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  1. #111
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    AW: Tötet die Alten

    Das mal ich mir lieber nicht aus.

  2. #112
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    AW: Tötet die Alten

    20% der Menschen in Deutschland erreichen das 67. Lebensjahr nicht. Zahlreiche Bekannte von mir sind im Alter zwischen 50-60 gestorben. Google sagt.....

    Im Jahr 2021 starben in Deutschland 144.340 Menschen vor dem 65. Geburtstag, das entspricht etwa 11 % der weiblichen und 20 % der männlichen Sterbefälle..... https://www.google.com/search?q=wiev...t=gws-wiz-serp
    Das Verschieben des Renteneintrittsalters auf 72 bedeutet Tod durch Arbeit. Dabei wäre es gerechter, den Rentenbeginn an die geleisteten Arbeitsjahre zu koppeln. Nach 45 Jahren sollte Schluss sein. Viele Akademiker müssten dann bis 80 "arbeiten". Die meisten Handwerker sind mit 60 schon am Ende. Interessant ist, dass rund 80% der Beamten vorzeitig in den Ruhestand gehen. Da sagt niemand etwas.
    Nun also soll das Rentenalter auf 72 heraufgesetzt werden......


    Das deutsche Sozial- und Rentensystem ist nicht mehr zu bezahlen. Die Boomer-Jahrgänge 1960 bis 1965 drängen nach und nach in eine Rente, die von einer zunehmend schwächelnden Volkswirtschaft mit immer mehr Beziehern sozialer Transferleistungen finanziert werden soll. Die Rechnung geht nicht mehr auf. Also muss länger gearbeitet werden, sagt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU).

    Die Ministerin hat einen „wissenschaftlichen Beraterkreis“ zusammengerufen, der Vorschläge erarbeitet, wie es weitergehen soll. Der Kreis besteht aus Prof. Justus Haucap (56, Uni Düsseldorf), Prof. Stefan Kolev (44, Ludwig-Erhard-Forum), Prof. Volker Wieland (59, IMFS Frankfurt) und der Wirtschaftsweisen Prof. Veronika Grimm (54, TU Nürnberg). Am 6. Oktober 2025 ging die hochkarätige Runde mit einem Ergebnis an die Öffentlichkeit. Das Fazit der Experten lautet: das reguläre Rentenalter soll von 65 auf 73 angehoben werden, berichtet die „Bild“-Zeitung..... https://pi-news.net/2025/10/endlich-...t-wird-bis-73/
    ......dass die Menschen immer älter werden ist das eine, dass die körperliche Leistungsfähigkeit nicht mitwächst das andere. Ein 70-Jähriger kann problemlos am Schreibtisch sitzen aber nicht auf dem Bau arbeiten.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #113
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    AW: Tötet die Alten

    Wann endet das Leben? Offenbar will Deutschlands Superexperte Marcel Fratzscher ein staatlich festgelegtes Höchstalter einführen. Er sagt....


    "Wenn Menschen in den ersten 18 Jahren nicht wählen dürfen, dann sollten sie in den letzten 18 Jahren ihres Lebens auch nicht wählen dürfen."
    .....also, ab wann ist Schluss mit dem wählen? Laut Statistik lebt ein Mann durchschnittlich 78,9 Jahre. Demnach ist also die Altersgrenze bei 60. Wer darüber liegt, darf nicht mehr wählen. Vorteilhaft für die linken Parteien, sie werden bevorzugt von Jüngeren gewählt. Wenn aber jemand älter als 78,9 Jahre alt wird, was dann? 100-Jährige dürfen dann 40 Jahre lang nicht wählen? Die Lösung im Sinne Fratzschers wäre dann das Erschießungskommando. Aber wie kommt Fratzscher zu seiner Aussage?.....


    ...Der Ökonom Marcel Fratzscher hat sich in der Debatte zum Kinderwahlrecht mit einem drastischen Vorschlag zu Wort gemeldet. In der Kurzfragenrunde des Podcasts "Absolute Mehrheit" sagte Fratzscher auf die Frage nach einem möglichen "Höchstwahlalter 70": "Wenn Menschen in den ersten 18 Jahren nicht wählen dürfen, dann sollten sie in den letzten 18 Jahren ihres Lebens auch nicht wählen dürfen."

    Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, machte in der "Hot Take"-Runde gleich mehrere interessante Aussagen. Dabei gaben ihm die Podcaster jeweils Stichworte vor, zu denen er sich dann äußerte:

    Wahlrecht ab der Geburt: "Absolutes Ja. Wir brauchen, dass die junge Generation mehr Gewicht in der Demokratie bekommt."..... https://www.focus.de/politik/deutsch...0f4599c51.html

    ......was für ein Hirni! Selbst 18-Jährige sind aufgrund mangelnder Lebenserfahrung und links-grüner Verdummung nicht in der Lage vernünftige Entscheidungen zu treffen. Wie bitte sollen Kinder hier eigene Entscheidungen treffen können?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #114
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    AW: Tötet die Alten

    Kinder und Jugendliche sind leichter zu lenken, die Älteren mit mehr Lebenserfahrung weitaus weniger.

  5. #115
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    AW: Tötet die Alten

    Ich gehöre zu den Boomern, denen man die Schuld für alles, was schief läuft, in die Schuhe schiebt. Der Gipfel an Dummheit ist ein Kommentar, den ich ausgerechnet bei Nius lesen musste....


    ....Womit wir bei der systeminhärenten Debatte nur bei den Hauptverantwortlichen ansetzen können. Nämlich den älteren Generationen, die seit Jahrzehnten von den Problemen der gesetzlichen Rente wissen, die keinerlei wirksamen Reformversuche unternahmen, die eine Kollektivangst vor den Kapitalmärkten entwickelten, die zu wenige Kinder bekamen und die die Friedensdividende versoffen haben.

    Es bleibt abseits von der Abschaffung der gesetzlichen Rente nur eine Lösung: Streicht den Boomern die Rente zusammen!

    Es ist Zeit, dass die Boomer Verantwortung übernehmen
    Klar ist das nicht gerecht. Viele Boomer haben hart gearbeitet und massiv Sozialabgaben gezahlt. Sie haben die Rentenlügen kritisiert und für private Vorsorge geworben. Aber so ist das mit staatlichen Massenkonstruktionen, Einzelfallgerechtigkeit gibt es leider nicht. Es gab einfach zu wenige Boomer mit politischem Verstand, die große Mehrheit hat all die heutigen Probleme sehenden Auges geschehen lassen.

    Irgendein Kollektiv muss die Folgen dieser Bräsigkeit ausbaden. Es sollte das Kollektiv der Alten sein. Sie sind in ihrer Mehrheit eine politisch verantwortungslose Generation. Das darf nicht auf Kosten aller anderen folgenlos bleiben.

    Die Boomer sind keine Opfer des Systems, sie sind das System. Sie wussten ihr ganzes Leben lang von sämtlichen Problemen. Sie haben die Probleme nicht gelöst, sondern verschärft. Die Folgen ihres fatalen Handelns sollten nicht die unschuldigen Generationen ausbaden müssen. Es ist an der Zeit, dass die Boomer Verantwortung für ihr Versagen übernehmen. https://www.nius.de/kommentar/news/s...7-f5b2af6ae944

    .....die Renten zusammenstreichen? Die meisten Rentner haben nach 45-50 Jahren Arbeit gerade einmal 1500 Euro Brutto. Nach allen Abzügen sind es dann rund 1200 Euro die übrig bleiben. Will man 500 Euro Einheitsrente? Es sind nicht die Boomer, die den Staat ruinieren, sondern jene, die immer noch die linken Parteien wählen. Allen voran die Grünen. Wenn sich die Generation Z ein Leben ohne Arbeit ermöglichen kann, dann weil die Boomer das Netz dafür erarbeitet haben.
    Geändert von Realist59 (20.11.2025 um 11:44 Uhr)
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  6. #116
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    AW: Tötet die Alten

    Vor einigen Tagen veröffentlichte der sonst sehr geschätzte Ben Brechtken bei NIUS einen Kommentar zur Rentendebatte: „Streicht den Boomern die Rente zusammen!“ Die geburtenstarken Jahrgänge der 50er und 60er Jahre seien nämlich „eine politisch verantwortungslose Generation“, müssten aber jetzt endlich „Verantwortung für ihr Versagen übernehmen“ und die Folgen des von ihnen nicht verhinderten Systems ausbaden.

    Die Problemanalyse ist grundsätzlich nicht falsch. Natürlich ist das Umlageverfahren gescheitert, immer weniger Jüngere müssen in diesem System die Renten von immer mehr Älteren finanzieren. Konrad Adenauer, Bundeskanzler von 1949 bis 1963, hat sich damals spektakulär geirrt: „Kinder kriegen die Leute immer“, hatte er gesagt, doch die Pille und gesellschaftliche Veränderungen (mehr in Vollzeit arbeitende Frauen!) ließen diese vermeintliche Gewissheit platzen.

