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    Elternlotsinnen in Rödermark zertifiziert

    Das Ehrenamt: Verdienstmöglichkeiten, die nicht auf Sozialhilfe und Hartz IV angerechnet werden.

    Elternlotsinnen in Rödermark zertifiziert


    Foto: Im Rathaus Urberach in Rödermark konnte am Freitag Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (links) den neuen Elternlotsinnen ihre Urkunden überreichen. Auch die Leiterin der Fachabteilung Senioren und Sozialer Dienst der Stadt Rödermark, Katja Merten (rechts), gratulierte in Vertretung von Rödermarks Erste Stadträtin Andrea Schülner den Frauen.

    Kreis Offenbach - Sie übersetzen, helfen Menschen, die die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, im Alltag und sie bauen zwischen Eltern, Kindertagesstätten und Schulen Brücken – Elternlotsinnen haben vielfältige Aufgaben und leisten im Kreis Offenbach einen wichtigen Beitrag zur Integration. Im Rathaus Urberach in Rödermark konnten am Freitag Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Rödermarks Erste Stadträtin Andrea Schülner sieben neuen Elternlotsinnen ihre Urkunden überreichen. „Durch ihre vielfältigen Sprachkenntnisse sowie ihre interkulturelle Kompetenz tragen die Elternlotsinnen dazu bei, Vorurteile abzubauen, Missverständnissen vorzubeugen und Brücken zwischen den verschiedenen Kulturen und Religionen zu bauen“, stellte Claudia Jäger bei der Übergabe der Zertifikate die Bedeutung der Frauen für eine gelingende Integration von Kindern und Jugendlichen heraus.



    Sämtliche Lotsinnen arbeiten ehrenamtlich und helfen Menschen, die neu in unser Land kommen, bei Fragen rund um Kindertagestätten und Schulen und sind Mittler zwischen Erziehern und Lehrkräften auf der einen sowie den jeweiligen Müttern und Vätern auf der anderen Seite. Alle Frauen haben erfolgreich eine 36 Stunden umfassende Qualifizierung absolviert. Jäger: „Die angehenden Lotsinnen eigneten sich so während der Ausbildung vielfältige Kenntnisse und Fähigkeiten an, die sie dann später bei ihrer Arbeit als Vermittlerinnen praktisch einsetzen und an andere weitergeben können, so etwa Details zum Bildungssystem in Deutschland.“ Außerdem wurden Fragen zur Erziehung und zu den Entwicklungsstufen eines Kindes besprochen, es gab Informationen zu Mutter-Kind-Kuren und diversen Beratungsstellen. Darüber hinaus standen Themen, wie Integration, Inklusion, Feste und Feiertage, Schweigepflicht sowie Krisenintervention, auf dem Programm. Der Kreis Offenbach übernimmt dabei eine Teilfinanzierung – im Fall von Rödermark in der Höhe von rund 2.800 Euro. Insgesamt unterstützt der Kreis die Kommunen Rödermark und Mühlheim bei der Qualifizierung von Elternlotsen in diesem Jahr mit rund 4.000 Euro.


    „Wir unterstützen die Qualifizierung in den Kommunen bereits seit 2010 und haben seitdem allein in Rödermark über 50 Lotsinnen und Lotsen geschult, die einen entscheidenden Beitrag zur Integration leisten“, so Claudia Jäger weiter. „Bei der Qualifizierung legen wir großen Wert darauf, dass neben der Theorie auch Lösungsmöglichkeiten von Problemen besprochen werden, auf die Eltern ohne ausreichende Sprachkenntnisse im Alltag in Kindertagesstätten und Schulen stoßen. Denn letztlich geht es immer darum, die Entwicklung der Kinder zu unterstützen.“



    „Der zwischenmenschliche Kontakt ist die beste Möglichkeit, sich in einem neuen Kulturkreis zurechtzufinden und unser Bildungssystem kennenzulernen. Elternlotsen sorgen durch ihr Engagement zudem dafür, dass Kinder und Jugendliche bessere Chancen haben, einen guten Schulabschluss zu erreichen und ihre individuellen Talente und Stärken zu entfalten. Sie sind quasi ein Stück gelebte Integration. Dafür bin ich allen, die sich als Elternlotse oder Elternlotsin zur Verfügung stellen, dankbar“, betonte die Erste Stadträtin Andrea Schülner.



