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    Doch er wollte nach Deutschland - Erfolgsgeschichten über Flüchtlinge

    Jeder Kreis hat eine. Sollen sich die Deutschen nur mal ein Vorbild an ihnen nehmen. Unbedingt nach Deutschland wollten sie:

    Integration Glücksgriff aus Pakistan
    Wenn Metallbaumeister Franz Schmid über seinen Azubi redet, gerät er ins Schwärmen. "Er ist ein Glücksgriff", sagt der Inhaber der Pöckinger Schmiede. Sein Lehrling Muhammad Waheed komme überall gut an, auch bei den Kunden. Denn er sei sehr höflich und hilfsbereit und habe immer Ideen, wie man ein Problem lösen könne. So ein dickes Lob ist normalerweise selten, für den Flüchtling aus Pakistan ist es daher etwas Besonderes.
    Waheed lebt erst seit dreieinhalb Jahren in Deutschland. Im September 2016, als er zusammen mit vielen anderen Flüchtlingen in die Zeltstadt am Pöckinger Sportpark einzog, hat ihm der ehemalige Gemeinderat und Helferkreismitglied Christoph Plathner eine Praktikumsstelle in der mehr als 500 Jahre alten Schmiede vermittelt
    Waheed hat in Pakistan eine Ehefrau und zwei Kinder zurückgelassen. Er war 45 Tage auf der Flucht, bis er in Österreich ankam. Doch der junge Mann wollte nach Deutschland und zog deshalb weiter. In Pöcking fand er dann eine Bleibe. So lange er eine Ausbildung macht, wird er im Landkreis geduldet.
    Sein Aufenthaltsrecht muss Waheed alle sechs Monate verlängern lassen. Wenn er seine Gesellenprüfung im kommenden Jahr besteht, könne er noch maximal zwei Jahre lang bleiben, erklärt Schmid. "Dann ist alles offen".
    (Anmerkung: klitzkleine Lüge oder Unkenntnis des Schreibers der Süddeutschen: Nach dem Ausländerrecht steht nach 5 Jahren jedem Ausländer ein einklagbares, unbefristetes Aufenthaltsrecht für Deutschland zu)

    Obwohl Waheed Heimweh hat und täglich mit seiner Frau und den Kindern telefoniert, würde er gerne in Deutschland bleiben. Sein größter Wunsch ist es seine Familie nach Deutschland zu holen. Schmid und seine drei Mitarbeiter versuchen Waheed über sein Heimweh hinweg zu helfen, so gut es geht.
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen...berg-1.4363726

    Mit diesem Artikel hat sich der Autor für das Verfassen schmalztriefender Heimat- und Arztromane qualifiziert.

    Flüchtling aus Eritrea: In Ostholstein eine neue Heimat gefunden

    Suleman Abdu (20) hat eine lange und abenteuerliche Flucht hinter sich. Mittlerweile hat er Deutsch gelernt, den Hauptschulabschluss gemacht, eine Wohnung und wird nun Kfz-Mechatroniker.


    Andreas Junge, Chef des Autohauses in Pelzerhaken, ist mehr als zufrieden mit seinem Schützling. „Mit einem Praktikum fing hier alles an. Da hatte Suleman schon Deutsch-Kurse hinter sich gebracht und war in Oldenburg auf dem Weg zum Hauptschulabschluss“, sagt Junge rückblickend. Abdus ehrenamtliche Betreuer, das Ehepaar Klawitter aus Neustadt, sprachen dann mit dem Jobcenter und gemeinsam organisierten sie ihm den Einstieg bei Junge.
    „Abdus Zeugnisse waren einfach klasse“, sagt Andreas Junge, „alles nur Zweier und Dreier!“ Und weil man sich sympathisch fand, wurde aus dem Reinschnuppern in den Job ein einjähriges, bezahltes Praktikum. Dann bot das Autohaus Suleman Abdu die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker an. „Wir hatten gemerkt, wie schnell er die Dinge begreift. Einmal beim Alt-Gesellen zugeschaut, schon wusste er Bescheid. Der Job ist genau sein Ding“, sagt Andreas Junge.
    Suleman Abdu hat bis hierher einen weiten Weg hinter sich gebracht. Zu Fuß ist er aus Eritrea nach Äthiopien geflüchtet, dann ging es weiter in ein Flüchtlingslager in den Sudan. Während es seinen Bruder nach Israel verschlagen hat, ist Sulemann nach Libyen gekommen. Über das Mittelmeer flüchtete er nach Italien, von dort ging es mit dem Zug weiter nach Österreich, dann nach München – er wollte nach Schweden. In Puttgarden war für ihn die Reise zu Ende.„Die Beamten der Bundespolizei sagten ,Nein’ und brachten mich ins Jugendhaus Lensahn“, berichtet der Mann aus Eritrea. Im Nachhinein sei das aber gar nicht schlecht gewesen. Von Lensahn kam er ins Neustädter Jugendhaus, wo sich nun das Ehepaar Klawitter um ihn kümmerte. Deutsch-Kurse folgten und der Schulabschluss
    Heute hat er eine eigene kleine Wohnung in Neustadt und einen Job, der ihm riesig viel Freude bereitet.
    http://www.ln-online.de/Lokales/Osth...eimat-gefunden

