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    Migration: „Wir wollen da leben, wo Frieden herrscht“

    Wieder so ein Artikel, der nicht mit Positivem geizt und gleichzeitig ungewollt Merkwürdigkeiten und Ansprüche aufzeigt...

    (Im Kopf sollte man bei allen Positivmeldungen auch immer haben, dass die Regierung mit der 3+2-Regelung eine Möglichkeit für abgelehnte Asylbewerber schuf, im Land zu bleiben, sofern sie eine Ausbildung absolvieren (3 Jahre). Nach den 3 Jahren folgen weitere 2 Jahre für einen erlaubten Aufenthalt, von denen wiederum 1/2 Jahr Arbeitsuche beinhaltet ist, und in denen der Asylbewerber dann arbeiten darf. Nicht in dem zuvor erlernten Beruf, auch nicht in Vollzeit oder finanziell ausreichend, um seinen Lebensstandard zu sichern. Es kann auch ein Teilzeitjob sein und er darf über Sozialleistungen aufgestockt werden. Danach sind die 5 Jahre vollendet, nach denen er eine dauerhafte, einklagbare Aufenthaltserlaubnis in Deutschland erlangt. Arbeitgeber werden, damit sie mitspielen, mit hohen Lohnsubventionen aus der Arbeitslosengeldversicherung geködert. Diese Subventionen betragen wenigstens die Hälfte des Lohnes, werden aber meistens durch zusätzliche Hilfen noch etwas aufgebessert).

    Region Wetzlar „Wir wollen da leben, wo Frieden herrscht“

    MIGRATION  Margret Hofmann-Weber und Sabine Franzen erleichtern Flüchtlingen den Start in Münchholzhausen


    Wetzlar-Münchholzhausen Arwa Taha und Yousef Bakour sitzen am Tisch im evangelischen Gemeindehaus, sie sind im Gespräch mit Margret Hofmann-Weber. Das Paar aus Syrien lebt seit 2016 im Stadtteil und sagt: „Endlich haben wir wieder ein Zuhause.

    “„Wir haben in Münchholzhausen eine tolle Wohnung gefunden und gute Kontakte geknüpft, wir haben großes Glück gehabt“, sagt Yousef Bakour. Er macht derzeit eine Ausbildung zum Elektroniker, seine Frau erlernt den Beruf der Sozialassistentin an der Käthe-Kollwitz-Schule. Bakour spielt Fußball im Verein, zusammen mit seiner Frau trifft er sich gern mit Nachbarn. Sie sind im Wetzlarer Stadtteil angekommen: „Wir wollen nur Frieden und da leben, wo Frieden ist“, sagt Bakour. 2014 habe die syrische Armee seine Heimatstadt eingenommen, das Pärchen floh. Über die Türkei und das Mittelmeer nach Deutschland – und schließlich nach Münchholzhausen.


    Den Start im Stadtteil haben ihnen Margret Hofmann-Weber und Sabine Franzen erleichtert. Die beiden Ehrenamtlichen engagieren sich mit der evangelischen Kirchengemeinde für Flüchtlinge. Sie kümmern sich um rund 30 der 45 Geflüchteten, die in Münchholzhausen leben. Sie helfen beim Ausfüllen von Formularen, fahren mit Familien zum Einkaufen, begleiten Besuche beim Kinderarzt, sind bei Einschulungen dabei, Ansprechpartner bei Fragen und, und, und.


    So viel Glück wie das Pärchen aus Syrien haben aber nicht alle Flüchtlinge, berichtet Franzen. „Für viele ist die Wohnungssuche sehr schwierig, vor allem für junge Männer. Sie finden nichts, dabei würden wir uns das alle so sehr wünschen“, erzählt sie. Neben ihr sitzen die Geschwister Ehsan und Salman Parhizkar, die beide einen unterschiedlichen Aufenthaltsstatus haben, und Navid Rahmani. Alle drei wurden im Dezember 2016 in Münchholzhausen getauft, nahmen vorher mit einem Dolmetscher am Taufunterricht für Erwachsene teil, sind fleißige Kirchgänger. „Es war unser Herzenswunsch, das zu machen“, sagt Rahmani, studierter Bauingenieur aus dem Iran.



    Als er im März 2016 nach Münchholzhausen gekommen sei, sei es schon ein „komisches Gefühl“ gewesen. Seither habe er viele „schöne und gute Erfahrungen“ gemacht, Deutsch gelernt und einen Job. Aber: „Viele Deutsche haben noch Angst vor uns. Dabei sind wir offen, offen für neue Kontakte. Ist doch egal, ob wir Kurden, Perser, Syrer oder Deutsche sind – wir sind Menschen.“ Rahmani versucht, Berührungsängste abzubauen, besucht Oktoberfeste in den Stadtteilen – und war auch bei der Münchholzhäuser Kirmes dabei. Was er sich für die Zukunft wünscht? „Dass sich die Verhältnisse in meinem Heimatland so verbessern, um zurückkehren zu können.“



    Auch die Ehrenamtlichen Sabine Franzen und Margret Hofmann-Weber haben Wünsche: Sie würden sich freuen, wenn man im Stadtteil noch mehr auf Flüchtlinge zugehen würde. „Und dass es noch mehr um ein Miteinander geht“, ergänzt Hofmann-Weber. Weitere Helfer in der Flüchtlingsarbeit seien ebenfalls willkommen.


    Franzen und ihre Mitstreiterin haben sich vor drei Jahren beim Willkommenscafé für Flüchtlinge der Kirchengemeinde kennengelernt. „Es ist eine dankbare Aufgabe und wir bekommen viel zurück“, sagt Franzen. Alle drei Monate finde zudem ein runder Tisch in Dutenhofen statt, bei dem Fragen der Flüchtlingsarbeit in Dutenhofen und Münchholzhausen besprochen werden.


    Koordiniert wird das Treffen von Martin Schorn. „Bei unserem runden Tisch werden Probleme besprochen und versucht, schnelle Lösungen zu finden“, sagt Schorn. Lobende Worte findet er für die Arbeit der Ehrenamtlichen im Stadtteil: „Dahinter steckt allein das freiwillige Engagement dieser Frauen“, betont er.
    Sie möchten sich ebenfalls für Flüchtlinge in Münchholzhausen engagieren? Dann melden Sie sich bei der Evangelischen Kirchengemeinde per E-Mail unter dutenhofen-muenchholzhausen(at)ekir.de oder unter (0 64 41) 7 37 40.

    https://www.mittelhessen.de/lokales/...d,1431534.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Migration: „Wir wollen da leben, wo Frieden herrscht“

    „Wir wollen da leben, wo Frieden herrscht“

    Und warum beginnt der Unfriede, sobald diese Leute auftauchen?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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