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    Rettungsschiff Sea-Eye "Alan Kurdi" Deutschland will Flüchtlinge aufnehmen

    Rettungsschiff "Alan Kurdi" Deutschland will Flüchtlinge aufnehmen

    Stand: 06.04.2019 03:50 Uhr


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    Seit Mittwoch harren 64 Flüchtlinge im Mittelmeer auf dem Rettungsboot "Alan Kurdi" von der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye aus. Deutschland will einige der Migranten aufnehmen - richtet aber auch einen Appell an die EU-Staaten.
    Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" rettete am Mittwoch 64 Migranten, die vor der libyschen Küste in einem Schlauchboot auf der Flucht waren. Dem Rettungsboot der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye wurde seitdem eine Einfahrt in einen sicheren Hafen verwehrt. Italien begründete dies damit, dass das Rettungsschiff unter deutscher Flagge fahre und somit die Bundesregierung verantwortlich sei. Auch Malta wollte das Schiff nicht anlegen lassen.
    Deutschland erklärte sich nun bereit, einen Teil der Geflüchteten aufzunehmen. Allerdings fühle sich die Bundesregierung nicht alleine für das Schicksal der 64 Migranten zuständig, sagte Innenminister Horst Seehofer in Berlin. Auch andere EU-Staaten müssten Menschen von dem Schiff aufnehmen. "Es muss eine Gemeinschaftsaktion sein", betonte Seehofer.
    Keine Einfahrt in italienische Gewässer

    Die Crew des Rettungsschiffs warnte zuletzt vor schlechtem Wetter und bis zu sechs Meter hohen Wellen. Das Boot verkehrt in der Nähe der italienischen Insel Lampedusa, darf aber nicht in italienische Gewässer fahren. Das italienische Innenministerium stimmte mittlerweile zu, zwei Frauen mit ihren elf Monate und sechs Jahre alten Kindern von der "Alan Kurdi" an Land zu holen.


    Freiwillige der Organisation Sea-Eye retten am Mittwoch 64 Flüchtlinge vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot.



    Ein Boot der italienischen Küstenwache machte sich von Lampedusa aus auf den Weg zu dem Rettungsboot, die Frauen und ihre Kinder weigerten sich jedoch, die "Alan Kurdi" zu verlassen, da sie nicht von ihren Familienangehörigen getrennt werden wollten. Sea-Eye protestierte nach eigenen Angaben gegen die Trennung der Flüchtlingsfamilien. Die Organisation forderte, dass auch die Väter der Kinder in Sicherheit gebracht werden sollen. Italien habe dies jedoch verweigert. Die Frauen hätten gemeinsam mit ihren Kindern nach Deutschland gebracht werden sollen. Innenminister Matteo Salvini betonte, nachdem die Mütter der Evakuierung nicht zugestimmt hätten, bleibe ihm nichts anderes übrig, als ihnen gute Reise nach Berlin zu wünschen.
    Die Crew der "Alan Kurdi" sah sich angesichts dieser Situation genötigt, Malta anzusteuern. «Es ist der nächste sichere Hafen und das Schiff wird am Wochenende Wetterschutz, Trinkwasser und möglicherweise auch Nahrungsmittel benötigen», hieß es in einer Mitteilung. Die Crew warnte zuletzt vor schlechtem Wetter und bis zu sechs Meter hohen Wellen.
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    Keine tragfähige Dauerlösung auf EU-Ebene

    Seehofer betonte, es sei ärgerlich, dass es auf EU-Ebene bis heute keine tragfähige Dauerlösung für die Verteilung der aus dem Mittelmeer geretteten Asylbewerber gebe. "Die Kommission müsste hier viel, viel aktiver werden." Die EU kann sich seit Jahren nicht einigen, wie Migranten auf die verschiedenen Staaten verteilt werden könnten.
    Die Organisation Pro Asyl erklärte: "Das unwürdige Geschachere um die Rettung von Menschenleben im Mittelmeer muss beendet werden." Geschäftsführer Günter Burkhardt forderte Seehofer auf, "über seinen Schatten zu springen und endlich aktiv zu werden."

    https://www.tagesschau.de/ausland/mi...chiff-101.html


    Seenotrettungsschiff "Alan Kurdi" "Soll sie nach Hamburg fahren"

    Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat erneut Migranten im Mittelmeer gerettet und sucht einen sicheren Hafen. Doch Italien geht wieder auf Konfrontation. "Soll sie nach Hamburg fahren", sagt Innenminister Salvini.
    Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat im Mittelmeer nach eigenen Angaben mehr als 60 Migranten an Bord ihres Rettungsschiffes aufgenommen. Unter den Geretteten seien auch Frauen, ein Kind und ein Baby, erklärte die Regensburger Hilfsorganisation.
    Die Retter seien am Morgen von der Organisation Alarmphone auf den Seenotrettungsfall hingewiesen worden und hätten daraufhin das nach eigenen Angaben manövrierunfähige Schlauchboot gefunden.
    Die Rettungsleitstellen in Italien und Malta hätten zuvor beim Angebot von Sea-Eye, nach den Vermissten zu suchen, auf die Zuständigkeit der libyschen Küstenwache verwiesen. Diese sei aber nicht zu erreichen gewesen, erklärte die Organisation. Nun warte die "Alan Kurdi", die unter deutscher Flagge fährt, auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. Das Auswärtige Amt sei eingeschaltet worden.




    Kritik von Salvini

    Der italienische Innenminister Matteo Salvini ließ die Seenotretter aber umgehend abblitzen. "Schiff mit deutscher Flagge, deutsche NGO, deutscher Reeder und Kapitän aus Hamburg", erklärte Salvini. "Sie hat in libyschen Gewässern eingegriffen und fordert einen sicheren Hafen. Gut, dann soll sie nach Hamburg fahren."
    Italien hatte wie Malta NGOs in den vergangenen Monaten immer wieder das Anlegen ihrer Schiffe mit geretteten Migranten verwehrt. Teilweise wurden sie tagelang im Mittelmeer blockiert, bis eine Verteilung mit anderen europäischen Staaten für die Geretteten gefunden wurde. Auf einen langfristigen Mechanismus dafür konnten sich die EU-Staaten bislang nicht einigen.
    Sea-Eye hatte unweit der libyschen Küste zuvor nach 50 Menschen gesucht, die seit Montagnacht vermisst werden. Nach Angaben des Sprechers der Internationalen Organisation für Migration, Flavio Di Giacomo, gab es weder von ihnen noch von 41 Migranten, die am 23. März aus Libyen abgefahren seien, ein Lebenszeichen.

    https://www.tagesschau.de/ausland/sea-eye-105.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Rettungsschiff Sea-Eye "Alan Kurdi" Deutschland will Flüchtlinge aufnehmen

    .....retten am Mittwoch 64 Flüchtlinge vor der libyschen Küste
    Dort wo das Wasser bis zu den Knien reicht.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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