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    Wofr man schwnzen darf und wofr nicht, warum Schule nichts mit Bildung zu tun hat, und wie man Diesel-Strafen loswird

    Wofr man schwnzen darf und wofr nicht,
    warum Schule nichts mit Bildung zu tun hat,
    und wie man Diesel-Strafen loswird


    Gleich ist nicht gleich Gleich, das ahnten wir ja schon, und bekommen es nun abermals besttigt. Mit groen Augen hat ein schleswig-holsteinisches Elternpaar zur Kenntnis genommen, wie die Schulleitung ihres Sohnes auf das massenhafte Schwnzen anlsslich einer freitglichen Klima-Demo der Schler reagiert hat: Man wolle das einmalig dulden, hie es von der Direktion. Im Kieler Landtag stellte Grnen-Fraktionschefin Eka von Kalben fest: Regeln (wie die Schulpflicht) sind dazu da, auch mal gebrochen zu werden, wofr sie die einhellige Untersttzung von CDU, SPD und FDP erhielt.


    Was die Eltern so erstaunt: Es war 2016, als ihr damals 13-jhriger Sohn im Erdkundeunterricht eine Moschee in Rendsburg besuchen sollte. Nicht irgendeine, sondern ein Haus der radikalen Milli-Grs-Bewegung. Der Junge wollte aber nicht, und seine Eltern untersttzten ihn darin und boten der Schulleitung an, er knne doch solange in einer anderen Klasse am Unterricht teilnehmen.


    Kommt nicht infrage, beschied die Schulleitung. Da blieb der Junge zu Hause, woraufhin die Schule ein Bugeld von 300 Euro gegen die Eltern verhngte: Versto gegen die gesetzliche Schulpflicht. Dagegen haben die Eltern geklagt, am Ende schrumpfte das Bugeld auf 50 Euro.


    Nun also die Massenschwnzerei frs Klima, doch statt Bugeld gibts warme Worte fr die Fridays for Future-Demo aus dem Landtag − und eine verblffend tolerante Schulleitung. Ab jetzt wird es spannend: Der Anwalt der Eltern will erneut vor Gericht ziehen, im Gepck die Kieler Entschlieung und die Nonchalance der Schulleitung gegenber den Klima-Schwnzern. Mal sehen, wie das ausgeht. Wir geben Ihnen Bescheid. Beim Thema Rechtsstaat Bundesrepublik werden wir nach dem Urteil jedenfalls alle schlauer sein.


    Wir wollen aber auch nicht allzu scharf urteilen. Man kann die Sache schlielich auch pragmatisch sehen. Gut, die Gren schwnzen, aber verpassen sie dabei auch was Wichtiges? Kann man so oder so sehen. In einem Brandbrief beschweren sich Hannoveraner Gesamtschulleiter, dass die viel gefeierte Inklusion lernschwacher bis geistig behinderter Kinder in die Regelklassen in ein Desaster gefhrt habe. Andernorts berichten Lehrer, dass sie in Klassen von 24 Schlern 90 Prozent ihrer Energie auf zwei Kinder konzentrieren mssten, die frher auf eine Frderschule gegangen wren. Die anderen Kinder fielen hinten runter.


    Die Hannoveraner Gesamtschulleiter rgern sich, dass sich die Gymnasien vollstndig aus der Betreuung von Frderschlern heraushielten. Das findet auch Niedersachens Sozialministerin Carola Reimann ungerecht. Die Sozialdemokratin fordert die Gymnasien auf, sich strker fr mehr Inklusion einzusetzen. Denn Inklusion sei ein Menschenrecht.

    Dass wir das richtig verstehen: Lernbehinderte und verhaltensgestrte Kinder, die frher auf Frder- oder Sonderschulen gegangen sind, weil sie bereits mit der Hauptschule berfordert waren und besonderer Betreuung bedurften, haben nunmehr also das Menschenrecht, aufs Gymnasium zu gehen. Was sollen sie da? Abitur machen? Spter vielleicht studieren und Sozialministerin werden?


    Nein, nein, den Inkludierern geht es allein darum, die Schler auf das Prinzip der Gleichheit festzunageln. Alles, was nicht gleich ist, ist nmlich Diskriminierung. Ob die Kinder was lernen, ist vollkommen schnuppe. Im Gegenteil: Erwiesenermaen profitieren fleiige und begabte Kinder von gutem Schulunterricht viel mehr als faule und unbegabte. Wer also zulsst, dass guter Unterricht stattfindet, der ebnet den Weg fr sptere Ungleichheit, fr Diskriminierung.


    Nur ein Unterricht, der die Verbldung der Kleinen sicherstellt, der ihren Flei ins Leere laufen lsst und ihre Begabungen einebnet, schtzt uns vor kommenden Diskriminierungen, und zwar nachhaltig. Nachhaltigkeit ist ja berhaupt das Wichtigste, und sie funktioniert. Schon jetzt knnen wir die Frchte nachhaltiger Einebnung ernten: Lehrherren berichten, dass sie ihren Azubis erst Lesen und Schreiben beibringen mssten. Die Frderschler sollen blo als Kanonenfutter dienen, um den Gymnasialunterricht endlich plattzumachen.


