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    Neue Hilfe im Alltag: So sollen Flüchtlinge noch besser integriert werden

    Noch besser integriert....

    Neue Hilfe im Alltag: So sollen Flüchtlinge noch besser integriert werden

    In Viernheim (Südhessen) wird ein Integrationsprojekt für komplette Flüchtlingsfamilien ins Leben gerufen

    Viernheim - In einem Wohnviertel im südhessischen Viernheim werden die Weichen für ein neues Integrationsprojekt gestellt. Den Mitarbeitern des Vereins "Lernmobil" geht es darum, komplette Familien zu unterstützen, wie Brigitta Eckert erklärt.

    Für das Projekt macht sich der Verein "Lernmobil" stark.
    Die Erziehungswissenschaftlerin war in den 80er Jahren eine der Mitbegründerinnen des Vereins. Schon damals ging es um das Thema Integration von Menschen im Kreis Bergstraße, sei es am Arbeitsplatz oder in der Schule.
    Künftig möchte man Flüchtlingsfamilien über kulturelle Gepflogenheiten in Deutschland, aber beispielsweise auch über das komplizierte Bildungssystem und die schulischen Anforderungen im Alltag informieren.


    Dafür sind Trainer nötig, die an diesem Morgen in Viernheim an ihrer Ausbildung feilen. Vor allem die positiven Seiten des familiären Zusammenhalts wolle man gezielt fördern, sagt Eckert. Im besten Falle könnten die Trainer den Vätern und Müttern ihre Unsicherheit nehmen, sagt die 62 Jahre alte Pädagogin.


    Dazu werden die künftigen Trainer beispielsweise dazu angehalten, die eigene Biografie und damit die eigenen Erfahrungen ins Spiel zu bringen, zumal die Helfer aus ganz unterschiedlichen Ländern stammen. Sie wollen ihre Erfahrungen mit den geflüchteten Menschen teilen. Später sollen sie Hilfestellung und Tipps geben, etwa wenn es um Arztbesuche oder um schulische Fragen geht.


    "Wenn sich etwa Eltern und Kinder gemeinsam um Hausarbeiten kümmern, können Vater und Mutter von den Deutschkenntnissen der Kleinen profitieren", sagt Siham Atrisin, eine der angehenden Trainer. Das sei ein einfaches Beispiel dafür, auf welche Weise sich Familienleben und Integration ergänzen könnten, fügt die 48 Jahre alte Libanesin hinzu.


    Sie selbst habe stets von gemeinsamen Lerneinheiten mit ihren Kindern profitiert. "Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben", sagt die fünffache Mutter, die seit 27 Jahren in Deutschland lebt.


    Vor allem die positiven Seiten des familiären Zusammenhalts wolle man gezielt fördern.
    "Es wäre schön, wenn wir das Selbstbewusstsein der Menschen fördern könnten. Sie wissen, dass wir auch selbst diesen Weg gegangen sind. Deshalb können sie uns Fragen stellen, die sie ansonsten für sich behalten würden", ergänzt Hawa Nur, eine 31 Jahre alte Trainerin, die aus Somalia stammt.



    Der saubere Parkettboden glänzt unter dem Neonlicht. In der Nachbarschaft ist es an diesem Morgen noch still, während die Männer und Frauen über Mehrsprachigkeit, gesunde Ernährung und den Umgang mit neuen Medien diskutieren. Der Unterricht ist in Modulen aufgebaut. Die pädagogischen Inhalte fordern den sechs Teilnehmern viel Konzentration ab.


    Der Hessische Flüchtlingsrat lobt das Projekt. "Grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn geflüchtete Menschen selbst ihre Erfahrungen einbringen", sagt Timmo Scherenberg vom Flüchtlingsrat. Das Engagement der Trainer zeige außerdem, dass sie in Deutschland angekommen und eingebunden seien. "Und das ist eine positive Entwicklung", fügt Scherenberg hinzu.


    Bisher kümmerte sich der Verein vor allem um den Spracherwerb der geflüchteten Menschen und deren Integration am Arbeitsplatz. Mit dem neuen Programm soll das Thema Familie stärker in den Mittelpunkt rücken. 1985 ging das "Lernmobil" an den Start. Seither gilt das Motto "Integration durch Bildung", wie Gerd Baltes sagt.


    Wie Brigitta Eckert ist auch er Erziehungswissenschaftler und Gründungsmitglied des Vereins. Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe hat "Lernmobil" in den vergangenen Jahrzehnten zu einer nachgefragten Institution im Bereich der Schulkindbetreuung entwickelt.


    Laut Baltes legt "Lernmobil" mit seinen etwa 150 Mitarbeitern den Schwerpunkt darauf, außerschulische Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien anzubieten. Ziel sei, Menschen unterschiedlicher Herkunft zu ermutigen und zu fördern.


    "Es ist erstrebenswert, dass sie am Gesellschaftsleben teilnehmen und das Gemeinwesen mitgestalten können", bringt der 62 Jahre alte Pädagoge die Ziele auf den Punkt. Unterstützung dafür gibt es auch von der "Hessenstiftung - Familie hat Zukunft".


    Geschäftsführer Ulrich Kuther lobt das Vorhaben der Südhessen. "Wir setzen auf die Stärke der Familie. Es ist wichtig, dass unser Bildungssystem durchlässig ist und dass wir die Familien auf ihrem Weg begleiten", sagt Kuther.

    https://www.tag24.de/nachrichten/vie...egriert-923642

    Was also schon gut war, wird jetzt noch besser.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Neue Hilfe im Alltag: So sollen Flüchtlinge noch besser integriert werden

    Vor allem die positiven Seiten des familiären Zusammenhalts wolle man gezielt fördern.
    Da kennt sich diese Libanesin aus. Die arabischen Clans sind ein gutes Beispiel.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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