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    Boris Palmer schreibt zu Schwertmord aus Stuttgart

    auf Facebook:

    Schwertmord in Stuttgart
    Hätte er auch ein Schwabe sein können?
    Als im August 1989 ein Asylbewerber zwei Polizisten an der Gaisburger Brücke ermordet hatte, fand der damalige OB Manfred Rommel bei der Beerdigung bis heute berühmte und richtige Worte:
    „Wir sollten unserer Trauer Würde dadurch geben, dass wir nicht generalisieren, dass wir nicht Unschuldigen Schuld zuweisen. Der Täter hätte auch weiß sein können, er hätte auch ein Schwabe sein können.“
    Ziemlich genau 30 Jahre später ist wieder ein Asylbewerber einer unfassbar grausamen Tat verdächtig. Am Fasanenhof brachte ein 28jähriger wie im Mittelalter einen 36jährigen mit mehreren Schwerthieben um. Er ist angeblich Syrer, doch mittlerweile scheint die Polizei ihn für einen Palästinenser zu halten, der sich nur als Syrer ausgab, um in den Genuss von Schutzrechten für Bürgerkriegsflüchtlingen zu gelangen.
    Hätte auch er ein Schwabe sein können?
    Um es kurz zu machen: Nein.
    Was ist heute anders als vor 30 Jahren?
    Damals war es wirklich ein Einzelfall. Es gab keine Serie von Taten, aus denen sich ein Muster herleiten ließ. Bei grausamen Gewalttaten gab es statistisch keinen signifikanten Unterschied zwischen Schwaben und Afrikanern in Stuttgart.
    Heute haben wir hingegen aus der polizeilichen Kriminalstatistik eindeutige Erkenntnisse über die seit 2015 zu uns gekommenen Asylbewerber: Bei schweren Straftaten wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Körperverletzung machen Asylbewerber 12-15% der Tatverdächtigen aus, obwohl sie weniger als 2% der Bevölkerung stellen.
    Es stimmt zwar, dass deutsche Staatsbürger mit vergleichbarer Sozialstruktur, Gewalterfahrung, Männlichkeitsvorstellungen und gesellschaftlicher Stellung ähnlich häufig kriminell wären, aber in unserer Gesellschaft ist dies Gruppe verschwindend klein, bei den Asylbewerbern hingegen deutlich größer. Es gibt also eine Erklärung für das Problem, aber damit ist es nicht gelöst.
    Die Kriminalstatistik zeigt aber auch: Unter einer Million Asylbewerbern sind etwa 50.000 Mehrfachstraftäter und diese sind das eigentliche Problem. Die Mehrheit von 950.000 verhält sich friedlich und unauffällig. Der Staat muss also diese Risikogruppe unter Kontrolle bringen.
    Doch leider geschieht das nicht. Fast immer stellt sich bei aufsehenerregenden Straftaten wie der Gruppenvergewaltigung von Freiburg, dem Mord an Susanna in Mainz oder nun eben dem Schwertmord von Stuttgart heraus, dass die Täter bereits vorher vielfach mit dem Gesetz in Konflikt und bei der Polizei bekannt waren. In vielen Fällen liegt Identitätsbetrug vor oder wäre die Abschiebung schon lange fällig gewesen. Und trotzdem können diese Gefährder unbehelligt in unseren Städten bleiben.
    Das ist heute also anders als damals: Wir haben es mit einer Gruppe von Personen zu tun, von der ein signifikant erhöhtes Risiko für die Allgemeinheit ausgeht. Deshalb hätte es diesmal kein Schwabe sein können, auch kein türkischer oder griechischer. Und für 95% der Geflüchteten gilt: Es hätte auch keiner von ihnen sein können. Es geht um 5% der Asylbewerber, die für alle anderen nicht repräsentativ sind.
    Was hindert uns daran, diese Gefahr korrekt zu beschreiben und das Problem zu lösen? Einerseits die AfD, die uns einreden will, dass alle Asylbewerber potenziell Schwertmörder sind und als Antwort auf unfassbare Gewalttaten die Grenzen dicht machen und die Asylbewerber außer Landes schaffen wollen. Das ist die unzulässige Verallgemeinerung, vor der Manfred Rommel gewarnt hat. Und sie löst eine Gegenreaktion aus: Die Mehrheit der Politik und der Gesellschaft steht dagegen zusammen. Aus gutem Grund.
    Doch daraus entsteht ein Folgeproblem: Auch die Gefahren, die real von Asylbewerbern ausgehen, werden ausgeblendet, um nicht in den Verdacht des Rechtspopulismus zu geraten oder der AfD eine Hilfestellung zu leisten. Indirekt verhindert die AfD damit eine angemessene Reaktion auf die Probleme.
    Wie würde die aussehen? Der Fall vom Fasanenhof zeigt alle Defizite im Umgang mit Gefährdern wie im Brennglas auf. Die Polizei kennt ihn wegen Straftaten. Wenn man genauer hinschaut, findet man schon nach 48 Stunden die wahre Identität heraus. Aber es passiert nichts.
    Wir müssten es genau umgekehrt machen: Bei allen mehrfach straffälligen Asylbewerbern sollten Identitätschecks mit größtem Aufwand betrieben werden. Und der Staat müsste die von den rund 5% Polizei bekannter junger gewaltbereiter Männer unter den Asylbewerbern ausgehende Gefahr bannen, indem er ihnen die Städte und Gemeinden als Umfeld für ihre Taten entzieht. Konkret: Solche Straftäter sollten in sicheren Landeseinrichtungen untergebracht werden, bis die Gefahr gebannt ist. Entweder durch Klärung der Identität, Sozialisierung und Integration oder durch Ausweisung und Abschiebung.
    Der Bund hat mit der jüngsten Gesetzesänderung einen ersten Schritt in diese Richtung getan. Wer seine Identität nicht nachweisen kann, muss 18 statt 6 Monaten in einer Landesaufnahmeeinrichtung verbleiben. Und Hessen hat im Koalitionsvertrag festgelegt, dass die Gefährdergruppe zurück in solche Einrichtungen muss. (Ins Gefängnis kann man sie übrigens nicht schicken, weil dafür das Strafmaß in unserem liberalen Rechtsstaat nicht ausreicht, bevor es zu einer schweren Straftat kommt, und das sollte auch so bleiben).
    Ich halte das für eine dringend notwendige Konsequenz. Die Bereitschaft der Bevölkerung, wieder und wieder solche Opfer zu bringen, ist limitiert. Wenn der Staat nicht ausreichend Schutz vor einer solchen Tätergruppe herstellt, dann stärkt das die AfD und schwächt das Asylrecht. Der Schutz einer gewaltbereiten Gruppe, die sich unter den Asylbewerbern versteckt, ist diese beiden Konsequenzen nicht wert.
    „Wir sollten unserer Trauer Würde dadurch geben, dass wir nicht generalisieren, dass wir nicht Unschuldigen Schuld zuweisen.“ Dieser Satz von Manfred Rommel gilt nach wie vor. Wir dürfen aber auch nicht zulassen, dass die Schuldigen sich hinter den Unschuldigen verstecken können
    PS. Nach Kommentar 1100 höre ich jetzt hier.

