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    Die tägliche Fake News oder: Kein Anschluss unter dieser Nummer

    Ein Artikel, den man aufmerksam bis zum letzten Wort lesen solle:

    Robert von Loewenstern

    Die tägliche Fake News oder: Kein Anschluss unter dieser Nummer

    Robert von Loewenstern

    Keine Angst, es geht hier nicht schon wieder um den Märchenerzähler vom „Spiegel“. Claas Relotius ist sicher ein spektakulärer Fall, aber bei weitem nicht so bedeutend, wie er jetzt gemacht wird. Finde ich jedenfalls. Schon gar nicht ist er „einzigartig“, wie „Welt am Sonntag“-Chefredakteur Peter Huth behauptet.
    Relotius ist nicht der Erste, der frei erfundene Geschichten produzierte, und er wird nicht der Letzte sein. Aber die Münchhausens à la Relotius oder Tom Kummer sind selten, allein schon wegen des hohen persönlichen Risikos, das mit einem solchen geradezu suizidär anmutenden Vorgehen verbunden ist. Wer derart dreist lügt, muss jederzeit mit Enttarnung rechnen – und mit blitzartigem „Edeka“, wie das mittlere Management gerne sagt, Ende der Karriere.


    Was mich an der Aufregung über die Borderliner des Medienbetriebs stört, ist, dass sie sich so leicht zur Ausnahme deklarieren lassen. Die Auseinandersetzung mit dem wahren Problem des deutschen Journalismus befördern sie nicht. Dieses Problem sind nicht die großen Fälschungen, sondern die täglichen Schlampereien, Unsauberkeiten und Manipulationen. Die ganz normalen Fake News, sozusagen.
    Diese ganz normalen Fake News sind so zahlreich, dass sie sich nicht alle aufführen und anmahnen lassen, auch wenn wir uns auf der Achse noch so sehr bemühen. Sie sind oft kaum erkennbar und mögen im Einzelfall nicht besonders bedeutsam erscheinen. Aber in der Summe können sie zur großen Lüge werden. Nicht selten werden sie es auch.


    Alles wahr – und alles Lüge

    Ein besonders feines Exemplar solcher unscheinbar daherkommenden Fake News möchte ich Ihnen hier aufzeigen. Die Besonderheit daran ist, dass an der Nachricht tatsächlich alles wahr ist – und gleichzeitig nicht. Ja, das gibt es, Nachrichten, die einer juristischen Vivisektion standhalten und die trotzdem eine einzige Lüge sind.
    Diese Lüge hätte im konkreten Fall jeder Journalist leicht aufdecken können. Er hätte dafür weder vor die Tür gehen noch zum Telefon greifen müssen. Eine halbstündige Internetrecherche hätte genügt. Es hat sich nur keiner die Mühe gemacht. Und so wurde die Story ungeprüft und kritiklos übernommen und über die ganze Republik verbreitet.


    Bevor wir ins Detail gehen, empfehle ich Ihnen, das nicht besonders lange Stück im Original zu genießen. Natürlich sind Sie jetzt aufgrund der Einleitung voreingenommen und als Achse-Leser oder -Leserin ohnehin besonders sensibilisiert. Trotzdem, versuchen Sie den Artikel so zu lesen, wie Sie tausend andere Artikel lesen. Lesen Sie schnell, nur einmal, überfliegen Sie meinetwegen. Und wenn es irgend geht, versuchen Sie sich darüber hinaus vorzustellen, wie ein durchschnittlicher Medienkonsument den Beitrag wohl wahrnehmen würde. Bitte hier entlang.



