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    Die problematische Lernkultur vieler Migranten

    Zitate aus diesem Artikel, der eine Zustandsbeschreibung anhand von Eigenerfahrungen wagt:

    Die problematische Lernkultur vieler Migranten
    Foad, 25, wohnte etwas seitab. Er durfte den Schulbus zur Volkshochschule nehmen. Während der Herbstferien fiel der Sieben-Uhr-Bus aus. Also kam Foad stets eineinhalb Stunden zu spät. Warum, wollte ich gerne wissen. Er müsse den späteren Bus nehmen, da der Schulbus zur Ferienzeit ausfalle. Ob nicht vielleicht der frühere Bus eine Option wäre, gab ich zu bedenken. Nein, denn vor ein Uhr morgens könne er nie einschlafen. Deshalb sei es unmöglich, um sechs Uhr bereits wieder aufzustehen. Und früher zu Bett gehen? Käme das infrage? Nein!
    Die Ferien waren vorüber, der Schulbusverkehr rollte wieder nach Plan, aber Foad hatte den späteren privaten Unterrichtsbeginn lieb gewonnen. Wir ermahnten ihn Woche für Woche. Wir drohten mit dem Sozialzentrum. Ohne Erfolg. Schließlich die Meldung wegen notorischen Zuspätkommens.
    Die Antwort kam postwendend. Foad habe ein ärztliches Attest vorgelegt. Darin werde ihm bescheinigt, dass ein Unterrichtsbeginn vor zehn Uhr nicht zumutbar sei. Eine Kopie davon gab er mir lächelnd mit einer Entschuldigung für den folgenden Tag: „Morgen ich habe Rückenschmerzen. Komme ich nicht.“ Und so war’s. Sanktionen? Fehlanzeige.
    Nur einer von drei Zuwanderern, die an der Prüfung des Integrationskurses teilgenommen haben, schafft es. Mehr als ein Drittel der Kursberechtigten war überhaupt nicht zum Kurs erschienen, hatte abgebrochen oder die Prüfung verweigert.
    Nach den offiziellen Zahlen von 2017 schafften zwar 48,7 Prozent der Prüfungsteilnehmer die Mindestanforderungen, die Dunkelziffer der verschenkten Zertifikate blieb aber unberücksichtigt. Die deckte man im Kurs für das nächsthöhere Sprachniveau (B2) auf, erforderlich für den Einstieg in eine Berufsausbildung. Die Hälfte der Teilnehmer verfügte gerade einmal über Grundkenntnisse (A2). Eine Erfolg versprechende Teilnahme am Unterricht? Undenkbar.
    Wie ist es möglich, dass bei den ernüchternden Ergebnissen im Sprachtest aber 92 Prozent der Teilnehmer den Test über Politik und Demokratie, Geschichte und Verantwortung, Mensch und Gesellschaft in Deutschland bestehen, ohne die sprachlichen Mindestanforderungen für Inhalte mitzubringen, die ihnen bis vor Kurzem völlig fremd waren?
    Bereits 2015 hatte Ludger Wößmann, Leiter des Zentrums für Bildungsökonomie, in der „Zeit“ festgestellt, dass zwei Drittel der Schüler in Syrien nur eingeschränkt lesen und schreiben sowie einfachste Rechenaufgaben lösen können. Syrische Achtklässler hinken gleichaltrigen deutschen Schülern bezogen auf den Lernstoff etwa fünf Schuljahre hinterher. Zwei Drittel der Syrer gelten nach internationalen Bildungsstandards als funktionale Analphabeten.
    Das heißt, ihre schriftsprachlichen Kompetenzen sind niedriger als das Minimum, welches erforderlich ist, um den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Laut Handelskammer München und Oberbayern hatten 70 Prozent der Azubis aus Syrien, Afghanistan und dem Irak eine 2013 begonnene Lehre vor Ablauf des zweiten Lehrjahres bereits wieder abgebrochen.
    Welchen Schulbuchverlag man auch wählt, Zielgruppen sind eigentlich Deutschlerner mit einem Bildungshintergrund und einer Lernkultur, die dem Großteil der Flüchtlinge fremd sind.
    Das Vokabular von Texten und Übungen ist komplex. Inhalte gehen an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei. Auf eine akzeptable Allgemeinbildung kann man nicht bauen. Aufgaben überfordern: Sie sollen diskutieren, obwohl sie nicht gelernt haben, sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie sollen einen Beschwerdebrief schreiben, können aber keinen einfachen Satz bauen.
    Man duzt sich und fraternisiert, was das Zeug hält. Und verkennt seine Position im Wertequadrat der muslimischen Kultur. Wohl „ganz unten“, mutmaßten Lehrkräfte bei einer Fortbildung, geleitet von Ahmad Mansour. Weit gefehlt: „Sie existieren darin gar nicht. Sie stehen daneben!“
    Die größte Herausforderung ist die Schreibaufgabe, denn bei vielen Zugewanderten besteht eine geringe Affinität zur Schriftlichkeit, auch in der Erstsprache.
    Unter bestimmten Bedingungen braucht man nicht schreiben zu können, um sich dennoch über das Zertifikat freuen zu dürfen. Das sind aufgehübschte Prüfungsbilanzen.
    Doch der Kern aller Probleme ist die Einstellung der Migranten zum Lernen, zur Lernkultur. Massenhafte Abwesenheit und Unpünktlichkeit stehen nach wie vor ganz oben sowie das Smartphone als Aufmerksamkeitskiller schlechthin. Wer auf die Toilette geht, arbeitet nebenbei die eingegangenen E-Mails und Gespräche ab. Das dauert! Häusliche Übungsarbeit wird als lästig empfunden. Selbst die Stammformen nur eines einzigen unregelmäßigen Verbs pro Tag zu lernen, scheitert bis auf geringe Ausnahmen.
    Anstatt das Kursprogramm vor dem Hintergrund der Prüfungsergebnisse und fremdsprachdidaktischer Erkenntnisse einer strengen Revision zu unterziehen, werden diejenigen, die gezeigt haben, dass sie Deutsch weder lernen können noch wollen, mit weiteren Hunderten von Stunden zugeschüttet.
    Wer schließlich alle Kurs-, Kurswiederholungs-, Rückstufungs-, Rückstufungswiederholungsmöglichkeiten etc. ausgereizt hat, ist gut und gerne zweieinhalb Jahre an einer Volkshochschule „beschäftigt“: 2700 Stunden zum Preis von 10.746 Euro, zuzüglich Fahrtkosten von ca. 2500 Euro für ein Zertifikat, mit dem man bislang nicht einmal zu einer beruflichen Ausbildung zugelassen wird.
    Sehr viele Migranten seien mit der Vision gekommen, in Deutschland zu studieren. Als sie merkten, an den Anforderungen der Sprache zu scheitern, hätten sie sich für einen Ausbildungsberuf entschieden. Die meisten von ihnen jedoch würden in einem Restaurant als Helfer landen. Das war ihr Fazit.
    Ein junger Mann aus Syrien hat gerade bei einer Optikerkette einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Meine Frage, ob dieser auch seine Gültigkeit behalte, sollte er in der B2-Prüfung nicht erfolgreich sein, bejaht er. Man hofft, das Motiv ist die Förderung der Integration durch Arbeit und nicht der großzügige Eingliederungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit.
    https://www.welt.de/debatte/kommenta..._5595_weltplus
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Die problematische Lernkultur vieler Migranten

