Klner Erklrung: Muslimische Forderungen

Einige kurze Anmerkungen zur Verlautbarung der DITIB nach einer Konferenz in Kln


Weitgehend unbeobachtet von der deutschen ffentlichkeit fand in Kln vom 2.-4.1.2019 eine Tagung statt, an der nach eigenen Angaben mehr als 100 Teilnehmer aus 17 Lndern teilgenommen haben. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft und damit die ffentlichkeit wurde erst gar nicht geladen, sie sollte nicht teilhaben. Man traf sich zur Planung der Zukunft und zur Formulierung von Forderungen.


Siehe dazu auch:


https://vunv1863.wordpress.com/2019/...gsfeinden-iii/

und


Von der Islamkonferenz in der Ehrenfelder Moschee hatte die Stadt Kln laut Bezirksbrgermeister Josef Wirges (SPD) keine Kenntnis. Er hre davon zum ersten Mal, sagte er. Bei seinem letzten Treffen mit Ditib-Vertretern im Dezember habe man lediglich darber gesprochen, wie sich das angespannte Verhltnis nach dem Erdogan-Besuch im September verbessern liee.


https://www.ksta.de/koeln/islamkonferenz-radikale-islamisten-nahmen-an-ditib-konferenz-in-koeln-teil-31834048



Welche Institutionen eingeladen wurden, fr welche Muslime man also nicht nur zu sprechen vorgibt, sondern auch tatschlich spricht, bleibt unklar, da keine Teilnehmerliste verffentlicht wurde. Auf den Bildern erkennt man neben Diyanet-Vertretern auch Vertreter der Muslimbruderschaft. Man behauptet aber einfach, fr alle Muslime zu sprechen, formiert so eine Phalanx zu Nichtmuslimen. Diese Phalanx ist politischer Natur, denn sie stellt nicht nur politische Forderungen, sondern konstruiert den Muslim rein identitr als politisches Subjekt mit politischen Interessen, der per se und berdauernd andere Interessen, eine andere und grundstzlich verschiedene Identitt zu Nichtmuslimen, aufweise.
Die Abschlusserklrung liegt nunmehr im Volltext vor:


http://www.ditib.de/detail1.php?id=660&lang=de



Aus dieser Erklrung seien einige Punkte herausgegriffen und erlutert:


In der Stadt Kln wurde vom 2. bis 4. Januar 2019 das II. Treffen der europischen Muslime unter Beteiligung der Vertreter von religisen Institutionen der Muslime und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf dem europischen Kontinent durchgefhrt. Unter den folgenden Titeln wurden fnf Sitzungen durchgefhrt: Die Zukunft der Muslime in Europa: Chancen und Risiken, Strukturelle Probleme von islamischen Institutionen in Europa und rechtliche Prozesse, Negative Auswirkungen religis motivierter Bewegungen auf Muslime, Flchtlinge und Konstruktion der Identitt einer neuen muslimischen Generation: islamische Religionspdagogik und Strategien gegen negative Wahrnehmung des Islams in den europischen Medien.


Beobachter der Mehrheitsgesellschaft waren bei der Formulierung der gemeinsamen Interessen offensichtlich nicht erwnscht. Auch nicht andere Muslime, fr die man ja zu sprechen vorgibt. denn man fhrt die bercksichtigten Institutionen nicht auf. Befremdlich ist, dass einige Teilnehmer, die offensichtlich Bescheid wussten, da sie eingeladen waren, dieses wichtige Ereignis eben nicht schon in der Planungsphase an die Medien gaben.