    Handy-Checks bringen nichts

    Schön, dass Sie wieder da sind. Wie Sie gesehen haben, handelt es sich um einen Exklusivbericht der „Süddeutschen Zeitung“, über den ich im Sommer gestolpert bin. Fassen wir zusammen (für alle, die den Pfad nach Prantlhausen erschrocken sofort wieder verlassen haben):


    Am 8. Juli 2018 brachte die „SZ“ exklusiv eine Meldung zur Identitätsfeststellung von Migranten mit der Überschrift „Auswertung von Handys bringt kaum Nutzen“. Die Kernaussagen setzte die „SZ“ in Aufzählungspunkten vor den Artikel: „Seit September 2017 wertet das Bamf Daten von Mobiltelefonen aus, die Flüchtlinge bei sich tragen. Ganz offensichtlich bringt die aufwendige Aktion nicht viel: Offenbar haben sich in den neun Monaten seit September 2017 Hinweise auf Widersprüche nur in 100 Fällen ergeben. Die Linke sieht damit ein verbreitetes Vorurteil als widerlegt an.“



    Im Artikel heißt es: „Die Auswertung der Auswertung belegt auch nicht den verbreiteten Verdacht, dass Flüchtlinge in größerem Ausmaß versuchen zu tricksen oder zu lügen bei ihren Angaben zu Identität, Herkunft und Staatsangehörigkeit.
    Und weiter: „Lediglich in zwei Prozent, also in rund 100 Fällen, ergaben sich Widersprüche. Unbekannt ist allerdings, ob sich diese Widersprüche im Gespräch mit den Antragstellern auflösen ließen oder auf diese Weise Lügen enttarnt wurden. Laut Bundesregierung lasse sich dies statistisch nicht ermitteln – es flössen ,viele andere Aspekte‘ in die Bewertung ein.“



    „Vorurteil widerlegt“

    Im letzten Absatz setzt die „SZ“ noch einmal nach: „Für Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linken, liefern die Auswertungen der Pilotphase dennoch wichtige Erkenntnisse: Sie ,widerlegen ein verbreitetes Vorurteil: Ein Missbrauch oder falsche Angaben von Asylsuchenden in einer relevanten Größenordnung lassen sich damit gerade nicht belegen‘. Die Zahlen ,unterstreichen die Unverhältnismäßigkeit dieser massenhaften Verletzung des Rechts auf informelle Selbstbestimmung‘.“



    Was bleibt beim Leser hängen (abgesehen davon, dass die „SZ“ offenbar den Unterschied zwischen informeller und informationeller Selbstbestimmung nicht kennt)?


    Erstens: Die umstrittenen und mit hohem Aufwand eingeführten Handyauswertungen zur Identitätsklärung von Asyl- und sonstigen Schutzsuchenden sind im Grunde überflüssig, weil sie nichts bringen. Nur bei zwei Prozent der kontrollierten Mobiltelefone ergaben sich überhaupt „Widersprüche“. Selbst bei denen ist aber nicht klar, ob sie zur Aufdeckung einer Identitätstäuschung führten.


    Damit ist zweitens ein „verbreitetes Vorurteil widerlegt“, wie die „SZ“ gleich dreifach einhämmert. Das Vorurteil nämlich, dass Schutzsuchende in großer Zahl bei Identität und Herkunft lügen – so zumindest dürften es die allermeisten Leser verstehen. Der Umkehrschluss liegt auf der Hand: Ali Normalasylant ist eine ehrliche Haut, wie die Handyauswertungen beweisen.


    Auf diese frohe Botschaft sprang die willkommensergebene dpa dankbar auf, und so verbreitete sich Frau Jelpkes „Widerlegung eines Vorurteils“ quer durch die Medienlandschaft. „Welt“, „Focus“, „Nürnberger Nachrichten“, „WAZ“, „Heise Online“, „Schweriner Volkszeitung“, „Greenpeace Magazin“, „Oberbayerisches Volksblatt“ und andere brachten das „SZ“/dpa-Stück praktisch gleichlautend.


    Der Jelpke-Spin? Geschenkt

    Nun mag der aufmerksame Leser einwenden: Aber Frau Jelpke hat doch gar nicht behauptet, dass laut Handyauswertungen die allermeisten Schutzsuchenden ehrlich seien. Sie hat nur gesagt, dass mit den Handyauswertungen „ein Missbrauch oder falsche Angaben von Asylsuchenden in einer relevanten Größenordnung“ nicht zu belegen seien. Und das stimmt sogar.


