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    Flüchtlinge von Libyen nach Deutschland gebracht

    Offenbar gibt es ein von der Bundesregierung betriebenes Resettlement-Programm, von dem die Bürger nicht viel wissen und das sich nicht nur auf die Flüchtlinge in der Türkei beschränkt.

    Eher zufällig im Rahmen eines Artikels erfährt man von diesem Umstand.

    (Für Nichtkenner des Resettlement-Programms: Resettlement ist eine Ausweitung der Migration, ein Ansiedlungs-Programm, das ursprünglich über Save-me, initiiert von linken Gruppen und dann letztlich auch dem unter SPD-Führung stehenden NRW. Die über Resettlement geholten Personen werden in Lagern oder ihren Wohnungen (tatsächlich) von beauftragten Personen ausgewählt, also von Landsleuten selber (man darf an dieser Stelle Bakschisch vermuten) und anschließend ohne weitere Prüfung nach Deutschland geflogen. Dort müssen sie kein Asylverfahren durchlaufen, sondern erhalten gleich Leistungen aus der Sozialhilfe plus weiteren speziellen Hilfen für Integration und Ansiedlung. Sie werden üblicherweise gleich in eigenen Wohnungen angesiedelt und dürfen bei der Wahl des Wunschwohnorts in Deutschland entscheiden, damit sie dort leben können, wo bereits eine heimische Infrastruktur für sie vorhanden ist).

    Die Initiative Save me findet man folglich auch im Artikel, ohne dass sie näher erläutert wird.

    Die Erwähnung, dass Save-me auf Spenden angewiesen sei, ist so nicht richtig. Sie werden von Landes- und Bundesprogrammen finanziert und sind eng bei den Parteien und linken Organisationen angesiedelt. Auch dieser angeblich erst kürzliche Startschuss von München für die Beteiligung am Resettlement-Programm ist unwahr, denn die Save-me-Resettlement-Kampagne startete schon vor vielen vielen Jahren in Nordrhein-Westfalen und dort in der Stadt Aachen.

    Zuflucht in München "Wir haben gelebt wie Tiere"

    Meron Mebrahtom, Filmon Tesfamichael, Simret Kifle und Biniam Abraha (v.l.n.r.) leben nun seit einem Monat in München.


    Im Oktober wurden 13 eritreische Flüchtlinge von Libyen nach München gebracht. Vier von ihnen erzählen von den Zuständen in den Lagern, der Flucht und ihren Wünschen für die Zukunft.


    Als das Gespräch auf die Zustände in den Internierungslagern in Libyen kommt, wird es gefühlt auf einen Schlag fünf Grad kälter im Raum. "Wir haben gelebt wie Tiere", sagt Filmon Tesfamichael, auf seinem Kopf sitzt eine Kappe mit dem Schirm nach hinten. 40 Leute hätten dort auf engstem Raum schlafen müssen, Essen habe es nur einmal am Tag gegeben, Demütigungen und Gewalt seien an der Tagesordnung gewesen, "alles, was schlimm ist, haben wir gesehen". Dann schweigt er, die anderen drei schauen auf den Boden. "Wir haben keine Worte, das zu erklären", sagt Filmon Tesfamichael.


    Eine Dolmetscherin übersetzt aus dem Tigrinischen, der Muttersprache der vier jungen Eritreer, zwei Männer und zwei Frauen, die in dem kleinen Büroraum von "Save me" sitzen, einem Projekt des Münchner Flüchtlingsrats. Über der Tür hängt ein Rettungsring, an einer Wand ein Zettel, auf den jemand geschrieben hat: "Make Resettlement Great Again". Resettlement heißt Umsiedlung, es geht bei dem Programm der Vereinten Nationen darum, sichere und legale Fluchtwege für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge zu schaffen. Menschen wie Filmon Tesfamichael, 25, Biniam Abraha, 26, Meron Mebrahtom, 20, und Simret Kifle, 21. Zum Teil waren sie zwei Jahre in den Lagern in Libyen.


    "Hinterbärenbadstraße" können sie alle schon aussprechen, dort, in Sendling, befindet sich das Wohnheim der Regierung von Oberbayern, in dem sie untergebracht sind. Alle vier haben in Eritrea bis zur elften Klasse die Schule besucht. Filmon Tesfamichael hat schon drei Jahre Maschinenbau studiert. 2017 hat er Eritrea verlassen, über den Sudan kam er nach Libyen. "Wir wussten, wie die Zustände dort sind", sagt er, "aber wir hatten keine andere Wahl." In Eritrea gebe es keine Freiheit, keine Zukunft. Sein Landsmann Biniam Abraha hat das Land schon 2011 verlassen, von Libyen aus startete er Jahre später einen Fluchtversuch in einem Boot. Vier Stunden waren sie unterwegs, bevor die Küstenwache sie stoppte.

    "Aber jetzt will ich natürlich erst einmal die Sprache lernen"

    Und dann sind da noch die beiden jungen Frauen, die locker noch als Teenagerinnen durchgehen würden. Tatsächlich war Meron Mebrahtom noch nicht einmal volljährig, Simret Kifle gerade so, als sie im Jahr 2015 ihr Elternhaus und ihr Land verließen. In Eritrea habe sie schon angefangen, den Beruf der Friseurin zu erlernen, sagt Meron Mebrahtom, das könnte sie sich in Deutschland auch vorstellen. "Aber jetzt will ich natürlich erst einmal die Sprache lernen." Sie können es alle kaum erwarten, dass ihr Kurs endlich startet, wahrscheinlich aber wird es nicht vor Januar so weit sein. Simret Kifle möchte Apothekerin werden, das hat sie immer interessiert. Und sie freut sich, dass ihr Verlobter Ende Dezember mit dem Resettlement-Programm nach München kommt.