    Fleißig rangeklotzt ohne „Work-Life-Balance“
    Ich bin ein Boomer, sogar Jahrgang 1964 und damit einer von 1,38 Millionen in jenem Jahr Geborenen (DDR mit eingerechnet). Wir sind Deutschlands stärkster Jahrgang. Gemeinsam mit 12 Millionen anderen Boomern werden wir in den 2030er Jahren in Rente gehen (und dem Arbeitsmarkt fehlen: bis 2035 schrumpft durch uns das Erwerbspersonal um 5 bis 7 Millionen). Wir werden dann 40 oder 45 Jahre gearbeitet und kräftig in die Rentenkassen eingezahlt haben. Wir sind auch der erste Jahrgang, der erst mit 67 in Rente gehen darf.

    Der Begriff „Work-Life-Balance“ war uns unbekannt, ebenso wie ein „Sabbatical“. Wir sind auch schon mal mit dem Kopf unterm Arm zur Arbeit gegangen, statt uns krankzumelden, das war das Pflichtbewusstsein, mit dem wir aufgewachsen sind. Man wollte ja kein Asi sein und die Kollegen die Arbeit machen lassen. Dann haben wir auch noch Wehrdienst geleistet, mit acht Mann auf der Stube, oder Zivildienst im Krankenhaus. Uns von einer Generation in einen Verteilungskampf treiben zu lassen, in der viele schon von einem 8-Stunden-Arbeitstag bis zum Burn-out überfordert sind und ansonsten von Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit und Mikroaggressionen wie etwa schlimmen Wörtern geplagt werden, kommt für mich nicht in die Tüte.

    Wir haben uns einen Wolf gearbeitet, gehen aber später als andere Europäer in die Rente und bekommen deutlich weniger. Mit mickrigen 48 Prozent sehen wir im EU-Vergleich (in Österreich, Italien, Spanien, Niederlande, Dänemark und Frankreich sind es zwischen 75 und 90 Prozent) buchstäblich alt aus. Bis 2031, wenn ich mutmaßlich aus dem Erwerbsleben ausscheide, wird das miese Niveau noch gehalten, danach wohl nicht mehr. Schon heute erhalten knapp 60 Prozent der deutschen Rentnerinnen weniger als 900 Euro im Monat. Jeder sechste Rentner in Deutschland ist von Altersarmut bedroht. Und da ist noch Spielraum zum Wegkürzen? Geht’s noch?
    Und Oma ist ’ne alte Umweltsau
    Über die Alten als unnütze Esser wird schon lange gespottet. Harald Schmidt schlug schon 2009 in seiner Late-Night-Show sinngemäß vor: Man könnte ja mal die Grünphasen an den Ampeln kürzen, dann wären die Rentner schneller weg. Ein Jahrzehnt vorher sagte der Chirurg und Präsident der Bundesärztekammer, Karsten Vilmar, im Zusammenhang mit von der rot-grünen Bundesregierung geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen sarkastisch: „Dann müssen die Patienten mit weniger Leistung zufrieden sein, und wir müssen insgesamt überlegen, ob diese Zählebigkeit anhalten kann, oder ob wir das sozialverträgliche Frühableben fördern müssen.“

    Die linke „Unwort“-Jury bekam den Begriff „sozialverträgliches Frühableben“ in den falschen Hals und meinte darin „Zynismus“ zu erkennen. Angesichts der gegenwärtigen Diskussionen könnte der Begriff allerdings ein Revival erfahren, diesmal bitterernst gemeint. Man denkt an den dystopischen Film „Soylent Green“ (1973), der im Jahr 2022 spielt. Die Bevölkerung lebt in Armut, und in Tötungsanstalten lassen sich die „unnützen Esser“ in angenehmer Umgebung einschläfern. Danach werden sie abtransportiert, in einer Fabrik heimlich auf Laufbänder geladen und zum Nahrungsmittel „Soylent Grün“ verarbeitet.