    Die Aussage von Frau Jelpke ist, genau betrachtet, korrekt und unangreifbar. Die Linke-Abgeordnete weiß als ehemalige Journalistin mit Worten umzugehen. Ihr Zitat ist clever, weil es den oben beschriebenen Eindruck „Ali ist ehrlich“ erweckt, ohne dies ausdrücklich zu sagen. Das ist natürlich manipulativ, aber das wollen wir Frau Jelpke nicht ankreiden. Als Linke-Abgeordnete ist sie eine Lobbyistin, eine Promoterin der Ansichten, Standpunkte und Ziele ihrer Partei. Sie ist „parteiisch“ im eigentlichen Wortsinn.


    Dies aufzuzeigen, einzuordnen und geradezurücken ist Aufgabe von Journalisten. Beziehungsweise wäre es, theoretisch. Dass die „Süddeutsche“ hierbei versagt, ob aus reinem Unvermögen oder ganz bewusst – geschenkt. Was will man erwarten von einem Blatt, das selbst so erkennbar parteiisch ist und sich längst von den Grundsätzen eines ehrlichen, unvoreingenommenen Journalismus verabschiedet hat. Seien wir dankbar, dass der aufmerksame Leser den manipulativen Dreh in diesem Fall immer noch relativ leicht selbst enttarnen kann. Ginge es nur um den Jelpke-Spin, würde ich Sie hier nicht mit ein paar hundert Wörtern belästigen.


    Alles hängt an einem Wort

    Nein, es geht hier um mehr. Ich weiß nicht, ob Ihnen beim Lesen des „SZ“-Artikel das eine, das alles entscheidende Wort aufgefallen ist. Das eine Wort, das die komplette Story aushebelt. Gleichzeitig ist es das Wort, das der „SZ“ wie zufällig dazu dient, bei eventuellen unangenehmen Nachfragen antworten zu können: Aber es steht doch im Artikel! Wir haben nichts, aber auch gar nichts verschwiegen!
    Falls Ihnen das ominöse Wort nicht aufgestoßen ist, dürfen Sie gerne noch einmal lesen. Ob ja oder nein – sagen Sie es mir im Kommentarbereich. Es interessiert mich wirklich. Und bitte, Sie müssen sich nicht dämlich vorkommen oder gar schämen, wenn Sie nicht wissen, wovon ich rede. Das alles entscheidende Wort ist so unauffällig und breit auslegbar, dass es völlig normal ist, wenn Sie es übersehen haben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es wahrgenommen hätte, hätte ich nicht Vorkenntnisse gehabt.


    Und hier, ta-taaa, ist das Wort: „gebeten“. Der vollständige „SZ“-Satz lautet: „Wer als Flüchtling keinen Pass vorlegt, wird um die Herausgabe seines Mobiltelefons gebeten.“ Nun kann man eine – auch behördliche – „Bitte“ durchaus als Aufforderung verstehen, die trotz aller Höflichkeit verbindlich ist. Ist sie aber in diesem Fall nicht. „Gebeten“ bedeutet hier „unverbindliche Bitte“. Der Antragsteller, dessen Identität zweifelhaft ist, kann sein Handy herausgeben. Muss er aber nicht. Dieser Umstand, den die „SZ“ so geschickt versteckt, ändert alles.


    Und nun die echten Fakten

    Dass „gebeten“ wirklich „gebeten“ bedeutet und nicht „verbindlich aufgefordert“ oder „gezwungen“, ergibt sich aus der Originalquelle, also der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linke-Abgeordneten Jelpke. Die Antwort ist nicht auf Anhieb zu finden, denn Frau Jelpke ist eine sehr fleißige Oppositionspolitikerin. Sie stellt Kleine Anfragen am laufenden Band und erhält entsprechend viele und umfangreiche Antworten. In unserem Fall versteckt sich die Antwort der Bundesregierung in einem 80-seitigen Dokument namens „Drucksache 19/3148“ vom 3. Juli 2018.


    Dort können Sie auf Seite 27 nachlesen: „Kann der Antragsteller bei der Asylantragstellung keinen Pass oder Passersatz vorlegen, wird nach mobilen Datenträgern gefragt und um Herausgabe gebeten. Wird ein Datenträger ausgehändigt, wird dieser ausgelesen.“



    Im Umkehrschluss: Wenn der Antragsteller auf die Bamf-Bitte keinen mobilen Datenträger aushändigt, wird nicht ausgelesen und ausgewertet. So einfach ist das.