Nach den genannten Sitzungen und Diskussionen wurde beschlossen, folgende Abschlusserklrung zu verffentlichen[]



2. Die Muslime, deren Wurzeln bis in die Tiefen der Geschichte nach Europa hineinreichen, sind auch heutzutage ein untrennbarer Teil des europischen Kontinents. Folglich ist es unmglich, dass die Muslime weder internen oder externen Bewegungen noch Diskursen, die die Gegenwart oder die Zukunft Europas negativ beeintrchtigen werden, beistehen. Daneben fordern die Muslime, dass eine gleichberechtigte und gerechte Verteilung des Gleichgewichts von Rechten und Verpflichtungen auf sozialer, politischer, wirtschaftlicher, akademischer Ebene usw. in den Gesellschaften, in der sie leben, verwirklicht wird. Folglich knnen Diskriminierungen im Bereich der Rechte; Nachlssigkeiten im Bereich der Verantwortungen; Ausgrenzungen im Bereich der Teilhabe am Leben und der Teilhabe in der Gestaltung der Zukunft sowie social engineering keineswegs akzeptiert werden. Im Bewusstsein des soziologischen Wandels und der gesellschaftlichen Gesetzmigkeiten werden die Muslime andererseits ihre Beziehungen und Harmonie mit der Zeit und mit der Region auf beste Weise gewhrleisten indem sie hierfr ihre eigenen Dynamiken einsetzen.


Das ist die finale Absage an Integration.

Muslime sollen als abgesonderte Gruppe bestehen bleiben, sollen aber als eben jene abgesonderte Gruppe nicht nur Individualrechte, sondern auch Kollektivrechte genieen. Teilhabe unter dem Gesichtspunkt eigener Dynamik heit, dass man den kollektiven Einflu nicht nur behauptet, sondern auch auszuweiten gedenkt.


4. Es ist besorgniserregend, dass Islamophobie, die als eine Unterkategorie der Diskriminierung zu definieren ist und die sich aus einer antagonistischen Haltung gegenber Muslimen entwickelte, sich zur Islamfeindlichkeit ausgeartet hat und eine faktische und ttliche Dimension erreicht hat.


Der Begriff der Islamophobie wird hier als Begriff benannt, der alles umfasst: vom antimuslimischen Rassismus (der existiert und dem zu begegnen ist) bis aber hin zu schlichten Vorgaben: Regeln, die fr alle gelten, sollen als Diskriminierung umdefiniert werden, sofern sie Muslime betreffen (s. dazu weiteren Text in der Erklrung).


Der Islam ist die Lsung?


In diesem Sinne sollten die Prinzipien des Islams zum Frieden, zur sozialen Gerechtigkeit, zum Teilen und zum Schutz der Grundrechte und -freiheiten als eine Mglichkeit fr die Lsung der genannten Probleme angesehen werden.
Das ist eine Sicht, wie sie von Muslimbrdern vertreten wird. Und so hat denn auch alles, was selbst die Konferenz-Teilnehmer als Problem definieren, im Grunde nach deren Sicht nicht mit DEM Islam zu tun:


6. Terrororganisationen wie FET, IS (DAESCH), PKK, Boko Haram, asch-Schabab als Elemente von Wirre, Zwietracht und Anarchie in der islamischen Welt missbrauchen die islamischen Begriffe und menschlichen Werte. Diese Terrororganisationen, die sich mit ihrer Artikulation und ihren Handlungen stets Muslime zur Zielscheibe nehmen und die lichterne Gestalt des Islams zu diskreditieren versuchen, sind eine globale Bedrohung und ein globales Unheil fr die ganze muslimische Prsenz. Es ist wichtig, dass alle Muslime, bewusst und uneigenntzig gegen die genannten Gruppen und in Zusammenarbeit vorgehen. Es muss offen zum Ausdruck gebracht werden, dass es keinesfalls mglich ist, irgendeine Aussage, Aktivitt, Haltung und Handlung, die die Atmosphre der Sicherheit und des Wohls beeintrchtigen knnte, ihre Referenz im Islam finden knne.


berdies irritiert die Behauptung, nur Muslime seien Zielscheibe von Terrororganisationen und jenen Organisationen, die hier als solche bezeichnet werden.


Eine Absage an einen Europischen Islam:


8. Der Islam ist eine Religion des Friedens, das berall auf der ganzen Welt dieselben universalen Werte verteidigt und versucht, diese am Leben zu erhalten. Ausgehend von der Wirkung kultureller Werte auf das Religionsverstndnis kann es Forderungen nach Meinungs-, Handlungs- und Identittsbildung im Rahmen der soziologischen Wirklichkeit geben. Daneben steht die Einschrnkung des Islams, der durch adjektivische Bestimmung einer bestimmten Region oder einer Nation zugeschrieben wird wie deutscher Islam, franzsischer Islam, belgischer Islam oder europischer Islam usw. im Widerspruch zur Universalitt des Islams, der alle Epochen und Orte zugleich erleuchtet.