    https://www.facebook.com/ob.boris.pa...95097607196422

    - - - Aktualisiert oder hinzugefügt- - - -

    Hätte sich der Schwert-Mord verhindern lassen?

    Die Stuttgarter Zeitung berichtet heute, dass der Mann, der mit einem Schwert auf der Straße bestialisch gemordet hat, sich nur als Syrer ausgegeben hat als er 2015 ins Land kam. Er ist in Wahrheit ein Palästinenser und betreibt ganz offen einen Facebookaccount, der das belegt. Er ist wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl in mehreren Fällen bei der Polizei bekannt geworden. Die Verfahren wurden eingestellt.

    Wenn das der erste Fall dieser Art wäre, könnte man das als Zufall abtun. Tatsächlich gibt es aber ein Muster. Falsche Angaben zur Identität und eine Reihe von ungeahndeten Delikten gingen vielen spektakulären Straftaten von Asylbewerbern der letzten Jahre voraus. Der Freiburger Vergewaltigungsmörder war keineswegs minderjährig, der Haupttäter der Gruppenvergewaltigung von Freiburg hatte 29 Einträge im Vorstrafenregister, der Tübinger Serienvergewaltiger hatte sein Alter manipuliert - die Liste ließe sich lange fortsetzen.

    Ich habe deshalb schon seit mehreren Jahren immer wieder gefordert, dass junge männliche Asylbewerber, die durch Straftaten auffällig werden, genau von der Polizei durchgecheckt und in Landeseinrichtungen untergebracht werden müssen, weil die Kommunen damit überfordert sind, die von dieser Gruppe ausgehende Gefahr zu kontrollieren.

    Im Koalitionsvertrag von Hessen ist das so verankert worden. Würde es auch in Baden-Württemberg umgesetzt, wäre der Schwertmörder nicht mehr im Stuttgarter Fasanenhof gewesen, sondern in einer Einrichtung mit strengen Sicherheitsauflagen und ganz bestimmt ohne Zugriff auf ein Schwert.

