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    AW: E-Mobilität soll bald 300.000 Jobs kosten

    600 Jobs in Gefahr: Großer Autozulieferer will Werk dichtmachen
    Speyer (Rheinland-Pfalz) – Die Krise der deutschen Automobilindustrie fordert ein weiteres Opfer: Ein bedeutender Autozulieferer mit weltweit mehr als 80 Standorten und rund 21.000 Mitarbeitern will sein Werk in Speyer dichtmachen. 600 Menschen bangen jetzt um ihre Jobs. Spätestens 2028 sollen die Pforten für immer schließen.

    Über das geplante Aus des Werks in Rheinland-Pfalz hat der Filterhersteller Mann+Hummel in einer Mitarbeiterversammlung informiert. Wie eine Firmensprecherin gegenüber BILD erklärte, sei dies „ein Schritt, um Produktionsvolumen stärker auf bestehende Standorte zu bündeln“. Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Produktionsnetzwerks langfristig gestärkt werden, um Kunden weltweit „zu wettbewerbsfähigen Preisen“ beliefern zu können.
    Die Gründe für das Aus des Werks

    Speyer habe über viele Jahre hinweg wesentlich zum Erfolg von Mann+Hummel (Hauptsitz in Ludwigsburg) beigetragen. Die Leistungen der Mitarbeiter verdienten größten Respekt. Die geplante Schließung sei keine Kritik an ihrer Arbeit, betont das Unternehmen, das nach eigenen Angaben 2024 weltweit einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro machte. Als Gründe werden „geänderte Rahmenbedingungen in Europa“ angeführt: „Das wirtschaftliche Wachstum bleibt schwach. Energie- und Arbeitskosten sind hoch und globale Handelsbedingungen, etwa durch Zölle und geopolitische Unsicherheiten, erhöhen den Kosten- und Planungsdruck.“

    Die ganze Branche ist in der Krise. Gerade erst war bekannt geworden, dass der Automobilzulieferer Plastic Manufacturing 375 Mitarbeitern kündigt. Die Fabrik des insolventen Unternehmens in Oberlungwitz (Sachsen) fällt sogar ganz weg.
    Die Geschichte des Standorts

    Für das Werk von Mann+Hummel in Speyer gab es 2022 noch ganz andere Pläne: Der Standort wurde als wichtiger Teil der Industriestrategie des Unternehmens bezeichnet, sogar von Wachstum war die Rede. Nun endet eine jahrzehntelange Geschichte, die 1952 begann: Damals siedelte die Vorgängerfirma Filap aus Westfalen in die Domstadt um. 1965 wurde das heutige Gelände in der Brunckstraße bezogen. Doch die miese Konjunktur holte das Werk ein.
    Das sagt die Bürgermeisterin

    Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) spricht angesichts der bevorstehenden Kündigungen von einem „harten Schlag“ für Speyer: „Hinter den 600 Arbeitsplätzen stehen Menschen und Familien, die teilweise seit Jahrzehnten mit diesem Werk verbunden sind.“ Das Unternehmen will jetzt unverzüglich Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen. „Ziel ist es, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern tragfähige und sozialverträgliche Lösungen zu erarbeiten“, so die Firmensprecherin.
    https://www.bild.de/regional/rheinla...212bc0a08d3d50
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #62
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    AW: E-Mobilität soll bald 300.000 Jobs kosten

    Zwei Autozulieferer an nur einem Tag pleite
    Ein schwarzer Tag für den Harz! Gleich zwei große Autozulieferer stehen vor dem Aus. Und mit ihnen mehr als 1000 Arbeitsplätze. Damit trifft die aktuelle Wirtschaftskrise die Region mit voller Wucht.

    Sowohl der insolvente Gießereispezialist Bohai Trimet in Sachsen-Anhalt und Thüringen als auch die angeschlagene Schlote-Gruppe könnten ihren Betrieb einstellen. Mit der Insolvenz droht das Ende der Produktion an mehreren Standorten, darunter Harzgerode und Wernigerode. Hier werden vor allem für Volkswagen, Mercedes, Porsche und italienische Hersteller Karosserie- und Getriebeteile gefertigt.
    Drei Bohai-Interessenten sprangen ab

    Obwohl Bohai seit Längerem Probleme hat und seit 2024 Stellen abbaut, gab es bisher noch Hoffnung. „Wir haben mit drei Interessenten über eine Übernahme verhandelt. Doch eine Einigung kam leider bis heute nicht zustande. Trotz Unterstützungszusagen von Land und Kommune konnten sich die möglichen Investoren nicht mit den wesentlichen Hauptauftraggebern einigen“, sagt Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann zu BILD.

    Ende vergangener Woche dann der Tiefschlag: Der größte Kunde wird zentrale Aufträge ab Herbst abziehen. Die bisher in Harzgerode und Sömmerda (Thüringen) produzierten Teile sollen woanders gefertigt werden. Für Spiekermann ist klar: So sind die Standorte nicht überlebensfähig. Das hat nicht nur für rund 680 Beschäftigte bei Bohai Folgen. Weitere 650 Jobs in der Region hängen indirekt an dem Unternehmen.
    Die Lage bei der Schlote-Gruppe ist ähnlich düster. Auch hier springen Autohersteller ab. Betroffen sind rund 330 Beschäftigte in den Werken GAW Wernigerode, Schlote Harzgerode und Schlote Brandenburg. In Brandenburg an der Havel läuft die Produktion bereits aus – die Schließung im Herbst gilt als wahrscheinlich.

    Sowohl Bohai als auch Schlote wurden zuletzt noch mit zweistelligen Millionenbeträgen von Kunden unterstützt, um eine Rettung zu ermöglichen. Doch alle Bemühungen scheinen vergeblich. Jetzt liegt die Entscheidung bei den Gläubigerausschüssen.
    https://www.bild.de/regional/sachsen...73b6e50794ad1a
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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