    Das Triumphgebaren der Konservativen geht vllig an der Wirklichkeit vorbei. Die linken Bildungsreformen seien allesamt gescheitert, jaulen die Rechten auf. Bldsinn: Die haben das Ziel nicht verstanden, glauben dem Gequatsche von besserer Bildung. Es geht den Linken ums genaue Gegenteil, und da sind ihre Reformen absolut erfolgreich, wie wir sehen.

    Und was ist mit Karriere? Die kann man auch in der entdiskriminierten Gleichheitsgesellschaft machen. Nur entscheiden ber das Fortkommen nicht mehr Flei oder Bildung, sondern die richtige Gesinnung. Oder Haltung, wie wir das heute nennen.


    Dass man damit berfordert ist, selbst einfachste Zusammenhnge zu erkennen, spielt keine Rolle mehr. So wie bei Luisa Neubauer: Die 22-Jhrige gilt als eine der Hauptorganisatoren der deutschen Fridays for Future-Demos fr die Klimarettung und ist damit richtig prominent geworden. Sie will den Kohleausstieg bis 2030 und ist natrlich gegen Diesel, gegen das Fliegen und all den anderen weltvernichtenden Dreck.

    Blderweise hat sie es versumt, vor dem Berhmtwerden ihre Instagram-Eintragungen zu subern. Dort hat sie ihre heiteren Reisefotos verffentlicht, die Neubauer nicht nur in etlichen europischen Lndern zeigen, sondern auch bei Urlaubsfreuden in Marokko, Tansania, Namibia, China, Indonesien und Kanada. Geben Sies zu: Mit 22 waren Sie doch schon mindestens soweit rumgekommen. Macht doch Spa!


    Der verging indes denjenigen, denen Luisa Neubauer die Leviten las (Wir kennen die Schuldigen!) wegen ihrer Klimasnden wie Dieselfahren, Kohlestromverbrauch oder der besonders klimaschdlichen Fliegerei. So erhob sich ein Schwall des Spotts ber Neubauer wegen des nicht geringen Abstands zwischen ihren gestrengen Reden ans Volk und ihrer schwungvollen Fernreisettigkeit.


    Das findet die Verspottete ungerecht, wie sie der Sddeutschen Zeitung erzhlt hat. Die Kritik an persnlichem Verhalten lenke von greren Problemen auf strukturell-politischer Ebene ab. Was ntze denn kologisches Verhalten im Privaten, wenn Kohlekraftwerke weiterliefen und der Himmel voller Flugzeuge sei, beschwert sich die Klima-Aktivistin. Ob der Himmel auch so voller Flugzeuge wre, wenn die Flugzeuge nicht so voller Luisas wren? Das fragt man nicht, weil das ja nur ablenkt vom Strukturell-Politischen.


    Was fr ein verlogenes Geschwafel, hre ich Sie schimpfen. Na ja, wie mans nimmt. Fr jemanden, der mit seinem 40 Jahre alten Diesel in eine Fahrverbotszone geraten ist, enthlt Luisa Neubauers weltlufige Erklrung ihrer erklrungsbedrftigen Spafliegerei einen wertvollen Tipp. Sollte man Ihnen eine Geldstrafe aufbrummen, weisen Sie die Forderung einfach mit einem Neubauer zurck. Sagen Sie dem Beamten, mit seinem Bugeldbescheid lenke er nur von den Problemen auf strukturell-politischer Ebene ab: Was ntzt denn das Vorgehen gegen alte Dieselfahrzeuge, wenn der Himmel voller Luisas ist?


    In die Enge getrieben, whlen Neubauers Verteidiger einen alten Trick: Sie entlarven die Kritiker als finstere Gesellen. Eine Schweizer Journalistin hat herausgefunden, wer die Sptter sind, die ber die Klima-Mdchen wie Luisa Neubauer lstern: meistens Mnner.


    Na also, wer unsere Verlogenheit ffentlich anprangert, der kann nur ein fieser Chauvinist sein. Mit solchen Kerlen geben wir uns nicht ab. Auerdem haben wir jetzt ohnehin keine Zeit. Unser Flug wurde gerade aufgerufen. Aloha!

    https://vera-lengsfeld.de/2019/03/04...ird/#more-4158
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Wofr man schwnzen darf und wofr nicht, warum Schule nichts mit Bildung zu tun hat, und wie man Diesel-Strafen loswird

    Und was ist mit Karriere? Die kann man auch in der entdiskriminierten Gleichheitsgesellschaft machen. Nur entscheiden ber das Fortkommen nicht mehr Flei oder Bildung, sondern die richtige Gesinnung. Oder „Haltung“, wie wir das heute nennen.
    das war bereits in der Dreckssbz und den restlichen sozialistischen Lndern so, denen der Sozialismus durch die Barbarenhorden der totalitren Sowjetunion aufgezwungen wurde. Nur hier, in der einstmals freien und westlichen BRD geschieht so etwas ganz ohne fremdes Zutun.

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