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    Grenzen überwinden

    Kürzlich hielt Heiko Maas eine Rede, in der er, wie zu erwarten, für die Überwindung von Grenzen warb. Da die Probleme heute global wären und nur global gelöst werden könnten (global Governence). Was er verschwieg ist, dass es hierzu einer globalen Führung bedarf. Und in der selben Rede sagte er sinngemäss auch, dass die Herausforderung darin bestehe, dass verschiedene Mächte verschiedene Interessen verfolgen würden. Amerika wirtschaftlich und militärisch stark sei, China wirtschaftlich stark und militärisch immer stärker und Russland militätrisch nicht zu unterschätzen wäre.

    Mir ist nicht klar, was er damit genau andeuten möchte und welche Rolle Deutschland seiner Meinung nach dabei spielen soll. Anscheinend differenzieren sich auch die Interessen Deutschlands, gegenüber denjenigen der USA, z.B. beim Thema North Stream. Es ist eine illusion alle Regionen und Kulturen der Welt auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Man sollte seine Energie lieber damit aufwenden, Konflikte zu entschärfen und wo immer möglich, Kriege zu verhindern. Das sollte m.M.n. oberste Priorität haben und nicht die Erablierung der zentralistischen Weltregierung (das Konzept des Zentralismus scheitert bereits im Kleinen). Natürlich sind die Interessen verschieden, das waren sie schon immer, seit Menschengedenken. Aber oftmals gibt es die Möglichkeit zur Verhandlung und zu Kompromissen. Eine Hegomonie verhandelt nicht, die bombt weg. Deshalb ist es nicht schlecht, wenn ein Gleichgewicht der Kräfte existiert, das verhindert Tyrannei. Wer Macht hat, der neigt dazu diese zu missbrauchen. Aber das nur nebenbei.

    Überwindung von Grenzen bedeutet i.d.R. nichts anderes, als Einmischung in innere Angelegenheiten, was de jure ein völkerrechtswidriger Akt ist. Einmischung in Wahlen, Einmischung in Wirtschafts- Migrations- und Raumplanungspolitik.

    Aktuelles Beispiel:

    Heute hörte ich einen Bericht im Radio "die Internationale Gemeinschaft" würde Brasiliens Präsidenten verurteilen, wegen der Brandrodungen. Von den Bränden darf jeder halten, was er möchte, ich bin auch dagegen, dass die Natur zerstört wird, wie wahrscheinlich die allermeisten anderen auch. Ob die Berichterstattung in erster Linie ein Angriff auf den Präsidenten ist, oder ob diese wirklich objektiv und gerechtfertigt ist, kann ich nicht beurteilen, dafür bin ich zu selten im Amazonasgebiet unterwegs.

    Auf jeden Fall hat Brasilien wirtschaftliche interessen und das ist auch legitim. Wenn die Rede von "Internationaler Gemeinschaft" ist, dann ist das oftmals ein Täuschung, denn darunter wird fälschlicherweise von einer Mehrheit der UN-Vollversammlung ausgegangen, was nicht der Fall ist. Es sind vielleicht die Mehrheit der G7 Staaten, die es sich anmassen, sich als "die internationale Gemeinschaft" darzustellen. Das würde wiederum die These "wer Macht hat, neigt zu dessen Missbrauch", bestätigen.

    Als die deutschen Moralimperialisten, vor kurzer Zeit die Brandrodungen verurteilten, entgegnete der brasilianische Präsident, die Deutschen sollten sich besser um die Aufforstung im eigenen Land kümmern. Die deutsche Regierung begründet ihre Einmischung in diese innere Angelegenheit, dass das Klima keinen Halt vor der Grenze macht und der Amazonasregenwald die Lunge der Welt sei und sie in diesem Fall auch etwas angeht.

    Nun sieht die Situation so aus, dass Brasilien keinen wirtschaftlichen Nutzen aus der Regenwaldfläche zieht, dafür angeblich "internationale Gemeinschaft", die von der Lunge lebt.