    Seit einiger Zeit wird pauschal der „alte weiße Mann“ verunglimpft, Oma ist ‘ne alte Umweltsau und lebt nach dem Tod des Gatten in einer viel zu großen Wohnung, die sie gefälligst zu räumen hat, schließlich suchen junge Familien – man ahnt, welche gemeint sind – verzweifelt Wohnraum. Aber ist Oma daran schuld, die auch für eine kleinere Wohnung viel Geld für die Miete aufbringen müsste? Und auf ihre alten Tage ihr gewohntes Wohnumfeld verlöre?
    Von wegen „Die Rente ist sicher!“
    Hier werden Menschen gegeneinander ausgespielt, und ich weigere mich, dabei mitzumachen – nicht nur, weil ich selbst Kinder und Enkel habe. Das ist übrigens noch so ein Vorwurf, den man nicht stehenlassen kann: Wir Boomer hätten zu wenig Kinder bekommen. Nun, das ist relativ. Wir haben mit 1,59 Kindern weniger Nachwuchs bekommen als unsere Elterngeneration (2,2), aktuell beträgt die Geburtenrate aber nur 1,35. Fangt mal damit an, selbst Kinder in die Welt zu setzen.

    Nach meinem Gefühl sind die Alten jetzt die neuen „Ungeimpften“. Aber eine weitere Spaltung der Gesellschaft können wir uns wirklich nicht leisten, das würde nur der Politik helfen, davon abzulenken, dass sie unseren Wohlstand anderweitig verschleudert hat. Wir alle, alt und jung, sind von ihr gleichermaßen verarscht worden.
    Klar, Norbert Blüms Wahlspruch von 1986 („Die Rente ist sicher!“) haben wir natürlich nicht geglaubt, weil die demografische Entwicklung schon damals abzusehen war, und Marcel Fratzschers abenteuerliche Behauptung, die „Flüchtlinge“ würden die Renten der Baby-Boomer zahlen, schon gar nicht. Aber was hätten wir tun sollen? Wir wurden vom Staat gezwungen, ins Rentensystem einzuzahlen. Hätte ich mit dem Geld eigenverantwortlich Altersvorsorge betreiben dürfen, wäre ich jetzt reich und würde der Regierung aus irgendeinem sonnigen Land heraus den Stinkefinger zeigen.

    Rentenkassen geplündert und hunderte Milliarden verpulvert
    Ich habe Verständnis für die Zukunftsängste der Gen-Z. Die Jungen werden irgendwann alt und noch weniger von der Gesellschaft unterstützt als die Senioren heute. Sie müssen selbst vorsorgen – fast unmöglich, wenn alles teurer wird und der Staat immer mehr von Lohn und Gehalt abgreift. Auch das, was wir ihnen vererben, wird nicht reichen.

    Aber, sorry: Wir konnten das System nicht ändern. Es ist nicht unsere Schuld, dass die Politik versäumt hat, das umlagefinanzierte System auf ein kapitalgedecktes umzustellen. Es wäre an den Regierenden gewesen, die Weichen grundsätzlich anders zu stellen, etwa auch Beamte zur Kasse zu bitten. Stattdessen hat sie jahrzehntelang die Rentenkassen für versicherungsfremde Leistungen geplündert. Seit 1957 soll sich, so etwa der Experte Otto W. Teufel in der Wirtschaftswoche, durch diese Praktik ein kumulatives Defizit von fast einer Billion Euro (!) angehäuft haben. Wäre die Rentenkasse nicht derart belastet worden, könnten die Renten deutlich höher ausfallen.

    Die Boomer, die dieses Land über Jahrzehnte am Laufen gehalten haben, sind am allerwenigsten als Sündenböcke geeignet. Der einzige Fehler, den man ihnen vorwerfen kann, ist, der Politik mit ihren Versprechungen auf die Leimrute gekrochen zu sein. Die aber gibt verstärkt in den letzten 10 oder 15 Jahren unvorstellbare Summen aus. Ich sage nur: jährlich 30 Milliarden Euro für eine Entwicklungshilfe, von der in Drittweltstaaten nur Diktatoren und ihre Familien profitieren, die sich fette SUVs anschaffen, aber nichts strukturell verbessert wird.

