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    Oberbrgermeisterin von Chemnitz berfuhr in Fugngerzone einen Rollstuhlfahrer

    was ihr eine Verurteilung einbrachte, aber keinen groen Presserummel. Nichtsdestotrotz berichtete damals eine kleine Regionalzeitung ber das Ereignis - natrlich nur am Rande - und es fand - ebenfalls natrlich nur am Rande - Eingang in ihr Wikipedia-Profil. Nun ist dieses Ereignis aus der Geschichte getilgt worden, womglich weil sich moralische Verfehlungen ohne eigene Konsequenzen schlecht mit den moralischen Ansprchen an andere machen.

    Zuerst der Reihe nach. Der Artikel der Schsischen Zeitung, dort ganz unten zu lesen:

    Schsische Zeitung, 29.09.2004

    Milbradt ffnet sein Kassenbuch

    Staatsfinanzen sind erstes Verhandlungsthema der Koalitionsrunde / SPD erhlt Haushaltsentwurf zur Prfung


    Die Koalitionsverhandlungen begannen mit Regen. Als die Delegationsmitglieder von CDU und SPD gestern Nachmittag per Staatskarosse und Taxi im Dresdner Stndehaus eintrafen, empfing sie ein heftiger Wolkenbruch. Ein Grund mehr, sich schnell und wortkarg an den wartenden Journalisten vorbeizudrngeln. Er hoffe auf einen Erfolg, so der SPD-Landeschef Thomas Jurk. Seine Erwartungen an das Treffen seien hoch, so CDU-Landeschef Georg Milbradt. Dann schlossen sich erstmals fr zweieinhalb Stunden die Tren im Raum 2.53.

    Kein Zeitdruck: Vertrag notfalls auch erst 2005

    Zu dem Zeitpunkt war die wichtigste Entscheidung des Tages jedoch lngst gefallen. Die Staatsregierung unter dem amtierenden Ministerprsidenten Milbradt wird sich notgedrungen in den Zeitplan fgen, ber den die SPD bereits in den Tagen zuvor ffentlich spekuliert hatte. Demnach verabschieden sich beide Seiten endgltig vom Vorhaben, den Koalitionsvertrag noch bis zum 19. Oktober und damit bis zur konstituierenden Sitzung des Landtags unter Dach und Fach zu bekommen. Stattdessen geht man nun auch offiziell von einem monatelangen Tauziehen aus. Letztmglicher Stichtag fr eine Einigung ist der 19. Januar 2005. Sptestens dann muss das Parlament einen neuen Ministerprsidenten gewhlt und die vorerst im Amt verbleibende Regierung ihre Staatsgeschfte aufgegeben haben. Verpackt wurde die ernchternde Botschaft in markige Worte. So zgig wie mglich, so lange wie ntig sei das Verhandlungsmotto der SPD, erklrte Jurk. Es sei halt keine Liebesheirat, sondern eine Vernunftehe, in der beide Partner erst zueinander finden mssen, entschuldigte sich Milbradt und verwies darauf, man msse zunchst schauen, wo es berall Kontroversen gibt und wo nicht.

    Auf Details wollte Milbradt dabei partout nicht eingehen. Er wird wissen warum. Den beiden Verhandlungspartnern drohen nmlich bald mehr Zwistigkeiten, als ihnen lieb sein kann. Der Grund liegt im 1 500 Seiten starken und bisher geheimen Haushaltsentwurf fr 2005/2006, den die CDU-Regierung der SPD inzwischen zum Studium bergeben hat. Die Sozialdemokraten strotzen bereits vor Kampfeslust: Es ist nicht zu erwarten, dass wir das Ding einfach so durchgehen lassen. Die SPD stellt sich mit solchen Tnen allerdings auch selbst gehrig unter Druck. Denn Forderungen wie die nach Einstellung von 700 neuen Polizisten, nach dem Erhalt von kleinen Schulen oder nach Aufstockung des Lehrpersonals mssen am Ende auch bezahlt werden.

    Genau gegen die wichtigsten SPD-Forderungen im Bildungsbereich kommt jetzt aber geballter Widerstand aus dem CDU-Lager. Unisono wird dort einer Einheitsschule und damit einer gemeinsamen achtjhrigen Schulzeit eine Absage erteilt (siehe Beitrag rechts). Diese Kampfansage drfte das Verhandeln im Raum 2.53 nicht leichter machen.