    Immerhin kennen Nina Klofac und ihre Kolleginnen schon den Termin. Oft würde ihnen erst kurz vorher mitgeteilt, wann die Flüchtlinge ankommen, sagt sie. So wie voriges Jahr, als drei Tage vor Weihnachten 36 Menschen ankamen. 2008 hatte die Kampagne "Save me", die für ihre Arbeit auf Spenden angewiesen ist, von München aus den Startschuss dafür gegeben, dass Deutschland sich am Resettlement-Programm der Vereinten Nationen beteiligt. Im Jahr 2018 und 2019 mit der Aufnahme von 10 200 Menschen, die meisten davon Syrer, die im Zuge des EU-Türkei-Deals kommen. 24 Flüchtlinge aus diesem Kontingent kamen bisher nach München. Nina Klofac beklagt, dass die Hilfe in vielen Orten häufig mit der Ankunft ende und die Menschen dann sich selbst beziehungsweise der Hilfe von Ehrenamtlichen überlassen seien - vor allem in kleineren Kommunen. Dort gibt es keine Projekte wie "Save me", deren Mitarbeiter die Flüchtlinge begleiten, ihnen Paten zur Seite stellen, mit ihnen Anträge ausfüllen, Fahrkarten besorgen und Sprachkurse organisieren.


    Die Voraussetzungen zur Integration bei den Resettlement-Flüchtlingen seien eigentlich bestens, sagt Nina Klofac. Sie müssen kein Asylverfahren durchlaufen, haben einen sicheren Aufenthaltstitel für drei Jahre und dürfen theoretisch sofort arbeiten. Auch der Familiennachzug ist erleichtert, Filmon Tesfamichael und Biniam Abraha etwa wollen so jeweils ihre Frau nachholen. Allerdings seien diese besondere Form der Migration und die Rechte dieser Flüchtlinge bei Ämtern und Behörden in Bayern oft kaum bekannt, so Klofac. "Da müsste von staatlicher Seite aus viel mehr passieren, es müsste etwa eine klar definierte Anlaufstelle geschaffen werden", fordert sie. Migrationsberatungsstellen müssten entsprechend geschult werden. Sie wünscht sich, dass die Stadt München dabei das ausbaut, was sie auch dank "Save me" schon hat: eine Vorbildfunktion.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen...chen-1.4232204
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Flüchtlinge von Libyen nach Deutschland gebracht

    So umgeht man alle Statistiken. Es sind keine Flüchtlinge und keine Asylbewerber. Die Zahl der Leute, die hier angesiedelt werden, kommt nie in irgendwelchen Nachrichten oder Medienberichten vor. Wie viele sind es schon?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Flüchtlinge von Libyen nach Deutschland gebracht

    Einfach unfassbar! Für einen Bruchteil der hier anfallenden Kosten hätte man der ganzen Familie ein Stück Land plus Haus kaufen können; in Erithrea, versteht sich. Was haben wir nur verbrochen, dass uns unsere Politverräter ausrotten wollen!?
    "...und dann gewinnst Du!"

  4. #4


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    AW: Flüchtlinge von Libyen nach Deutschland gebracht

    Zitat Zitat von Clark Beitrag anzeigen
    ........ Was haben wir nur verbrochen, dass uns unsere Politverräter ausrotten wollen!?
    Es zugelassen.
    Jeder glaubt eine eigene Meinung zu haben, nur woher hat er vergessen.
    Medien sind das was man über Religionen sagte, Opium fürs Volk.


  5. #5
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    AW: Flüchtlinge von Libyen nach Deutschland gebracht

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Es zugelassen.
    Wobei du hier ja noch an eine Mitbestimmung des Volkes denkst, die es so nie gegeben hat. Und wenn des Volkes Meinung gegen etwas war und dies trotz fehlender Volksabstimmungen überdeutlich sichtbar, hat es die Politiker noch nie davon abgehalten, solche Projekte trotzdem umzusetzen. Da sich in diesen Punkten alle Parteien einig waren, gab es auch durch Stimmabgaben (wobei solche Umsetzungen ja sowieso außerhalb von Wahlperioden stattfanden und stattfinden) kein Entrinnen.

    Du kannst nehmen, was du willst und auch bereits mit der Einführung des Euro anfangen. Den wollte wirklich niemand.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  6. #6
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    AW: Flüchtlinge von Libyen nach Deutschland gebracht

    Im Prinzip das was der Migrationspakt vorsieht, dann eben nur in viel grösserem Rahmen.
    ... es geht bei dem Programm der Vereinten Nationen darum, sichere und legale Fluchtwege für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge zu schaffen ...
    Man hört anscheinend nur über das Leid in den Libyschen Lagern, nichts über das Leid in Eritrea. Da wurden Ausbildungen begonnen ... Zu welcher Kategorie Flüchtling zählen sie? Man glaubt nicht an Zukunft und Freiheiten in Eritrea. Bitte um genauere Ausführung, was sich die jungen Leute unter Freiheit und Zukunft genau vorstellen? Sonst endet es in Spekulation. Keine Freiheit = für Geld arbeiten müssen, unter prekären Bedingungen = viel Arbeit für wenig Geld = keine Rente = keine Arbeit = keine Zukunft ? Kein Geld = keine Freiheit?
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


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