    Fassen wir die Fakten zusammen, diesmal die echten: Die große Mehrheit der Schutzbegehrenden meldet sich hierzulande ohne Pass oder vergleichbare Dokumente. Anfang 2016 waren es nach Angaben der Bundespolizei fast 80 Prozent. Laut BAMF-Schätzungen von Anfang 2017 sind es im Mittel ungefähr 60 Prozent, die ohne ein Identifikationsdokument Asyl oder Flüchtlingsschutz beantragen. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil das BAMF dieses Merkmal statistisch nicht erfasst.


    Die Zahlen? Absolut unerheblich

    Die knapp zwei Drittel, die sich ohne (echten oder gefälschten) Ausweis beim Bamf melden, werden seit September 2017 in einem Pilotprojekt „gebeten“, das Handy zur Auswertung abzugeben. Von diesen „Gebetenen“ kommt nur ein Drittel der Bitte nach. Von diesem Drittel der Gebetenen sind wiederum zwei Drittel der Handyauswertungen nicht aussagekräftig (also bei etwa 20 Prozent der Gebetenen).


    Das kann zum Beispiel daran liegen, dass die Auswertungstechnik unvollkommen ist oder wegen rechtlicher Hindernisse scheitert (unter anderem dürfen Fotos aus Datenschutzgründen nicht betrachtet werden). Die mangelnde Aussagekraft kann aber auch daran liegen, dass der Antragsteller sein Handy vor Aushändigung „resettet“ (auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt) hat oder ein Smartphone übergibt, das er eine Woche zuvor in Deutschland beim O2-Shop seines Vertrauens erworben hat.


    Bei einem Drittel des aushändigenden Drittels der „Gebetenen“ (also bei etwa jedem zehnten Zweifelsfall) bestätigt die Handyauswertung die Angaben des Antragstellers. Das kann daran liegen, dass seine Angaben wahr sind. Oder auch daran, dass er vom Schlepper seines Vertrauens ein perfekt vorbereitetes Handy mit schlüssiger Fluchtstory erhalten hat, wie die „Welt“ erst vor ein paar Tagen meldete.


    Aber selbst bei dieser aktuellen und kritischen „Welt“-Story bleibt der entscheidende Umstand unerwähnt: Die Zweifelsfälle müssen ihr Mobiltelefon zur Identitätsprüfung nicht aushändigen. Allein dies macht die ganzen gerade aufgeführten Prozentzahlen obsolet. Sie sind völlig unerheblich.


    Die echte Nachricht: Farce, Placebo, Nebelkerze

    Noch einmal, um jedes mögliche Missverständnis auszuschließen: Wie viele Zuwandererhandys bei der derzeitigen Auswertungspraxis welches Ergebnis liefern, hat keinerlei Aussagekraft.


    Denn eine freiwillige Telefonauswertung zur Aufdeckung von Identitätstäuschern ist ähnlich sinnvoll wie eine Alkoholkontrolle, bei der nur Autofahrer ins Röhrchen blasen, die aus eigenem Antrieb mitmachen. Oder eine Radarkontrolle, bei der nur geblitzt wird, wer vorher zugestimmt hat. Oder eine Steuerprüfung, die nur bei denen stattfindet, die bereit sind, ihre Belege auszuhändigen. Alle anderen – sprich: im Zweifel alle Übeltäter – bleiben unbehelligt.


    Um auf die Ausgangsmeldung der „Süddeutschen“ und ihrer treuen Zuträgerin Jelpke zurückzukommen: Statt „Auswertung von Handys bringt kaum Nutzen“ hätte die Überschrift nach allen journalistischen Standards lauten müssen: „Handyauswertung kann kaum Nutzen bringen“. Mindestens.
    Richtiger, angemessener – und als journalistische Zuspitzung absolut zulässig, wenn nicht sogar notwendig – wäre die Überschrift gewesen: „Handyauswertung ist eine Farce“. Meinetwegen statt „Farce“ auch gerne „Augenwischerei“, „Nebelkerze“, „Placebo“, „Beruhigungspille“ oder „Wählertäuschung“.