Und eine Absage an liberale muslimische Bestrebungen sowie Kritik an der letzten DIK (das knnte man so sehen) sowie Immunisierung der Verbnde wegen ihrer behaupteten Gre:


Die Stigmatisierung von fest verwurzelten Institutionen in Europa, die hunderttausenden Gemeindeangehrigen/Mitgliedern ihre Dienste anbieten; marginale Personen und Gruppierungen in den Vordergrund hervorgeschoben werden, die die Vertretung der Muslime fr sich beanspruchen, und diesen zuerkannte vermeintliche Stellung, die Muslime zu vertreten, steht im Widerspruch zu den sozialen Realitten.


Das kollektive Bewutsein wird beschworen, die Ummah soll erwachen:


Es ist unabdingbar, dass die Muslime ihre Unterschiede bewahren und Handlungsfhigkeit entwickeln, gemeinsam und gem kollektivem Bewusstsein zu handeln. Auerdem ist es bedeutend, dass die Muslime in Europa ihre momentanen Potenziale sowie ihren institutionellen, organisatorischen und demographischen Zustand fundiert analysieren und wenn vorhanden ihre verwaltungsmigen Desiderate ausrumen und die Anforderungen der Staaten, in denen sie leben, bercksichtigend ihre institutionellen Strukturen fortentwickeln.
Eine Absage an die Meinungsfreiheit, sofern sie den Interessen widersprechen oder diese nur in Frage stellen. Wer definiert schdigende Meinungsueruingen?
Besonders eine genaue Beobachtung von Entwicklungen zu Themen, die in Europa lebenden Muslime betreffen, Erarbeitung von Lsungsanstzen fr Probleme, die durch soziologischen Wandel, konjunkturelle Annherungen und divergierende Paradigmen hervorgerufen werden sowie gegen schdigende Meinungsuerungen und Aktivitten zusammenzuarbeiten, hat eine lebenswichtige Bedeutung.


Die religisen Regeln sollen vorgegeben werden, aber eigentlich, um politisch zu einen, knnte man meinen. Es ist wahrscheinlich, dass dazu als bergeordnetes Gremium das ECFR und auch dessen deutsche Dependance, der Fatwa-Ausschuss Deutschland*, eine wichtige Rolle spielen, in dem auch trkische Vertreter immer wieder auffielen in der Vergangenheit.


11. Der Islam hat der Menschheit jahrhundertelang den Weg gewiesen. Es ist offensichtlich, dass der Islam einen uert reichen Erkenntnis- und Weisheitsschatz sowie Wissens- und Methodentradition besitzt. Es ist wichtig, dass die in Europa lebenden Muslime ihre spezifischen und unter den Bedingungen von heute entstandenen Fragen und Probleme im Rahmen dieses Reichtums lsen. In diesem Sinne sollten Themen wie die Herstellung der Einheit zum religisen Kalender oder Nahrungsstandards durch gemeinsame Beschlsse zielorientiert abgeschlossen werden.


Behauptet wird auch, dass die Entfernung vom Glauben (hier natrlich nur der in obigem Sinne) Missbrauch frdere. Doch damit ist mitnichten eine Radikalisierung gemeint. Wie aus dem nachfolgenden Satz erkennbar wird, sind damit schon Manahmen gemeint, die auf Integration abzielen, also nicht identitr im Sinne obiger Institutionen wirken:


12. Heutzutage umschlieen soziale Probleme zunehmend das Leben. In diesem Kontext ist die Auseinandersetzung mit Problemen, denen die Frauen und Jugendlichen ausgesetzt sind, als vorrangiges Ziel zu werten. In diesem Sinne ist es eine Notwendigkeit, sich mehr fr die Erziehung von Generationen einzusetzen, die einen Beitrag zum Wohl der Menschheit beitragen, und die das Ideal von Recht, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Frieden haben sowie ber einen authentischen Glauben, authentische Kenntnisse, ein reines Bewusstsein und einen tugendhaften Charakter besitzen. Schlielich sind Generationen, die fern von ihrem Glauben und ihrer Identitt, sowie fern vom Bewusstsein der Gemeinde und der muslimischen Gemeinschaft (Umma) sind, offen fr Missbrauch. Folglich sind die Zustnde der Jugendlichen, die den Angriffen von islamophoben Strukturen schutzlos ausgeliefert sind sowie aufgrund fehlerhafter Informationen ausgenutzt und irregefhrt werden, weil sie ihrem Glauben und ihrer Kultur ferngeblieben waren, dringend zu bearbeitenden Anliegen.


Angriffe islamophober Strukturen? Da wte man gerne mehr. Nachfolgend mehr Identitres:


13. Es ist notwendig, Modellierungen fr eine authentische Religionspdagogik in Europa darzulegen, gemeinsame Curricula festzulegen und dementsprechend schriftliche, visuelle und digitale Literatur/Publikationen zu erarbeiten. Die zu erarbeitenden Materialien haben einerseits eine lebenswichtige Bedeutung zum Aufbau und zum Schutz der Identitt von muslimischen Generationen in Europa und sie haben eine groe Bedeutung fr das Zurechtrcken der negativen Wahrnehmung des Islams und der Muslime.


Explizite Aufforderung zur Nutzung von Individualrechten fr das Kollektiv:


14. Als untrennbarer Teil der europischen Gesellschaft sollten Muslime bei Anwendung von Gewalt, in Diskriminierungsfllen und bei allen anderweitigen unrechtmigen Handlungen alle rechtlichen Wege bis zur letzten Instanz ausschpfen, die sie als Brgerrechte wahrnehmen knnen. In diesem Sinne ist es erforderlich, dass die zivilgesellschaftlichen Organisationen, die in Europa ttig sind, rechtliche Mechanismen etablieren, die den geschdigten Personen Beratung anbieten, die ihnen jegliche Untersttzung und Mglichkeiten gewhrleisten sowie institutionelle Strukturen aufbauen, die Schdigungen noch systematischer beobachten.


Natrlich sollen Muslime ihre Individualrechte genieen, einfordern und auch verteidigen knnen juristisch. Da oben in der Erklrung jedoch auch schon schdigende Meinungsuerungen angemahnt wurden, kann man durchaus auch dieses als Ziel auffassen. Insbesondere die Erwhnung der letzten Instanz und auch die Schaffung von Strukturen, die untersttzen sollen, lsst ahnen, dass Untersttzung auch bei ggf. fragwrdigen Vorhaben geboten werden knnte.
Vllig abstrus wird es im nachfolgenden Absatz. Nach dem man sich als generationenbergreifend und identitr als der bleibend Andere selber definierte, soll dieses jedoch einerseits nicht artikuliert werden drfen und andererseits keine Ideologiekritik mglich sein:


15. Die Medien haben lebenswichtige Verantwortungen damit die Unterschiede ihr Zusammenleben in Frieden fortfhren knnen. Allerdings ist zu beobachten, dass vor allem manche Medien eine Strategie verfolgen, die Wahrnehmung aufzustacheln, den Islam als Feind anzusehen. Es ist notwendig, dass vor allem manche Medien, die eine negative, ausgrenzende und manipulierende Annherung zum Islam und zu den Muslimen darlegen und aus Sorge zu den Einschaltquoten und aufgrund von ideologischen Bedenken sensationsgesteuerte Sprache verwenden, ihre Haltung aufgeben sollten, Muslime jeweils als Andere, Fremdelemente und Problemquellen darzustellen. Im Sinne der Wahrung der pluralistischen Gesellschaftsstruktur bernehmen die Medien im Rahmen der Informations- und Meinungsfreiheit wichtige Aufgaben.

