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    So lebt es sich in Überlingen am Rand der Gesellschaft

    Der kleine Unterschied

    (ein Artikel in Bildern, die belegen, wie unterschiedlich die Zumutbarkeit für die einen und die anderen gesehen wird. Solche Bilder würden wir nicht in Zusammenhang mit jeder Unterbringung sehen...)

    Ach, ja, und es gibt natürlich keine Wäschetrockner. Nun aber zum Artikel:


    So lebt es sich in Überlingen am Rand der Gesellschaft



    • Eine Obdachlose gewährt Einblick in ihren Alltag
    • Rathaus kündigt Sanierungsmaßnahmen an
    • Pfarrer Walter befindet Zustände als akzeptabel


    Die Küche in der „Baracke“ ist funktional aber durchaus in die Jahre gekommen. Komfort wäre anders, aber für das Notwendige reiche es auch, kommentiert der Überlinger Münsterpfarrer Bernd Walter die Situation vor Ort.



    ...(Birgit) Stinner lud ins Obdachlosenheim ein. Dort wohnt sie. Es ist ihr ein Anliegen, dass die Öffentlichkeit von den Zuständen dort erfährt.

    ... Es ist ruhig um die Mittagszeit in der "Baracke", der Gemeinschaftsunterkunft für Obdachlose, in der Ottomühle 4, nur einen Steinwurf von der Überlinger Müllkippe entfernt.


    Durch einen äußeren Anstrich wirkt das Gebäude freundlich, in Inneren sind aber durchaus viele Mängel erkennbar.

    ...Birgit Stinner wohnt derzeit zusammen mit elf Frauen und einem Mann in der Notunterkunft....eine Frau habe es nach sieben Jahren geschafft, in Uhldingen eine Wohnung zu finden. "Die war aber erst so um die 50 und relativ gesund, nicht so runtergekommen und krank wie ich", erzählt die ehemalige Rechtsanwältin.
    ..."Ich bin schon sehr lange psychisch krank, auch viel zu dick, und Überlingen ist für mich verbrannte Erde, da habe ich einen schlechten Ruf weg, aber das ist auch kein Wunder."

    Als beschämend bezeichnet Ursula Binzendörfer, die Gründerin der Initiative "BWoÜ" (bezahlbarer Wohnraum in Überlingen... die Zustände in der "Baracke", die sie als "stinkendes Drecksloch" bezeichnet.

    Auf einen entsprechenden Einwurf von Stadtrat Roland Biniossek ...entgegnete Oberbürgermeister Jan Zeitler (SPD) unlängst sinngemäß, es sei erstaunlich, wie Biniosek die Stadt vor sich her treibe, man sei doch dabei, die Notunterkunft zu sanieren. Deren Kücheneinrichtung ist spärlich und in die Jahre gekommen, aber durchaus noch funktionell.

    Schimmel zeigt sich hingegen an den Wänden und Decken der sanitären Anlagen. Die Holzböden der äußerlich durch einen Anstrich vor wenigen Jahren relativ ansehnlichen Holzbauten sind an einigen Stellen durchgefault. Bei Bedarf würden Renovierungsarbeiten der Zimmer durchgeführt, sobald diese einmal nicht belegt sind, erklärt die Stadt auf entsprechende Anfrage hin.

    Der Überlinger Münsterpfarrer Bernd Walter überzeugte sich kürzlich bei einem Besuch davon, dass doch für eine Notlage hier ausreichend Abhilfe geschaffen sei: "Es ist nicht komfortabel und nicht schön, aber zur Not reicht es aus."

    Ursula Binzendörfer empfiehlt in ihrem Leserbrief dem Oberbürgermeister und den Gemeinderäten, "dort selbst einmal einen Tag und eine Nacht zu wohnen, zu kochen und zu duschen". Sie meint, "ihr aller Ekel würde dieses Elend beenden".

    Ohne Auto sind Bewohner der Ottomühle vom öffentlichen Leben abgeschnitten

    Birgit Stinner wünscht sich eine andere Unterbringung, sie möchte nicht am Rande, sondern in der Stadt leben und fragt, ob dieses nicht am Schättlisberg möglich sei. "Dort entsteht doch die Unterbringung für die Flüchtlinge, wäre da nicht auch Platz für uns?" Sie hätten doch keine Autos und seien in der Ottomühle praktisch von allem abgeschnitten..

    Keine Sozialbetreuung vor Ort

    Eine Sozialbetreuung der in der "Baracke" lebenden Menschen findet derzeit weder von der Stadt Überlingen noch durch das Landratsamt Bodenseekreis statt. Die Stadtverwaltung vertritt die Auffassung, dass dafür laut Sozialgesetzbuch der Landkreis zuständig sei. Im Gemeinderatsausschuss sagte Fachbereichsleiter Raphael Wiedemer-Steidinger, dass die Stadt formell lediglich den "Erfrierungsschutz" leisten müsse...

    ...Es vergehe keine Woche, so Demmer (Geschäftsführerin Caritas-Verband Linzgau), in der keiner der entsprechenden Klienten vor der Tür der Caritas stehe und um Hilfe bei der Suche nach Wohnraum bittet. "Die Leute sind sehr verzweifelt", sagte sie.

    ...

    https://www.suedkurier.de/region/bod...72495,10324393
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: So lebt es sich in Überlingen am Rand der Gesellschaft

    Schimmel zeigt sich hingegen an den Wänden und Decken der sanitären Anlagen.
    Das gibt es auch in Neubauten. Schuld daran ist falsches Lüften.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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