    Eine unerfreuliche Meldung zwischen all diesen erfreulichen:

    Polizei nimmt Flüchtling in Schule fest: Kritik am Einsatz
    In Schiffdorf hat die Polizei Cuxhaven Anfang der Woche einen sudanesischen Flüchtling im Schulunterricht festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, gegen das sogenannte Dublin-Verfahren verstoßen zu haben. Demnach müsste er eigentlich in Frankreich leben, weil er dort als Flüchtling bei seiner Einreise in die EU registriert wurde. Er lebt aber seit Februar 2017 im Landkreis Cuxhaven.
    Aber mit Happy End: Die Lehrerin, die ihn retten wollte, hat Strafanzeige gestellt und der Flüchtling wurde wieder auf freien Fuß gesetzt, weil nicht die Gefahr besteht, dass er nach Frankreich fliehen könnte.


    Der junge Mann ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Das Amtsgericht Stade hob den Haftbefehl auf, weil es keine Fluchtgefahr sieht. Kritik gab es am Vorgehen der Polizei. Eine Lehrerin hat Strafanzeige gestellt, weil sie leicht verletzt worden sein soll, als sie die Festnahme des Flüchtlings verhindern wollte
    https://www.butenunbinnen.de/nachric...fdorf-102.html

    Wie die Baklava nach Villingen kommt – oder: Vom Flüchtling zum Kleinunternehmer
    Der gebürtige Palästinenser Mohamad Biasli hat eine Bäckerei für arabische Süßigkeiten eröffnet. Hier bietet er bekanntere und weniger bekannte Gebäcke und Torten aus dem Nahen Osten an. Das Backhandwerk hat Biasli im Libanon gelernt, wo er aufgewachsen ist.
    https://www.suedkurier.de/region/sch...72541,10073416

    Ein syrischer Zahnarzt verzweifelt an deutscher Bürokratie

    Mohamad Al Mahmid ist für einen Dinslakener Zahnarzt eine unverzichtbare Hilfe. Bald könnte er arbeitslos sein. Das liegt auch an den Behörden.
    Es könnte sein, dass ab April das Leben in Jordanien für eine Familie deutlich schwieriger wird. Und es könnte sein, dass ein junger Mann dann von einem Steuerzahler zu einem Empfänger von Sozialleistungen wird.
    Er stammt aus Syrien, genauer: aus Da‘ra, der Stadt im Süden des Landes, in der 2011 der Aufstand gegen Präsident Assad begann. Mahmid hatte Zahnmedizin in Damaskus studiert und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters, der als ebenfalls als Zahnarzt praktizierte.
    Al Mahmid und sein Bruder gelangten an ein Visum für Weißrussland. Dort lebten sie ein Jahr, er lernte etwas russisch, fühlte sich aber in Weißrussland nicht wohl. Also ein neues Visum, für Deutschland. „Ich bin hier 2015 angekommen, Dortmund war die erste Stadt, in der ich lebte.“
    Er hätte seinen Pass verlängern lassen müssen, um ein neues Visum beantragen zu können. Damit kam er bei der syrischen Botschaft nicht durch. „Also musste ich Asyl beantragen.“ Er wirkt, als sei es ihm peinlich.
    https://www.wr.de/politik/ein-syrisc...216598363.html

