf Augenhöhe mit den Gemeinden sprechen. Wir sagen nicht: Wir kommen zu euch und wir wissen, wie das alles geht. Sondern wir sagen: Habt ihr eine Person aus eurer Institution, die eine Vertrauensperson sowieso schon ist und die einen pädagogischen oder linguistischen Studienabschluss hat? Diese Person wird dann unsere Lehrkraft.


    ABCami-Leiterin Britta Marschke:


    „Wir versuchen, diese Person weiterzubilden, zu qualifizieren, die können dann hinterher auch BAMF-Integrations-Kurse geben. Und gleichzeitig haben wir aber auch die Chance, dass es eben vertrauensvolle Personen sind – sowohl für die Teilnehmenden, als auch für die Institutionen.“


    Lehrende und Inhalte würden durch Ortsbesuche und Tätigkeitsberichte kontrolliert. Beraten wird das geldgebende Bundesbildungsministerium von Anke Grotlüschen, Professorin für lebenslanges Lernen an der Uni Hamburg:


    „Das ABCami-Projekt hat es meines Erachtens vor allen Dingen geschafft, den Zugang zu den Lernenden zu erreichen, indem sie mit den Moscheen kooperieren und vor Ort in den Communities arbeiten und dort überhaupt bekannt machen, dass es auch im höheren Lebensalter, auch nachdem man seine Familie groß gezogen hat, Sinn hat, Lesen und Schreiben auf Deutsch, in der Deutschen Schriftsprache zu lernen, um sich dann eben selbstständiger bewegen zu können in der Deutschen Gesellschaft.“

    Drei Millionen Migranten sind Analphabeten

    In Deutschland, sagt Grotlüschen, gebe es insgesamt 7,5 Millionen Analphabeten, davon seien drei Millionen Migranten, ein „großer Brocken“


    „Wir schließen damit Leute aus und wir haben sie letzten Endes zu finanzieren und das gilt für Migranten und Migrantinnen noch mal potenzierter als für autochthonen Deutschen, die hier sind und nicht lesen und schreiben können.“


    ABCami sei ein guter Anfang mit vielen Erkenntnissen, sagt Forscherin Grotlüschen. Allerdings laufen die ABCami-Kurse nur zwei Mal in der Woche, insgesamt 6 Stunden.


    „Zwei Mal pro Woche reicht nicht“, sagt Diaa Shmmou, die in einer Dortmunder Moschee für ABCami unterrichtet. Diaa Shmmou kam vor vier Jahren aus Syrien, hat dort Übersetzerin studiert, als Englischlehrerin gearbeitet. Von ihren zehn Teilnehmern in Dortmund kommt nur die Hälfte regelmäßig


    „Die Teilnehmer vergessen, was sie gelernt haben. Sie können zuhause nicht alleine lernen und wiederholen und wir können zuhause nicht für sie da sein und helfen.“



    Forscherin Grotlüschen fordert, diese zweisprachigen Deutschkurse für Analphabeten in das normale System der Sprachkurse für Migranten einzubauen, um mehr Menschen zu erreichen. Dafür sei das Innenministerium zuständig, sagt Thomas Bartel, beim Bundesbildungsministerium zuständig für ABCami.


    „Aber dadurch, dass es eben zur Verfügung steht, dass Materialien da sind, dass die Beratung auch gegeben ist, können wir jetzt mit den Ländern zusammen das jetzt auch weiter auf Länderebene etablieren. Da bin ich ganz sicher, dass sich das durchsetzen wird.“

    https://www.deutschlandfunk.de/proje...icle_id=415513
    Geändert von Turmfalke (26.05.2020 um 12:43 Uhr)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Wie man 3 Millionen Analphabeten Deutschunterricht erteilt

    Wenn der Kurs auf Deutsch stattfindet, verstehe ich nichts. Ich brauche Unterricht, der auch auf Arabisch stattfindet
    „Dann kann ich gleich bei Arabisch bleiben. Laß doch die Deutschen Arabisch lernen. Wir sind sowieso bald in der Mehrheit."
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  3. #3
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    AW: Wie man 3 Millionen Analphabeten Deutschunterricht erteilt

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    „Dann kann ich gleich bei Arabisch bleiben. Laß doch die Deutschen Arabisch lernen. Wir sind sowieso bald in der Mehrheit."
    Hat man ihm nicht gesagt, dass man in Deutschland deutsch spricht?
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  4. #4
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    AW: Wie man 3 Millionen Analphabeten Deutschunterricht erteilt

    Da bestätigen sich doch alle Vorurteile...….

    „Die Teilnehmer vergessen, was sie gelernt haben. ….
    ….die geistigen Kapazitäten gleichen dem eines 5-jährigen deutschen Kindes

    .....Sie können zuhause nicht alleine lernen und wiederholen....
    ...warum nicht? Jedes Schulkind muss das von klein auf. Warum ist das erwachsenen Menschen aus Südland nicht möglich?
    Als 2015 die Millionen "Flüchtlinge" kamen, wusste jeder denkende Mensch, wer da kommt. Dass am Ende nur 10% von ihnen hier eigenständig seinen Lebensunterhalt bestreiten wird, dass jede Menge Kriminelle herkommen und eine gigantische Masse an Langzeitarbeitslosen das Sozialsystem belasten werden. Nur die völlig verblödeten Gutmenschen sahen ausgebildete Handwerker, Ärzte, Architekten und Ingenieure ins Land kommen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  5. #5
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    AW: Wie man 3 Millionen Analphabeten Deutschunterricht erteilt

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Da bestätigen sich doch alle Vorurteile...….



    ….die geistigen Kapazitäten gleichen dem eines 5-jährigen deutschen Kindes



    ...warum nicht? Jedes Schulkind muss das von klein auf. Warum ist das erwachsenen Menschen aus Südland nicht möglich?
    Als 2015 die Millionen "Flüchtlinge" kamen, wusste jeder denkende Mensch, wer da kommt. Dass am Ende nur 10% von ihnen hier eigenständig seinen Lebensunterhalt bestreiten wird, dass jede Menge Kriminelle herkommen und eine gigantische Masse an Langzeitarbeitslosen das Sozialsystem belasten werden. Nur die völlig verblödeten Gutmenschen sahen ausgebildete Handwerker, Ärzte, Architekten und Ingenieure ins Land kommen.
    Mit der Flutung krimineller und beinaheintelligenter Massen vermeiden wir aber nach Schäuble, daß unser Land durch Inzucht zugrunde geht.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  6. #6
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    AW: Wie man 3 Millionen Analphabeten Deutschunterricht erteilt

    Warum ist das erwachsenen Menschen aus Südland nicht möglich?
    Warum sind deren Länder in dem Zustand in dem sie sind? Ganz bestimmt nicht, weil sie sooo arg benachteiligt und ausgebeutet werden!
    "...und dann gewinnst Du!"

  7. #7
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    AW: Wie man 3 Millionen Analphabeten Deutschunterricht erteilt

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    „Dann kann ich gleich bei Arabisch bleiben. Laß doch die Deutschen Arabisch lernen. Wir sind sowieso bald in der Mehrheit."
    Da kann er nur hoffen, dass ihn kein Türke hört.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


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