    25 Milliarden für Migranten im Bürgergeld. Zig Milliarden für Menschen, die noch nie in unsere Sozialsysteme eingezahlt haben und dennoch voll alimentiert werden, ebenso für „Klimaschutz“ bei uns und in aller Welt, der rein gar nichts bewirkt, Milliarden für die Ukraine, für NGOs, die die Opposition bekämpfen und so weiter.
    Vorsicht: Wir sind viele!
    Hier liegt der Hase im Pfeffer. Verweigern wir uns der Agenda der „Divide et Impera“-Etatisten, wir haben ebenso ein Anrecht auf ein auskömmliches Einkommen nach einem langen Arbeitsleben wie die Gen-Z. Notfalls, so meinte ein Leser ganz richtig, muss der Staat für die eigenen Rentner ein paar Jahrzehnte draufzahlen, früher oder später „verabschieden die geburtenstarken Jahrgänge sich ohnehin von dieser Welt. Das muss dann halt an anderer Stelle gespart oder reingeholt werden.“ Genau so ist es. Die Boomer in Kollektivhaftung für das dramatische Fehlverhalten der Politik zu nehmen, löst kein Problem. Solange Millionen Menschen alimentiert werden, die noch nie in unsere Sozialkassen eingezahlt haben und es auch nie tun werden, ist diese ganze Rentendiskussion absurd.
    So grotesk wie der Vorschlag des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Rentner mit „hohen“ Einkünften – schon über 1.048 Euro monatlich – sollten 10 Prozent ihrer Alterseinkünfte als Abgabe zahlen („Boomer-Soli“), um einkommensschwache Rentner zu entlasten und das Rentensystem zu stabilisieren. Oder die Schnapsidee des seltsamen Ökonomen Marcel Fratzscher, ein obligatorisches Jahr sozialen Engagements für alle Rentner, etwa in Pflege, Bundeswehr oder Bildungseinrichtungen einzuführen.

    Mit uns kann man’s ja machen, oder? Denkste. Wir sind zu viele, wir lassen uns weder zur Zwangsarbeit rekrutieren, noch aus unseren Wohnungen vertreiben. Wir Boomer haben genug geleistet für dieses Land und auch für unsere nachfolgende Generation, die schließlich in einem Wohlstand aufwuchs, den wir damals nicht hatten. Wir werden keinen Fensterkitt fressen. Wenn die Politik uns ans Leder will, können wir auch anders: Noch sind es die Alten, die mehrheitlich die „Volksparteien“ CDU/CSU und SPD wählen. Auch das kann sich ändern. Wie gesagt: Wir sind viele.

    https://www.nius.de/kommentar/news/n...1-e50fef67535d
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  7. #117
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    AW: Tötet die Alten

    Krieg gegen die Alten: Wahlrechtsentzug, Zwangs-WGs und Wehrpflicht für Rentner
    In der Rentendebatte in Deutschland werden aktuell Junge gegen Alte aufgehetzt. Die Rhetorik, die hier mancher an den Tag legt, reiht sich ein in eine ganze Serie von moralinsauren Attacken gegen jene Generationen, die den Wohlstand, der heute von der Politik zerstört wird, einst erarbeitet haben. DIW-Präsident Marcel Fratzscher fiel in diesem Kontext in den letzten Monaten mit allerhand kuriosen Forderungen auf: darunter Zwangs-WGs und ein unfreiwilliges soziales Jahr für Rentner sowie ein Höchstwahlalter bis 70. All das sind Bausteine einer Dystopie, in der der Bürger immer mehr entrechtet wird. Sollten wir nicht geeint gegen den politischen Wahnsinn aufstehen, statt uns nach Altersgruppen spalten zu lassen?

    Von Guido Grandt:

    Wahlrecht ab Geburt, Klima-Soli für alle, Wehrpflicht im Alter – DIW-Präsident Marcel Fratzscher lieferte in einem ARD-Podcast ein Manifest des modernen Bevormundungsstaates. Was als „soziale Gerechtigkeit“ verkauft wird, ist in Wahrheit der Einstieg in eine ideologisch gesteuerte Gesellschaft.

    „Infantile Fantasien“
    Er ist überall präsent, immer meinungsstark, selten tiefgründig: Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

    Jüngst schwadronierte er über Gesellschaft, Klima, Rente und Wahlrecht und Fratzscher enttäuschte nicht. Seine Ideen reichen von infantilen Fantasien über das Wahlrecht für Säuglinge bis hin zu Zwangsmaßnahmen für Senioren. Ein intellektueller Offenbarungseid – und ein weiterer Beweis, dass der deutsche Zeitgeist endgültig in der Wahnwelt angekommen ist.

    Der Ökonom, der zu allem etwas sagt
    Man kennt ihn aus Talkshows, Leitartikeln und Twitter-Blasen: Marcel Fratzscher – der Mann, der scheinbar immer weiß, was „gerecht“ ist.