    Umso mehr, als beide Partner inzwischen durch erste Querschsse hinter den Kulissen gereizt werden. So machten CDU-Kreise pnktlich zum Verhandlungsauftakt bisher unbekannte Vorwrfe gegen die Chemnitzer Sozialdezernentin Barbara Ludwig bekannt, die als einzige Frau mit am Koalitionstisch sitzt. Ludwig war vor zwei Jahren in einen tragischen Unfall verwickelt. Am Steuer ihres Wagens bersah sie in einer Fugngerzone einen Rollstuhlfahrer, der spter an den Folgen des Zusammenstoes starb. Ludwig wurde zu 90 Tagesstzen verurteilt und gilt sptestens jetzt nicht mehr als Kandidatin fr das Amt der Sozialministerin. Nichtsdestotrotz versprachen sich Milbradt und Jurk gestern gegenseitig Fairness. Mal sehen, ob es hilft.
    (Von Gunnar Saft)

    http://www.karl-nolle.de/aktuell/medien/id/5044:Der Wikipedia-Artikel wurde bereits gendert und die Passage entfernt, deshalb gleich zum Artikel von jouwatch:
    Wegen Jouwatch-Enthllung: Wikipedia lscht Todesfahrt von Chemnitzer Brgermeisterin

    Es kann nicht sein, was nicht sein darf: Ludwigs Wikipedia-Artikel wurde bereinigt. Montage: Screenshots


    Jetzt wird es stalinistisch, sogar ein Lexikon wird bereinigt: Nach der Aufsehen erregenden Jouwatch-Enthllung ber die Todesfahrt der Chemnitzer Oberbrgermeisterin Barbara Ludwig in einer Fugngerzone hat Wikipedia den Eintrag dazu gelscht. Im Zusammenhang mit Chemnitz sind offenbar alle Wahrheit biegenden Mittel im Kampf um die linke Deutungshoheit recht.



    Auf der Wikipedia-Seite ber die SPD-Politikerin stand bis gestern: Ludwig bersah 2002 am Steuer ihres Wagens in einer Fugngerzone einen Rollstuhlfahrer, der spter an den Folgen des Zusammenstoes starb. Ludwig wurde zu 90 Tagesstzen verurteilt, das hatte der Blogger Oliver Flesch zuerst entdeckt. Mit der Begrndung, dass Jouwatch darber berichtet hatte, wurde das als Quatsch aus dem Artikel getilgt.

    Jouwatch hatte mit Bezug auf einen kurzen Absatz in einem Artikel der Schsischen Zeitung von vor 14 Jahren ber das von allen anderen Medien totgeschwiegene Geschehen berichtet. Anlass war Ludwigs Emprung ber die um den von Flchtlingen ermordeten Daniel H. trauerden Demonstranten in ihrer Stadt. Sie sagte, sie sei entsetzt. Jouwatch hielt entgegen, entsetzt mssten Alle sein, die jetzt erfahren, dass die Oberbrgermeisterin in einer Fugngerzone (!) mit ihrem Auto einen Rollstuhlfahrer totgefahren hat.


    Jouwatch gilt beim linken Wikipedia als unserise Quelle geschenkt. Aber die Information stammt von 2004, und zwar aus einer nach Wikipedia-Lesart serisen Quelle, dem Mainstream-Blatt Schsische Zeitung.
    Da die Oberbrgermeisterin als glaubwrdige Kraft im Kampf gegen Rechts erhalten bleiben muss, wurde nun ihr Eintrag in dem Internet-Lexikon durch Weglassen geschnt. Wikipedia ist damit nicht ander als die von ihr als seris anerkannten Quellen: Lckenpresse.
    ...

    weiter hier:

    https://www.journalistenwatch.com/20...h-enthuellung/




    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Oberbrgermeisterin von Chemnitz berfuhr in Fugngerzone einen Rollstuhlfahrer

    Ludwig war vor zwei Jahren in einen tragischen Unfall verwickelt. Am Steuer ihres Wagens bersah sie in einer Fugngerzone einen Rollstuhlfahrer, der spter an den Folgen des Zusammenstoes starb. Ludwig wurde zu 90 Tagesstzen verurteilt
    Was fr ein unglaublicher Skandal. In einer Fugngerzone mit dem Auto herumkurven ist ja wohl unzulssig und dann ist das Leben eines Menschen nur 90 Tagesstze wert? Was fr eine erbrmliche Kreatur ist da in Chemnitz Brgermeisterin.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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