    All das würde den Kern der Wahrheit eher treffen als die bisherige Berichterstattung zum Thema. Im Umkehrschluss: Jede Story, die die Freiwilligkeit der Handyauswertung weglässt oder nicht prominent hervorhebt, geht am Kern der Wahrheit vorbei. Und damit ist sie was, ob beabsichtigt oder nicht? Richtig: Fake News. Beziehungsweise in Deutschland: ganz normale Fake News.


    Die Spitze des Eisbergs

    Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Je mehr ich darüber nachdenke, desto ungeheuerlicher erscheint mir dieses scheinbar so unbedeutende Beispiel, das ich Ihnen hier geschildert habe. Ungeheuerlich auch und gerade deswegen, weil es so einfach zu entlarven war und es trotzdem keiner getan hat. Im Gegenteil, die hauptberuflichen Kollegen haben es in großer Zahl besinnungslos weiterverbreitet. Die Frage drängt sich auf, was die hauptberuflichen Kollegen eigentlich hauptberuflich machen.


    Hätte ich nicht noch einen Day Job, könnte ich monatlich x weitere solcher Beispiele aus meiner persönlichen Sammlung auf der Achse sezieren (und damit meine ich nicht die bereits hinreichend demontierten Fehlberichterstattungen); von bewussten Auslassungen (nennen wir sie „Omitted News“) über Verdrehungen (nennen wir sie „Twisted News“) bis zu den zahlreichen in den Medien widerspruchslos wiedergegebenen falschen „Narrativen“ (nennen wir sie „Sneaky News“). Sie alle sind Teil der Fake News. Der ganz normalen Fake News.
    Aber bevor ich mich jetzt aufrege (oder Sie sich aufregen) – lassen Sie uns in diesen Tagen einfach besinnlich sein. Besinnlich und nachsichtig.


    Denn all das ist doch nichts gegen die millionenfache Verbreitung von Fake News, die gerade wieder in deutschen Haushalten stattfand: Eine verheiratete, gleichwohl jungfräuliche Orientalin wurde vor gut 2.000 Jahren auf wundersame Weise von einem Geist geschwängert – so jedenfalls ihre Erklärung gegenüber dem gehörnten Gatten – und gebar in der Folge einen spezialbegabten Sohn, der über Wasser laufen konnte und der größte Social Influencer aller Zeiten wurde, obwohl es weder Facebook noch Youtube noch Twitter noch Instagram gab. Wer meint, an dieser Story sei nichts faul, der darf sich eigentlich weder über Claas Relotius noch über die „Süddeutsche“ beschweren. Oder? Nichts für ungut. Und frohe Weihnacht, nachträglich!

    https://www.achgut.com/artikel/die_t..._dieser_nummer
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Die tägliche Fake News oder: Kein Anschluss unter dieser Nummer

    Die Zeitungsente gab es schon im 17. Jahrhundert. Bewusste Falschmeldungen oder verdrehte Tatsachen gehören seit jeher also zum "Rüstzeug" des Journalisten. Claas Relotius steht in einer Reihe mit Michael Born oder Tom Kummer. Michael Born? Man vergisst schnell, auch weil die Medien wollen, dass so etwas schnell vergessen wird. Zur Erinnerung: Stern TV brachte einst spektakuläre Storys. Lieferant war dieser Michael Born https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Born_(Journalist) Skrupellos, dreist und frech sein muss man wohl in der Branche und solange die Betrüger und Fälscher nicht auffliegen, sind sie in den Redaktionen der Medien willkommen. Es heißt in der Branche..."einen Fake hat man exclusiv.."
    Journalisten sind meistens eitle Selbstdarsteller. Einen popeligen Artikel verfassen, also das journalistische Tagesgeschäft, halten die meisten Vertreter dieser "Zunft" für unter ihrer Würde. Es muss der Knaller her, am besten monatlich den Watergate-Skandal überbieten.
    Da so etwas nur wenigen Journalisten gelingt wird eben gelogen, Manipuliert und getrickst. Wer ein Gewissen hat, ist in der Branche fehl am Platz.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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