    Der Kompromiss in Zeiten von CO2-Zertifikaten, wäre also, von der "internationalen Gemeinschaft" pro km2 Regenwald eine jährliche Gebühr zu verlangen, für den Export von kalkuliertem (pro Tonne 1:1 dem CO2 z.B., das wäre dann Verhandlungssache) Sauerstoff. Somit wäre die Regenwaldfläche für den angeblichen Hauptexporteur von Sauerstoff (Brasilien) wirtschaftlich nutzbar und das Interesse, diesen der Agrarindustrie zu opfern, würde schwinden. Ein fairer Kompromiss. Ist die "Internationale Gemeinschaft" dazu bereit?
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  2. #2
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    AW: Grenzen überwinden

    Die Sozialisten sind ganz begeistert von der Globalisierung, die nur in Deutschland derart beschworen wird, ist sie doch eine Fortführung der Sozialistischen Internationale.

    Die CDU´ler sind ebenfalls begeistert, können sie doch alle von ihnen verursachten Fehlentwicklungen und deren Folgen auf die vermeintlich alternativlose Globalisierung als eine nicht abwendbare Naturerscheinung schieben und jede noch so unsägliche Zumutung für das Volk mit ihr begründen.

    Die Unternehmer sind auch begeistert, denn diese profitieren von der mangelhaften Gesetzgebung, die es ihnen erlaubt, global zu agieren. Und natürlich auch die Reicheren unter den Menschen profitieren (1 x Steuern gezahlt, zweimal zurückerhalten, Cum-Ex). Für die kleineren Unternehmer gibt es dafür kleinere Beteiligungen an den Folgen der Regierungsentscheidungen wie öffentliche Aufträge oder durch die BA gesponsorte Arbeitsplätze (für Migranten) oder Herhol- und Schulungsprogramme oder eben die Aussetzung der Globalisierung, die zum Beispiel die überteuerten Fahrschulen schützt, in dem sie (dank dem Grünen Fischer aus der Schröder-Regierung) Führerscheine, die der kleine deutsche Arbeitnehmer global in Polen machte, nicht anerkennt. Oder in dem sie Krankenkassenleistungen ins Ausland verweigert, um deutsche Zahnärzte zu schützen (das geschieht durch Vorlagen wie Genehmigungen, die erst vor Ort erteilt werden oder nicht und eine Sondergebühr, die die Krankenkassen auf Auslandsbehandlungen erheben).

    Die Regierung freut sich auch, denn sie ist von der Globalisierung nicht betroffen. Sie kann nicht nur jede Entscheidung mit der Globalisierung rechtfertigen, sondern sie kann ihren Regierungsapparat auch noch hübsch aufblähen und zudem ihre abgetakelten Vertreter mit Posten in Brüssel versorgen (die kleine Globalisierung).

    Das Globalste an der deutschen Regierung ist, dass sie global andere Länder und Staaten bevormundet und herabsetzt, so dass es inzwischen tatsächlich eine internationale Allianz gegen Deutschland gibt oder mit anderen Worten: Dass sich Deutschland immer unbeliebter macht und sich tatsächlich isoliert.

    Die deutsche Außenpolitik hat tatsächlich Gesichter (Steinmeier, Maaß, Merkel....).
    Sauer sind im Moment: China, USA, südamerikanische Länder, osteuropäische Staaten, Rußland, die Türkei, Australien, Großbritannien, Griechenland etc. pp. Nur die Länder, die sich aus der Schwäche der deutschen Politik Vorteile erhoffen oder Gelder erwarten, sind nicht sauer: Frankreich, afrikanische Staaten etc.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  3. #3
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    AW: Grenzen überwinden

    Maas ist bisher noch nicht durch einen klug formulierten Gedanken aufgefallen. Der Posten des Innenministers war für diesen Giftzwerg nahezu perfekt aber auf der internationalen Bühne ist er das, was er immer zu überspielen versucht hat: ein kleiner Provinzling.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: Grenzen überwinden

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Maas ist bisher noch nicht durch einen klug formulierten Gedanken aufgefallen. Der Posten des Innenministers war für diesen Giftzwerg nahezu perfekt aber auf der internationalen Bühne ist er das, was er immer zu überspielen versucht hat: ein kleiner Provinzling.
    Und abends hüpft er ums Lagerfeuer und ruft: „Wie gut, daß niemand weiß, daß ich Rumpelstilzchen heiß!".
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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