    fast könnte man meinen, die infiltrierenden Reaktionäre wollten gar nicht arbeiten. Doch weit gefehlt.

    Schätze es handelt sich um das gleiche Phänomen, was wir von gesellschafts'kritischen' linken und dauend kranken Schülern kennen. Krankheit und linke Gesinnung sind direkter Ausfluss der Überforderung des Unbegabten.

  3. #3
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    AW: Die problematische Lernkultur vieler Migranten

    Mich macht diese Naivität der meisten Deutschen immer fassungslos. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einer der wenigen bin, der seit 45 Jahren mit Zuwanderern zu tun hat. Türken, Kurden, Griechen, Iraner, Italiener Polen und nun auch Syrer, Afghanen und Afrikaner. Uns am nächsten sind die Polen und Italiener dann kommt lange nichts. Der Islam ist die unsichtbare Trennlinie. Dabei hatte ich noch keinen Kontakt zu Fanatikern, die "säkularen" Muslime reichen da schon. Warum aber schneiden so viele Muslime bei den Sprachkursen so schlecht ab? Sie kommen nicht, um hier zu arbeiten und erst recht nicht, um sich hier zu integrieren. Sie gehen zum Sprachkurs, weil sie es müssen. Sie machen eine Ausbildung, weil diese vor Abschiebungen schützt. Haben sie ihren Aufenthaltstitel, ist es mit dem Eifer vorbei. Fast 40% der Türken sind arbeitslos und das bei oft perfekten Sprachkenntnissen und teils guten Schulabschlüssen. Die Möglichkeit zur anonymisierten Bewerbung wurde deshalb geschaffen, weil diese Türken stets behauptet haben, dass es alleine ihre Herkunft ist, die ihnen die "Teilhabe" verwehrt. Also nicht die schlechten Erfahrungen, die die Arbeitgeber mit Türken gemacht haben.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: Die problematische Lernkultur vieler Migranten

    Sie kommen nicht, um hier zu arbeiten und erst recht nicht, um sich hier zu integrieren.
    Wo findet man die größten Ansammlungen? Wo es etwas umsonst gibt!
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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