    Ja, ich bin der festen Überzeugung, wir könnten die Serie spektakulärer Straftaten von Asylbewerbern beenden oder zumindest ihre Zahl deutlich verringern. Wir müssten nur die kleine Gruppe der Risikopersonen von weniger als 5% der Asylbewerber daran hindern, schwere Straftaten zu begehen, indem wir frühzeitig intervenieren. Damit würde auch die inakzeptabel hohe Quote von 15% Asylbewerbern an den schweren Straftaten auf ein verträgliches Maß zurück gehen.

    Leider wird die Debatte über die richtigen Konsequenzen und Schritte zur Verhinderung weiterer Taten immer wieder verweigert. Die AfD macht die Debatte fast unmöglich, indem sie Panik verbreitet und den Leuten einredet, das Land sei nicht mehr sicher. Die Mehrheit der Parteien und der Journalisten verschließt die Augen vor dem Problem und ist nicht bereit, zielgenaue Maßnahmen zur Gefahrenabwehr auch nur zu diskutieren. Das wird regelmäßig als Pauschalisierung, Stigmatisierung oder gar Rassismus abgetan.

    Ja, ein solches Vorgehen ist nicht unkritisch. An Asylbewerber wird damit ein strengerer Maßstab angelegt. Ich finde allerdings, dass man durchaus verlangen kann, dass ein Mensch, der in einem Land um Hilfe ersucht und sie großzügig erhält, nicht nach wenigen Monaten damit beginnt, Straftaten in Reihe zu begehen. Und sich als Syrer auszugeben, wenn man es nicht ist, nimmt Bürgerkriegsflüchtlingen einen Platz zur Flucht. Wer solches Verhalten an den Tat legt, muss nicht gleich das Land verlassen. Aber er sollte so untergebracht werden, dass keine Gefahr für die Allgemeinheit von ihm ausgeht.

    Es stimmt auch, nicht alle, die in dieses Muster passen, begehen schwere Straftaten. Aber umgekehrt gilt eben: Sehr oft gehen schweren Straftaten solche Muster voraus. Und viele, die heute kleinere Straftaten begehen, würden das unterlassen, wenn sie wüssten, dass das sofort Konsequenzen für ihren Aufenhaltsort hat. Sie verstehen unsere Liberalität geradezu als Einladung zu weiteren Vergehen. Wir können uns nicht leisten, das weiterhin zu ignorieren. Die Leidensfähigkeit einer Helfergesellschaft für derartige Straftaten ist limitiert. Auch im Sinne der friedlichen Asylbewerber braucht es klare Konsequenzen für die 5% der nicht integrationswilligen Straftäter.

    Den Grundgedanken habe ich nach dem Mord von Chemnitz in der ZEIT vorgetragen. Er ist leider weiterhin aktuell.

    https://www.facebook.com/ob.boris.pa...97623960277120
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Boris Palmer schreibt zu Schwertmord aus Stuttgart

    Und auch nach weiteren 150 Morden wird sich nichts ändern. Wer verhindert, dass Probleme thematisiert werden, kann sie nicht ändern. Boris Palmer ist ein einsamer Rufer und wird von seiner Partei bald zum schweigen gebracht.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Boris Palmer schreibt zu Schwertmord aus Stuttgart

    Er sagt er möchte nicht in den Verdacht des Rechtspopulismus geraten und unterstellt der AfD eine Verallgemeinerung und dass diese eine Gegenreaktion auslösen würde. Tatsache ist, dass das, was er hier als Gegenreaktion bezeichnet - die grenzenlose Willkommenskultur - schon bestanden hat, bevor z.B. Die AfD darauf reagiert hat und eben deren Schattenseiten, die nach linksgrüner Ideologie nicht sein dürften, thematisiert haben. Mit seinem Text hat sich Palmer bei den Extremisten in seiner Partei sowieso bereits des Rechtspopulismus verdächtig gemacht. So what. Wie gesagt, die grenzenlose Willkommenskultur ist keine Gegenreaktion, sondern gründet auf einer speziell deutschen kollektiven Identitätskrise, dem Antinationalismus um jeden Preis, quasi der Selbstaufgabe und Selbstzerfleischung, die nun ihre Früchte trägt, und alle die deutschen Opfer, die von fremden Tätern vergewaltigt oder ermordet werden, stehen sinnbildlich dafür.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  4. #4
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    AW: Boris Palmer schreibt zu Schwertmord aus Stuttgart

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Boris Palmer ist ein einsamer Rufer und wird von seiner Partei bald zum schweigen gebracht.
    wenn er den Faschisten nicht mehr nützlich ist, als Feigenblatt der Asylpolitik, dann werden sie sich seiner ganz sicher erledigen

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