    Kreis Coesfeld
    Prima Unterricht mit Mustafa


    Die Köpfe rauchen gerade in der Internationalen Förderklasse am Pictorius Berufskolleg. Flüchtlinge und Zuwanderer aus verschiedenen Ländern sitzen zusammen, einige können ganz gut deutsch, andere gar nicht. Sie sind zwischen 16 und 18 Jahren alt, stammen aus dem Irak, aus Afghanistan, Marokko, Serbien. Can you help? – Kannst du helfen? – No problem
    Mustafa Al-Bayati ist 22 Jahre alt. Er absolviert am Pictorius Berufskolleg in Coesfeld einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) und engagiert sich in der Internationalen Förderklasse. Seit drei Jahren lebt er mit seiner Mutter und Schwester in Dülmen und ist selber Flüchtling, kommt aus dem Irak. Und spricht fließend Deutsch.
    Für Studienrätin Jennifer Jurchivici, die die Förderklasse unterrichtet, ist Mustafa Al-Bayati ein echter Glücksfall. „Er ist eine riesige Unterstützung“, sagt sie. Denn die Schüler kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Mustafa kann sich auch auf Englisch und Arabisch verständigen. Und: „Er hat eine ruhig, nette Art und ist hilfsbereit, das überträgt sich“, ist Jurchivici überzeugt.
    Ein Jugendlicher stammt aus dem Irak und hat dort nie eine Schule besucht. Jennifer Jurchivici trennt die Klasse. Al-Bayati geht mit den Sprachanfängern in einen anderen Raum, Jurchivici bleibt mit dem Rest.
    Bis April ist er jetzt noch Bufdi im Berufskolleg. „Ich möchte gerne eine Ausbildung als Fitnesskaufmann beginnen“, sagt der 22-Jährige. Gerne würde er auch Erzieher werden. „Das Problem ist, dass mein Abschluss in Deutschland bislang noch nicht anerkannt wurde.“ Dabei ist er genau jemand, der das Engagement mitbringt, nach dem viele Betriebe suchen.
    https://www.azonline.de/Muensterland...ht-mit-Mustafa

    Flüchtlinge in Kaarst: Familie ist nach vier Jahren wieder vereint



    Büttgen Der 15 Jahre alte Mo G. hat vier Jahre lang auf seine Mutter und die drei Geschwister warten müssen. Jetzt hat er sie endlich wieder bei sich.
    Seit Samstag hat Mo G. ein permanentes Lächeln auf den Lippen. Nach vier Jahren Leidenszeit hat der syrische Flüchtling endlich seine komplette Familie wieder. Nachdem sein Vater bereits im Mai 2018 nach Deutschland kam, durfte Mo nun auch seine Mutter und die drei Geschwister am Frankfurter Flughafen in die Arme schließen. Damit endet eine Leidenszeit und der Kampf der Kaarster Flüchtlingshilfe gegen viele Widerstände auf dem Weg zur Zusammenführung der syrischen Familie.
    „Diese Freude kann man nicht beschreiben. Das muss man einmal selbst erlebt haben, dann treten viele Dinge, die wir sonst als Probleme bezeichnen, in den Hintergrund. Wenn man am Flughafen steht und sieht, wie sich alle freuen, weiß ich, dass wir das Richtige tun“, sagt Ursula Baum, Vorsitzende der Kaarster Flüchtlingshilfe, unserer Redaktion. Die stellvertretende Bürgermeisterin hat bereits 2015 den Vormund von Mo übernommen und in den vergangenen Jahren immer wieder darum gekämpft, dass auch seine Familie nach Deutschland nachreisen darf. Dabei musste Ursula Baum in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Jeremias Mameghani viele Hürden überwinden, um an ihr Ziel zu gelangen. „Die Rechtslage war in diesem Fall sehr eindeutig, es war nur eine Frage der Zeit, bis die Familie wieder zusammen ist“, sagt Baum.
    https://rp-online.de/nrw/staedte/kaa...t_aid-37276639
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: Doch er wollte nach Deutschland - Erfolgsgeschichten über Flüchtlinge

    Waheed hat in Pakistan eine Ehefrau und zwei Kinder zurückgelassen.
    Und warum "musste" er fliehen? Ein Betrüger wie so viele.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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