    Diese Aufgabe bringt aber nicht nur die Familien weiter, für die sich die Lotsen einsetzen, auch sie selbst profitieren von dem Engagement. „Sie entdecken durch ihre Qualifikation und Tätigkeit häufig ihre eigenen Ressourcen und Stärken. Das zieht unterschiedlichste positive Entwicklungen nach sich. Viele suchen neue gesellschaftliche und berufliche Möglichkeiten. Sie entwickeln sich so in vielerlei Hinsicht weiter und gehen neue Wege. Die Männer und Frauen sind in ihrem sozialen Umfeld zudem Vorbilder und positive Beispiele dafür, dass unsere freie demokratische Gesellschaft Menschen viele Türen offenhält und allen ein breites Spektrum an Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten bietet, auch wenn es manchmal Hürden und Schwierigkeiten zu überwinden gilt“, machte Claudia Jäger abschließend deutlich und bezeichnete das Lotsen-Konzept als „ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche und innovative Integrationsarbeit im Kreis Offenbach.“


    https://www.familien-blickpunkt.de/m...tifiziert.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Elternlotsinnen in Rödermark zertifiziert

    Meine Fresse, ich packs nicht mehr !!!
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

  3. #3
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    AW: Elternlotsinnen in Rödermark zertifiziert

    Diese Kopftuchdamen sind doch sonst so hilflos und brauchen selbst Unterstützung bei den kleinsten Kleinigkeiten.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: Elternlotsinnen in Rödermark zertifiziert

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Diese Kopftuchdamen sind doch sonst so hilflos und brauchen selbst Unterstützung bei den kleinsten Kleinigkeiten.
    Aber sie können jetzt sehr genau vermitteln, wo man die kleinen Hilfen für den Alltag bekommt.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  5. #5
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    AW: Elternlotsinnen in Rödermark zertifiziert

    Mir fällt in diesem Zusammenhang eine Episode ein, die sich 2016 abspielte. Im Jahr nach der großen Flüchtlingswelle gab es im RBB eine Doku über Migranten in Neukölln, die schon seit langen Jahren dort leben. Unter anderem ging es um eine Araberin, die sich endlich mal aufraffte einen Deutschkurs zu belegen. Nach ihren Intensionen dazu befragt, sagte sie, dass durch die ganzen Flüchtlinge Helfer benötigt werden, und sie würde gerne als Lehrerin für arabische Flüchtlinge arbeiten. 20 Jahre hat sie keinerlei Interesse am Spracherwerb gezeigt aber sobald es um ihre Leute ging, wurde sie aktiv.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  6. #6
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    AW: Elternlotsinnen in Rödermark zertifiziert

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Mir fällt in diesem Zusammenhang eine Episode ein, die sich 2016 abspielte. Im Jahr nach der großen Flüchtlingswelle gab es im RBB eine Doku über Migranten in Neukölln, die schon seit langen Jahren dort leben. Unter anderem ging es um eine Araberin, die sich endlich mal aufraffte einen Deutschkurs zu belegen. Nach ihren Intensionen dazu befragt, sagte sie, dass durch die ganzen Flüchtlinge Helfer benötigt werden, und sie würde gerne als Lehrerin für arabische Flüchtlinge arbeiten. 20 Jahre hat sie keinerlei Interesse am Spracherwerb gezeigt aber sobald es um ihre Leute ging, wurde sie aktiv.
    Sie sah die Möglichkeit, an eine Bezahlung für eine nicht überprüfbare Dienstleistung zu gelangen, die sie zudem in den Stand einer Patin in den eigenen Kreisen setzte (wichtige Familie, Gefälligkeiten, Netzwerke, aber nicht solche, die sich die guten Menschen in diesem Zusammenhang vorstellen) und zudem eine Bezahlung zu erhalten, die auf die Sozialleistungen, die sie oder ihre Familie erhalten, nicht angerechnet wird.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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