    So auch im Oktober bei der ARD. Der Podcast nennt sich „Die da oben!“ Der Titel könnte passender kaum sein – denn Fratzscher scheint diese für sich zu beanspruchen. Im Instagram-Format „Hot Takes“ durfte der DIW-Präsident am 6. Oktober 2025 auf Stichworte reagieren – mit kurzen, knackigen Statements, die vermutlich „mutig“ und „progressiv“ klingen sollen.

    Was dabei herauskam, ist eine Sammlung von Vorschlägen, die irgendwo zwischen politischer Satire, staatlichem Größenwahn und infantilem Sozialpädagogentum pendeln.

    „Wahlrecht ab der Geburt“ – Demokratie im Kinderwagen
    Los geht’s mit dem ersten Knaller und der Frage: „Wahlrecht ab der Geburt?“ Fratzscher antwortete begeistert: „Absolutes Ja! Wir brauchen, dass die junge Generation mehr Gewicht in der Demokratie bekommt.“

    Mit anderen Worten: Säuglinge sollen wählen dürfen! Wie bitte? Vielleicht bald mit Stimmzetteln in der Kita, wenn die Windeln frisch gewechselt sind? Und falls das logistisch schwierig wird – wer darf dann für die Babys abstimmen? Die Eltern? Der Vormund? Oder gleich der Staat, der weiß, was gut für die „Zukunft“ ist?

    Ein Wahlrecht per Stellvertreter wäre dann nicht mehr Ausdruck von Freiheit, sondern eine „Lizenz zur Manipulation“. Das wäre beileibe keine „Demokratisierung der Jugend“, sondern die Infantilisierung der Demokratie.

    „Zwangs-WG für Rentner“ – Sozialismus im Eigenheim
    Nächste Frage: „Zwangs-WG für Rentner in zu großen Häusern“. Fratzscher reagierte vorsichtig zustimmend, forderte eine „Reform des Mieterschutzes“, damit beispielsweise die älteren Menschen mit ihren Kindern oder Enkelkindern tauschen könnten, die wirklich die größere Wohnung für ihre Kinder brauchen.

    Klingt harmlos – ist aber „sozialistischer Wohnraumeingriff“ in Reinform. Denn wer entscheidet, wann ein Haus „zu groß“ ist? Und was, wenn Oma und Opa ihr Zuhause einfach behalten wollen?

    Fratzschers Vorschlag läuft darauf hinaus, dass der Staat über private Wohnverhältnisse bestimmen soll, anstatt Eigentumsrechte zu schützen.

    Ein Ökonom, der die Marktwirtschaft so missversteht, dass er sie gleich abschaffen möchte – das ist bemerkenswert, selbst für Berliner Verhältnisse.

    „Verpflichtendes Sozialjahr“ – aber bitte nur für die Alten
    Dann das Stichwort „Pflichtsozialjahr ab 18“. Da wäre man geneigt zu glauben, Fratzscher sei ausnahmsweise für Eigenverantwortung. Doch weit gefehlt. Er ist dagegen, weil die ältere Generation sich gefälligst solidarischer zeigen müsse. Das ist starker Tobak.

    Die Generation, die dieses Land aufgebaut, jahrzehntelang gearbeitet, Kinder großgezogen und Steuern gezahlt hat, soll nun „gerechter“ gegenüber einer Jugend sein, die mit Genderstudien, Selfcare, Life-Work-Balance und Fridays-for-Future-Slogans beschäftigt ist?

    Fratzscher, so scheint es, verwechselt Solidarität mit staatlich verordnetem Sühneritual.

    „Klima-Soli für alle“ – die neue Religion der Umverteilung
    Und dann natürlich das unvermeidliche Thema: Klima. Aber nicht nur einfach so, sondern wie sieht’s eigentlich mit einem „Klima-Soli für alle Baby-Boomer“ aus? Fratzscher dazu: „Es sollte einen Klima-Soli geben für alle Menschen.“

    Man kann es nicht anders sagen: ein weiterer Griff in die Tasche der Bürger. Deutschland ist schon heute Steuerweltmeister. Energieabgabe hier, CO₂-Preis dort – und jetzt also noch ein Klima-Soli.

