Rausgekaufte Asylbewerber kommen per Familiennachzug zurck

Asylbewerber mit Geldleistungen zu animieren, Deutschland freiwillig wieder zu verlassen, ist angesichts des inzwischen schon jahrzehntelang andauernden Trauerspiels namens Abschiebung nicht einmal eine schlechte Idee. Das ist fr den Steuerzahler immer noch deutlich billiger, als den Betreffenden womglich lebenslang alimentieren zu mssen.

Dieses Rckkehrfrderungsprogramm trgt die Bezeichnung Reintegration and Emigration Program for Asylum-Seekers in Germany (REAG). Es war wohl nicht mglich, einen deutschen Namen dafr zu finden.


Die Leistungen aus dieser Frderung sind unterschiedlich, ndern sich laufend und richten sich nach dem Herkunftsland, dem Stand des Asylverfahrens und dem Alter des Antragsstellers. Wer sich genauer darber informieren mchte, kann das hier tun. Der Autor will an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen, da diese Details einen eigenen Artikel erfordern wrden, der ebenso lang wie langweilig wre.
Nur so viel: Erstattet werden gem dem REAG die kompletten Reisekosten, medizinisch bedingte Zusatzkosten der Reise, dazu gibt es noch eine Reisebeihilfe und eine Starthilfe, deren Hhe wiederum davon abhngt, aus welchem Land der Asylbewerber kommt.
REAG bietet kaum Anreiz zur freiwilligen Rckkehr
Dieses Rckkehrfrderungsprogramm ist jedoch fr die Asylbewerber nicht sonderlich lukrativ, denn abgesehen von der Erstattung der Reisekosten gibt es nur einige hundert Euro.
Um einen besseren Anreiz zu schaffen, wurde Anfang Februar 2017 das Programm StarthilfePlus hinzugefgt. Am Beispiel einer sechskpfigen Familie wird im folgenden dargestellt, welche Leistungen beim Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen bezogen werden konnten:

  • Vater 1200 Euro
  • Mutter 1200 Euro
  • zwei Kinder ber 12 Jahre 2.400 Euro
  • zwei Kinder unter 12 Jahre 1.200 Euro
  • + Bonus fr Familie von mehr als vier Personen 500 Euro

Gesamt 6.500 Euro
Wohlgemerkt: Dieses Geld wurde zustzlich zu der Rckkehrfrderung aus REAG bezahlt. Inzwischen hat man die Leistungen wieder etwas gekrzt und modifiziert. Den aktuellen Stand finden Sie hier.
Erst abkassiert, dann wieder eingereist
Wre man ein Schelm, knnte man vermuten, dass es Asylbewerber gibt, die diese Leistungen abgreifen und anschlieend erneut nach Deutschland einreisen, um einen Asylfolgeantrag zu stellen. Das war jedenfalls der erste Gedanke des Autors, als er von diesen Rckkehrhilfen erfuhr.
Die berlegungen in den Reihen der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag gingen offenbar in die selbe Richtung. Daher stellte man eine Anfrage an die Bundesregierung. Das Ergebnis:
2506 Personen von 102.761 abgelehnten Asylsuchenden, die freiwillig ausgereist waren, haben nach ihrer Wiedereinreise in den Jahren 2017 bis 2019 einen Asylfolgeantrag gestellt []
Auffallend ist, dass vor allem Asylbewerber aus Ost- und Sdosteuropa die Rckkehrhilfe in Anspruch nahmen. Der Grund hierfr drfte darin zu suchen sein, dass es eine relativ gute Kooperation der Herkunftslnder dieser Region gibt, was Abschiebungen betrifft. Wenn man davon ausgehen muss, dass die Abschiebung klappt, ist man wohl eher geneigt, gegen eine Prmie das gelobte Land freiwillig zu verlassen.



So gut wie keine Rckzahlungen zu holen



Wer die Frderung in Anspruch nimmt und hinterher trotzdem wieder einreist, muss das Geld zurckzahlen. Jedenfalls in der Theorie. Leider zeigt die Praxis, dass bei den Wiederholungsttern kaum etwas zu holen ist. Zwischen Anfang 2017 und Ende April 2019 konnten nur lcherliche 83.000 Euro eingetrieben werden.


Zum Schluss noch das Beste: Wie sich weiter herausstellte, handelt es sich bei einem Teil dieser Rckkehrer um abgelehnte Asylbewerber, die dieses Mal im Rahmen des Familiennachzugs ins Land gelassen wurden. Trotz Rckkehrhilfe. Man sieht, in der Freiluftpsychiatrie Deutschland ist nichts unmglich.

http://www.pi-news.net/2019/06/rausg...chzug-zurueck/

Um die 83.000 eingetriebene Euro in Relation zu den 2506 Wiedereingereisten zu setzen, die einen Asylfolgeantrag stellten. Die rckgeforderte Summe macht also bezogen auf die 2506 eingereisten Personen genau

33,12 Euro pro Kopf aus.

Sollte es sich insgesamt doch um mehr Personen handeln, wovon fast auszugehen ist, reduziert sich dieser Pro-Kopf-Betrag natrlich entsprechend.