Offenbar gibt es noch weitere Deppen, die sich bei Hertha engagieren wollen. Relativ zügig ist Windhorst seine Anteile losgeworden.....

Bei Hertha könnte eine neue Ära anbrechen!

In der Nacht zu Donnerstag verkündete die US-Investmentfirma „777 Partners“ aus Miami, die 64,7 Prozent Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA von Investor Lars Windhorst (46) übernehmen zu wollen.► Wer steckt hinter „777 Partners“? Das Finanz-Unternehmen wurde 2015 von Joshua Wander (41) mitgegründet. Es investiert in verschiedenen Bereichen, darunter Luftfahrt, Versicherungen, Medien und Sport. Insgesamt soll er 3 Milliarden Dollar verwalten.
► Wie soll der Deal mit Windhorst ablaufen? Nachdem der Investor, der mit seiner „Tennor-Holding“ 374 Millionen Euro seit Sommer 2019 in Hertha gesteckt hatte, im Oktober seinen Rückzug verkündete, soll es Angebote von verschiedenen Interessenten gegeben haben. Gleichzeitig soll Windhorst eine Investment-Bank beauftragt haben, einen Käufer zu finden. Am Ende entschied der Unternehmer sich für „777 Partners“.

Die Höhe der Kaufsumme ist noch nicht bekannt. Unwahrscheinlich, dass Windhorst sein Geld komplett zurückbekommt, dennoch sagt er: „Der Verkauf an 777 Partners ist eine hervorragende Lösung und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“ Allerdings: Noch ist der Deal nicht durch. Es bestehen lediglich Absichtserklärungen von Windhorst und „777“.
► Kann Hertha den Deal verhindern? So gut wie ausgeschlossen. Herthas Vereinsführung um Präsident Kay Bernstein (42) und Manager Fredi Bobic (51) wurde erst am Donnerstagmorgen über den geplanten Verkauf informiert. Zwar haben die Berliner neben einem Veto-Recht auch ein Vorkaufsrecht zu denselben Konditionen, der klamme Klub wird davon aber kaum Gebrauch machen können.
Für das Veto-Recht gegen den Verkauf müssten besondere Gründe vorliegen, die gegen den Käufer sprechen – beim US-Investor unwahrscheinlich.

► Was will „777“? Die Fußball-Abteilung des Unternehmens rühmt sich für ihr Multi-Klub-Netzwerk. „777“ ist beim FC Genua (Italien), FC Sevilla (Spanien), CR Vasco da Gama (Brasilien), Lüttich (Belgien), Red Star Paris (Frankreich) und Melbourne Victory (Australien) beteiligt. „777“ will Geld verdienen. Boss Wander über den Hertha-Deal: „Als Bundesliga-Gründungsmitglied ist Hertha einer der wichtigsten und historischen Fußballklubs in Deutschland.“
► Bekommt Hertha frisches Geld? Fraglich ist, ob „777“ lediglich den Windhorst-Vertrag mit wenigen Rechten übernimmt. Dieser hatte immer fehlenden Einfluss auf die Geschäftsführung beklagt. Möglich, dass „777“ gegen eine Millionen-Geldspritze mehr Mitsprache fordert. Sollte das der Knackpunkt sein, muss Neu-Präsident Bernstein mit dem Aufsichtsrat darüber entscheiden.

► Kann Hertha durch das Multi-Klub-Netzwerk profitieren? Die „777“-Vereine tauschen sich bei Datenanalysen, Marketing sowie Leistungs- und Ernährungsthemen aus. Das könnte auch Hertha zugutekommen. Denkbar auch, dass Spieler zwischen den Klubs transferiert werden.

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.......eigentlich sind die Hertha-Fans treu, füllen das Stadion wenn guter Fußball geboten wird aber Hertha hat ein sicheres Gespür dafür, die falschen Spieler einzukaufen und zweitklassige Trainer zu beschäftigen. Der lokale Konkurrent, "Union Berlin", macht vor, was mit Enthusiasmus und Motivation zu erreichen ist.