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    Fördermittel zur Integration von Neuzugewanderten

    Gelder werden verteilt, als gäbe es kein Morgen.

    Fördermittel zur Integration von Neuzugewanderten


    Kreisausschuss beschließt Unterstützung vor allem von besonders erfolgreichen Integrationskursen.

    KREIS MAINZ-BINGEN - Die im Vorjahr begonnenen Projekte der Bildungskoordination für Neuzugewanderte im Landkreis können ununterbrochen weitergeführt werden. Die aktuell notwendigen 180 000 Euro wurden vom Kreisausschuss einstimmig freigegeben.


    Ursprünglich war eine Summe von 300 000 Euro mit einem Sperrvermerk versehen, da eine Entscheidung des Landes über das Weiterleiten der Integrationspauschale an die Kommunen noch nicht getroffen war. Stand jetzt ist genau dieses nicht vorgesehen. Stattdessen gibt es einmalige Landesmittel in Höhe von 1,55 Millionen Euro als Kompensationszahlung vom Land an den Kreis für Asylbewerber, die bereits einen Erstbescheid erhalten haben und nicht mehr unter die „Pro-Kopf-Pauschale“ fallen. Diese Mittel sind unabhängig von der Integrationspauschale des Bundes.




    Die zuständige Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham erläuterte, was mit den 180 000 Euro passieren soll. Einmal werden die an der Kreisvolkshochschule Ingelheim und der VHS Bingen mit insgesamt 38 Teilnehmern begonnenen Berufsreifekurse für Neuzugewanderte bis zum Sommer weitergeführt. Diese waren in der Vergangenheit mit erreichtem Schulabschluss oder der Integration in den Arbeitsmarkt besonders erfolgreich. Die Kosten hierfür liegen bei insgesamt rund 132 500 Euro. Zweitgrößter Batzen auf der Kostenseite ist das Projekt „Skills“ zur beruflichen Orientierung und Integration in den Arbeitsmarkt (101 500 Euro). Dieses Projekt ist im März 2020 angelaufen, soll in Ingelheim bis Dezember andauern. Ziel ist die handwerkliche Erprobung, die Berufsorientierung, das Kennenlernen von Betrieben und Berufsbranchen. Ein großes Problem sei, dass es für junge Männer über 18 Jahren keine strukturellen Angebote im Land gebe, so Hartmann-Graham. Zudem dürften laut Sozialgesetzbuch SGD II keine Schulabschlüsse gefördert werden. Unter das Asylbewerberleistungsgesetz fallen im Landkreis aktuell rund 700 Menschen, von denen sich aktuell wiederum nur ein Bruchteil im Anerkennungsverfahren befindet. In der Zielgruppe des SGD II sind etwa 2500 Personen. Speziell in Bezug auf Frauen sind weiterhin ehrenamtliche Helfer gefragt.


    Der Kreis hat sich auf die Fahne geschrieben, die ersten Schritte zur Teilhabe zu unterstützen, wohlwissend, dass es in der Finanzierung um die effizienten Fälle geht und es unmöglich sein wird, 100 Prozent der Menschen zu erreichen.


    Unterstützt werden sollen in jedem Fall diejenigen unter den Migranten, die in einer Ausbildung zu einem Job gut sind, aber große Probleme haben, wegen mangelnder Sprachkenntnisse dem Unterricht in der Berufsschule zu folgen. Hierbei hätten sich viele Betriebe an die Kreisverwaltung gewandt, um Abbrüche zu verhindern, so die Beigeordnete.


    Auf der Agenda des Kreises stehen das Beibehalten der Jobtour für Neuzugewanderte, die Check-in-Berufsorientierung für junge Neuzugewanderte in Kooperation mit der Handwerkskammer, Ferienprogramme für geflüchtete Jugendliche, Elternbildungskurse für Neuzugewanderte speziell für Mütter, Frauensprachkurse inklusive einer Kinderbetreuung und ein niederschwelliges Tanzprojekt für geflüchtete Frauen.





    Alle Angebote schließen Lücken, haben einen hohen Stellenwert für die Integration. Mit dem entwickelten Netz sollen Menschen aufgefangen, soll eine bedarfsorientierte Angebotsstruktur geschaffen werden.

    https://www.allgemeine-zeitung.de/lo...erten_21365718
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Fördermittel zur Integration von Neuzugewanderten

    Diese ganzen Gelder sind zum Fenster hinausgeworfen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Fördermittel zur Integration von Neuzugewanderten

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Diese ganzen Gelder sind zum Fenster hinausgeworfen.
    Aber sie stärken das Selbstwertgefühl der „Fördernden", die so ihren Frust über die unzureichende Anerkennung als Gutmenschen verringern können.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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