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    Kindergeld ins Ausland? Der Türkei-Anteil wird verschwiegen

    Und nicht nur das: Der Anteil der Türken mit deutschem Pass (Doppelpass) fällt ebenfalls komplett raus und wird nirgendwo gelistet.
    Vorab eine kleine Besonderheit zum Kindergeld: Deutsche Sozialhilfeempfänger bzw. Hartz IV Bezieher mit Kindern bekommen das Kindergeld nicht ausbezahlt, weil es dem Bedarfssatz für ihre Kinder gegengerechnet wird.
    Der Clou für einen türkischen Hartz-IV-Bezieher (oder einen anderer Nationalität, der ebenfalls angebliche Kinder im Ausland hat - angeblich deswegen, weil viele dieser Kinder nur auf dem Papier existieren) besteht darin, dass dieses Kindergeld keineswegs auf den Hartz-IV-Bedarfssatz angerechnet wird, weil die Kinder ja im Ausland leben. Ein tolles Einnahmegeschäft also, mit dem man sich schon ein Vermögen im Ausland aufbauen kann oder mit dem sich das Hartz-IV-Einkommen in Deutschland wesentlich aufbessern läßt.
    Mohammed hat beispielsweise 2 angebliche Kinder in der Türkei, bezieht für sich 416,-- Euro Hartz IV (Arbeitslosengeld II) und läßt sich für seine angeblichen Kinder 388,-- Euro Kindergeld überweisen und hat auf diese Weise für sich 804,-- Euro zum Ausgeben nach Miete. Hat er die üblichen (mindestens) 3 Kinder, bezieht er auf diese Weise 588,-- Euro Kindergeld + 416,-- Euro Hartz IV, hat also 1004,-- Euro für sich nach Miete. Ein Geschäftsmodell, das sich lohnt.

    Der folgende Artikel zeigt damit nur die Spitze des Eisbergs.

    Kindergeld ins Ausland? Der Türkei-Anteil wird verschwiegen

    Manfred Haferburg

    Zeitunglesen will gelernt sein. Die Ossis hatten ein 40-jähriges Vollzeitseminar im Trennen von der manipulativen Halbwahrheiten-Spreu und dem Wahrheits-Weizen. Zeitunglesen hatte in der DDR viel mit Masochismus zu tun. Da wurde berichtet, dass die Rentner der „BRD“ sich von Katzenfutter ernähren (das hatten sie vom Spiegel) dass die DDR zu den führenden Industrienationen gehört (das hatten sie auch vom Spiegel), dass die Bürger der DDR die Politik der Partei und Staatsführung mit überwältigender Mehrheit begeistert unterstützten und dass die Mauer zur Abwehr der faschistischen Imperialisten und ihrer Pläne zur Zerstörung des Aufbaues des entwickelten Systems des Sozialismus gebaut wurde. Wer wissen will, wie sich das in der DDR anfühlte, kann den Roman „Wohn-Haft“ lesen.



    Den gelernten Ex-DDRlern kommt diese sozialistische Fähigkeit des zwischen den Zeilen Lesens heute wieder voll zugute. Das ärgert natürlich die Relotiusse unter den Journalisten, deshalb qualifizieren sie auch gern die Ossis als bräunlich angehauchte Abgehängte ab. Ein besonders giftiges Exemplar der Relotiusgilde stellte sogar fest, dass Ossis aussehen wie Pimmel mit Sonnenbrillen. Aber da kann der Journalist noch so geifern, der gelernte Ossi liest seinen Text und – pling-pling – gehen die Warnlampen an, während der gelernte Wessi vielleicht schon beim nächsten Artikel ist. Diese unzulässige Verallgemeinerung gilt natürlich NICHT für gelernte Achse-Leser.