Planung eigenen social engeneerings ber soziale Medien bzw. Planung von deren Beeinflussung:


Eine verantwortungsbewusste Handlungsweise der Medien hat aus Sicht von ethischen Werten, Medienethik und von gesellschaftlichem Frieden eine lebendwichtige Bedeutung. Daneben ist es erforderlich, dass auch die Muslime in Europa Strategien fr das Zurechtrcken der negativen Wahrnehmungen in den Medien und besonders in den sozialen Medien erarbeiten und diesbezglich gemeinschaftlich zusammenarbeiten.

Man kann vermuten, dass der Fatwa-Ausschuss diesbezglich strkere Aufgaben bernimmt:


16. In Europa lebende Muslime sollten ber Begriffe und Methoden wie Minderheitenrecht (fiqh al-aqalliyat), Notwendigkeiten (darurat), Zwecke (maqasid), Vorrangsrecht (fiqh al-awwaliyat) usw. neue Wege fr Lsungsanstze ihrer aktuellen Probleme suchen. Somit knnen die Meinungen und Fatwas, die die Lebenswirklichkeit und den Kontext nicht bercksichtigen, abgewendet werden. In diesem Sinne ist es bedeutend, dass die betreffenden Institutionen die Vorreiterschaft fr die Arbeit zu wichtigen Fragen und Problemen in Europa bernehmen.


Planung einer Institution, die das Sprachrohr der Muslime werden soll:


17. Es sollte die Bildung eines Koordinierungsrates gewhrleistet werden, der die effektive und schnelle Kommunikation zwischen den europischen Muslimen gewhrleistet und Visionen unterbreitet. Der Rat sollte die Vorreiterschaft fr die Zusammenarbeit und Veranstaltungsorganisationen bernehmen, einen Beitrag fr die Koordination auf regionaler und globaler Ebene fr gemeinsames Handeln leisten und Ansprechpartner fr andere zivilgesellschaftlichen Organisationen und ffentliche mter und Institutionen sein sowie die erforderlichen Planungen fr gemeinsame Ttigkeiten durchfhren. Dieser Rat sollte mit Gelehrten, Vertretern von Institutionen, vom Bereich Recht und Sozialwissenschaften u. . Vertretern besetzt werden.


Ansiedlung einer Institution bei der DITIB:


18. Das regelmige Treffen der europischen Muslime in einem zweijhrigen Turnus ist aus Sicht der Kommunikation unter den Muslimen in Europa und der Intensivierung der Zusammenarbeit angemessen und wird aus Sicht ihrer Ergebnisse ntzlich sein. In diesem Sinne wurde die Grndung eines Sekretariats beim Prsidium fr Religionsangelegenheiten (Diyanet) beschlossen um die Institutionalisierung des Treffens der europischen Muslime herzustellen und die Umsetzung der Beschlsse des Treffens zu nachzuverfolgen.


Fazit:


Die Bedeutung dieses Treffens und dieser Vereinheitlichungsversuche kann kaum berschtzt werden. Die Klner Erklrung ist die generelle Absage an Integration, die Formulierung bleibender Sonderinteressen eines identitren Kollektivs, eine Infragestellung von Meinungs- und Pressefreiheit unter der (m.M.n. sinngem) Vorgabe, Kritik schon sei Diskriminierung. Das Treffen stellt, gerade weil es unter Ausschlu der (deutschen bzw. mehrheitsgesellschaftlichen) ffentlichkeit stattfand, eine Zsur dar. Es ist in gewisser Weise ein Ende des gemeinsamen Dialogs und der Beginn von Verhandlungen ber Forderungen langfristiger und politischer Natur. Die Ummah soll, so knnte man das fassen, erwachen und ihr Sprachrohr soll ein gemeinsames Gremium sein, das bei der DITIB/Diyanet angesiedelt ist und inhaltlich vom ECFR beeinflusst wird. Die trkischen Gromachtsstrume der vergangenen Jahre (Rckbesinnung auf das Osmanische Reich) gehen so in den Gromachtstrumen einer erstarkenden Ummah fr Deutschland und Europa auf.

*
Siehe dazu diverse Beitrge auf diesem blog.

https://vunv1863.wordpress.com/2019/...abMAEZNjYyweWA