    Was Fratzscher übersieht: Nicht jeder teilt die „Klimaziele“ der Dogmatiker der sogenannten „menschengemachten Klimakatastrophe“. Zweifeln sie sogar völlig zu Recht als Lug und Betrug an. Und viele Bürger wollen schlicht leben, statt kompensieren.

    Doch für den Ökonomen ist das Klima längst eine Ersatzreligion, die man mit Zwangsabgaben bekennt. Wie also soll man seine „Visionen“ verstehen – wenn nicht als das, was sie sind?

    „Wehrpflicht für Rentner“ – Groteske mit Geschichtsvergessenheit
    Doch Fratzschers Ideen werden noch grotesker. Auf die Frage „Wehrpflicht für Rentner?“ antwortete er: „Ich bin für ein verpflichtendes soziales Jahr oder eine Wehrpflicht für Rentnerinnen und Rentner; wo jeder frei wählen kann, was er machen möchte, um sich ein Jahr noch mal für die Gesellschaft nach Renteneintritt zu engagieren.“

    Ein unfreiwilliger Treppenwitz der Geschichte: Der Ökonom fordert also eine Art Seniorendienst, weil er offenbar glaubt, die „Alten“ hätten nicht genug für die Gesellschaft getan.

    Dass viele Ältere längst Ehrenämter ausüben, Familien unterstützen oder schlicht körperlich nicht mehr in der Lage sind, scheint ihn nicht zu stören.

    Zwangsarbeit im Ruhestand – was kommt als Nächstes? Die „Rentner-Armee fürs Klima“? Wer so redet, hat nicht verstanden, was Würde im Alter bedeutet.

    „Höchstwahlalter 70“ – Demokratie auf Rente
    Und dann der Gipfel des Irrsinns: „Wenn Menschen in den ersten 18 Jahren nicht wählen dürfen, sollten sie in den letzten 18 Jahren ihres Lebens auch nicht wählen dürfen, sodass wir ein besseres Gleichgewicht zwischen Jung und Alt bekommen.“

    Fratzschers Logik fürs „demokratische Gleichgewicht“: Wegen der fehlenden „Kinderstimmen“ – keine „Altenstimmen“. Unfassbar!

    Wer alt ist, darf Steuern zahlen, Sozialbeiträge leisten, Enkel versorgen – aber nicht mehr wählen. Das ist keine Balance zwischen Jung und Alt, sondern Altersdiskriminierung im Gewand einer scheinbaren Generationengerechtigkeit.

    Fratzscher möchte das Wahlrecht offenbar als Werkzeug sozialer Ingenieurskunst missbrauchen – nicht als Grundrecht.

    Der neue Tugendstaat: „Fratzschers Utopia“
    All diese Vorschläge folgen einem Muster: Der Einzelne soll immer weniger entscheiden dürfen, der Staat immer mehr.

    Freiheit wird ersetzt durch scheinbare Fürsorge, Eigentum durch Umverteilung, Demokratie durch Vormundschaft. Das ist kein ökonomisches Konzept, sondern ein Erziehungsprogramm für die Gesellschaft.

    Und es zeigt erneut, wie weit sich Teile der deutschen „Eliten“ von der Realität entfernt haben.

    Fazit: Wenn Schweigen Gold wäre
    Am Ende bleibt der Eindruck eines Mannes, der viel redet – und dabei wenig sagt. Seine Vorschläge sind ein Spiegel der Zeit: hypermoralisch, realitätsfern, autoritär, verkleidet als Fortschritt.

    Wer solche irren Thesen aufbringt und dafür noch Applaus bekommt – hat längst gelernt: Je absurder die Idee, desto sicherer das Mikrofon.

    Als die Kritik wuchs, versuchte Marcel Fratzscher zu retten, was nicht mehr zu retten war: Alles sei nur „Satire“ gewesen. Ein durchschaubarer Rückzug ins Lächerliche – typisch für jene, die ihre eigenen Worte nicht mehr verteidigen können.

    Guido Grandt (geb. 1963) ist investigativer Journalist, Publizist, TV-Redakteur und freier Produzent. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf Recherchen zu organisierter Kriminalität, Geheimgesellschaften sowie auf brisanten Themen aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär und Sicherheit. Darüber hinaus widmet er sich der Aufdeckung verborgener oder tabuisierter Hintergründe zeitgeschichtlicher Ereignisse. Guido Grandt veröffentlichte bisher über 40 Sachbücher und verfasste rund 6.000 Artikel.

    https://report24.news/krieg-gegen-di...t-fuer-rentner
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