    Für die Ossis hat heute wieder Zeitunglesen viel mit Masochismus zu tun, pressemäßig kommen sie nämlich aus der Zukunft. Sie sind sehr wachsam und merken, wenn Politik und Medien versuchen, sie zu verarschen. Wie sagt der Rabbiner? Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge. Dann ist bei Halbwahrheiten das Vertrauen futsch und es ist nicht mehr weit bis zum gefürchteten Wort „Lügenpresse“. So ist es auch bei dem Folgenden Fall. Es wird von Politik und Medien lieber nur ein Drittel der Wahrheit berichtet.


    Jährlich steigt die Summe an Kindergeld, das der Deutsche Steuerzahler in ferne Länder löhnt. An dieser Praxis halten unsere linken Weltretter eisern fest, auch wenn die das deutsche Kindergeld für zwei Kinder im Ausland die Höhe des dortigen Durchschnittslohnes erreicht hat. So ist das eben beim Weltretten – zahlen müssen immer andere. Deutsche Behörden haben 2018 Kindergeld in Höhe von rund 402 Millionen Euro ins Ausland überwiesen. Das geht aus der aktuellen Statistik der Familienkasse hervor. Die jährliche Steigerungsrate ist beängstigend, denn die Summe betrug im Jahre 2012 noch 75 Millionen.


    Da kommen natürlich dem forschesten Politiker dunkle Ahnungen, dass der Steuerzahler womöglich murren könnte, ob der Steigerung dieser Beträge. Da lässt sich doch bestimmt statistisch etwas machen? In einem Artikel von Focus Money findet der wachsame Leser, gut versteckt, die in den offiziellen Zahlen, die andere fehlende Hälfte der Wahrheit: das meiste Kindergeld geht in die Türkei, spielt aber in der Statistik keine Rolle.

    Mehr als 99 Prozent auf deutsche Konten

    Mehr als 500.000 Personen mit türkischem Pass bekommen Kindergeld für Bezugsberechtigte im Ausland. Sie lassen sich das Geld aber zum größten Teil (mehr als 99 Prozent) auf deutsche Konten überweisen und es wird daher in der Statistik nicht gezählt.



    Nun rechnen wir mal: 500.000 mal 190 Euro mal 12 Monate macht rund 1.1 Milliarden Euro, die nicht in der Statistik auftauchen, weil sie auf deutsche Konten für in der Türkei lebende Kinder gezahlt werden. Hier ist die halbe Wahrheit eine dreifache Lüge. Und diese Rechnung fußt darauf, dass nur ein Kind pro Person Kindergeld bezieht, ist doch die durchschnittliche Fertilität in der Türkei grösser als zwei.



    Eine solche Statistik ist zutiefst Unredlich, dem Steuerbürger und dem Medienkonsumenten gegenüber. Solche Tricks zeugen nämlich von mangelndem Vertrauen der Politiker und Journalisten in die Bürger. Wie soll der Bürger jemandem vertrauen, der ihm nicht selbst über den Weg traut. Die Eliten haben Angst vor dem mündigen Bürger und ziehen es vor, ihn insbesondere über heiße Eisen nicht zu informieren. Und „nicht informieren“ ist noch mit dem Mäntelchen der Nächstenliebe gesagt. Liebe Politiker der nichtmehr Volksparteien - so wird es nichts, mit dem Wiedergewinnen von Vertrauen. So dumm, wie Ihr denkt, sind die Bürger nämlich nicht.


    Und zum Abschluss noch ein kleines Beispiel, wie die Realität täglich statistisch auf den Kopf gestellt wird. „Das Vertrauen in die Institutionen ist in Deutschland am schlechtesten“ – sagt eine der vielen Idiotenstudien. Besonders Frauen seien der Politik und den Medien gegenüber skeptisch, „weil sie sich „weniger mit Nachrichten auseinandersetzen“. „Je stärker sich Frauen aber informieren, desto mehr Vertrauen haben sie demnach auch in die Institutionen“. Soso, kritische Frauen sind also zu oberflächlich zum Zeitungslesen? Soviel Chutzpe, dem ist nichts hinzuzufügen.

    https://www.achgut.com/artikel/kinde...d_verschwiegen
    Geändert von Turmfalke (23.01.2019 um 12:28 Uhr)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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