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    WN-Serie über gelungene Integration in Everswinkel

    In Nordrhein-Westfalen sind Redakteure und Journalisten ganz besonders erpicht auf positive Nachrichten über Flüchtlinge, Migration und Integration und zwar derart, dass selbst kleine Blätter ganze Serien entwerfen. Positive Meldungen sollen es sein und für die ist man sich auch nicht zu schade, den Wortschatz von(Liebes-und Arzt-)Drei-Groschen-Romanen zu verwenden:

    WN-Serie über gelungene Integration in Everswinkel
    Kreative Grüße aus der Küche



    „Wir haben mit Judi den Koch bekommen, den wir uns ersehnt haben.“ Mit diesen Worten lässt Janette Gülkar-Neuhaus, Sonderpädagogin und Teil der Schulleitung, keinen Zweifel an dem Glücksfall aufkommen, den die Einstellung von Judi Hussen für die Freie Waldorfschule in Everswinkel darstellt. Und die indische Küchenhilfe Heena Soni ist ebenfalls ein Glücksfall. Nach dem Praktikum wurde sie gleich übernommen.



    Chef-Koch Judi Hussen und Küchenhilfe Heena Soni: In der Schulküche der Waldorfschul-Mensa haben sie ihren Traumjob gefunden, der ihnen Raum für eigene Ideen lässt


    Bis vor gut fünf Jahren hatte der Kurde aus Syrien im Handorfer „Hof zur Linde“ seine Gerichte zubereitet. „Die Arbeitszeiten in der Gastronomie sind nicht familienfreundlich, ich wollte mehr Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern verbringen“, sagt Judi Hussen . Jetzt arbeitet er von morgens 8 bis nachmittags um 15 Uhr in der Küche.



    Jetzt bin ich glücklich mit dem, was ich tue, und vor allem, wo ich arbeite.


    Judi Hussen
    Als Chef der Schulküche und der Mensa hat er es durch seine ausgezeichnete Kochkunst geschafft, die Zahl der bestellten Mahlzeiten von etwa 230 pro Woche auf 700 zu steigern. „Ich bin gerne kreativ und versuche, nicht stehen zu bleiben,“ erklärt der 42-Jährige den großen Zuspruch zu seinem Essen. So plant er zum Beispiel, in absehbarer Zeit eine Außenküche mit einem Backofen sowie einen Fischräucherofen zu installieren. Die Liebe zum Kochen habe er wohl von seiner Mutter. Schon als Kind in Syrien habe er ihr gerne zugeschaut und sei von den verschiedenen Gerüchen fasziniert gewesen.


    Zunächst hat er jedoch das Handwerk des Anstreichers und Lackierers erlernt. „In dem Beruf habe ich mich nicht wohlgefühlt, das kreative Element ist mir zu kurz gekommen. Jetzt bin ich glücklich mit dem, was ich tue, und vor allem, wo ich arbeite.“ Die Schulleitung und er lägen in dem Konzept – basierend auf einer regionalen Küche ausschließlich mit Bio-Produkten – auf einer Linie, und es herrsche überall eine angenehme Atmosphäre. Seit August vergangenen Jahres bildet er in der Schule erstmalig einen Koch aus, das Team wird derzeit verstärkt durch zwei FSJ‘ler aus Kolumbien. Zudem sind jeweils zwei Schüler aus dem siebten Jahrgang für den Dienst in der Mensa eingeteilt.



    Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht zu viel Würze hinein bringe. Bei mir zu Hause essen wir viel pikanter.

    Heena Soni
    Die indische Küchenhilfe Heena Soni bringt gelegentlich eine besondere Note in den Speiseplan der Waldorfschul-Mensa ein, dann gibt es ‚Curry mit Reis und Gemüse‘. Hierzulande wird unter Curry im Allgemeinen die Gewürzmischung verstanden. In Asien handelt es sich jedoch um eine Art Eintopf mit sämiger Sauce und Reis sowie unterschiedlichen Gemüsesorten. „Manchmal sagen die Schüler, das Essen sei sehr scharf gewesen,“ sagt die 30-Jährige mit einem Lächeln. „Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht zu viel Würze hinein bringe. Bei mir zu Hause essen wir viel pikanter.“ Hindus essen meistens aus religiösen Gründen vegetarisch. Da passt das Angebot der Schulküche für sie perfekt, gibt es doch täglich ein fleischfreies Gericht, nur je einmal pro Woche zusätzlich Fleisch und Fisch. Hindus sei das Töten von Tieren nicht erlaubt, da sie an die Wiedergeburt der Verstorbenen glauben – unter Umständen eben auch als Tier.


    Heena Soni, Mutter von zwei Töchtern, floh vor gut fünf Jahren aus Gründen, über die sie nicht öffentlich sprechen möchte, mit ihrem Mann Anand nach Deutschland. Hier fühlt sie sich sicher, hat ihren Platz gefunden und ist deshalb Salma Bensaida und Friedhelm Hempelmann vom Everswinkeler Integration Point überaus dankbar für die Vermittlung der Praktikumsstelle in der Mensa der Waldorfschule. Dort war man nach den drei Wochen im Herbst 2018 so zufrieden mit ihr, dass sie sofort eine Arbeitsstelle angeboten bekam. Seit November ist sie fest angestellt – angekommen und angenommen.

    WN-Serie über erfolgreiche Integration




    Das Engagement der meisten Flüchtlings-Initiativen – auch der in Everswinkel und Alverskirchen – begann im Sommer 2015 direkt nach der Ankunft der geflüchteten Menschen in den Gemeinden. Man half bei vielen Aspekten des Einlebens in die fremde Umgebung. Bereits im Herbst war allen Beteiligten klar, dass die Integration wesentlich von der frühzeitigen Eingliederung in den Arbeitsmarkt abhängen würde. Im Oktober starteten die Arbeitsagentur, das Jobcenter und die Gemeinde Everswinkel gemeinsam ihr im Rathaus angesiedeltes Pilotprojekt, den „Integration Point“. Die beteiligten Ämter, Behörden und Organisationen können sich so direkt austauschen und rasch aktiv werden. Ohne die Unterstützung der heimischen Wirtschaft wäre das Vorhaben jedoch nicht möglich gewesen. „Türöffner“ zu potenziellen Arbeitgebern sind seither die bestens vernetzten Friedhelm Hempelmann und Jürgen Wonning. Sie sind im „Integration Point“ ehrenamtlich beratend und vermittelnd tätig. In dieser WN-Serie sollen einige Beispiele für erfolgreiche Integrationsarbeit vorgestellt werden. -sme-
    https://www.wn.de/Muensterland/Kreis...aus-der-Kueche

    Da nimmt es auch kein Wunder, dass man für die Küche nicht die griesgrämige deutsche Bertha gefunden hat, denn nach ihr hat man ja auch nicht gesucht. Und hätte man nach ihr gesucht und sie gefunden, hätte sie vielleicht auch noch Ansprüche gestellt, also andere als beispielsweise solche wegen einer anderen Kultur oder eines anderen Glaubens.

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    Schade, das Artikelbild ist weg, in dem die Hauptdarsteller so hübsch in die Kamera schauen. Also bitte den Link des Artikels wählen und dort das Bild, das den Artikel unterstreicht, betrachten.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: WN-Serie über gelungene Integration in Everswinkel

    Heena Soni, Mutter von zwei Töchtern, floh vor gut fünf Jahren aus Gründen, über die sie nicht öffentlich sprechen möchte, mit ihrem Mann Anand nach Deutschland.
    Es gibt Gründe, die sind ein wenig peinlich. Vor allem wenn sie wirtschaftlicher Natur sind.

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